Einrichtung zum Schutz von elektrischen Kochplatten gegen Überhitzung. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Einrichtung zum Schutz von elektrischen Kochplatten gegen Überhitzung. Sie kenn zeichnet sich dadurch aus, dass sie Mittel auf weist, welche in Abhängigkeit von der Tem peratur der Kochplatte die Stromzufuhr zu mindestens einem der Heizkörper durch Be tätigung eines Schaltkontaktes selbsttätig unterbrechen.
Die Erfindung sei nun mit Hilfe von Aus führungsbeispielen an Hand der Fig. 1 bis 6 erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Teil einer Kochplatte von unten mit einem ersten Ausführungsbei spiel der erfindungsgemässen Einrichtung; Fig. 1a. und 1.b zeigen Details der Ein richtung gemäss Fig. 1; Fig. 2 zeigt einen Teil der Kochplatte mit; einem zweiten Ausführungsbeispiel der erfin dungsgemässen Einrichtung, und die Fig. 2a und 2b stellen Details der Ein richtung gemäss Fig. 2 dar.
Die Fig. 3 bis 6 zeigen vier weitere Aus führungsbeispiele der Erfindung, welche auf der Unterseite einer Kochplatte befestigt sind.
In der Mitte der Kochplatte k (Fig. 1.) befindet sich ein Anschluss, der die schema tisch dargestellten Heizelemente R trägt. Der Steckerstift, an welchem beispielsweise alle Heizelemente der Kochplatte angeschlossen sind (ihre andern Anschlüsse sind mit 12 be zeichnet), ist, wie die Schnittfigur 1a durch diesen Stift zeigt, durch ein Isolierstück 13 in zwei Teile 3' und 3" unterteilt.
Das Teil- stück 3" steht einerseits mit den Heizelemen- ten R und anderseits über ein Kupferband 4' mit dem einen Pol des Schaltkontaktes 8 in leitender Verbindung, und das Teilstück 3', welches in seine zugehörige, nicht gezeich nete Steckbüchse eingeführt wird, steht über ein Kupferband 4" mit dem andern Pol des Schaltkontaktes 8 in Verbindung. Die bei den Pole des Schaltkontaktes 8 sind durch eine Schnappfeder 7 elektrisch verbindbar, so dass bei geschlossenem Schaltkontakt 8 das Isolierstück 13 überbrückt ist und die Heiz- elemente R vom Strom durchflossen werden können.
Erwärmt sich nun die Kochplatte auf eine bestimmte Temperatur, so biegt sich das frei bewegliche Ende des am Plattenrand 5 be festigten Bimetallstreifens 6 gegen das Plat teninnere und drückt damit die Schnappfeder 7 (Fig. 1b zeigt einen Grundriss dieser Feder) mit Hilfe des durch Schraubengewinde ver stellbaren Bolzens 12, der am Mittelstück 1.7 der Schnappfeder 7 befestigt ist, gegen den Bolzen 14, an welchem die Seitenstücke 18 der Schnappfeder 7 befestigt. sind.
Dadurch bie gen sich die beiden Enden der Schnappfeder gegen die Ansehlagfläehen 9, so dass die bei den Pole des Schaltkontaktes 8 geöffnet wer den und der Strom in den Heizelementen R unterbrochen ist. Durch den Druck auf den Bolzen 14 wird der mit ihm gelenkig verbun dene und bei 1.0 gelagerte Hebel 15 im Ge- genuhrzeigersinn gedreht, wodurch der Bol zen 11, der mit dem Hebel 15 ebenfalls ge- lenkig verbunden ist, etwas aus dem Platten rand 5 hervortritt.
Der Bolzen 11 zeigt so mit an, dass die Kochplatte ausgeschaltet ist und dient gleichzeitig dazu, die Einrichtung bei erkalteter Platte wieder in die Ausgangs lage (Kontakt 8 geschlossen) zu bringen.
Mit der Stellschraube 16 lässt sich der Kontaktdruck regulieren und mit dem ver stellbaren Bolzen 12 die Temperatur der Kochplatte festlegen.
Die Wirkungsweise des Ausführungsbei spiels gemäss Fig. 2 ist folgende: Erwärmt sich die Kochplatte auf eine be stimmte Temperatur, so biegt sich der am Plattenrand 5 befestigte Bimetallstreifen 6 so, dass sein freies Ende 21 mit Hilfe des Hebels 22 den Schwenkhebel 23, welcher auf der Achse 31 drehbar gelagert ist, im Gegenuhr zeigersinn dreht. Der Hebel 22 ist einerseits am Bimetallstreifen 6 und anderseits am Schwenkhebel 23 gelenkig befestigt. Die Be wegung des Schwenkhebels 23 überträgt sieh auf den Bolzen 32, welcher einerseits am Hebel 23 gelenkig befestigt ist und anderseits vom Lager 24 geführt wird.
Die Blattfeder 33 wird, wenn der Bolzen 32 genügend auf sie drückt, durchkippen und ein öffnen des Kontaktes 8 bewirken, wodurch die nicht ge zeichneten Heizelemente, welche über die Kupferbänder 4' und 4" genau wie in Fig. 1 angeschlossen sind, ausgeschaltet werden.
Die Ausschaltstellung ist aus der Lage des Druck knopfes 26 zu ersehen, welcher aus dem die Schaltvorrichtung nach unten abschliessenden Schutzdeckel 30 hinausragt und ziem Wieder einschalten über das Winkelstück 34 bestimmt ist (siehe Fig.2a). Die Blattfeder 33 ist an beiden Enden in den Stützen 36 und 37 ge lagert, wobei die Stütze 37 verschiebbar be festigt ist, um die Spannung der Feder 33 regulieren zii können.
In der Mitte der Feder 33 ist ein Klemmstück 35 befestigt, welches den einen Pol des Kontaktes 8 trägt: Die Einschaltung erfolgt bei normaler Lage der Platte von unten und ist vorn unter der Platte zu' betätigen. Eine übersichtlichere Variante des Ausführungsbeispiels kann, wie die Fig. 2b zeigt, mit Hilfe eines seitlich aus dem Plattenrand 5 austretenden Bolzens 29, der den Druckknopf 26 ersetzt, erzieltwerden.
Der eine Pol des Kontaktes 8 ist mit dein Kupferband 4" durch eine Kupferlitze 28 ver bunden.
Die Wirkungsweise des Ausführungsbei spiels gemäss Fig.. 3 ist folgende: Die Bewegung des Bimetallstreifens 6 überträgt sich auf den Anker 38, welcher auf der Achse 39 schwenkbar gelagert ist. Be wegt sich nun der Bimetallstreifen gegen das Platteninnere und damit der Anker 38 in Richtung a, so kommt unter der Wirkung der Feder 40 eine Gegenuhrzeigerdrehiing des verklinkten Hebels 41, der auf der Achse 42 drehbar gelagert ist, zustande.
Der Isolier- bolzen 44 ist am Hebel 41 im Punkt 43 einer seits und an der Kontaktfeder 45 anderseits gelenkig befestigt und bewirkt dadurch das Öffnen des Kontaktes B. Der Bolzen 46 dient zur Wiedereinschaltung des Stromes nach - er folgter Ausschaltung. Zum Einstellen der Ansprechtemperatur ist die Schraube 47 vor gesehen,. ebenso die Schraubenmutter 48, welche von aussen eingestellt werden kann. Um eine starke Wärmeübertragumg auf den Kontakt 8 zu verhindern, wurde ein elek trischer Leiter 75 mit niedrigem Wärmeleit- vermögen, z. B.
Kohle, Graphit, zwischen Kontakt und Heizelemente geschaltet. Die Funktion und Schaltung dieses Kontaktes ent spricht derjenigen in den Ausführungsbei spielen gemäss Fig. 1 und 2.
Die Wirkungsweise des Ausführungsbei spiels gemäss Fig. 4 ist folgende: Erwärmt sich die Platte auf die Schmelz temperatur des Schmelzlotes 6 im Behälter 48 (Fug. 4a), so wird sich der Kontakt 8 wegen dem Zug der Feder 40 auf die Hebel 38 und 46 öffnen und den Stromkreis der Platte unterbrechen. Ist die Plattentempera tur wieder unter die Erstarrungstemperatur des Schmelzlotes gesunken, so wird der sonst drehbare Flügel 47, so wie das auf derselben Achse befestigte Klinkenrad 47a durch die er starrte Masse an der Drehung verhindert.
Wird nun der Hebel 46, der einerseits im Plattenrand und anderseits an der Kontakt- Feder geführt ist, hineingedrückt, so wird sich auch der Hebel 38 durch den Bolzen 39 ent gegen der Richtung von a bewegen. Dadurch wird die Feder 40 gespannt, und der Hebel 38, der im Punkt 39 drehbar gelagert ist, wird durch die Klinke 41 vom Klinkenrad 47a gehalten. Somit bleibt die Platte eingeschal tet, bis im Behälter 48 die Schmelztemperatur erreicht ist.
Die Wirkungsweise des Ausführungsbei spiels gemäss Fig. 5 ist folgende: Beim Durchbiegen des Bimetallstreifens 6 entsteht eine Drehung des Ankers 7 um die Achse 8 und somit. eine Bewegung des Ile- bels 9 in Richtung a, da derselbe in Punkt 10 gelagert ist und durch die Feder 11 in Rich tung a bewegt wird. Durch diese Drehbewe gung des Hebels 9 kommt der Schaltarm 12 bei der Nase 13 zum Ausklinken, da die Feder 14 diesen Schaltarm 12 mit verhältnismässig grosser Kraft in Richtung h bewegt. Der Schaltarm 12 ist auf der Achse 21 drehbar gelagert. Der Kontakt 15, 17 wird mittels der Nase 16 des Schaltarmes 12 geöffnet.
Gleich zeitig werden die Teile 1.8 in Richtung c be wegt, und ähnlich wie in Fig. 2a wird diese Bewegung über einen Winkelhebel 1.9 auf einen Bolzen 20 übertragen, der aber nicht wie in der Ausführung gemäss Fig. 2, nach unten austritt, sondern durch die Kochplatte nach oben hindurchtritt und um etwa 5 mm über die Plattenoberfläche hinausragt. Das vorliegende Ausführungsbeispiel ist nur für Neukonstruktionen elektrischer Kochplatten vorgesehen.
Ist nun die Ausschaltung der Kochplatte zustandegekommen, so sind die Teile 18 in der Richtung c, die Nase 16 in der Richtung f verschoben, und der Hebel 9 ist in entgegen gesetzter Richtung von a gedreht, da die Feder 22 beim Ausklinken der Nase 13 im selben Moment den Hebel 9 mit sich führt und ihn wieder in seine Ausgangsstellung an der Nase 23 des Ankers 7 bringt. Um nun nach dein Abkühlen des Binretallstreifens 6 durch Hineindrücken des Bolzens 20 die Platte wieder einschalten zu können und urn den Schaltarm 12 bei der Rückstellung unter die Verklinkung führen zu können, ist die Achse 10 des Hebels 9 in Richtung i ver schiebbar belagert.
Die Feder 24 drückt die Achse 10 des Hebels 9 jeweils in die Aus- ogangsstellung zurück. Während dieser Rück stellung des Schaltarmes 12 hat die Kontakt feder 25 den Kontakt 15 ebenfalls in seine Ausgangsstellung gebracht und somit die Kochplatte wieder eingeschaltet.
Dieses Ausführungsbeispiel hat den Vor teil, dass ein Kochgeschirr mit ebenem Boden durch den Bolzen 20 nach Verdampfung des Inhaltes von der Platte um etwa 5 mm ab gehoben wird, was genügt, um die Wärme übertragung auf einen leeren Topf abzustop pen. Wird aber ein Topf mit unebenem Bo den und beliebig grossem Inhalt verwendet, so ist die Platte trotzdem geschützt, indem. die Teile 18 an dem Schaltarm 12 derart mit Spielraum gelagert sind, dass die Nase 16 ein Öffnen des Kontaktes 15 bewirkt, auch wenn der Bolzen 20 nicht oder nur teilweise aus seiner Ruhelage gebracht wird. Die Schraube 26 dient zur Regulierung der Vor spannung des Bimetallstreifens 6.
Die Wirkungsweise des Ausführungsbei spiels gemäss Fig. 6 ist folgende: Bei einer bestimmten Erwärmung der Platte kippt ein an beiden Enden durch die Plattenwärme beeinflusster Bimetallstreifen 1 in die Ausschaltstellung in Richtung a, öffnet den Kontakt 5 und zeigt mittels des Stiftes 2 die Ausschaltung der Kochplatte an. Da der Stift 2 eine Kerbe 3 aufweist, klinkt diese bei einer Ausschaltung im Plattenrand 4 ein und hält den Kontakt 5 im offenen Zustand fest. Der Stift 2 ist an einem Ende in dem mit dem Bimetallstreifen 1 verbun denen Schaltstück 6 gelenkig gelagert und am andern Ende durch das Loch des Platten randes 4 geführt..
Ist die Platte abgekühlt, so kann der Stift 2 von Hand eingerückt wer den. Zu beachten ist, dass die Blattfeder 1 den Stift 2 bei einer Ausschaltung der Platte wegen der Kerbe 3 am Plattenrand 4 fest hält, so dass der Bimetallstreifen 1 beim Er kalten der Platte keine selbsttätige Einschal tung herbeiführen kann, Die Kerbe 3 des Stiftes 2 kann auch weggelassen werden, so dass eine automatische Ein- und Ausschaltung der Kochplatte erfolgt. Es kann jede der erfindungsgemässen Einrichtung, an allen an sich bekannten Kochplatten nachträglich ein gebaut werden, mit Ausnahme der Einrich tung gemäss Fig. 5, welche, wie bereits er wähnt, sich nur für neu zu erstellende Koch platten eignet.
Dabei kann die Einrichtung derart gestaltet sein, dass eine Überhitzung in jeder eventuell möglichen Stufe des Koch herdes ausgeschlossen ist.
Die beschriebenen Ausführungsbeispiele lassen sich natürlich anstatt mit dem mit allen Heizelementen in Verbindung stehenden Steckerstift 3 auch mit einem Steckerstift kombinieren, der beispielsweise nur mit einem Heizelement in Verbindung steht. So kann beispielsweise die Einrichtung in Fig. 1 an den einen der Stifte 2 angeschlossen werden, wobei natürlich dann dieser Stift gemäss Fig. la abzuändern ist. Auf diese Weise wird es möglich, nur einzelne Heizelemente der Kochplatte durch die erfindungsgemässe Ein richtung zu steuern.