CH265200A - Verfahren zur Herstellung eines Kittmehls für selbsthärtende wasser- und säurefeste Mauer- und Fugenmörtel. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Kittmehls für selbsthärtende wasser- und säurefeste Mauer- und Fugenmörtel.

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CH265200A
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Schweizerhall Saeurefab
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
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    • C01D3/00Halides of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D3/02Fluorides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B22/00Use of inorganic materials as active ingredients for mortars, concrete or artificial stone, e.g. accelerators or shrinkage compensating agents
    • C04B22/08Acids or salts thereof
    • C04B22/12Acids or salts thereof containing halogen in the anion
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines Kittmehls für selbsthärtende     wasser-    und  säurefeste Mauer- und Fugenmörtel.    Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung eines Kittmehls  für selbsthärtende     wasser-    und säurefeste  Mauer- und Fugenmörtel aus Füllstoffen und  solchen Zusätzen, die beim Anmachen mit       Alkaliwasserglaslösungen    die     Erhärtung    be  fördern.  



  Bei der Herstellung von     Säureschutzbauten     werden in grossem Umfange verschiedenartige  säurefeste Mauer- und Fugenmörtel verwen  det. Je nach den vorliegenden chemischen Be  anspruchungen werden die meist selbsthärten  den     säure-    und wasserbeständigen Baumate  rialien in verschiedener chemischer     Zusam-          mensetzung    geliefert. Für Beanspruchungen  durch Säuren und Salzlösungen, welche kri  stallwasserhaltige feste Salze bilden, benutzt  man im allgemeinen Materialien, welche     kali-          haltige    Zusatzstoffe enthalten. Für andere  chemische Beanspruchungen werden säure  feste Mörtel verwendet, die dagegen nur Na  triumverbindungen enthalten.

   Durch diese       verschiedenen        Bedingungen    war man bisher  gezwungen, die säurefesten Baustoffe in ver  schiedenen Sorten herzustellen und in den  Verkehr zu bringen, was bei der praktischen  Verwendung oft     Verwechslungen    mit sich  brachte und die Lagerhaltung erschwerte.  



  Es wurde nun gefunden, dass man ein ein  heitliches Produkt erhält, wenn man ein Kitt  mehl herstellt, das ausser den Füllstoffen ein  nicht     entmischbares,        vorzugsweise    auf chemi  schem Wege hergestelltes Kalium-Natrium-         silicofluoridgemisch    enthält. Die Herstellung  des nicht     entmischbaren        Kalium-Natrium-          silicofluoridgemisches    kann durch partiellen  Umsatz von     Natriumsilicofluorid    mit einem       Kaliumsalz    in flüssiger Phase, z.

   B. mit in  Wasser gelöstem     Kaliumchlorid,    erfolgen oder  durch Neutralisation eines Gemisches alkalisch  reagierender Kalium- und     Natriumverbindun-          gen,    wie z. B. eines     Pottasche-Soda-Gemisches     in wässeriger Lösung oder Suspension oder  eines     Natron-Kalilauge-Gemisches    mit Kiesel  fluorwasserstoffsäure. Man kann auch das       Kalium-Natriumsilicofluoridgemisch    durch  doppelten Umsatz eines     Kalium-Natriumhalo-          genidgemisches    mit     Kieselfluorwasserstoff-          säure    herstellen. Führt man diesen Umsatz  bei erhöhten Temperaturen, z.

   B. bei etwa  1000 C und darüber, durch, so enthalten die  bei der Reaktion sich entwickelnden Dämpfe       Halogenwasserstoffsäure,    die in an sich be  kannter Weise aus den ersteren gewonnen wer  den kann.- Man kann das nicht     entmischbare          Kalium-Natriumsilicofluoridgemisch    auch in  Gegenwart von wenigstens einem Teil des  unter den Herstellungsbedingungen erhalten  bleibenden säurefesten Füllstoffes bilden.  



  Das nicht     entmischbare        Kalium-Natrium-          silicofluoridgemisch,    das gegenüber einem     ent-          mischbaren    Gemisch dieser Stoffe besonders  reaktionsfähig ist, hat den Vorteil, dass es  sowohl mit Natrium- wie mit     Kalium-Wasser-          glaslösungen,    gegebenenfalls mit einem Ge  misch beider in der angerührten Mörtelmasse      unter     Bildung        praktisch        unlöslicher    Kompo  nenten reagiert, wobei der     Erhärtungsprozess     der Masse rasch voranschreitet.

       Rührt    man das  dieses nicht     entmischbare        Kalium-Natrium-          silicofluoridgemisch    enthaltende     Kittmehl    mit       Kaliwasserglaslösung    an, so erhält man selbst  härtende, Wasser- und säurefeste Mauer- und       Fugenmörtel,    in denen sich keine kristallwas  serhaltigen Salze bilden, welche die Bauten  sprengen könnten, ein Umstand, der z. B. bei  Schutzbauten in Schwefelsäure-, Essigsäure  oder     Chromsäure-Anlagen    stark ins Gewicht  fällt.

   Rührt     man    dagegen das Kittmehl nur  mit     Natronwasserglaslösung    an, so hat man in  allen andern Fällen den Vorteil, dass die     Na-          triumverbindungen    eine noch höhere     Re-          aktionsfähigkeit    und     infolgedessen    noch bes  sere     Verarbeitungseigenschaften    zeigen als bei       Verwendung    der     lediglich        Kaliumsilicofluorid     enthaltenden     Kittmehle.     



       Durch    die     Anwendung    der nicht entmisch  baren     Kalium-    und     Natriumsilicofluoridge-          misehe    bei der Herstellung des Kittmehls er  hält man     beim.        Anmischen    desselben kurz vor       -Gebräüc-.t        1V-äiüm=\nder        KäliwassergIäs,          gegebenenfalls    sogar mit deren Gemisch, einen  Mörtel,

   welcher     die    Vorteile der Mörtel auf       Natriumsalzbasis        mit    denen der Mörtel auf       Käliumsalzbasis    vereinigt     und        infolgedessen     ganz     allgemein    anwendbar ist.  



  Ein nach dem     erfindungsgemässen        Verfah-          ren:    hergestelltes     Kittmehl    besteht zum Bei  spiel aus 94 % eines Gemisches von säurefesten       Füllstoffen    geeigneter Körnung wie Quarz  mehl, Ton,     Kieselgelmehl    und     Kieselsinter    und       aus        vorteilhafterweise    69,

  r eines auf     chemi-          schem    Wege hergestellten     Natrium-Kalium-          silicofluoridgemisches.    Dieses     Kittmehl    wird       kurz    vor Gebrauch     entweder    mit einer Natron  wasserglaslösung von<B>8-10</B> %     @Na20    und  25-30 %     Si02,    vorzugsweise 9     resp.    27 % , oder  mit     einer        Kaliwasserglaslösung    von     8-10%          K20    und 19-23 %     Si02,

      vorzugsweise 9     resp.     21%, angerührt. Das     erfindungsgemäss    be  nötigte, auf chemischem Wege hergestellte und  mechanisch nicht erstmischbare     Kalium-Na-          triLlmsilicofluoridgemisch    kann nach folgen  den Methoden     gewonnen    werden:

      <I>Beispiel 1:</I>  In     eine        Lösmig    von 150 Teilen Kalium  chlorid in 750 Teilen Wasser werden bei       Raumtemperatur    unter gutem Rühren 350  bis 400 Teile     feinstgemahlenes        Natriumsilico-          fluorid        eingetragen.    Trotz der schlechten Lös  lichkeit beider     Silicofluoride    wird das Gleich  gewicht rasch erreicht.

   Nach dem Abtrennen  von der gebildeten     Natriumchloridlösung        und     Auswaschen des Niederschlages, bis praktisch  Chlorfreiheit erreicht ist, resultiert nach dem  Trocknen ein besonders reaktionsfähiges, me  chanisch nicht     entrnischbares    Natrium- und       KaliLunsilicofluoridgemisch    mit einer Aus  beute von 90 oder mehr Prozent der Theorie.  6 Teile des erhaltenen     Natrium-KaliumsiEco-          fluoridgemisches    ergeben mit 94 Gewichtstei  len eines Gemisches von     Quarzmehl,    Ton und       Kieselgelmehl    vermengt ein     einheitliches    Kitt  mehl, das den oben beschriebenen Ansprüchen  genügt.

    



  <I>Beispiel 2:</I>  Die bei der Herstellung von Superphosphat  durch     Aufschluss    von Rohphosphat mit     Schwe-          felsKüre    entstehenden     kiesefflLLorwasserstoff-          haltigen    Abgase werden durch     Lösungen    von  Pottasche und Soda oder Natron- und Kali  lauge geeigneter Konzentration geleitet, wobei  ein auf     chemischem    Wege hergestelltes, re  aktionsfähiges; mechanisch nicht erstmisch  bares     Natrium-Kaliumsilicofluoridgemisch    ent  steht, das nach dem Auswaschen und dem  Trocknen,     wie    in Beispiel 1 angegeben, als Zu  satzstoff zu Kittmehl weiterverarbeitet wird.

      <I>Beispiel 3:</I>  Die in Beispiel 2 erwähnten Abgase aus  der     Superphosphatfabrikation    werden durch  eine Lösung von     Kaliumnatriumchlorid    ge  leitet, wobei bei erhöhten Temperaturen von  etwa 1000 C neben dem erwünschten     Kälium-          Natriumsilicofluoridgemisch        Salzsäuredämpfe     entstehen, die in einer     Kondensationsanlage     an     sich    bekannter Art auf technisch reine  Salzsäure verarbeitet werden     können.     



  <I>Beispiel 4:</I>       Eine        Aufschwemmung    von 150 Teilen     Ka-          liumehlorid,100        Teilen        Kieselgelmehl    und 150      Teilen Bauxit in 750 Teilen Wasser wird bei  Raumtemperatur in der bei Beispiel 1 ange  gebenen Weise weiterverarbeitet.

   Man erhält  dabei nach dem     Abfiltrieren,    Auswaschen und  Trocknen ein Gemisch der nicht     entmisch-          baren        Natrium-Kaliumsilicofluoridchloride    mit  einem Teil des benötigten säurefesten Füll  stoffes. 11 Gewichtsteile des auf diese Weise  erhaltenen Gemisches werden mit 89 Gewichts  teilen Quarzmehl innig gemischt und ergeben  so ein Kittmehl der beschriebenen Art.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Kittmehls für selbsthärtende wasser- und säurefeste Mauer- und Fugenmörtel aus Füllstoffen und beim Anmachen mit Alkaliwasserglaslösungen die Erhärtung befördernden Zusätzen, da durch gekennzeichnet, dass die Zusätze aus einem nicht entmischbaren Gemisch von Ka lium- und Natriumsilicofluorid bestehen. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das nicht entmisch- bare Gemisch von Kalium- und Natriumsilieo- fluorid auf chemischem Wege hergestellt wird. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass das nicht ent- mischbareKalium-Natriumsilicofluoridgemisch durch partiellen Umsatz von Natriumsilico- fluorid mit einem Kaliumsalz in flüssiger Phase hergestellt wird. 3. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass das nicht ent- mischbareKalium-Natriumsilicofluoridgemisch durch Neutralisation eines Gemisches alkalisch reagierender Kalium- und Natriumverbindun- gen mit Kieselfluorwasserstoffsäure hergestellt wird. 4.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass das nicht ent- mischbareKalium-Natriumsilicofluoridgemisch durch doppelten Umsatz eines Kalium-Na- triumhalogenidgemisches mit Kieselfluorwas- serstoffsäure hergestellt wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass der doppelte Um satz des Kalium-Natriumhalogenidgemisches mit Kieselfluorwasserstoffsäure bei erhöhter Temperatur unter Bildung von Halogenwas- serstoffsäure enthaltenden Dämpfen statt findet. 6.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass das nicht ent- mischbareKalium-Natriumsilicofluoridgemiseh in Gegenwart mindestens eines Teils des unter den Herstellungsbedingungen erhalten blei benden säurefesten Füllstoffes hergestellt wird.
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