CH264347A - Einrichtung zur Messung mehrerer physikalischer veränderlicher Grössen zwecks Regelung derselben. - Google Patents

Einrichtung zur Messung mehrerer physikalischer veränderlicher Grössen zwecks Regelung derselben.

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CH264347A
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    • GPHYSICS
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Description


      Einrichtung    zur Messung mehrerer physikalischer veränderlicher Grössen       zwecks    Regelung derselben.    In der Mess- und Regeltechnik tritt sehr  oft die Notwendigkeit auf, die gegenseitigen  Beziehungen mehrerer veränderlicher physi  kalischer Grössen in einem bestimmten Ver  hältnis zueinander aufrechtzuerhalten, wie  z. B. bei der Regulierung des Speisewassers  an einem Hochleistungskessel. Hier ist es z. B.  notwendig, die Speisewassermenge in Abhän  gigkeit von der Dampfmenge zu regeln, wobei  jedoch als weiteres Glied der Wasserstand  bzw. das Abschlammwasser in bestimmten  Grenzen geregelt werden müssen. Zur Auf  rechterhaltung dieser Beziehungen werden  sehr oft elektrische Schaltungen verwendet  und am bekanntesten ist die Wheatstonsche  Brücke und deren Varianten.  



  Diese Schaltung nach der Wheatstonschen  Brücke hat jedoch eine ganze Reihe von  Nachteilen, die mit jeder Schaltung nach der  Nullmethode notwendigerweise verbunden  sind. So z. B. ist das Nullgerät bei abgegliche  ner Brücke stromlos; es ist aber auch strom  los, wenn ein Unterbruch in der Stromzufüh  rung eintritt. Ein weiterer Nachteil ist. der,  dass die in den Brückenkreisen eingeschalte  ten Widerstände, die mit Schleifkontakten  versehen sind, Fehler dadurch hervorrufen  können, dass der Übergangswiderstand sich  mit der Zeit verändert.

   An den Schleifkon  takten bilden sich die Oxyde, die den Gesamt  widerstand ändern, so dass die Messung un  genau wird, und man hat schon früher ver-    sucht, Abarten von Brückenschaltungen zu  entwickeln, die so arbeiten, dass der Über  gangswiderstand nicht mit in die Messung  eingeht, was in Brückenschaltungen bei Ver  wendung von Kreuzspulmessgeräten möglich  ist.  



  Diese Nachteile werden bei der erfindungs  gemässen Einrichtung vermieden, deren We  sen darin besteht, dass die physikalischen v     er-          änderliehen    Grössen durch die Stellung von  mittleren Schleifkontakten von vier Poten  tiometern gegeben sind, wobei jeweils zwei  und zwei Potentiometer über Gleichrichter  verbunden sind und in der Verbindung der  zwei mittleren Kontakte ein Messgerät einge  schaltet ist, welches nur auf die Unterschiede  der Mittelwerte der Halbwellen des durch  fliessenden Wechselstromes anspricht, der den  zwei übrigen Schleifkontakten der Potentio  meter zugeführt wird.  



  Ein Beispiel der praktischen Durchfüh  rung der Erfindung ist in den Abb. 1 bis 3  der beigeschlossenen Zeichnung dargestellt,  wobei die Abb. 1 ein Schaltschema für  die Regulierung von vier physikalischen  veränderlichen Grössen veranschaulicht- Wenn  wir auf die Wasserstandsregelung zurück  greifen, so ergibt sich folgendes Bild: Das  Potentiometer 2 ist an das Messwerk des  Dampfmengenmessers mechanisch angeschlos  sen, das     Potentiometer    3 an den Wasser  mengenmesser, das     Potentiometer    4 an den      Wasserstandsmesser, das Potentiometer 5 an  die Abschlammwassermenge.

   Sei es bemerkt,  dass     immer    die mittleren Schleifkontakte von  den Potentiometern 2 bis 5 mechanisch an  den     erwähnten    Messgeräten angeschlossen  sind, wobei zwecks     Vereinfachung    weder diese  mechanischen     Verbindungen    noch die Mess  geräte selbst in der     Zeichnung    dargestellt  sind.  



       Ändert    sich z. B. die Dampfmenge, dann  bewegt sich der mittlere Schleifkontakt des  Potentiometers 2 nach oben. Aus der Abb. 1  geht klar hervor, dass da eigentlich zwei  Stromkreise bestehen, die grundsätzlich eine  gemeinsame Strecke zwischen den beiden  Schleifkontakten von den Potentiometern 4  und 5 besitzen. Der obere     Stromkreis    beginnt  an dem Schleifkontakte des Potentiometers 2,  geht über den     linken    Gleichrichter 6, dann  über die obere Hälfte des Potentiometers 4,  die oberwähnte gemeinsame Strecke hindurch,  dann. über die obere Hälfte des Potentio  meters 5, über den rechten Gleichrichter 6  und endlich über die obere Hälfte des Poten  tiometers 3 bis zum Schleifkontakt dieses Po  tentiometers, wo beide Stromkreise wieder zu  sammengekuppelt sind.

   Der     untere    Strom  kreis, der auch an dem Schleifkontakte des  Potentiometers 2 beginnt, verläuft analog  über alle     untern        Hälften    von allen vier Po  tentiometern, beide untern Gleichrichter 6'  und 6' sowie die gemeinsame Strecke zwischen  den mittleren Schleifkontakten. In diese ge  meinsame Strecke ist ein Messgerät 7 und ein  Relais 8 eingeschaltet, die im folgenden noch  beschrieben werden.  



  Die in     diesen    Kreisen eingeschalteten  Gleichrichter 6, 6 und 6' 6' sind derart einge  richtet, dass eine Halbwelle des an den Klem  men 1 zugeführten Wechselstromes (z. B. die  positive Halbwelle) über den obern     Strom-          kreis,die    negative Halbwelle über den intern       Stromkreis    gehen können. Beide Halbwellen  gehen selbstverständlich durch die gemein  same Strecke durch das Messgerät 7 und das  Relais 8 hindurch.  



       Wenn    nun die beiden     Stromkreise    ver  schiedene Widerstände haben, was z. B. durch    die oberwähnte Verschiebung des mittleren  Schleifkontaktes an Potentiometer 2 eintrat,  dann sind die beiden Halbwellen A1 und A2  ungleich, so dass das Messgerät 7 einen Aus  schlag zeigt. Je nachdem, ob nun die obere  Halbwelle oder die untere Halbwelle grösser  wird,     wird    das Messgerät 7 -nach links oder  nach rechts ausschlagen.  



  Der Zweck der     Einrichtung    ist nun, mit  deren Hilfe das Gleichgewicht wiederherzu  stellen, was zweckmässigerweise durch Ver  schiebung des mittleren Schleifkontaktes des  Potentiometers 3 erfolgen kann. Wird der  Schleifkontakt des Potentiometers 2 nach  oben verschoben, dann muss - um das Gleich  gewicht wiederherzustellen - der Schleifkon  takt des Potentiometers 3 nach unten ver  schoben werden. Das heisst     also:    steigt der  Dampfverbrauch, dann muss auch gleichzeitig  die Wassermenge gesteigert werden, was ent  weder von Hand aus oder automatisch erfol  gen kann. Für die     automatische    Regulierung  ist es also nötig, dass das Messgerät 7 mit.       Arbeitskontakten    versehen wird, welche beim  Ausschlag des Zeigers dieses Messgerätes z. B.

    die     Speisewasserpumpe    einschalten. Was die  mechanischen Verbindungen zwischen den  entsprechenden Dampf- bzw. Wassermengen  messern und den Schleifkontakten der Poten  tiometer 2 und 3 anbelangt, dann sind diese  Verbindungen so hergestellt, dass bei steigen  der Dampfmenge der Schleifkontakt des Po  tentiometers 2 nach oben geht, dagegen bei  steigender Wassermenge der Schleifkontakt  des Potentiometers 3 nach unten verschoben  wird.    Wenn nun z.

   B. durch Ungenauigkeiten  in der Dampf- und     Wassermengenmessung     der Wasserspiegel     imKessel    steigt oder     sinkt-          was    durch die     Verschiebung    des mittleren  Kontaktes des     Potentiometers    4     erkenntlich     ist -, dann     wird    die Wassermenge auf einen  höheren oder niedrigeren Wert     reguliert,        und     zwar so lange, dass der Schleifkontakt des Po  tentiometers 4 wieder in die mittlere Stellung  kommt und der normale Wasserstand erreicht  ist.      Ist die Anzahl der veränderlichen physi  kalischen Grössen kleiner als vier, z.

   B. drei,  so wird die vierte Grösse durch eine geeignet  gewählte Konstante ersetzt. Die Grösse und  Frequenz der Wechselspannung, welche den       Klemmen    1 zugeführt ist, ist für die Messung  nicht massgebend. Auch die auf das Messgerät  7 gelegten Ansprüche sind sehr bescheiden:  durch seinen Ausschlag soll es nur auf die  Unterschiede der Mittelwerte des durchflie  ssenden Wechselstromes einwirken. Es genügt.  daher ein ganz einfaches Messgerät, was ein       Vorteil    gegenüber den bestehenden Schaltun  gen ist.  



  Unter Voraussetzung, dass bei der Mes  sung durch die Verschiebung der Schleifkon  takte jedes Potentiometer in zwei Teile nach  der gewählten Proportionalität zu der zuge  hörigen physikalischen Grösse geteilt wird,  entstehen die folgenden Stromverhältnisse:  Es sei angenommen, dass die positiven  Halbwellen des Wechselstromes nach dem in  Abb. 1 gezeichneten Schaltschema von links  nach rechts verlaufen, die negativen Halb  wellen dann in entgegengesetzter Richtung.  Durch Wirkung der Gleichrichter 6' gehen  die positiven Halbwellen durch die beiden  untern Zweige und auch durch alle vier un  tern Teile aller vier Potentiometer 2, 4, 5, 3  hindurch.

   Die Amplitude     A1    der positiven  Halbwellen, welche von links nach rechts  durch das Messgerät 7 hindurchgehen, ist um  gekehrt proportional zur Widerstandssumme  aller dieser vier untern Teile. Analog ist die  Amplitude A ; der negativen Halbwellen um  gekehrt     proportional    zur     Widerstandssumme     aller vier obern Teile aller vier Potentiometer  3, 5, 4, 2, wobei die negativen Halbwellen wie  derum durch das Messgerät hindurchgehen,  aber jetzt von rechts nach links. Die Stromver  hältnisse bei Ungleichgewicht sind in Abb. 3  dargestellt, wo die positiven Amplituden A,,       grösser    als die negativen Amplituden     A2    sind.

    Da das Messgerät 7 nur auf die mittleren  Werte bzw. auf deren Unterschiede einwirkt,  zeigt es in diesem Falle einen positiven Aus  schlag  I , welcher Proportional dem resul  tierenden positiven Mittelwert ist. Bei Un-    gleichgewicht in entgegengesetztem Sinne, das  heisst, wenn     Az    grösser als     A1    ist, zeigt das  Messgerät 7 einen negativen Ausschlag  II .  



  Bei Gleichgewicht, das heisst bei der  Gleichheit der Summe der Teilwiderstände in  beiden Richtungen, entsteht ein Zustand nach  Abb. 2. Beide Halbwellen haben gleiche Am  plituden<B>(A,<I>=</I></B> A     ,)    , das Messgerät 7 hat einen       Nullausschlag     0 , obwohl durch dieses ein  Wechselstrom hindurchströmt, welcher auch  durch alle Stromkreise hindurchgeht. Da  durch wird die Kontrolle der Betriebsfähig  keit ermöglicht. In den Stromkreis des Mess  gerätes 7 kann auch ein Anzeigegerät 8, z. B.  ein Relais, welches bei einer Stromunterbre  chung zur Wirkung kommt, geschaltet wer  den. Ähnlich können auch in die einzelnen  Zweige (z. B. zwischen die Klemmen 9) Ge  räte eingeschaltet werden, welche uner  wünschte Störungen in diesen Stromkreis an  zeigen.  



  Aus den Ausschlägen des Messgerätes 7  kann man auch die gegenseitigen Verhältnisse  von beiden Halbwellen, das heisst auch die  Verhältnisse der Widerstände von Potentio  metern messen. Ausser dieser Messung kann  die erfindungsgemässe Einrichtung direkt zur  Regulierung angewendet werden. Dazu wird  das Messgerät 7 mit weiteren Arbeitskontak  ten versehen, wie schon früher beschrieben  wurde.  



  Der     Erfindungsgegenstand    ist nicht nur  auf die Benützung Ohmscher Widerstände be  schränkt, sondern es können auch induktive  und kapazitive Widerstände benützt werden.  Unter den in den Ansprüchen erwähnten Be  griff      Potentiometer     fällt also nicht nur ein  aus     Ohmsehen    Widerständen zusammengesetz  tes     Potentiometer,    sondern allgemein aus  Widerständen überhaupt, also auch aus in  duktiven und     kapazitiven    Widerständen. In  der Schaltung nach der Erfindung können  auch Kombinationen dieser Widerstände ver  wendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Messung mehrerer phy sikalischer veränderlicher Grössen zwecks Re- geheng derselben, dadurch gekennzeichnet, dass die physikalischen veränderlichen Grössen durch die Stellung von mittleren Schleif kontakten von vier Potentiometern gegeben sind, wobei jeweils zwei und zwei Potentio meter über Stromrichter verbunden sind und in der Verbindung der zwei mittleren Kon takte ein Messgerät eingeschaltet ist, welches nur auf die Unterschiede der Mittelwerte der Halbwellen des durchfliessenden Wechsel stromes anspricht,
    der den zwei übrigen Schleifkontakten der Potentiometer zugeführt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in dem Stromkreis des gemessenen Wechselstromes ein Anzeige gerät (8) geschaltet ist, welches eine uner- wünschte Unterbrechung dieses Stromkreises anzeigt. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in die Strom- zweige, in denen die Gleichrichter (6 bzw. 6') angeordnet sind, Geräte an den Stellen 9 ein geschaltet sind, welche eine unerwünschte Un terbrechung dieser Stromzweige angeben. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass für die Potentio meter Ohmsche Widerstände verwendet wer den. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass für die Potentio meter induktive Widerstände verwendet wer den. 5. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass für die Potentio meter kapazitive Widerstände verwendet wer den.
    6. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass für die Potentio meter eine Kombination von Ohmschen, induk tiven und kapazitiven Widerständen verwen det wird.
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