CH262436A - Verfahren zur Herstellung eines Thymoxy-acetamidins. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Thymoxy-acetamidins.

Info

Publication number
CH262436A
CH262436A CH262436DA CH262436A CH 262436 A CH262436 A CH 262436A CH 262436D A CH262436D A CH 262436DA CH 262436 A CH262436 A CH 262436A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
thymoxy
acetamidine
sep
hydrochloride
dimethylamine
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellschaft Ciba
Original Assignee
Ciba Geigy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy filed Critical Ciba Geigy
Publication of CH262436A publication Critical patent/CH262436A/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Thymoxy-acetamidins.       Einige     Thymoxy-acetamidine    sind früher  schon dargestellt worden, so unter anderem  das     Thymoxy-acetamidin    selbst  
EMI0001.0004     
    und (las entsprechende     N-Dibutyl-thymoxy-          acetamidin.    Diese     Verbinchllgen    aber     zei-en     keine     bemerkenswerte        antieholiner;

  -isehe    Wir  kung, und es      -ar    zu     erwarten,    dass alle übri  gen Glieder dieser     homologen    Reihe von     lei-          eher    Art sein würden.  



  Es wurde nun gefunden, dass die     N-sub-          stituierten        Tliy        moxy-acetamidine,    welche der  Formel  
EMI0001.0020     
    entsprechen, worin beide R zugleich entweder       Methyl-    oder     Äthylgruppen    darstellen, eine       hervorragende        anticholinerbische        Wirkung     aufweisen.

      Die nachfolgende Tabelle zeigt die relative,       antieholinergische        Wirkung    von     Amidinen     der Formel  
EMI0001.0029     
    wobei die Wirkung des     N-Dibutyl-thymoxy-          acetamidins=1        uesetzt    und mit ihr verglichen  wird.

       Aus    der erwähnten Tabelle     uelit        klar     hervor, dass     N-Dimethyl-        und        N-Diäthy        l-tliym-          oxy-acetamidin    als     anticholinergisehe    Mittel  mehr als 100mal stärker wirken als das be  kannte     Thy        moxy-acetamidinund    noch     wenig-          stens   <B>10-</B> bis 20mal stärker als das     als    Ver  gleichskörper dienende bekannte     N-Dibutyl-          

  thymoxy-acetamidin.    Es wurden jeweils die  Chlorhydrate der genannten Körper unter  sucht. Die     Wirksamkeit    der     N-Dipropylverbin-          dung    ist, obwohl etwas stärker, im Grunde ge  nommen von der Grössenordnung der     N-Di-          but.ylverbindung.    Die     N-Dimethyl-    und     N-Di-          äthylverbindungen    bilden überraschender  weise eine spezielle Untergruppe in der grö  sseren Anzahl der oben angeführten     Thy        moxy-          acetamidine.       
EMI0002.0001     
  
    <I>Tabelle</I>
<tb>  Dosis <SEP> Relative
<tb>  R 

  <SEP> @, <SEP> anticholinergische
<tb>  Wirksamkeit
<tb>  H <SEP> 10 <SEP> 0,1
<tb>  CH3 <SEP> 0,05-0,1 <SEP> 13,0
<tb>  <B>(0,075)</B>
<tb>  C'H5 <SEP> 0,05-0,1 <SEP> 13,0
<tb>  (0,075) <SEP> \:\:
<tb>  C'H7 <SEP> 0,5-1 <SEP> 1,3
<tb>  (075) <SEP> ::
<tb>  C'H' <SEP> 1,0 <SEP> 1,0
<tb>  im <SEP> Mittel            Zusätzlich    besitzen die     N-Dimethyl-    und  N -     Diäthyl    -     thymoxy    -     acetamidine    noch eine       atropinähnliche    Wirkung und sind in dieser  Hinsicht     wenigstens    ebenso wirksam wie       Atropin.     



  Das vorliegende Patent betrifft ein Ver  fahren     zur        Herstellung    eines     Thynioxy-acet-          amidins,    welches dadurch gekennzeichnet ist,  dass man     Dimethylamin    mit einer den Rest  
EMI0002.0015     
    abgebenden Verbindung zum     N-Dimethy        1-          thy-moxy-acetamidin        iunsetzt.     



  Als Ausgangsstoffe kommen die     Imido-          äther,        Thioimidoäther    oder     Imidhalogenide,     das     Thioamid,        Amid,        Amidin    oder     Nitril    der       Thymoxyessigsäure    in Betracht. Statt ein be  stimmtes Säurederivat selbst als Ausgangs  stoff zu benützen, kann man auch so vor  gehen, dass das Säurederivat erst in Gegen  wart des     Dimethylamins    gebildet wird. So  kann man z.

   B. die     Thymoxyessigsäure    selbst  mit     Dimethylamin    in Gegenwart von Am  moniak oder     Ammoniumchlorid    umsetzen, wo  bei intermediär eines der oben genannten  Säurederivate entsteht. Das     Dimethylamin     kann als freie Base oder in Form eines Salzes  angewendet werden. So wird z. B. das     Nitril       vorteilhaft mit den Salzen dieser Base erhitzt.  Die Umsetzung lässt sich in An- oder Ab  wesenheit von Verdünnungsmitteln     und/oder     Kondensationsmitteln, bei niederer oder höhe  rer     Temperatur    und verschiedenen Drucken  vornehmen.  



  Das so erhaltene     N-Dimethyl-thymoxy-          acetamidin    ist neu. Es bildet ein Hydrochlorid  vom     Schmelzpunkt    197 bis 198 . Es soll als  Heilmittel     Verwendung    finden     und    kann oral,  z. B. in Tablettenform,     topikal    oder     parente-          ral    in     wässriger        Lösung    verabreicht werden.

         Beispiel   <I>1:</I>  Eine Suspension von 2,98 Gewichtsteilen       Thymoxy-imidoäthyläther-hydrochlorid    (erhal  ten durch Kondensation von     Thymol    mit       Chlor-acetonitril        Lind    Behandeln des erhalte  nen     Thymoxy-acetonitrils    mit Salzsäure in       äthanolischer        Lösung)    in Alkohol wird mit  6,0     Volumteilen        äthanolischer        Dimethylamin-          lösung,    welche 0,

  636 Gewichtsteile     Dimethyl-          amin        enthält,    während 72 Stunden im ge  schlossenen Gefäss geschüttelt. Das entstan  dene     Amidin-hydrochlorid    wird     abfiltriert          lind    aus einer Mischung von     Methyläthylketon          und    Äthanol umkristallisiert. Man erhält so  das     N-Dimethyl-thymoxy    -     acetamidin    -     hydro-          chlorid    in farblosen, langen Nadeln vom  Schmelzpunkt 197 bis l98 .  



  Die Reaktionsmischung, die das     Amidin-          hydrochlorid,    wie es oben bereitet wurde, ent  hält, kann auch in eine 10      Jo        ige        Kaliumcar-          bonatlösung    eingegossen, das freie     Amidin    mit  Chloroform ausgezogen, der Extrakt bis zum       Neutralpunkt    gewaschen, dann     getroeknet     und hierauf das Chloroform     abdestilliert    wer  den.

   Das erhaltene     Amidin    wird     kurze    Zeit  im Vakuum gehalten, um Spuren von     Di-          methylamin    zu entfernen. Wenn man die auf  diese Weise isolierte freie Base mit alko  holischer     Salzsäure    behandelt und anschlie  ssend mit Äther verdünnt, so erhält man das  Hydrochlorid mit denselben Eigenschaften  wie nach der oben beschriebenen Methode.

         Beispiel   <I>2:</I>  18,9 Gewichtsteile     Thymoxy-acetonitril    und  8,15     Gewichtsteile        Dimethylamin-hydrochlorid         werden gerade über den Schmelzpunkt des  Hydrochlorids bei etwa 175 bis 185  in einem       Stickstoffstrom    einige Stunden erhitzt. Die  Reaktionsmischung wird dann mit kaltem       Wasser    ausgezogen und wie im Beispiel 1 auf  gearbeitet.

   Zu derselben Verbindung gelangt  man, wenn man an Stelle des     Dimethylamin-          hydrochlorids    sein     Toluolsulfonat        verwendet     und das erhaltene     Amidin-toluolsulfonat    in  das Hydrochlorid überführt.    <I>Beispiel 3:</I>  18,9 Gewichtsteile     Thy        moxy-acetonitril    und  6,2 Gewichtsteile     Äthyl-mercaptan    in trocke  ner Ätherlösung werden mit 3,7 Gewichtstei  len     Salzsäuregas    behandelt.

   Der ausgefallene       Thioimidoäther    wird mit Äther gut gewaschen  und bei Zimmertemperatur in alkoholischer  Suspension mit einer Lösung von 4,7 Ge  wichtsteilen     Dimethylamin    in Äthanol ge  schüttelt. Die Reaktionsmischung wird dann  gemäss dem Beispiel 1 aufgearbeitet.    <I>Beispiel</I>       Thymoxy-acetonitril    wird in an sich be  kannter Weise mit     äthanolischer    Ammoniak  lösung und Schwefelwasserstoff im Auto  klaven auf dem Dampfbad ins     Thioamid    über  geführt.

   Nach einer andern Methode lässt sich  das     Thymoxy-acetamid    vom Schmelzpunkt  98  mit     Phosphorpentasulfid    und Natrium  sulfid in     Xylollösung    in das     Thioamid    um  wandeln. 22,3 Gewichtsteile dieses     Thioamids     werden dann mit 4,5 Gewichtsteilen     Dimethyl-          amin    behandelt. Das Produkt wird in üblicher  Weise als Hydrochlorid isoliert.    Bei dieser Ausführungsform kann der ent  stehende Schwefelwasserstoff auch mit Queck  silberchlorid entfernt werden.  



  <I>Beispiel 5:</I>  Eine     äthanolische    Lösung von 18,9 Ge  wichtsteilen     Thymoxy-acetonitril    wird mit       Schwefelwasserstoffgas    beinahe gesättigt.  Dann gibt man 7 Gewichtsteile     Dimethy        lamin     zu und erhitzt die Mischung unter Druck  während ungefähr 2 bis 4 Stunden auf etwa       100 .    Die     Reaktionsmischung    wird annähernd  zur Trockne eingedampft und die letzten  Spuren von Schwefelwasserstoff unter redu  ziertem Druck entfernt. Der Rückstand wird  mit     methanolischer        Salzsäurelösung    behandelt.

    Das rohe     Hydrochlorid    wird mit Äther gefällt  und dann aus     Methyläthylketon    und Äthanol  umkristallisiert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Thymoxy- acetamidins, dadurch gekennzeichnet, dass man Dimethylamin mit einer den Rest EMI0003.0038 abgebenden Verbindung zum N-Dimethyl- thymoxy-acetamidin umsetzt. Die so erhaltene N-Dimethylv erbindung ist neu. Sie bildet ein Hydrochlorid vom Schmelz punkt<B>197</B> bis 198 und soll als Heilmittel Verwendung finden.
CH262436D 1946-09-09 1947-09-09 Verfahren zur Herstellung eines Thymoxy-acetamidins. CH262436A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US262436XA 1946-09-09 1946-09-09
US190847XA 1947-08-19 1947-08-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH262436A true CH262436A (de) 1949-06-30

Family

ID=26691824

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH262436D CH262436A (de) 1946-09-09 1947-09-09 Verfahren zur Herstellung eines Thymoxy-acetamidins.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH262436A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1620035A1 (de) 3-Amino-5-X-6-halogenpyrazinonitrile und Verfahren zu deren Herstellung
DE1670753A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Cycloalkylaminooxazolinen
DE69102352T2 (de) N-Benzyl-N1-phenyl und -phenalkyl-thioharnstoffe.
DE1239692B (de) Verfahren zur Herstellung von 3-(alpha-Arylalkyl)-sydnoniminen, ihren Salzen und N-Acylderivaten
DE941288C (de) Verfahren zur Herstellung substituierter 2-Imino-4-thiazoline oder von Salzen derselben bzw. von substituierten 2-Aminothiazolen
CH262436A (de) Verfahren zur Herstellung eines Thymoxy-acetamidins.
CH599151A5 (en) Cerebrotonic 2-oxo-pyrrolidine-1-acetamide prepn.
DE842072C (de) Verfahren zur Herstellung von Thymoxyacetamidinen
DE844154C (de) Verfahren zur Herstellung von Phenthiazinderivaten mit einer externen quartaeren Ammoniumgruppe
AT165069B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Phenoxyacetamidine
CH369759A (de) Verfahren zur Herstellung von N-Alkylpiperidin-a-carbonsäureaniliden
AT215997B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Ester der α-Phenyl-α-piperidyl-(2)-essigsäure
DE883152C (de) Verfahren zur Abtrennung von Folinsaeure
AT163629B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Imidazoline
AT220626B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Benzolsulfonylharnstoffe
DE827945C (de) Verfahren zur Darstellung von Derivaten der beta-Oxy-alpha-aminoacrylsaeure
AT216486B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Mercaptoacylamiden
DE1468863C (de) Verfahren zur Herstellung von N n Butyl N (3 chlor 4 sulfamidophenyl) benzamidinen
DE2628042B2 (de) 3-Amino-tricyclo [53.1.0.3A1 -undecan, dessen Säureadditionssalze und Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen
AT212304B (de) Verfahren zur Herstellung von Aminosäureestern von threo-1-(p-Nitrophenyl)-2-dichloracetamidopropan-1, 3-diolen
AT166449B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Piperazinderivaten
AT266120B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Diazahydrindan- und Pyridopyrimidinderivaten und ihren Salzen
DE2427503B2 (de) Halogenfusarsäureamide, Verfahren zur Herstellung derselben und Mittel mit einem Gehalt derselben
CH314326A (de) Verfahren zur Herstellung substituierter 1,3-Dioxane der threo-Reihe
DE2630946B2 (de) Säureadditionssalze und Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen