Kontobuch. Das in der Buehlialtung gebräuclilielie, sogenannte amerikaniselie Tabellenjournal vereinigt bekanntlich die früher getrennten Grund- und Hauptbücher zu einer Einheit, wodurch bereits eine nicht unerhebliche Ar- beits- und Materialersparnis erzielt wird. Dennoch hat auch dieses Tabellenjournal. noch gewisse Mängel. Das Format ist -um- handlich; bei 20 Konten z. B. ist das Format derart gross, dass die Eintragungen um ständlich und schwierig werden.
Die Zahl der Konten ist beschränkt.. Auf einer bzw. zwei Linien können immer nur zwei Kontenspalten benutzt werden; alle andern Spalten müssen unbeschrieben bleiben. In einem Folio, das z. B. 20 Konten enthält, werden also nur 5 der Kontentabelle benutzt und 95;ö des Pa piers verschwendet. Die begrenzten Aus nutzungsmöglichkeiten bzw. die geringe Dichte der Eintragungen verarsaehen viel zwecklose und anstrengende Arbeit durch häufige Transporte der Kontoendsummen.
von Folio zti Folio und erfordern ein häu figes Beschriften aller Kontenköpfe auf jedem benutzten Folio.
Diese lIängel -erden bei \'erwendunf: eines liontobuehes vermieden, das sieh ge- niäss der Erfindung durch zwei von einem.
gemeinsamen Einband zusaminengeha.ltene, in einer Ebene nebeneinanderliegende Bücher (worunter im weiteren Sinn auch Hefte und Blocks zu verstehen sind) auszeichnet, von denen die Folien des einen Buches ausser ('Fi-undbuelisptilten noch Kontenhimveista- bellen in Kontenform und Belegnummern spalten und die Folien des andern Buches im Debet und Kredit Kontotabellen mit Da tumspulten und Belegnummernspalten auf weisen.
Das vorliegende Kontobueli stellt also die Vei,bindung eines Grundbuches für ehrono- logisehe Buchungen mit einem Kontenbuche für svstematische Buchungen dar.
Die beiden Büelier liegen nebeneinander in gleicher Ebene und werden von einem gemeinsamen untern Einband zusammengehalten, der bei einer bevorzugten Ausführungsform der Er- findung mit zwei Bucheinhandrüchen und daran befestigten obern Einbanddeckeln ver sehen ist.
Durch die besondere Spaltengestaltung bzw. -einteilung des vorliegenden Kontoliu- ehes wird die bisher im Kontenteil eines Kontobuches im Kredit und im Debet ge führte breite Textspalte entbehrlich, was eine erlieblielie Papierersparnis und Arbeitsver- minderung bedeutet.
Die Textspalte kann fortfallen, weil die erforderlichen Hinweise auf die in Betracht kommenden (,e:enionten atis der den beiden beim Kontobuch vorge sehenen Büchern gemeinsam Kontenhinweis- tailelle zu ersehen sind.
Die Funktion der Textspalte kann also auf die Kontenhinweis- tabelle im CTrundbtteliteil übertragen werden, was dadurch ermöglicht ist, dass durch den gemeinsamen Einband Grundbuch und Kon tenteil zu einer Einheit zusammengefasst sind.
Das vorliegende Kontobuch gestattet, durch nur einmaliges Eintragen von zwei Konten symbolen sowohl den betreffenden Grund buchposten als auch die zwei zugehörigen Kontenposten zu kennzeichnen. Die zweckmä ssig dicht nebeneinanderliegenden Folien der beiden Buchteile können eine übersichtliche Fläche bilden, die ein bequemes Eintragen in die Konten gestattet, wogegen bei der bisher üblichen Verwendung räumlich voneinander getrennter Bücher jeweils ein Übertragen erforderlich war.
Einzelheiten gehen aus der nachstehenden Beschreibung zweier Ausführungsformen des Erfindiuigsgegensstandes hervor, die in beilie gender Zeichnung als Beispiele schematisch und teilweise schaubildlich dargestellt sind.
. Ein Buch bzw. Heft a und ein zweites Buch bzw. Heft b liegen symmetrisch zuein ander in derselben Ebene auf einem Buch einband c, dessen linker oberer Deckel cl und dessen rechter oberer Einbanddeckel c, sich in geschlossener Lage mit ihren Rändern e1 und e. in der Mitte des Bucheinbandes nahezu- berühren (Fig. 2 und 3<B>)</B>.
Mit f 1 ist der Einbandrücken des Bu ches cc und mit f. der Einbandrücken des Buches b bezeichnet.
Beide Bücher (Hefte) a und b und die Einbandbestandteile c, cl, c_, f, und f, bil den zusammen das vorliegende Kontobuch.
Bei der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten, symmetrischen Lage der Bücher zueinander werden die obern Einbanddeekel cl und c_. sowie die Blätter der beiden Bücher nach entgegengesetzten Richtungen aufgeschlagen.
Die Seiten der Bücher sind je nach ihrer Zweckbestimmung liniiert, rubriziert oder be- druckt. Bei horizontaler Zeilenlineatur liegen die Buehrücken senkrecht zu dieser Li neatur.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 sind blockartige Bücher oder Hefte hl lind h.-, (im geschlossenen Zustande gezeichnet) vor gesehen. Im Gegensatz zum Ausführwigs- Beispiel gemäss Fig. 1 bis 3 liegen die Buch rücken g, und 92 in einer Flucht. Die Zei lenlineaturen der einzelnen Blätter dieser Bü cher verlaufen parallel zu den Buchrücken, im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 3, wo sie senkrecht zu den Buch rücken verlaufen.
Der Einband besteht in diesem Fall aus einem untern Deckel k1 lind einem obern Deckel k=, die beide durch den Rücken k des Einbandes zusammengehalten werden. Die Rücken cgl und g. der beiden Bücher verlaufen dabei parallel neben dein gemeinsamen Einbandrücken k.
Die Folien des linken Buches a sind mit einer Grundbuchtabelle mit Spalten 1 bis 3cc nebst Kontenhinweistabelle in Kontenform sowie einer Belegnummernspalte und jedes Folio des rechten Buches b mit zwei Ta bellenkonten versehen, wobei diese Konten vordrucke im Debet und Kredit durch Hin- zufügen je einer Belegnummernspalte zum Eintragen der laufenden Belegnummern und je einer Datumspalte vervollständigt sind.
Das beschriebene Kontobuch kann ge braucht werden a) als Kassenbuch oder als Memorial,<B>je-</B> weils verbunden mit einem Kontenbuch zur täglichen systematischen Verteilung der Kas sen- bzw. Meinorialposten; oder b) als ungeteiltes Grundbuch für Kassen- und llemorialbuchungen, unmittelbar ver- bluiden mit einem detaillierten Hauptbuch.
Eine derartige Verbindung gibt in beiden Fällen bei Führung der Bücher ä jour die Möglichkeit, zu jedem Zeitpunkt eine Um satz- und Saldenbilanz aufzustellen.
In dem Kontobuch werden die zu jedem Buchposten gehörigen Buchungsbestandteile nicht senkrecht in 2 bis 5 Zeilen, sondern horizontal in eine ?.eile eingetragen; statt Kontenhinweis- bzw. Buchungssätze werden nur Kontensymbole geschrieben, die dem systematischen Kontenplan entnommen wer den.
Bei Verwendung des dargestellten Konto buches als Kassenbuch ist das Einschreiben der üblichen langen Buchungssätze unnötig. Es werden vielmehr nur eingetragen: Bn- chungstext, der Betrag und anschliessend in dieselbe Zeile das Kontensymbol des zu bela stenden Gegenkontos für Kassenauszahlungen oder des zu kreditierenden Gegenkontos für Kasseneingänge; ausserdem - wie üblich Datum und Belegnummer.
Die Eintragung der zu buchenden Ge schäftsvorfälle erfolgt chronologisch, und zwar zweckmässig wie folgt (Fig. 1) In Spalte 1 werden das Datum, in Spalte 2 der Text, in Spalte 3 die Einnahmen, in Spalte 3a die Ausgaben, in Spalte 4 das Kontensymbol des zu belastenden Kontos, in Spalte 5 die Folion.ummer des belasteten Kontos, in Spalte 6 das Kontensymbol des zu entlastenden Kontos, in Spalte 7 die Folio nummer des entlasteten Kontos, in Spalte S die Polionummer der Unterkonten und in Spalte 9 die Belegnummer eingetragen.
Bei diesem vereinfachten Verfahren bean sprucht jeder Buchposten einschliel;)lieh der Kontensymbole für den Kontenhinweis nur eine Zeile, was 50 %, Ersparnis an Papier und annähernd soviel auch an Arbeit. bedeutet. im Vergleich zum bisher üblichen Kassenbuch, bei dem mindestens zwei Zeilen (oder auch mehr) je Posten in Anspruch genommen werden.
Bei der Verwendung des beschriebenen Kontobuches als Memorial dienen Spalte 3 als Vorspalte und Spalte 3a als Haupt spalte für die zur Verbuchung kommenden Beträge.
Weitere Ersparnisse ergeben sieh aus fol gendem: Die Kassen- und Memorialposten werden sonst nach Konten zusammengefasst, gesammelt, und zwar entweder in einem. be sonderen Sammeljournal oder nach italieni scher Methode unmittelbar auf den Haupt buchkonten. Die Verwendung eines Sammel journals ist mit zusätzlichem Materialver brauch verbunden, und das Schreiben der im Sammeljournal erforderlichen Buchungs sätze verursacht zusätzliche Arbeit. Im zwei ten Falle verursachen die Kontenhinweise in.
der Textspalte bei jedem Posten zusätzliche Schreibarbeit; ausserdem werden die Haupt- buchkonten durch das Eintragen von vielen einzelnen Posten unübersichtlich und das lIauptbuch wird in vielen Fällen zu umfang reich.
Bei Verwendung des beschriebenen Konto buches dagegen fällt jede zusätzliche Schreib arbeit fort; das Hauptbuch wird entlastet und übersichtlicher.
Im italienischen Hauptbuch werden erfahrungsgemäss Debet- und Kreditseiten mancher Konten ungleichmässig beansprucht, wodurch zwangläufig entweder rechts oder links viele Seiten unausgenutzt bleiben, was gleichfalls mehr oder weniger zur Papier verschwendung beiträgt.
In bisher gebräuchlichen Grundbüchern wird nur hingewiesen, auf welche Konten die chronologisch eingetragenen Buchposten über tragen -erden müssen; das beschriebene Kontobuch gibt dagegen, ausser den vorher aufgezählten Vorteilen, noch die Möglichkeit, die Buchposten gleich in dem systematischen Teil auf die entsprechenden Konten zu ver teilen und auf ihnen ohne jede zusätzliche Schreibarbeit entsprechend den eingetragenen Kontenhinweis-Symbolen zu sammeln.
Die Grundbuchungen im beschriebenen Kontobuch erden in die Spalten der ent sprechenden Konten des systematischen Teils übertragen, und zwar lückenlos von der ersten Kontenzeile an wie folgt: In die Spalte 10 das Datum, in Spalte 11 die Belegnummer aus Spalte 9 für den De betposten, in Spalte 12 der Betrag aus Spalte 3 oder 3a, in die Spalte 13 das Datum für den Kreditbetrag, in Spalte 14 die glei che Belegnummer aus Spalte 9 für den Kre ditposten, in Spalte 15 der gleiche Betrag aus Spalte 3 oder 3a.
Die Belegnummer der Spalte 9 ist das Verbindungsglied zwischen dem eingetrage nen Grundbuchposten sowie dein Beleg einer seits und den dazugehörigen Kontenposten anderseits.
Soll das Kontobuch als ungeteiltes Grund buch zur Verwendunkommen, so dienen die Spalte 3 als Umsatzspalte für Kassenbeträge und die Spalte 3a als Umsatzspalte für alle übrigen Beiträge (Memorialposten).
In einem solchen Falle muss gleich auf dem ersten Folio des systematischen Teils an erster Stelle das Kassenkonto eingerichtet werden.
Die Eintragungen im-systematischen Teil des .Kontobuches geben; da sie nach Haupt konten systematisch geordnet sind, dieselben Bilanzmöglichkeiten wie jedes Hauptbuch der doppelten Buchhaltung.
Der Kontenteil des beschriebenen Konto buches hast vor dem oben erwähnten italie nischen Hauptbuch den Vorzug, dass es das Schreiben der mehr oder minder langen Kontenbezeichnungen erspart, die in der Textspalte des italienischen Hauptbuches üblicherweise geschrieben werden.
Der Kontenteil des beschriebenen Konto buches unterscheidet sich grundsätzlich vom gebräuchlichen Sammeljournal; dieses wird nach Art des bisherigen Memorials, der Kon tenteil hingegen nach Art des italienischen Hauptbuches geführt, jedoch ohne Wieder- holung der Kontenhinweise, da diese schon vorher in die den beiden Buchteilen gemein same Kontenhinweistabelle eingetragen wor den sind.
@'ie schon erwähnt, kann das beschriebene Kontobuch auch als ungeteiltes Grundbuch, verbunden mit einem Hauptbuche, verwendet werden, entsprechend dem sogenannten ame- rikanisehen Tabellenjournal, wobei aber das Kontobuch den Vorzug hat, dass ihm nicht die bekannten Mängel des amerikanischen Ta bellenjournals anhaften, nämlich: unhandli ches Format, beschränkte Kontenzahl und schlechte Papierausnutzung.
Demgegenüber. hat .das beschriebene Kon tobuch den Vorteil, dass es ein handliches Format ermöglicht, die Zahl seiner Konten praktisch unbeschränkt ist, die Konten spalten auf allen Linien ausgenutzt werden können, Übertragungen nur nasch Ausnutzung aller Zeilen der Konten nötig sind und wie derholtes Beschriften der Kontenköpfe nur nach vollständiger Ausnutzung der betref- fenden Konten erforderlich ist.
Auch gegen über dein. sogenannten Durchschreibever fahren ermöglicht das beschriebene Konto buch wesentliche Vorteile.
Während beim Durchschreibeverfahren jeder Buchungstext sowohl auf dem Konto als auch auf dem Gegenkonto zur Eintragung gebracht, also zweimal geschrieben werden muss und für jeden Geschäftsvorfall je zwei mal die betreffenden Kontenblätter heraus gesucht, in den Apparat eingespannt, mit der Eintragung versehen, wieder ausgespannt und abgelegt werden müssen, braucht bei Verwendung des beschriebenen Kontobuches der Text nur einmal geschrieben zu werden, ohne dass es sonstiger zusätzlicher Manipula tionen bedarf.
Abgesehen von diesem grö sseren Arbeitsaufwand, erfordert das Durch schreibeverfahren auch einen grösseren Mate rialverbrauch, da jeder Geschäftsvorfall bei der Verbuchung zwei Zeilen für die Original eintragung und zwei Zeilen für die Durch- schiift erfordert, während im beschriebenen Kontobuch nur je eine Zeile im Grundbuch und im Hauptbuch benötigt -werden.
Das Endziel aller Buchungsarbeiten ist. die Bilanz. Der -Weg vom Beleg zur Bilanz soll aus wirtschaftlichen Gründen wenig Mit tel beanspruchen und mit möglichst wenig Aufwand an Zeit und Energie verbunden sein. Diesen Anforderungen entspricht das vorstehend erläuterte Kontobuch.