CH265631A - Durch ein strömendes Mittel betätigte Steuereinrichtung, insbesondere an Kondensgefässen. - Google Patents
Durch ein strömendes Mittel betätigte Steuereinrichtung, insbesondere an Kondensgefässen.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Durch ein strömendes Mittel betätigte Steuereinrichtung, insbesondere an Kondensgefässen. In Dampfleitungen, Heizkörpern oder sonstigen von strömenden Mitteln durchflos- senen Leitkörpern werden vielfach Einrich tungen eingeschaltet, die z. B. aus Betriebs- sieherheitsgründen die Strömung des betref fenden Mittels steuern. Solche Einrichtungen sind z. B. an Kondensgefässen vorhanden.
Bei den bisher bekannten derartigen Einrichtun gen war das Übersetzungsverhältnis des das Steuerorgan bewegenden Gestänges von der Absehlusslage des Steuerorganes bis zur Öff nungslage konstant, was sehr nachteilig ist. Dies bedeutete nämlich, dass auch die auf das Steuerorgan zum Schliessen und Öffnen ein wirkende Kraft konstanter Grösse war.
Die meisten den Durehflussquerschnitt steu ernden Organe üben aber von der @bsch@uss- lage ausgehend während des Öffnens einen sich verringernden Widerstand der öffnenden Kraft gegenüber aus. Dies rührt daher, dass auf das Steuerorgan in der Absehlusslage noch der Druck des zu steuernden Mittels lastet. Es kann vorkommen, dass zur Bewegung des Steuerorgans aus seiner Abschlusslage 4- bis 8mal so grosse Kräfte erforderlich sind wie zu seiner Weiterbewegung.
Ist zur Betätigung des Steuerorgans ein Schwimmer verwendet, so muss dieser bei konstantem Übersetzungsverhältnis des über tragungsgestänges so gross bemessen sein, dass er die bei der anfänglichen Bewegung des Steuerorgans nötige grosse Kraft mit Sicher heit ausübt. Aus der Konstanz der Überset zung folgt, dass der Schwimmer diese zu Be ginn erforderliche grosse Kraft auch während der Bewegung des Steuerorgans auszuüben imstande wäre. Der Schwimmer beginnt, nach seinem vollen Versinken in das Mittel, das Steuerorgan verspätet zu bewegen, und sobald die Bewegung begonnen hat, springt der Schwimmer plötzlich auf den Spiegel des Mit tels, da der Kraftbedarf der Weiterbewegung bedeutend geringer ist.
Infolge des plötzlichen Rufspringens des Schwimmers wird das Steuerorgan plötzlich geöffnet und das durch die demzufolge freiwerdende Öffnung stoss artig herausströmende Mittel verursacht in den Leitungen oder in den mit diesen zusam menhängenden Einrichtungen, z. B. Heizkör pern, schädliche Stösse.
Erfindungsgemäss zeichnet sich die Steuer einrichtung dadurch aus, dass das Überset zungsverhältnis des das Steuerorgan bewe genden Gestänges von der Abschlusslage des Steuerorgans bis zur Öffnungslage desselben kontinuierlich abnimmt, wobei in der Ab schlusslage die auf das Steuerorgan wirkende Kraft mindestens das 1- bis 3fache der vom strömenden Mittel ausgeübten Steuerkraft ist.
Dadurch können bei Kondensgefässen z. B. mit Schiebersteuerung die anwend baren Dnrchflussquersehnitte vergrössert oder bei gewöhnlichen Abmessungen grössere Be triebsdrücke mit derselben Betriebssicherheit angewendet werden als bisher.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht schematisch ein Ausführungsbeispiel der er findungsgemässen Einrichtung.
Um den am Kondensgefäss ortsfest ange ordneten Zapfen 1 ist ein Winkelhebel schwingbar gelagert, mit dessen Arm 6 das eine Ende einer Stange 5 durch den Zapfen 2 gelenkig verbinden ist. Das andere Ende der Stange 5 ist durch den Zapfen 3 mit einem Schieber 4 gleichfalls gelenkig verbunden. Am längeren Arm 7 des Winkelhebels ist ein Schwimmer 8 befestigt.
Die Drehpunkte des Zapfens 1 des Winkelhebels und der Zap fen 2 und 3 liegen bei geschlossener Lage des Schiebers 4 zweckmässig mindestens ange nähert in einer Geraden.
Wenn der Spiegel des Kondensates des im Sinne des Pfeils 9 eintretenden Dampfes emporsteigt, wird der Schwimmer 8 ange hoben und die Arme 6 und 7 werden um den Drehzapfen 1 gedreht. Demzufolge bewegt sich der Zapfen 2 auf einem Kreisbogen um den Zapfen 1. Bei dieser Bewegung nimmt er auch das auf dem Zapfen 2 gelagerte Ende der Verbindungsstange 5 mit sich.
Zu Beginn hat die kreisförmige Bewegung des Zapfens 2 kaum eine Komponente in Rich tung der Verbindungsgeraden der Zapfen 1 und 3, so dass sich die Lage des Zapfens 3 umendlich wenig ändert und auch der Schie ber 4 nur wenig bewegt wird.
Je grösser der durchlaufene Kreisbogen. des Zapfens 2 ist, also je weiter er sich von der Verbindungs geraden der Zapfen 1 und 3 entfernt, um so grösser wird die Komponente seiner Bewe gung in Richtung dieser Geraden und in um so grösserem Masse wird sich somit auch der Zapfen 3 abwärtsbewegen und damit der Ausfluss im Sinne des Pfeils 10 stattfinden.
Das Übersetzungsverhältnis zwischen der Be wegung des Schwimmers 8 und der Bewe gung des Zapfens 3 ist somit anfangs unend lich gross, und zwar dann, wenn die Bewe gung des Schiebers 4 aus seiner Abschluss- lage die grösste Kraft beansprucht, und dieses Übersetzungsverhältnis nimmt hernach ab, wenn der Schieber 4 zu öffnen beginnt und somit zu seiner Weiterbewegung eine ge ringere Kraft erforderlich ist.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das gezeichnete Ausführungsbeispiel be schränkt. So kann der Schwimmer statt ge schlossen auch offen oder statt direkt auch verkehrt funktionierend und z. B. an meh reren Hebelarmen angeordnet sein. Die Be wegung des Schiebers 4 kann statt längs einer Geraden auch längs einer Kreisbahn erfol gen und statt des Schiebers kann auch ein Ventil oder sogar eine Klappe vorgesehen sein. Die Zapfen 1, 2 und 3 des Gestänges, welches die Bewegung des Schiebers 4 be wirkt, können Drehpunkte aufweisen, die nicht genau auf einer Geraden liegen,
wie sich dies aus der Ungenauigkeit der Her stellung der Einrichtung ergibt oder aus bau lichen Gründen erforderlich ist; jedoch ist dafür gesorgt, dass die zu Beginn auf den Schieber 4 wirkende Kraft mindestens das 1- bis 3fache, zweckmässigerweise das 10- fache der vom Kondensat auf den Schwim mer 8 wirkenden Steuerkraft ist.
Die Erfindung umfasst auch Steuerein richtungen von Sicherheitsventilen, die das Gberfüllen von Wasserbehältern oder Spül gefässen verhindern, oder auch zur Betäti gung der Entleerungsventile von Spülgefä ssen. Wird die Steuereinrichtung mittels an derer als Niveauänderungen, z. B. Druck änderungen des Mittels betätigt, so kann ein Abschlussorgan, z. B. eine Membrane oder ein Kolben, die Steuerkraft aufnehmen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Durch ein strömendes Mittel betätigte Steuereinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass das Übersetzungsverhältnis des das Steuerorgan bewegenden Gestänges von der Abschlusslage des Steuerorgans bis zur öff- nungslage desselben kontinuierlich abnimmt, wobei in der Absehlusslage die auf das Steuerorgan wirkende Kraft mindestens das 1- bis 3fache der vom strömenden Mittel aus geübten Steuerkraft ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Steuereinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerorgan ein Ventil ist. 2.Steuereinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuer organ ein Schieber ist. 3. Steuereinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuer organ eine Klappe ist. Steuereinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Aufnahme der Steuerkraft des strömenden Mittels ein Abschlussorgan vorgesehen ist. Steuereinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestänge einen Winkelhebel aufweist, welcher um einen ortsfesten Zapfen drehbar gelagert ist und dessen einer Arm an einem Schwimmer be festigt ist und dessen anderer Arm über eine Stange mit einem Schieber verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| HU265631X | 1941-12-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH265631A true CH265631A (de) | 1949-12-15 |
Family
ID=10978641
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH265631D CH265631A (de) | 1941-12-02 | 1947-12-20 | Durch ein strömendes Mittel betätigte Steuereinrichtung, insbesondere an Kondensgefässen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH265631A (de) |
-
1947
- 1947-12-20 CH CH265631D patent/CH265631A/de unknown
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