CH264734A - Vorrichtung zur Unterbrechung eines elektrischen Stromes hoher Spannung und grosser Leistung mittels mindestens einer gas- oder dampfgefüllten, mit einer Löschvorrichtung versehenen Entladungsröhre. - Google Patents

Vorrichtung zur Unterbrechung eines elektrischen Stromes hoher Spannung und grosser Leistung mittels mindestens einer gas- oder dampfgefüllten, mit einer Löschvorrichtung versehenen Entladungsröhre.

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CH264734A
CH264734A CH264734DA CH264734A CH 264734 A CH264734 A CH 264734A CH 264734D A CH264734D A CH 264734DA CH 264734 A CH264734 A CH 264734A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02MAPPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
    • H02M1/00Details of apparatus for conversion
    • H02M1/06Circuits specially adapted for rendering non-conductive gas discharge tubes or equivalent semiconductor devices, e.g. thyratrons, thyristors
    • H02M1/065Circuits specially adapted for rendering non-conductive gas discharge tubes or equivalent semiconductor devices, e.g. thyratrons, thyristors for discharge tubes

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Description


  Vorrichtung zur Unterbrechung eines elektrischen Stromes hoher Spannung und       gro & er    Leistung mittels mindestens einer gas- oder dampfgefüllten, mit     einer     Löschvorrichtung versehenen Entladungsröhre.    Es ist bekannt, dass die Schwierigkeiten,  auf die man beim Unterbrechen eines elektri  schen Stromes mittels einer gas- oder dampf  gefüllten löschbaren Entladungsröhre in bezug  auf die Löschung stösst, in dem     Mass    zuneh  men, wie die nach der Löschung an der Röhre       auftretenden    Spannung höher ist.

   Dies ist dem  Umstand zuzuschreiben, dass infolge der blei  benden Restionisation die     Möglichkeit    erneuter  Zündung der Röhre oder der Entstehung  einer Glimmentladung, der zwei Hauptur  sachen der Löschstörungen, mit wachsender  Spannung grösser ist. Dies gilt sowohl für  Röhren mit Löschung auf dem Gitter als auch  für Röhren, die mittels eines Spannungsstosses  auf der Anode und gegebenenfalls auch     auf     einer Hilfsanode gelöscht werden.  



  In praktisch vorkommenden Fällen, z. B.  bei     Gleiehstrom-Energieübertragung    bei hoher  Spannung und grosser Leistung, bei der am  Ende der Leitung diese Energie in     Wechsel-          stromenergie    von     n-mal    niedrigerer Spannung  umgewandelt werden muss, handelt es sich um  Spannungen von einigen zehn bis hundert  Kilovolt und mehr und um Ströme von einigen  Ampere bis einige zehn Ampere.  



  Die Erfindung bezweckt, die vorerwähnten  Nachteile in bezug auf die Löschung zu besei  tigen.  



  In der erfindungsgemässen Vorrichtung ist  dazu parallel zur Entladungsröhre eine steuer-    bare     Hochvakuumröhre    geschaltet, die vor und  während des Löschens der Entladungsröhre  leitend ist, und die vom Augenblick des Lö  schens an während einer Zeit, von     ä    .     10--4    bis  10-6 Sek. praktisch den ganzen Strom der Ent  ladungsröhre bei einer derart niedrigen An  odenspannung übernimmt, dass     Wiederzündung     der Entladungsröhre durch Restionisation  nicht eintreten kann.  



  In der beiliegenden Zeichnung ist ein Aus  führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes  dargestellt, und zwar zeigt:       Fig.    1 eine Schaltung einer Vorrichtung  bei der die Entladungsröhre in Reihe mit  einer Belastung an eine     Gleichspannungsquelle     angeschlossen ist und       Fig.    2 die Spannung an der     Entladungs-          und    der     IIochvakuumröhre    während des Be  triebes als Funktion der Zeit.  



  In     Fig.    1 sind mit 1 die Klemmen einer       Gleiehspannungsquelle    von etwa einigen zehn       Kilovolts    dargestellt, an die in Reihe eine Be  lastung 2, z. B. die Primärwicklung eines  Hochspannungstransformators, und eine     Ent-          ladangsröhre    3 mit     Quecksilberkathode    4 und  Anode 5 angeschlossen sind. Der Strom soll  periodisch unterbrochen und wieder einge  schaltet werden, um auf der Sekundärseite des  Transformators einen Wechselstrom von nie-,       driger    Spannung zu erhalten.

   Die Röhre ist  mit einer Zündelektrode 6 ausgestattet, wofür      in diesem Fall ein dauernd in das     Kathoden-          quecksilber        eingetauchter    Halbleiter gewählt  ist.  



  Parallel zur Röhre 3 liegt     eine    Hoch  vakuumtriode 7, mit einer Glühkathode 8,  einem Gitter 9 und     einer    Anode 10.         Ebenfalls    parallel zur Röhre 3 ist eine Vor  richtung     zum    Löschen dieser Röhre geschaltet,  die im gewählten Beispiel aus der Reihenschal  tung eines an     eine        Gleichspannungsquelle    11  angeschlossenen     Löschkondensators    12, einer  gas- oder     dampfgefüllten    Röhre 13 und     eines     kleineren, mittels     eines    Widerstandes über  brückten Kondensators 14 besteht.

   Die Röhre  13 ist mit     einer        Anode    15 und einer Queck  silberkathode 16 versehen und kann ebenso -wie  die Röhre 3 mittels einer     in    das Quecksilber  eingetauchten, aus einem Halbleiter bestehen  den     Hilfsanode    17 durch einen     Spannungsun-          puls    zur Zündung gebracht werden.  



  Die     Wirkungsweise    der beschriebenen  Schaltung ist folgende, wobei von dem Zu  stand ausgegangen wird,     in.    dem die Röhre 3       durch        einen    Spannungsimpuls an ihrer Zünd  elektrode 6 leitend gemacht worden ist, die  Röhre 7 durch eine negative Spannung auf  dem Gitter gesperrt gehalten wird und die       Löschvorrichtung    12, 13, 14 ausser Tätigkeit  ist.. Die Spannung     auf    den beiden Röhren 3  und 7     entspricht    in diesem Fall der Bogen  spannung der Röhre 3, das heisst etwa 20 bis  30 Volt.  



  Kurz vor dem Augenblick, in dem der  durch die Belastung 2 fliessende Strom durch  Löschen der Entladung in der Röhre 3 unter  brochen werden muss,     wird    die Spannung am  Gitter 9 der Röhre 7     weniger    negativ, gege  benenfalls positiv gemacht, derart, dass die  Röhre leitend     wird    und imstande ist, bei einer       Anodenspannung    von z. B. 500 bis 1000 Volt  praktisch den vollen Belastungsstrom der  Röhre kurze Zeit zu übernehmen.

   Solange     die     Röhre 3 aber noch nicht gelöscht worden ist       und    die     Anodenspannung    der Röhre 7     somit     immer noch der     Brennspannung    der Röhre 3  entspricht,     wird    der weitaus     grösste    Teil des  Belastungsstromes diese Röhre durchfliessen.

      Dann wird die Entladung in der Röhre 3  gelöscht, was dadurch erfolgt, dass     mittels    der  Zündelektrode 17 die Röhre 13 gezündet     wird.     Der vorher mittels einer an den     Klemmen    11  angeschlossenen     Gleichspanniingsquelle    von  z:

   B. 200 bis 400 Volt aufgeladene     Löschkon-          densator    12, dessen positive Seite mit der  Röhre 3 verbunden ist, entlädt sich dann über  die Röhre 13 und den nur allmählich seine       Spannung        ändernden    Kondensator 14 über die  Röhre 3, wodurch das Potential der Anode 5  kurze Zeit gegenüber der Kathode derart her  abgesetzt oder sogar negativ gemacht wird,  dass die Entladung gelöscht     wird.     



       Weil    aber     die    vorher leitend     gemachte     Röhre 7 parallel zur Röhre 3 geschaltet ist,  kehrt     in.    dem Zustand verringerter Durch  schlagssicherheit der Röhre 3     (infolge    der  vorhandenen Restionisation) die volle     Netz-          spannung    nicht     unmittelbar    auf diese Röhre 3  zurück,

   sondern es     wird    die Röhre 3     zunächst     der     viel        geringeren        Anodenspannung    der       Röhre    7 von     etwa    500 bis 1000 Volt ausge  setzt.

   Bei     dieser    Spannung ist, trotz der nach  der Löschung in der Röhre 3 noch vorhan  denen Restionisation, eine Wiederzündung  oder sonstige Störung im Zustand der Röhre  nicht zu     befürchten.    Erst nachdem     die        Ent-          ionisation    hinreichend fortgeschritten ist,     wozu     eine Zeit von<B>5.</B>     10-4    bis 10-6 Sek. erforderlich  ist, und die Röhre 3 ihre volle Spannungs  sicherheit wieder erhalten hat, wird der  Stromdurchgang durch die Röhre 7 gesperrt,  indem deren.

   Gitter wieder stark negativ ge  macht     wird,    so dass die volle     Netzspannung          auf    die Röhren 3 und 7     zurückkehrt.    Der Kon  densator 14 dient dazu, im Parallelzweig diese  Spannung     zum    grössten Teil aufzunehmen,  so dass nur ein Bruchteil davon auf dem     Kon-          densator-\12    zu stehen kommt.  



  Den an die     Hochvakuumröhre    zu stellen  den     Anforderungen    kann beim heutigen  Stande der Technik für einen     ausgiebigen     Bereich von Spannungen und Strömen ent  sprochen werden. Es ist nicht erforderlich,  eine     Hochvaluumröhre    mit Gittersteuerung zu       verwenden.    Brauchbar ist ebenfalls eine Röhre  mit magnetischer     Steuerung,    die den Vorteil      hat, dass die Gitterverluste erspart werden und  die Steuerenergie beträchtlich geringer ist.  



  In     Fig.    2 ist der Spannungsverlauf der  Röhren 3 und 7 als eine Funktion der Zeit       schematisch    (nicht etwa     massstäblich)    darge  stellt. Mit     t1    ist die Zeit bezeichnet, während  der die Röhre 3 und kurz vor dem Ende dieser  Zeitspanne auch die Röhre 7 leitend ist, so  dass die Spannung     El    (etwa 20 bis 30 Volt)  auf den Röhren 3 und 7 der Brennspannung  der Röhre 3 entspricht. Am Ende der Zeit     t,     erfolgt die Zündung der Röhre 13 und damit  der Spannungsstoss der die Löschung der  Röhre 3 bewirkt.

   Während der Zeit     tz    ent  spricht die Spannung     EZ    (etwa 500 bis 1000  Volt) an der gelöschten Röhre 3 der Anoden  spannung der Röhre 7. Die Zeit     t.        dauert          5.1(f-9    bis     10-6    Sek., was zur Folge hat, dass  die Restionisation in der Röhre 3 praktisch  verschwindet.

   Die Röhre 7 wird nun gesperrt,  so dass während der darauffolgenden Zeit  dauer     t3    die volle Netzspannung     E3    (einige  zehn bis einige hundert Kilovolt) auf die  Röhren zurückkehrt, die Röhre 3 bleibt strom  los, bis sie am Ende der Zeit     t3    durch einen  Spannungsimpuls an der Steuerelektrode 6  wieder gezündet wird. Um den Steuerelektro  den 6, 9, 17 die notwendigen scharfen Steuer  impulse im richtigen Moment zuzuführen, wer  den z. B. an Phasenschieber angeschlossene,  stark gesättigte Transformatoren in an sich  bekannter Weise verwendet. Dieser Teil der  Vorrichtung ist der Einfachheit halber nicht  mit dargestellt. Selbstverständlich muss die  Primärspannung dieser Steuertransformato  ren im Einklang mit der Frequenz der zu  erzeugenden Wechselspannung stehen.

    



  Die     erfindungsgemässe    Vorrichtung ist  nicht auf die periodische Unterbrechung von  Gleichstrom beschränkt.  



  Es ist auch möglich, die Vorrichtung so  auszugestalten, dass sie zum Ein- und Aus-    schalten von Wechselströmen (entweder perio  disch oder nicht), geeignet ist, wobei die Aus  schaltung in einem beliebigen Augenblick in  nerhalb einer halben Periode stattfinden kann.  In diesem Fall werden häufig zwei     antipar-          allelgeschaltete    Röhren 3 bzw. 7 verwendet,  um die beiden Hälften der Periode des     ein-          und    auszuschaltenden Wechselstromes durch  lassen zu     können.    Der Steuerimpuls, der das  Gitter 7 während einer Zeit von<B>5.</B>     10-9    bis       10--6    Sek.

   leitend macht, kann auch durch eine       Kondensatoraufladung    oder     -entladung    be  wirkt werden, die auf irgendeine an sieh be  kannte Weise automatisch erfolgt, wenn die       Zündspannung    auf die Elektrode 17 der  Röhre<B>1.3</B> gegeben wird.  



  Der in     Fig.    1 vorgesehene     überbrückungs-          widerstand    des Kondensators 14 ist notwendig,  um rasch aufeinanderfolgende Löschungen der  Entladungsröhre zu ermöglichen. Nenn die  Löschungen nicht rasch aufeinander folgen  müssen, kann der Überbrückungswiderstand  wegfallen, da dann die langsame Entladung  durch das     Dielektrikum    genügt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRhCH: Vorrichtung zur Unterbrechung eines elek trischen Stromes hoher Spannung und grosser Leistung mittels mindestens einer gas- oder dampfgefüllten, mit einer Löschvorrichtung versehenen Entladungsröhre, dadurch gekenn zeichnet, dass parallel zur Entladungsröhre eine steuerbare I3ochvakuumröhre geschaltet ist, die vor und während des Löschens der Entladungsröhre leitend ist, und die vom Augenblick des Löschens an während einer Zeit von<B>5.</B> 10--9 bis 10-6 Sek. praktisch den ganzen Strom der Entladungsröhre bei einer derart niedrigen Anodenspannung über nimmt, dass Wiederzündung der Entladungs röhre durch Restionisation nicht eintreten kann.
CH264734D 1943-01-26 1944-01-24 Vorrichtung zur Unterbrechung eines elektrischen Stromes hoher Spannung und grosser Leistung mittels mindestens einer gas- oder dampfgefüllten, mit einer Löschvorrichtung versehenen Entladungsröhre. CH264734A (de)

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