Einrichtung zur Bildung und Integration einer zeitlich variablen Produktgrölie, insbesondere f r WÏrmemengenmessung.
Multipliziereinrichtungen f r zwei bzw. drei Variablen, bei denen zwei vollkommen gleiche, einfache Integriergetriel) in Kaskade geschaltet sind, sind an sieh bereits bekannt.
Insbesondere bei Mengenmessung eines flie ssenden Mediums wird dabei aus praktischen Gründen meistens eine Badizierscheibe ver- wendet, d. h. die alineare Schwimmerbeweoung eines Staugerätes wird ber eine solche Radi zierscheibe und einen entspreehenden Tastarm linear auf einen Zeiger übertragen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Einriehtung zur Bildung und Inte- gration einer zeitlich variablen Produktgrösse, insbesondere für Wärmemengenmes- sung, welche Einrichtung sich dadurch aus- zeiehnet, dass eine Achse in Abhängigkeit einer variablen Messgrosse über eine elektromagnetische Kupplung verdreht wird, welche Achse in Abhängigkeit von mindestens einer weiteren variablen Messgrosse ein Zählwerk steuert, derart, dass letzteres verhältnisgleieh dem Produkt der variablen Messgrossen anzeigt.
In der Zeichnung ist eine heispielsweise Ausf hrungsform der Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen :
Fig. 1 eine schematische Darstellung der Einrichtung,
Fig. 2 ein Detail der Fig. l in Ansicht und
Fig. 3 einen Seitenriss zur Fig. 2.
In der Fig. 1 bedeutet I einen Hilfsmotor, z. B. einen Elektromotor oder ein Uhrwerk, dessen Drehzahl durch ein Getriebe 2 reduziert auf ein Zahnrad 3 übertragen wird. Auf der Achse des Zahnrades 3 ist ferner eine Scheibe 4 angeordnet, vor welcher ein Zeiger 5, der um eine Zeigerachse 6 drehbar ist, varbeischwenken kann. Auf der Seheibe 4 ist eine Radizierscheibe 7 befestigt, die beim Durchdrehen unter dem Zeiger 5 gegen dessen Tastfortsatz 8 auftrifft und ihn von der Seheibe weghebt. Durch diese Bewegung wird eine Skala 9 vermittels eines am untern Teil des Zeigers 5 befestigten Bügels 51 um eine Skalenachse 10 verschwenkt, wobei eine elektrisehe Kontakteinriehtung 11 gesehlossen wird.
Es ist leicht ersichtlich, dass die Betäti- gung der Kontakteinriehtung jeweils so lange dauert, bis der Tastfortsatz 8 des Zeigers 5 von der Radizierscheibe 7 wieder abfällt.
Das Zahnrad 3 treibt ein weiteres Zahnrad 12 an, welches auf seiner Welle längsversehiebbar angeordnet und mit einem Kronenrad 13 fest verbunden ist. Die Versehiebung des Zahnrades 12 und des mit ihm gekup- pelten Kronenrades 13 erfolgt vermittels eines Kupplungshebels 14 durch einen Magneten 15.
Bei erregtem Magneten 15 wird das Kronenrad 13 mit einem zweiten, ihm direkt gegen überliegenden Kronenrad 16 in Eingriff gebracht. Die Verdrehungen des letzteren werden einerseits über Zahnräder 17, 171 auf ein Zählwerk 18 und anderseits auf eine an Armen 19, 191 drehbar gelagerte Achse 26 übertragen. Letztere steht unter der Wirkung einer Feder 20, die an einem Federarm 21 angreift, und trägt einen Tastrollenarm 22 mit Tastrolle 23. Auf der nach rechts verlängerten Achse 26 ist eine Klinke 24 angeordnet, die über ein Klinkenrad 25 mit einem Zählwerk 29 in Wirkverbindung steht.
Zen trisch mit der nach rechts verlängerten Achse des Kronenrades 16 sind zwei drehbar gelagerte Steuerscheiben 27, 28 angeordnet, die am Umfang eine Zahnung aufweisen, mit welchen Zahnstangen 34 im Eingriff stehen, und welche Scheiben 27, 28 im Innern Leitkurven aufweisen, derart, dass bei ihrer gegenseitigen Verdrehung durch die Zahnstangen 34 eine Lücke entsteht, in die die Tastrolle 23 bei ihrer Umdrehung einfallen kann. Die Bewegungen der Zahnstangen 34 stehen unter dem Einfluss von Ausdehnungs- Temperaturfühlern 31, die über Kapillarröhren 32 mit Ausdehmmgsgefässen 33 verbunden sind. Die eine Scheibe 27, 28 könnte feststehend und die andere nach Angabe der Tem peraturdifferenz verstellbar sein.
In der Fig. 2 und 3, in welcher Ansicht und Seitenriss der Scheibe 4, des Zeigers 5, der Skala 9 11sW. dargestellt worden sind, wurden die gleichen Bezugszeichen verwendet wie in der Fig. 1, so dass sich eine nochmalige Aufzählung erübrigt. Aus diesen Figuren ist gut ersichtlich, wie der Bügel 51 am untern Teil des Zeigers 5 hinter die Skala 9 greift und diese verschwenkt, wenn der Tastfortsatz 8 des Zeigers 5 auf die Radizierscheibe 7 aufläuft.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist die folgende :
Der Hilfsmotor 1 versetzt die Scheibe 4 mit der darauf angebracliten Radizierscheibe 7 in gleichförmige Drehung. Je nach der Stellung des Zeigers 5, der beispielsweise eine durch ein Rohr durchfliessende Menge anzeigt und durch die Zeigerachse 6 einer nicht gezeichneten Gebereinrichtung verstellt wird, wird derselbe für eine entsprechende Zeitdauer von der Radizierseheibe 7 gehoben und dreht dabei die Skala 9 um einen gewissen Betrag, derart, dass der Kontakt 11 für den gleichen Zeitintervall geschlossen wird.
Bei geschlossenem Kontakt wird der Magnet 15 erregt und kuppelt das ständig laufende Kronenrad 13 mit dem Kronenrad 16, wodurch sich letzteres so lange dreht, wie der Zeiger 5 durch die Radizierscheibe 7 gehoben wird. Die dem Kronenrad 16 erteilten Vorschübe sind demnach im vorliegenden Falle verhältnisgleich der je Umga. ng der Scheibe 4 durchgeflossenen Menge und gesamthaft ver hältnisgleich der Totalmenge, so dass das durch das Kronenrad 16 über das Getriebe- paar 17, 171 angetriebene Zählwerk 18 die totale durehflossene Menge anzeigt.
Gleich- zeitig werden die dureh das Kronenrad 16 übertragenen Vorsehiibe auch noch auf die Arme 19, 191 und damit auf den Tastrollen- arm 22 und die Tastrolle 23 übertragen, die somit im Innern der Steuerseheiben 27 und 28 rotiert, während die verlängerte Achse 26 mit der Klinke 24 um das Klinkenrad 25 sich dreht. Fällt die Tastrolle 23 dabei in die von den zwei Steuerscheiben 27, 28 gebildete Lüeke, so fällt auch die Klinke 24 in das Klinkenrad 25 ein und nimmt dieses mit.
Dabei bewirkt die Feder 20 über den Fe- derarm 21 ein sicheres Einfallen der Klinke 24. Die Lücke der beiden Steuerscheiben 27, 28 wird nun beispielsweise von den zwei Ausdehnungsgefässen 33 gesteuert, die über die Kapillarröhren 32 mit je einem der Aus- dehnungs-Temperaturfühler 31 verbunden sind.
Die beschriebene Einrichtung bezieht sich auf eine Wärmemengen-Zähleinrichtung, so dass die oben erwähnte Lüeke der Steuer- scheiben 27, 28 um so grösser ist, je grösser die dureh die Temperaturfühler 31 ermit- telte Temperaturdifferenz ist. Um so grösser ist dann aber auch der Vorschub des dureh das Klinkenrad 25 angetriebenen Zählwerkes 29. Letzteres wird daher verhältnisgleieh zur Wärmemenge verstellt, bzw. dieses Zählwerk integriert die Mengenteilbeträge ab Kronenrad 16 multipliziert mit der Temperaturdifferenz. Selbstverständlich ist die beschrie- bene Einrichtung nicht auf die Messung einer Wärmemenge beschränkt.
Ebensogut können mit ihr beispielsweise zustandsberieh tigte Dampf-und Gasmengen gemessen werden. Dabei treten einfach an Stelle der Tem peraturfühler auf Druck ansprechende Einrichtungen.