CH263781A - Elektrische Entladungsröhre und Verfahren zur Herstellung derselben. - Google Patents
Elektrische Entladungsröhre und Verfahren zur Herstellung derselben.Info
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Description
Elektrische Entladungsröhre und Verfahren zur Herstellung derselben. Die Erfindung bezieht sieh auf eine elek trische Entladungsröhre, bei welcher der Kol ben mittels eines Bodens abgeschlossen ist., in den Kontaktorgane eingeschmolzen sind, und mit einem Elektrodensystem, das am obern Ende mittels eines isolierenden Organes in bezug auf den Kolben zentriert ist, sowie auf ein Verfahren zur Herstellung einer derarti gen Röhre.
Bei neuzeitlichen Entladungsröhren wird eine möglichst grosse Herabsetzung der Ab niessungen angestrebt. Dies hat zur Folge, dass die Toleranzen in den Abmessungen des Kolbens und des Bodens stets geringer wer den, da zur Vermeidung von Schwierigkeiten die zulässigen Abmessungen möglichst genau einzuhalten sind. Da ausserdem Sockel und dergleichen nicht länger angewendet werden, so dass die Anschmelzstelle zwischen Boden und Kolben eine vorgeschriebene Gestalt an zunehmen hat, ist, es nicht länger möglich, mit einem Glasüberschuss zu arbeiten, weil da durch der Rand der Anschmelzung unregel mässig ausgestaltet würde.
Es soll auch die Länge des Kolbens nach der Verbindung mit dem Röhrenboden einen sehr bestimmten, gleichbleibenden Wert er halten. Bei der Zusammenschmelzung von Kolben und Boden muss daher ein'sehr be stimmter Druck auf den Kolben ausgeübt werden, damit die Anschmelzstelle stets auf gleiche Weise ausgestaltet wird, das heisst dass die weichen, geschmolzenen Glasränder über eine genau bestimmte Strecke aufgestaucht erden müssen.
Auch falls Kolben und Boden durch Ver mittlung von Glasur miteinander verbunden werden, ist zwecks Erhaltung einer befriedi genden Verschmelzung ein ganz bestimmter, gleichbleibender Druck erforderlich. Ist der Druck übermässig gross, so wird die Glasur weggedrückt, so dass sich zwischen den zu ver bindenden Teilen praktisch keine Glasur mehr befindet, wodurch dann keine solide Verbin dung erhalten wird. Ist der Druck zu gering, so besteht die Gefahr, dass die Verbindung nicht vakuumdicht ist und dass die Glasur jene Teile, die aufeinanderkommen sollen, nicht in genügendem Masse befeuchtet, so dass sie nicht gut haften.
Bei modernen Entladungsröhren wird das Elektrodensystem im allgemeinen auf einem zum Beispiel aus Pressglas bestehenden Boden befestigt und am obern Ende starr mit, einem zum Beispiel aus Glimmer bestehenden Zen trierorgan verbunden, welches das Elektro- densystem gegen die Wand des Kolbens ab stützt und zentriert. Das Zentrierorgan ist so eingepasst, dass es bei Verschiebung an der Kolbenwand reibt.
Da die Reibungskraft nicht leicht im voraus bestimmt werden kann, las sen sich Kolben und Boden nur schwer unter Wirkung einer bestimmten, gleichbleibenden Kraft aufeinanderbringen, so dass das Her stellen. einer vollkommen vakuumdichten und zuverlässigen Befestigung von Kolben und Boden erschwert wird.
Dieser Nachteil kann nun ganz vermieden werden, wein das Elektrodensystem erfin dungsgemäss mindestens zwei den Boden durchsetzende Stützstäbe aufweist, die wenig stens nahezu reibungslos durch im Zentrier organ vorgesehene Öffnungen geführt sind, wobei eine Verengung des Kolbens vorgesehen ist, durch die ein Emporschieben dieses Zen- trierorganes verhindert ist.
Vor dem Einbringen des Elektroden- ss ystems in den Kolben wird zunächst das ge- nannte Zentrierorgan an der erwünschten Stelle im Kolben angeordnet, wobei durch die gegen Verschiebung getroffenen Massnahmen, z.
B. durch das Anbringen einer Rille oder Verjüngung der Kolbenwand, verhindert wird, dass dieses Zentrierorgan beim Einführen der durchgehenden Stützstäbe in die Öffnungen des Organes weiter in den Kolben eingescho ben wird. Es kann dabei nämlich geschehen, da,ss man mit den Enden dieser Stützstäbe gegen das Zentrierorgan stösst, wenn diese Stäbe nicht sogleich in die Öffnungen im Zen trierorgan gelangen. Auch nachher könnte sich das Zentrierorgan zum Beispiel infolge von Stössen weiter iln Kolben emporschieben, wenn dagegen keine Massnahmen getroffen wären.
Im Gegensatz zu den üblichen Bau arten ist das genannte Zentrierorgan also nicht starr mit dem Elektrodensystem verbun den. Da bei der Verschiebung des Kolbens in bezug auf den Boden beim Zusammenfügen von Kolben und Boden das genannte Zentrier argan nicht länger verschoben zu werden braucht und die durchgehenden Stützstäbe in den Öffnungen dieses Organes nahezu ohne Reibung auf- und abwärts bewegt werden können, lässt sich die Kraft, mit welcher der Kolben zur Verbindung mit dem Boden auf diesen gedrückt wird,
genau bestimmen, wo durch eine zuverlässige Verbindung von Kol ben und Boden erzielt wird.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der beiliegenden Zeichnung beispielsweise näher erläutert, in welcher Zeichnung eine Röhre dargestellt ist, bei der Kolben und Bo- den durch Vermittlung von Glasur miteinan der verbunden sind.
In der Figur bezeichnet 1 das Elektroden system, das mittels der Kontaktstifte 3 auf einem Röhrenboden 2 befestigt ist und zwei den Röhrenboden durchsetzende Stützstäbe 4 aufweist. Der Kolben 5 ist bei 6 verjüngt, so dass ein Dom gebildet wird. Statt dieses Do mes kann jedoch auch eine gegebenenfalls in sich geschlossene Rille angewendet werden. Der Kolben 5 ist durch Vermittlung von Gla sur 7 am Boden 2 befestigt.
Im Kolben 5 ist. das Zentrierorgan, z. B. eine Glimmerplatte 8, angeordnet. Wird der Kolben 5 über das System 1 geschoben, so wer den die Stützstäbe 4 durch im Zentrierorgan 8 vorhandene Öffnungen geführt. Der Dom 6 verhindert dabei das Emporsehieben des Or- ganes B. Nach Erwärmung der Glasur 7 wird der Kolben 5 mit einem bestimmten geringen Druck in die Glasur 7 gegen den Boden 2 ge drückt, wobei das Organ 8 nicht störend wirkt, da die Stäbe 4 in den in diesem Organ vorhan denen Öffnungen nahezu reibungslos auf- und abwärts verschiebbar sind.
Bei der Anwen dung von geeigneter Glasur reicht in vielen Fällen das Gewicht des Kolbens dazu aus, die sen Druck auszuüben. Die Stützstäbe können gegebenenfalls von den Elektroden isoliert sein, so dass jede Gefahr einer Aufladung der Kolbenwand vermieden werden kann. Es kön nen auch sowohl der Boden 2 als auch ein Teil des Kolbens 5 aus Metall bestehen. Bei der Anwendung eines Kolbens, bei dem das Zen trierorgan bereits in einem Dom gehaltert ist, kann der Dom noch mit einer zweiten Verjün gung versehen werden, die das Emporschieben des Zentrierorganes verhindert.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Elektrische Entladungsröhre, bei welcher der Kolben .mittels eines Bodens abgeschlos sen ist, in den Kontaktorgane eingeschmolzen sind, und mit einem Elektrodensystem, das am obern Ende mittels eines isolierenden Zentrierorganes in bezug auf den Kolben zen triert ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Elektrodensystem mindestens zwei den Boden durchsetzende Stützstäbe aufweist, die wenig stens nahezu reibungslos durch im genannten Zentrierorgan vorgesehene Öffnungen geführt sind, und dass eine Verengung des Kolbens vorgesehen ist,wodurch ein Emporschieben des Zentrierorganes verhindert ist. 1I. Verfahren zur Herstellung der elektri schen Entladungsröhre nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass, nachdem das Elektrodensystem mittels der den Boden durchsetzenden Stützstäbe auf dem Röhren boden befestigt worden ist, ein Zentrierorgan in den Kolben eingeklemmt wird und dann das Elektrodensystem in den Kolben einge bracht wird, derart, dass die Stützstäbe durch im Zentrierorgan versehene Öffnungen hin durchragen, worauf Kolben und Boden unter einem vorbestimmten Druck miteinander ver bunden werden.UNTERANSPRÜCIlE: 1. Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass, um das Emporsehieben des Zentrierorganes zLZ verhindern, der Kolben eine Rille aufweist. 2. Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass, um das Emporschieben des Zentrierorganes zu verhindern, der Kolben eine Verjüngung aufweist. 3.Elektrische Entladungsröhre nach Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Zentrierorgan in eine Verjüngung des Kolbens eingeklemmt ist und dass eine zweite Verjüngung das Emporschieben des Zentrier- organes verhindert.
Applications Claiming Priority (1)
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1947
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