CH264445A - Verfahren zur Herstellung von Kristalldioden und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens, sowie nach diesem Verfahren hergestellte Kristalldiode. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kristalldioden und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens, sowie nach diesem Verfahren hergestellte Kristalldiode.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Kristalldioden und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens, sowie nach diesem Verfahren hergestellte Kristalldiode. Als Kristalldiode bezeichnet man in der Hochfrequenzteelinik eine Einrichtung, die zwei Elektroden, nämlich ein elektrisch leiten des Kristallstück und eine dieses Kristallstüek berührende scharfe 'Metallspitze aufweist. Kristallstüek und Metallspitze sind im all gemeinen in einem Gehäuse mit zwei An schlussklemmen untergebracht und durch feste oder auch verstellbare Elektrodenhalter in ihrer gegenseitigen Lage festgehalten.
Kri stalldioden dienen bekanntlich als Gleichrich ter für Wechselströme bis zu den höchsten bis heute verwendeten Frequenzen.
Die bisher bekanntgewordenen Kristall dioden verhalten sich jedoch vielfach sehr instabil. Die Empfindlichkeit der Dioden schwankt in weiten Grenzen und ist. meistens recht klein.
Demgegenüber gestattet das vorliegende neue Verfahren die Herstellung von Kristall dioden, die bedeutend stabiler arbeiten und eine höhere Empfindlichkeit aufweisen. Das Verfahren kennzeichnet sich dadurch, dass mindestens einer der Elektrodenhalter ver dreht, und verschoben wird, wobei die Emp findlichkeit für die jeweilige Berührungsstelle zwischen Kristall und lleta.llspitze durch elek trische Messung bestimmt wird, und dass nach Auffindung einer günstigen Berührungsstelle und eines günstigen Kontaktdruckes die Elek- trodenhalter erwärmt: und mit einem gemein samen, aus thermoplastischen' Isoliermaterial bestehenden Schutzrohr verschmolzen werden.
Die Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens kennzeichnet sich durch zwei heiz bare, sieh gegenüberstehende Elektroden spannfutter, von denen mindestens eines dreh- und versehiebbar gelagert ist, und einen zwei teiligen, das thermoplastische Schutzrohr auf nehmenden Block, der sich zwischen den zwei Elektrodenspannfuttern befindet.
Die nach diesem Verfahren hergestellte Kristalldiode ist dadurch gekennzeichnet, dass die zwei zvlindrischen Elektrodenha'lter mit einem gemeinsamen, aus thermoplastischem Isoliermaterial. beistehenden Sehutzrohr ver schmolzen sind.
Zur genaueren Erläuterung des Gesagten ist durch die Fig. 1 bis 3 die neue Kristall diode und die Einrichtung für deren Her stellung beispielsweise dargestellt worden, und zwar zeigt. im einzelnen Fig.1 einen Schnitt durch die Kristall- diode, Fig.2 eine Ansicht der Herstellungsein richtung und Fig. 3 einen Schnitt durch den zweiteiligen Block der Herstellungseinrichtung.
In der Fig. 1 sind dabei mit 1 und 2 die beiden zvlindrisclien Elektrodenhalter und mit. 3 das gemeinsame, mit den Elektroden haltern verschmolzene Schutzrohr bezeichnet. Der Elektrodenhalter 1 trägt ein elektrisch leitendes Kristallstüek -1, während am Elek- trodenhalter 2 die federnd gegen das Kristall stück drückende Metallspitze 5 befestigt ist.
Die Kristalldiode ist. ferner mit Anschluss- drähten 6 und 7 und Metallkappen 8 und 9 versehen, wobei die letzteren vermittels der Kittmasse 10 mit den Elektrodenhaltern und dem Schutzrohr verkittet sind.
Um eine gute Verkittung der Elektroden halter mit dem Schutzrohr zu gewährleisten, ist es vorteilhaft, die zylindrische Oberfläche der Elektrodenhalter aufzurauhen. Als Mate rial für das Kristallstück 4 wird vorteilhaft Germanium verwendet, weil damit eine hohe Empfindlichkeit der Kristalldiode erreicht wird.
Die durch die Fig. 2 dargestellte Einrich tung zur Herstellung der Kristalldioden be steht aus einem Gestell 11, den beiden, ver mittels der Handräder 12 und den entspre chenden Führungsstangen 13 von bekannter Bauart verdreh- und verschiebbaren Elektro- denspannfuttern 14 für die aiügerauhten (ge riffelten) Elektrodenhalter 15, und einem zweiteiligen Block 16,
der das thermoplastische Schutzrohr 17 umschliesst. Mit 18 sind elek trische Heizeinrichtungen mit den Anschluss- kabeln 19 für die Aufheiztuig der Elektroden halter 15,
mit 20 die Anschlussdrähte für die Ausführung der zur Bestimmung der Emp findlichkeit der jeweiligen Berührungsstelle zwischen Kristall und Metallspitze notwen digen Messungen und schliesslich mit 21 Schrauben zum Festklemmen der Führungs stangen 13 bezeichnet.
In der Fig. 3, die einen Schnitt durch den zweiteiligen Block 16 der Fig. 2 darstellt, sind für die Bezeichnung der einzelnen Teile die gleichen L berweisaugszeichen wie in der Fig. 2 gewählt worden, so dass diese Figur ohne nä here Erläuterung verständlich ist.
Bei der Herstellung einer Diode wird vor erst das Schutzrohr 17 zwischen die beiden Hälften des Blocks 16 gelegt, und hierauf werden die in die Spannfutter 14 eingespann ten Plektrodenhalter 15 in das Schutzrohr 17 eingeführt und damit die Metallspitze am einen Elektrodenhalter mit dem Kristallstück am andern Elektrodenhalter in Berührung gebracht.
Durch Drehen und Verschieben mindestens eines Elektrodenhalt.ers unter gleichzeitiger Messung der Empfindlichkeit wird eine günstige Berührungsstelle und ein günstiger Kontaktdruck bestimmt.
In dieser Stellung der Elektradenhalter 15 erfolgt, so dann deren Aufheizung und damit die Ver- klebimg mit dem Schutzrohr 17, indem die weichgewordene Masse des Sehutzrohres 17 in die Riffehuig der Elektrodenhalter 15 ein- dringt. Der um das Schutzrohr 17 gelegte zweiteilige Block 16 verhindert eine Defor mierung des Schutzrohres.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Kristall dioden, dadurch gekennzeichnet, dass minde stens ein Elektrodenhalter verdreht und ver schoben wird, wobei die Empfindlichkeit der jeweiligen Berührungsstelle zwischen Kristall und Metallspitze durch elektrische Messung bestimmt wird und nach Aiüfindung einer günstigen Berührluigsstelle und eines günsti- gen Kontaktdruckes die Elektrodenhalter er wärmt undmit einem gemeinsamen, aus ther moplastischem Isoliermaterial bestehenden Schutzrohr verschmolzen werden. IZ. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch zwei heizbare, sich gegenüber stehende Elektrodenspannfutter, von denen mindestens eines dreh- und verschiebbar ge lagert ist, und einen zweiteiligen, das thermo- plastische Schutzrohr aufnehmenden Block, der sich zwischen den Elektrodenspannfuttern befindet.III. Kristalldiode, hergestellt nach dem Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei zylindrischen Elektrodenhalter mit einem gemeinsamen, aus thermoplastischem Isoliermaterial bestehen den Schutzrohr verschmolzen sind. UNTER-ANSPRÜCHE: 1. Kristalldiode nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass der Kristall aus Germanium besteht. 2.Kristalldiode nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden- halt-er an der Mantelfläche aufgerauht sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH264445T | 1947-09-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH264445A true CH264445A (de) | 1949-10-15 |
Family
ID=4475295
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH264445D CH264445A (de) | 1947-09-04 | 1947-09-04 | Verfahren zur Herstellung von Kristalldioden und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens, sowie nach diesem Verfahren hergestellte Kristalldiode. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH264445A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE969491C (de) * | 1950-11-30 | 1958-06-12 | Western Electric Co | Halbleiteruebertragungseinrichtung |
-
1947
- 1947-09-04 CH CH264445D patent/CH264445A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE969491C (de) * | 1950-11-30 | 1958-06-12 | Western Electric Co | Halbleiteruebertragungseinrichtung |
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