Elektronengesteuerte Schaltanordnung zum Auslösen und;!oder Unterbrechen von Arbeitsvorgängen, insbesondere bei Gewindewalzmaschinen. Sollen auf Gewindewalzmaschinen in gro- 13en oder kleinen Serien genau gleiche C'Te- winde hergestellt werden, so ist das Einhalten einer für jedes Stück genau gleichen Walz zeit wichtigste Vorbedingung.
Das Einbalten dieser besonders bei Präzi sionsgewinden auf Bruchteile der Sekunde ge nauen Walzzeit ist mit den zur Zeit für diese Zwecke bekannten und angewandten Mitteln nicht einwandfrei durehführbar. Es ergeben sich beispielsweise mit den heute meist benutzten sy-nchronmotorangetriebenen Zeit schaltern, unter Berücksichtigung der betriebs mässigen Periodenschwankungen, schon Zeit differenzen von '.#,'tfiek zu Stüek in der Grössen ordnung bis zti 20 %.
Diese Ungenauigkeitsfaktoren, die bei der Herstellung präziser Serienarbeit auf Ge- windewalzmasehinen nicht tragbar sind, wer den durch Anwendung der nachstehend be schriebenen, elektronengesteuerten Schaltan ordnung beseitigt..
Drei Ausführungsformen des Erfindungs gegenstandes zeigen schematisch die Fig. 1, 2 und 3.
Die Arbeitsweise der Anordnung nach Fig. 1, welche dieselbe in Arbeitsstellung zeigt, ist wie folgt: Der Dr uckv erteilungssclialter 9 einer mit tels öldruck arbeitenden Gewindewalzmascbine ist von Hand oder mechanisch in Pfeilrichtung niedernedrüekt und wird in dieser Stellung durch einen Sperrhaken gesichert. In dieser Stellung gelangt der öldruck an die verschie denen Arbeitsstellen der Maschine.
Der als Druekschalter ausgebildete Schalter 1 schliesst sieh beim Erreichen eines bestimmten (evtl. einstellbaren) Arbeitsdruckes. Der Kondensa tor 3 wird über den entsprechend der ge wünschten Walzzeit einstellbaren Widerstand 2 so lange aufgeladen, bis seine Spannung dazu ausreicht, die Gasentladungsröhre 5 zu zünden.
Nach erfolgter Zündung entlädt sieh der Kondensator 3 über die Spule des Relais 4-, dessen Anker das Kontaktpaar 7 schliesst, wo durch der Auslösemagnet 6 durch Anziehen des Sperrhakens den Druckverteilungsschalter 9 auslöst und dadurch den N%'alzvorgang durch Abschalten des Druckes unterbricht; gleich zeitig wird auch der Druckschalter 1 druck frei und fällt in seine Ruhestellung zurück. Durch erneutes Betätigen von 9 wiederholt sich das Spiel von neuem.
Durch ein Kontaktpaar 8 am Relais 4 wird bei jedem Ansprechen der Kondensator 3 unter I'berbrückung der Entladungsröhre 5 weit unter die Löschspannung der letzteren entladen zwecks Erzielung besonders langer Steuerzeiten und gleielizeitig eines länger an dauernden und stärkeren Stromimpulses durch Relais 14.
Die Fig. 2 stellt eine Ausführungsform dar, die es gestattet, die Aussehalt- bzw. Arbeits zeiten getrennt einzustellen, so dass das Ein- schalten der Maschine von Hand fortfällt und damit die Arbeitsfolge automatisch abläuft.
Die Arbeitsweise dieser Anordnung ist wie folgt: In der in Fig. 2 gezeichneten Ausschaltstel lung gibt der Druckschalter 10, der in diesem Falle z. B. als Umschalter ausgebildet ist, den Stromweg über den Regelwiderstand 12, mit welchem man die Ruhezeit einstellt, frei.
Der Kondensator 13 wird in der diesem Widerstand proportionalen Zeit aufgeladen, bis Zündung der Gasentladungsröhre 15 und damit Ansprechen von Relais 14 erfolgt. Das Kontaktpaar 18 wird geschlossen und damit das als Fortschaltrelais ausgebildete Schalt relais 16 ziun Ansprechen gebracht.
Dieses Fortschaltrelais ist hier so ausge bildet, dass dessen Anker beim jedesmaligen Ansprechen das Sperrad 21 um einen Zahn weiterdreht, während das Kontaktpaar 19 durch ein entsprechend ausgebildetes Zahnrad 22 beim Vorrücken des Sperrades 21, einmal geöffnet, das nächste Mal geschlossen wird.
Der Arbeitsmagnet des Druckverteilungs- schalters 17 wird beim ersten Ansprechen des Relais 16 über Kontakt 19 erregt und geht in Arbeitsstellung. Der Druckschalter 10 schaltet nach Erreichen des Arbeitsdruckes auf Regel widerstand 11 um. Das Aufladen des Konden- sators 13 erfolgt jetzt in der an diesem Wider stand eingestellten Zeit.
Nach Zünden der Röhre 15 sprechen die Relais 14 und 16 an. Während nach Entladung des Kondensators 13 über Röhre 15, Relais spule von 14 und Kontakte 20, das Relais 14 wieder in die Ruhestellung zurückfällt, schal tet das Fortschaltrelais 16, dessen Spule über die Kontakte 18 erregt wird, einen Schritt weiter.
Die Kontakte 19 werden unterbrochen und der Magnet 17 wird stromlos.
Die Maschine wird druckfrei und Schalter 10 geht in Ruhestellung. Der Arbeitsgang wie derholt sich in den jeweils an den _IViTiderstän- den 11 und 12 eingestellten Zeiten.
Die Be- tätigung des Schalters 10 kann sinngemäss ebenfalls in Abhängigkeit von einer automati schen Zuführungs- oder Auswerfervorrichtung für das Walzgrit betätigt werden, um. einen vollautomatischen Betrieb unter Einhaltiuig 'genauester Walzzeiten zu sichern. Das Kon taktpaar 20 an Relais 14 erfüllt hier denselben Zweck wie bei Fig. 1 die Kontakte B.
Die Fig. 3 stellt eine weitere Ausführungs form der Anordnung dar, die es ermöglicht, ohne das immerhin empfindliche Fortschalt- relais auszukommen, um mit unabhängig von einander einstellbaren Ruhe- und Arbeits zeiten automatisch arbeiten zu können.
Zu diesem Zwecke werden ausser den in Fig. 2 erwähnten Kontaktpaaren 20 und 18 ein weiteres Kontaktpaar 23 angebracht; der Steuermagnet für den Druckverteilungsschal- ter 17 ist mit einem Haltekontakt 24 und der Druckschalter 10 mit einem Kontaktpaar 25 versehen.
Die Arbeitsweise der Anordnung, die Fig. 3 in Ruhezeitstellung zeigt, ist wie folgt: Die Aufladung des Kondensators 13 er folgt in der an Widerstand 12 eingestellten Zeit, bis Röhre 15 zündet und Relais 14 zum Ansprechen bringt. Über Kontakte 18 wird der Steuermagnet des Druckverteilungssehal- ters 17 betätigt und in dieser Stellung über Haltekontakt 24 gehalten.
Nach Ansteigen des Arbeitsdruckes im Druckschalter 10 wird die Verbindung über Widerstand 12 aufgehoben und mit 11 herge stellt, sowie gleichzeitig die Verbindung des Minusleiters mit Haltekontakt 24 durch das Kontaktpaar 25 getrennt. Der Haltekontakt erhält jetzt nur noch Strom über die Kon takte 23 des inzwischen in Ruhestellung ge fallenen Relais 14.
Dieses spricht wieder an nach Ablauf der an 11 eingestellten Ladezeit und unterbricht Kontakte 23. Relais 17 -wird stromlos und schaltet den Druck von der Maschine ab, gleichzeitig geht nach Abfallen des Druckes der Druckschalter 10 in Ruhestellung. Der Arbeitsvorgang, Einschalten nach der an Wi derstand 12 eingestellten Zeit, danach Ab schalten der Maschine nach der an Widerstand 11 eingestellten Zeit, wiederholt sieh so lange, bis durch einen Hauptschalter von Hand oder in Verbindung mit einer Werkstoffzuführung der Stromkreis unterbrochen wird.
Es ist im Sinne der Erfindung gleich gültig, ob die Regelung der Ein- und Aus schaltzeiten durch einen einzelnen Regelwider stand oder durch Widerstandsgruppen, die zu- oder abgeschaltet werden, erfolgt, oder aber ob durch Vergrössern oder Verkleinern der Kondensatoren Kapazität, durch Ab- oder Zuschalten einer oder mehrerer Kondensato ren oder Kondensatorgruppen.
Ebenso können die in den Beispielen 1-3 erwähnten Druckschalter ohne weiteres durch mechanisch oder elektrisch gesteuerte Schalt organe ersetzt werden und Kurzschlusskon- takte in der Art wie 8 in Fig. 1 oder 20 in Fig. 3 sinngemäss von diesem geschaltet werden.