<B>Rad für elektrische Schienenfahrzeuge.</B> Vorliegende Erfindung hat zum Gegen stand ein neuartiges Rad für Schienenfahr zeuge, bei welchem die Verbindung zwischen einem metallischen Reifen und einer metalli schen Nabe unter Zwischenbau von minde stens einem elektrisch isolierenden Körper erfolgt. Bei einer bekannten Ausführungsform be sitzt der metallische Reifen eine seitliche, po lierte Fläche, auf der eine Kontaktbürste glei tet, um einen elektrischen Strom unmittelbar auf den Reifen, also unter Umgehung der Nabe, zu leiten.
Da die Umfangsgeschwindigkeit der am Reifen vorgesehenen. polierten Ringfläche nahezu gleich ist der Geschwindigkeit des Fahrzeuges und ausserdem die Ringfläche in folge ihrer exponierten Lage mit Strassen staub stark belegt wird, ist die Abnützung der Ringfläche und der darauf gleitenden Kontaktbürste verhältnismässig gross. Wird anderseits beispielsweise Gleichstrom vom Wellenzapfen aus zum Reifen geleitet, so geht der Strom bei Wälzlagern über die Kugeln oder Rollen durch Linien- oder Punktberüh rung von Ring zu Ring. Dies führt in ge wissen Fällen zu Riffelbildung in den Trag ringen der Wälzlager.
Gemäss dem Wesen vorliegender Erfin dung werden die Nachteile dieser bekannten Konstruktionen dadurch vermieden, dass an der Nabe ein gegenüber dieser elektrisch iso lierter Schleifring befestigt ist, der mit dem Reifen mittels mindestens eines elektrischen Leiters in elektrisch leitender Verbindung steht.
In der beiliegenden Zeichnung sind meh rere Ausführungsformen des Erfindungs gegenstandes veranschaulicht, und es zeigt: Fig. 1 einen Radialschnitt durch eine Radhälfte einer Ausführungsform.
Fig. 2 einen Radialschnitt durch eine Rad hälfte einer zweiten Ausführungsform.
Fig. 3 einen Radialschnitt durch eine Rad hälfte einer dritten Ausführungsform.
Die aus Metall bestehende Radnabe 1 (Fig. 1) besitzt einen radial nach auswärts ragenden Nabenflansch 2, der mit der Rad nabe 1 aus einem Stück besteht.. In gewisser Distanz vom Nabenflansch 2 ist ein für sich hergestellter, radial nach auswärts gerichteter Nebenflansch 3 vorgesehen, der mit der Rad nabe 1 mittels Schrauben 4 in lösbarer Ver bindung steht. Die Nabenflanschen 2 und 3 stehen unter sich durch Stehbolzen 5 in Ver bindung, welche auf einem Lochkreis in der Nähe des äussern Umfanges der beiden Naben flanschen in gleichen Abständen voneinander angeordnet sind. Zwischen die Nabenflan schen 2 und 3 greift der radial nach ein wärts gerichtete Reifenflansch 6 des mit Spur kranz 7 versehenen metallischen Reifens B. Der Reifenflansch 6 ist mit.
Durchbrechungen 9 versehen, durch welche die Stehbolzen 5 hindurchdringen. Zwischen dem Reifenflansch 6 und den Nabenflansehen 2 und 3 sind auf einem Kreis in gleichen Abständen voneinan der runde Scheiben 10 vorgesehen, welche aus elektrisch isolierendem Material bestehen.
Die Scheiben 10 können aus elektrisch isolie rendem, unelastischem Material oder aus elek trisch isolierendem, elastischem Material be stehen. Als elektrisch isolierende, unelastische Materialien kommen beispielsweise in Be tracht : gewisse Arten von Kunstharzmassen, ohne oder mit Gewebeeinlagen, ferner aus mehreren Lagen verleimtes Holz sowie Hart gummi, Hartleder, Vulkanfiber und derglei chen. Als elektrisch isolierende, elastische Ma terialien kommen beispielsweise in Betracht: elastischer Gummi und andere elektrisch iso lierende Massen mit elastischen Eigenschaf ten, ohne oder mit Gewebeeinlagen.
An der Innenseite des Nabenflansches 2 ist ein me tallischer Schleifring 11 mittels Schrauben 12 befestigt, der vom Nabenflansch 2 durch eine Isolierschicht 13 elektrisch isoliert ist. Gegen den Schleifring 11 legt sich eine Kontakt bürste 14 für die Zuleitung des elektrischen Stromes zum Schleifring. Der Nabenflansch 2 trägt an der dem Nabenflansch 3 zugekehrten Seite einen Kabelschuh 15, der gegenüber dem Nabenflansch 2 ebenfalls elektrisch isoliert ist und mittels der Schrauben 12 gehalten wird.
Im Kabelschuh 15 ist das eine Ende eines im radialen Sinne nach auswärts durch gebogenen biegsamen Kabels 16 befestigt, des sen anderes Ende an einem Kabelschuh 17 befestigt ist, der mittels Schrauben 18 am Reifenflansch 6 gehalten wird und mit dem selben in elektrisch leitender Verbindung steht. Das Kabel 16 ist durch eine der im Reifenflansch 6 vorgesehenen Durchbrechun gen 9 hindurchgeführt. Der durch die Kon taktbürste 14 dem Schleifring 11 zugeführte elektrische Strom wird durch die Schrauben 12 zum Kabelschuh 15 und von diesem durch das Kabel 16 in den Kabelschuh 17, zum Reifenflansch 6 -und Reifen 8 geleitet, der den elektrischen Strom an die Eisenbahn- schiene weiterleitet.
Die Ausführungsform gemäss Fig. 2 stimmt in den wesentlichen Teilen mit der Ausfüh rungsform gemäss Fig. 1 überein. Dementspre chend haben die einzelnen Teile gleiche Be zugszeichen erhalten. Der Unterschied dieser Ausführungsform gegenüber der Ausfüh rungsform gemäss Fig. 1 besteht lediglich dar in, dass das biegsame Kabel 16 durch eine Durchbrechung 19 im Nabenflansch 2 hin durchgeführt ist, und der Kabelschuh 15 mit tels der Schraube 12 mit dem Schleifring 11 in elektrisch leitende Verbindung gebracht ist.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 3 bezeichnet 20 die metallische Radnabe, die einen radial nach aufwärts gerichteten Naben flansch 21 aufweist. Der Nabenflansch 21 ist am äussern Umfang im axialen Sinne nach einer Seite verbreitert. Dieser verbreiterten Partie 22 des Nabenflansches im axialen Sinne gegenüberstehend ist ein loser Flansch 23 vorgesehen, dessen Aussendurchmesser übereinstimmt mit dem Aussendurchmesser des Teils 22. Der lose Flansch 23 steht mit dem Nabenflansch '21 mittels Schrauben 24 in lös barer Verbindung. Die Teile 22 und 23 be sitzen am äussern Umfang eine Ringnut, wel che im Querschnitt einen Kreisabschnitt bil det.
Der metallische Reifen 25, dessen Innen durchmesser grösser gehalten ist als der Au- ssendurchmesser der Teile 22 und 23, besitzt am innern Umfang ebenfalls eine Ringnut, welche im Querschnitt einen Kreisabschnitt bildet. Die genannten Ringnuten dienen für die Aufnahme eines im Querschnitt kreisrund gestalteten Ringes 26, der aus elektrisch iso lierendem Material besteht. Der Ring 26 kann aivs unelastischem oder aus elastischem Ma terial bestehen.
An .der Innenseite des Naben flansches 21 ist mittels Schrauben 27 ein me- ta:llischer Schleifring 28 befestigt, der gegen über dem Nabenflauseh 21 durch eine Isolier schicht 29 elektrisch isoliert ist. 30 bezeichnet die Kontaktbürste für die Zuleitung des elek trischen Stromes zum Schleifring 28. Am Schleifring 28 ist das eine Ende eines bieg samen elektrischen Kabels 31 befestigt, dessen anderes Ende an der innern Stirnseite des metallischen Reifens 25 befestigt ist.