Artikelbehandlungseinrichtung mit endloser Fördervorrichtung.
(Tegenstand vorliegender Erfindung ist eine Artikelbehandlungseinriehtung mit endloser Fördervorrichtung, die z. B. bei verschiedenen Herstellungsverfahren zur Verwendung gelangen kann.
Bei der Fertigung der verschiedensten Fabrikationsartikel wird es häufig nötig, dieselben verschiedenen Fertigungsbehandlungen zu unterwerfen. Diese Behandlungen variieren je nach dem behandelnden Artikel, und je nach demselben ist im allgemeinen eine verschiedene Behandlungszeit erforderlich.
Das Verfahren zur Fertigung eines einzigen Artikels kann beispielsweise folgende Verfahrensschritte enthalten: Entfernung von öl oder Fett, Waschen, Trocknen, Aufbringen eines Grundüberzuges, Trocknen, Eintauchen in ein Farbbad, Vortrocknung, Brennen und Kühlen. Diese Behandlungen kommen mehr oder weniger bei allen Artikeln vor, die mit eingebranntem Email überzogen werden.
Wenn jedoch verschiedene Arten von eingebranntem Email erwünscht sind, ändern sich die Zeiten für die verschiedenen Behandlungsstufen.
Zur Fertigbehandlung anderer Artikel kann eine gänzlich andere Reihenfolge der Vorgänge erforderlich sein. Beim Plattieren von AIetall können beispielsweise folgende Behandlungsstufen auftreten: Entfernung von Fett, Trocknen, Ätzen, Eintauchen in ein Plattierbad und erneutes Trocknen. Ein elek trolytisches Verfahren kann auch Behandlungsstufen für die anodische Reinigung oder für das anodische Aufbringen eines Oberzuges einschliessen.
Mit andern Worten, jede Stufe bei jeder Reihenfolge der Behandlung bedingt üblicher- weise eine gänzlich verschiedene Zeitdauer gegenüber den andern Verfahrensabsehnitten.
In gleicher Weise können verschiedene Verfahren bei verschiedenen Artikeln hinsieht lich der Zeit variieren.
C ; egenstand vorliegender Erfindung ist nun eine Fördereinrichtung, welche eine Anpassung an die verschiedensten Verhältnisse ermöglicht. Die erfindungsgemässe Fördereinrichtung umfasst ein endloses Band, das über unabhängig voneinander drehbare Trommeln verläuft, und die Erfindung wird darin gesehen, dass das Förderband schraubenlinienförmig um wenigstens einzelne der Trommeln herum verläuft, z. B. in einer oder in mehreren Windungen, wobei das Band Mittel zur Befestigung von zu fördernden Artikeln aufweist.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt, und darin zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der Fördereinrichtung.
Fig. 2 ist ein Vertikalschnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1.
Fig. 3 ist ein Vertikalschnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 1.
Fig. 4 ist ein Aufriss gemäss der Linie 4 > der Fig. 1.
Fig. 5 ist eine teilweise perspektivische Ansicht eines Teils der Führungsrolle.
Fig. 6 ist eine perspektivische Ansicht einer Klammer, die verwendet werden kann, nm Ztl behandelnde Artikel am Förderband zu befestigen, und
Fig. 7 zeigt ebenfalls in perspektivischer Ansieht eine andere Ausführungsform einer Klammer.
In der Zeichnung bezeichnen A, B, C, D, E und y je eine hohle Trommel. Jede dieser Trommeln weist eine axia. leWellell auf, welche über beide Stirnseiten der Trommel vorsteht.
Die Wellenenden sind in Lagern 2 gelagert, die auf einer horizontalen Leiste 3 angeordnet sind. Es sind zwei parallel zueinander verlaufende Leisten 3 vorgesehen, die in irgendeiner an sich bekannten Weise in gleichmä- ssigem Abstand vom Boden gehalten werden.
Im vorliegenden Beispiel werden die Leisten durch die obern Randteile von mehreren aufeinander ausgerichteten Behältern, Gefässen oder Kammern gehalten, welche je zur Ausführung einer Behandlungsstufe dienen.
In den Fig. 1 und 4 der Zeichnung sind die aufeinanderfolgenden Behälter mit 10-15 bezeichnet. Sie enthalten die Trommeln A-F.
Wie am besten ans Fig. 4 ersichtlich, ist zwischen je zwei aufeinanderfolgenden Trommeln eine Zwischenwalze 20 vorgesehen, die zwischen den Leisten 3 angeordnet und drehbar auf denselben gelagert ist. Auf der Vorderseite jeder Trommel A-F ist eine horizontale Welle 21 vorgesehen, die starr auf Fü ssen 22 gelagert ist, welche ihrerseits auf den Leisten 3 ruhen.
Jede der Wellen 21 trägt eine Mehrzahl von abwechselnd aufeinanderfolgenden ringförmigen Scheiben 23 und Hülsen 2i, welche als Distanzstücke zwischen den Scheiben 23 wirken. Die Bohrungen der Scheiben 23 und der Hülsen 24 sind genügend gross, um ihnen eine Drehung auf der Welle 21 zu ermögli chen. Die Längen der hülsen 24 können je nach Wunsch gewählt werden, um die Scheiben 23 in verschiedenen Abständen voneinander zn halten und um sie auch an den ge wünsehten Stellen in bezug auf die Welle 21 zu sichern. Gegebenenfalls können die Wellen auch drehbar auf den Füssen 22 angeordnet sein, wobei sich dann die Scheiben 23 und die Ilülsen 24 mit den zugehörigen Wellen drehen.
Die Einrichtung umfasst im weiteren einen Tisch 25, der am vordern Ende der Einrichtung vorgesehen ist und sich auf Vorderfüsse 26 und Hinterfüsse 27 stützt. Diese Füsse bestehen beim dargestellten Beispiel aus Winkeleisen. Bei der Ausführiing einer bestimmten Behandlung ist es erforderlich, die zu behandelnden Artikel nacheinander durch die verschiedenen Behälter zu führen und sie je nach der Behandlungsart während einer bestimmten Zeit in denselben zu bewegen. Um die Zu behandelnden Waren durch die verschiedenen Kammern zu führen, ist die För dereinrichtung wie folgt ausgebildet: Ein Fuss 26 ist mit zwei horizontal nach vorne abstehenden Armen 28 versehen, auf welchen je eine Rolle 29 drehbar gelagert ist.
Das hintere Ende der Leiste 3 weist zwei Arme 30 auf, von welchen jeder eine Rolle 31 trägt, die gleich ausgebildet ist wie die Rolle 29.
Ein endloses Band 33 verläuft über die vordern Rollen 29, über die Tischfläche: 25 hinweg und über die erste der Hülsen 24, die durch die vordere Welle 21 getragen werden, und uni die erste Trommel A herum. Die erste Windung des Bandes um die Trommel A verläuft vor der zweiten Hülse 24 auf der Welle 21 und ist nach dieser erneut nach hinten gerichtet, um wiederum um die Trommel A herum zu verlaufen. Die Windungen des Bandes 33 um die Trommel A setzen sich fort, bis das andere Trommelende erreicht wird. Die letzte Bandwindung liegt dabei gegenüber der letzten Hülse 24 auf der vordersten Welle 21. Hierauf verläuft das Band horizontal auf die Oberseite der zweiten Trommel B.
Von dieser Stelle hinweg ist das Band 33 wiederholt sehraubenlinienförmig um die Trommel B herum gewunden, wobei die Steigung der Windungen so ist, dass das Band jeweils über die Hülsen 24 auf der zweiten Welle 21 verläuft. Die letzte Windung auf der Trommel B befindet sieh dann nahe dem Trommelende. Das Band verläuft dann oben gegen die nächste Trommel hin, welche wiederum schraubenlinienförmig vom Band umgehen wird. Dic Anzahl der Bandwindungen um jede Trommel kann frei gewählt werden, und aehebenenfalls können einige Trom mein überhaupt nicht vom Band uniwidclt sein.
Nachdem das Band 23 einige Male um die hinterste Trommel F herumgelegt worden ist, verläuft es von letzterer nach rückwärts über die obere Rolle 31 und hierauf nach unten über die untere Rolle 31, von wo es zur intern Rolle 29 auf der Vorderseite des Apparates zurückkehrt.
Zur Befestigung der zu behandelnden Artikel sind Klammern am Band befestigt. Für ewisse Arbeiten geeignete Klammern sind in den Fig. 6 und 7 dargestellt und mit 34 bzw.
35 bezeichnet.
In Fig. 3 ist eine typische Anordnung eines Behälters und einer Trommel dargestellt, wobei die zu behandelnden Artikel 3fi in ein Flüssigkeitsbad getaucht werden, um in demselben entweder entfettet, gefärbt oder anderswie behandelt zu werden. Bei dieser Ausführungsform besitzt der Behälter einen gewölbten Boden 37, und er enthält das Bad 38.
In Fig. 2 sind zwei aufeinanderfolgende Trommeln dargestellt, welche zum Trocknen und Brennen der Artikel 36 verwendet werden können. Diese beiden Trommeln können beispielsweise die beiden letzten der ganzen Fördereinrichtung darstellen, und sie können in den beiden Behältern 14 bzw. 15 untergebracht sein.
In diesem Falle sind die Behälter mit ent- fernbaren Deckeln 39 versehen, welche zusammen mit den gewölbten Böden 37 die Trom iiielii E und F vollständig umgeben. Jeder Be liältcr ist mit einer Brennstoff-Einlassleitung 40 versehen, welche unterhalb der Trommel mündet, so dass Flammen 41 auf die Unter ;cite des Bodens 37 auftreffen können.
An irgendeiner Stelle kann eine Antriebsvorrichtung 42 vorgesehen sein, um das Band 33 in Bewegung zu setzen.
Beim Betrieb der dargestellten Einrich- tung befindet sieh eine Bedienungsperson beim Tisch 25, und sie befestigt die zu behandelnden Artikel an den Klammern 34, wenn diese letzteren vor ihr vorbeibewegt werden.
Die Befestigungsstelle ist durch den Pfeil 43 in Fig. 1 angedeutet.
Nach der Befestigung am Band 33 verlaufen die Artikel um die verschiedenen Trom meln herum über die hintern Rollen 31, worauf sie über die obere Rolle 29 zum Tisch 25 zurückkehren. Eine zweite Bedienuiigs- person befindet sich am Tisch 25 zwecks Entfernung der Artikel aus den Klammern, und zwar an einer durch den Pfeil 44 bezeichneten Stelle.
Wie oben erläutert, kann die Anzahl der Windungen des Bandes um die verschiedenen Trommeln herum beliebig geändert werden, so dass die Artikel während einer gewünschten Zeit in den einzelnen Behältern verbleiben.
In Fällen, wo es nötig ist, die behandelten Artikel der freien Atmosphäre auszusetzen, z. B. zum Trocknern, kann das Band über die eine oder andere Trommel hinweggeführt werden. Falls ein solches Trockenverfahren längere Zeit benötigt, kann das Band auch um eine Trommel herumgelegt sein, die sich in einem Behälter befindet, der keine Flüssigkeit enthält. Falls eine noch intensivere Trocknung erforderlich ist, können einzelne Kammern mit Mitteln zur Wärmezufuhr versehen sein.
Es geht aus der Beschreibung hervor, dass bei der beschriebenen Einrichtung jeder behandelte Artikel in jedem Behandlungs- behälter gedreht wird. Diese Drehung ist sehr vorteilhaft, wenn die Artikel durch Eintau- ehen in ein Bad mit einem Überzug versehen worden sind.
Beim Überziehen von Artikeln im Tauchverfahren bleibt üblicherweise ein letzter Tropfen am Artikel hängen, der nicht abfällt.
Wenn dieser letzte Tropfen nicht entfernt wird, bevor sich das tberzugmaterial verfestigt, verbleibt er auf dem fertigen Artikel und bildet auf demselben eine Erhöhung. Dieser letzte Tropfen besteht natürlich aus über schüssigem Überzugmaterial oder ans demjenigen Teil des Überzugmaterials, welches nicht genügend am Artikel haftet.
Bei der Verwendung der beschriebenen Fördereinrichtung kann dieses überschüssige Material von der Stelle weg, an welcher es sich ursprünglich bildete, sich über die Oberfläche des Artikels gleichmässig verteilen, so dass es am fertigen Produkt nicht mehr erkennbar ist. Es müssen deshalb bei der Behandlung mit der beschriebenen Fördereinrichtung keine besonderen Vorkehrungen getroffen sein, um solche durch überschüssiges Material bedingte Erhöhungen zu entfernen, sondern es wird ohne diese Massnahme ein vollkommen glatter Überzug erhalten.
Wenn die Fördereinrichtung dazu verwendet wird, um Artikel durch eine Brennkammer oder einen Ofen zu führen, so wird die Wärme allen Artikeln und auch allen Teilen eines jeden Artikels gleichmässig zugeführt.
Dies deshalb, weil alle Artikel gleich lange innerhalb der Brennkammer bleiben und weil sie sich gleich lange in den verschiedenen Stellungen in der Kammer befinden. Es tritt demzufolge ein gleichmässiges Brennen ein, auch wenn die Wärme nicht gleichmässig innerhalb der : Kammer verteilt ist.
Es muss darauf hingewiesen werden, dass die Einrichtung ausserordentlich anpassungsfähig ist und zur Verwendung bei den verschiedensten Verfahren geeignet ist.
Obwohl alle Trommeln -F sich gleichmässig im gleichen Sinne drehen, rotieren sie doch unabhängig voneinander. Wenn sie auch in der dargestellten Zeichnimg alle gleichen Durchmesser aufweisen, so kann es doch in einigen Fällen wünschenswert sein, den Trommeln verschiedene Durchmesser zu geben.