CH264469A - Verfahren und Vorrichtung zur Überwachung des Standes von Flüssigkeiten. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Überwachung des Standes von Flüssigkeiten.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Überwachung des Standes von Flüssigkeiten.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Überwachung des Standes von Flüssigkeiten. Die Messung und Rege- lung des Flüssigkeitsstandes in Behältern, Rührkesseln, Destillierblasen usw. ist in der chemischen Industrie und auch andern Ortes von sehr grosser Bedeutung. In vielen Fällen lässt sieh die Messung und Regelung äusserst einfach mit Hilfe von Schwimmern, Steehpegeln, Standgläsern, Alanometern usw. ausführen. In andern Fällen aber, beispielsweise bei Hochdruckbehältern oder bei Behältern, welche korrodierende oder siedende Flüssigkeiten enthalten, werden diese Verfahren kompliziert und unzuverlässig.
Erfindungsgemäss wird die Änderung. des elektrischen Widerstandes, welche ein an eine annähernd konstante Spannung gelegter cl ek- triseher Widerstandskörper beim Ein- und Austauehen aus der Flüssigkeit erleidet, benutzt, um den Flüssigkeitsstand zu über waehen.
Die Spannungsschwankungen der Stromquelle sollen im allgemeinen nicht mehr als # 10% betragen.
Die Erwärmung des Widerstandes durch die Strombelastung ist nämlich beim Eintauehen des Widerstandskörpers in die Flüssig- keit bedeutend kleiner als im Gas oder im Dampf, da die Flüssigkeit dem Widerstands- körper bedeutend mehr Wärme entzieht als die ihn gegebenenfalls umgebende Dampfoder Gasatmosphäre. Dem Temperaturunterschied des Widerstandskörpers entsprieht eine mehr oder weniger grosse Änderung seines spezifischen elektrischen Widerstandes, die mittels an und für sieh bekannter Sehalt-und Nnzeigeorgane gemessen werden kann.
Es wurde festgestellt, dass eine Erhitzung des Widerstandskörpers im Dampf oder Gas auf nur 100 bis 2000 über die Temperatur der ihn umgebenden Dampf- oder Gasatmosphäre bereits eine genügende Änderung des Wider- standes beim Eintauchen in die Flüssigkeit erzeugt.
Vorteilhafterweise werden deshalb Wider- standskörper aus Material mit stark tempera turabhängigem spezifischem elektrischem Wi- derstand verwendet, wie Widerstandskörper aus Eisen, Nickel, Platin, Gold usw. Das Leitermaterial richtet sieh des weiteren nach der Flüssigkeit, deren Stand gemessen werden soll, da es selbstverständlich von dieser nicht angegriffen werden darf. In vielen Fällen werden Eisen-, Niekel- oder Edel met all-Legic- rungen genügen; in andern Fällen, wie z. B. bei der Messung flüssiger Metallchloride, wird man vorteilhafterweise einen widerstandskör- per aus Edelmetallen, wie Platin, Gold, deren Legierungen usw. verwenden.
Der Wider- standskörper kann die Form eines Drahtes, Stabes oder einer Drahtspirale haben.
Die zur Durchführung des erfindungs- gemässen Überwachungsverfahrens dienende erfindungsgemässe Vorrichtung besteht aus einem elektrischen, an eine annähernd konstante Spannung gelegten Widerstandskörper aus Material mit grossem Temperaturkoeffi- zienten seines spezifischen elektrischen Widerstandes in Kombination mit Mitteln, welche auf Veränderungen des elektrischen Widerstandes reagieren.
Zur Messung oder Rebulierung mittels des erfindungsgemässen Verfahrens können beispielsweise nachfolgend beschriebene Vorrich tungen dienen:
Der Messwiderstand ist in Serie mit einem Kontakt-Amperemeter an eine Wechselspan- nung gelegt, die so hoch ist, dass der Widerstandskörper, wenn er sich im Dampf oder Gas befindet, durch die sich in ihm entwils kelnde Stromwärme um 200 bis 3000 gegen über seiner Lage in der Flüssigkeit überhitzt wird. Das Kontakt-Amperemeter wird dann beispielsweise so eingestellt, dass der Kontakt gerade noeh nicht betätigt wird, solange sich der zum Beispiel aus einer Spirale bestehende Widerstand in der Gas- oder Dampfatmosphäre befindet.
Taucht die Spirale dann in die Flüssigkeit ein, so fliesst durch sie infolge ihres verminderten Widerstandes ein grösserer Strom, so dass der Kontakt am Instrument geschlossen wird. In den Kontaktstromkreis des Amperemeters kann nach Belieben eine Lampe, eine Ijäutvorriehtung oder irgendeine Regu Liervorrichtung für Zufluss oder Abfluss geschaltet werden.
Die Änderung des Widerstandes beim Eintauchen kann auch in einer Brückenschaltung gemessen werden, die so bemessen ist, dass im nichteingetauchten Zustand des Widerstandes die Brücke abgeglichen ist, während beim Eintauchen des Widerstandes ein Ausgleichs- strom ein in der Brückendiagonalen liegendes Relais durchfliesst, welches den Stromkreis einer Läutvorriehtung oder einer Signallampe schliesst oder Zur oder Abf lussventile steuert.
Das beschriebene Verfahren und die beschriebene Vorrichtung kann nun den ver schiedensten Zwecken dienstbar gemacht werden. Zur Kontrolle der Füllung eines Behälters kann beispielsweise in der gewünschten Füllhöhe ein Messwiderstand angebracht werden, welcher in Kombination mit einer Signalvorrichtung die Füllung des Behälters anzeigt oder in Kombination mit einer Reguliervor- richtung die Füllung automatiseh ein- bnv. abstellt.
Auf analoge Weise kann mit einem am Boden angebrachten Messwiderstand die Entleerung von Behältern infolge Abfliessens der Flüssigkeit oder bei Destillierblasen infolge Abdestillation der Flüssigkeit kontrolliert und reguliert werden. Durch Anbringen mehrerer Messwiderstände in bestimmten Abständen voneinander in verschiedener Höhe kann der Flüssigkeitsstand des Behälters mit einer durch die Abstände der Messwiderstände bedingten Genauigkeit ermittelt werden. Genauer noch kann der Flüssigkeitsstand in den Behältern festgestellt werden durch einen darin nach oben und unten beweglich ange brachten Messwiderstand. Die Auf- und Abwärtsbewegung des Messwiderstandes kann dabei beispielsweise durch eine mechanische Vorrichtung auf eine ausserhalb des Behälters angebrachte Skala übertragen werden.
Da der Moment des Ein- oder Austauchens des Messwiderstandes genau angezeigt wird, kann an der Skala die genaue Flüssigkeitshöhe abgelesen werden. An Stelle von Stechpegeln kann ein am Ende einer langen Stange montierter Messwiderstand verwendet werden. Schliess- lich erlaubt das Verfahren auch noch eine sehr einfache Regulierung und Konstanthaltung der Flüssigkeitshöhe, beispielsweise bei Gefässen für kontinuierliches Rühren, Kristallisatoren und Destillierblasen usw., dadurch, dass kurz ober- und unterhalb des ge wtïnsehten Flüssigkeitsstandes je ein solcher Messwiderstand angebracht wird, mit deren Hilfe entweder jede Veränderung der Höhe angezeigt oder der Zur und Abfluss oder bei Destillierblasen die Heizung automatisch reguliert werden kann.
Die beschriebene Vorrichtung hat insbesondere gegenüber den manometrischen Messvorrichtungen den grossen Vorzug, dass die J\Iesseinrichtung im Behälter konstruktiv leicht anzubringen ist: Der Messwiderstand kann mittels mechanischer Vorrichtungen im Behälter selbst montiert werden, und es sind ausserdem nur noch die Durchführungen für die dünnen, elektrischen Zuleitungen elek triseh isoliert anzubringen, was selbst bei Hochdruckbehältern ohne grosse Schwierigkeiten möglich ist.
Ein weiterer Vorzug besteht in der grossen Betriebssicherheit der Messanordnung, insbesondere auch in der Hinsicht, dass die Schaltung so ausgeführt werden kann, dass jede Störung, beispielsweise Fehler in der Isolation der Durchführung, Versager in der Schaltung oder auch ein Durchbrennen des Heizwiderstandes, automatisch sofort angezeigt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH 1: Verfahren zur Überwachung des Standes von Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, dass die Änderung des elektrischen Widerstandes, welche ein an eine annähernd konstante Spannung gelegter elektrischer Widerstandskörper beim Ein- und Austauehen aus der Flüssigkeit erleidet, benutzt wird, um den Flüssigkeitsstand zu überwachen.UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Änderung des elektrischen Widerstandes zur Anzeige des Flüssigkeitsstandes benutzt wird.2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Änderung des elektrischen Widerstandes zur Regulierung des Flüssigkeitsstandes verwendet wird.PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, bestehend ans einem elektrischen, an eine annähernd konstante Spannung gelegten Widerstandskörper aus Material mit grossem Temperaturkoeffizienten seines spezifischen elektrischen Widerstandes in Kombination mit Mitteln, welche auf Veränderungen seines elektrischen Widerstandes reagieren.UNTERANSPRÜCHE: 3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel zur Anzeige des Flüssigkeitsstandes aufweist.4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel zur Regulierung des Flüssigkeitsstandes aufweist.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2596416A1 (fr) * | 1986-03-27 | 1987-10-02 | Siderurgie Fse Inst Rech | Procede et dispositif de controle du positionnement d'une lance d'injection dans un recipient metallurgique |
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1948
- 1948-04-07 CH CH264469D patent/CH264469A/de unknown
Cited By (2)
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| EP0240444A1 (de) * | 1986-03-27 | 1987-10-07 | Institut De Recherches De La Siderurgie Francaise (Irsid) | Verfahren und Vorrichtung zur Lagebestimmung einer Einblaslanze für ein metallurgisches Gefäss |
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