CH266096A - Verfahren zur Darstellung eines neuen Salzes des Penicillins G mit einer organischen Base. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines neuen Salzes des Penicillins G mit einer organischen Base.

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CH266096A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D499/00Heterocyclic compounds containing 4-thia-1-azabicyclo [3.2.0] heptane ring systems, i.e. compounds containing a ring system of the formula:, e.g. penicillins, penems; Such ring systems being further condensed, e.g. 2,3-condensed with an oxygen-, nitrogen- or sulfur-containing hetero ring

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Description


  Verfahren zur Darstellung eines neuen Salzes des     Penicillins    G  mit einer organischen Base.    Es kann als sicher angenommen werden,  dass Penicillin G, welches manchmal als       Benzylpenicillin    bezeichnet wird, folgende  Strukturformel besitzt.  
EMI0001.0003     
    worin R die     Benzylgruppe        (-CH.,C,H;)     darstellt. Andere Formen von Penicillin wei  sen eine ähnliche Struktur auf und unter  scheiden sich nur dadurch, dass die     Benzyl-          gruppe    durch andere einwertige organische  Radikale ersetzt ist, wobei die Radikale im  allgemeinen 5 oder mehr     Kohlenstoffatome     besitzen.

   So ist beispielsweise das Radikal R  im Penicillin F     42-Pentenyl          (-CI-I:        CH=CH-CH_        CH3),     im     Dihydropenieillin    F     n-Amyl,    im Penicillin  X     p-Oxy-benzyl    und im Penicillin K     n-Heptyl.     Sowohl Substanzen mit gesättigten als auch  solche mit ungesättigten Kohlenwasserstoff  radikalen R besitzen     Penicillinwirksamkeit.     Es wurde jedoch gefunden, dass Penicillin G  therapeutisch wirksamer ist als gewisse an  dere Formen.  



  Das Penicillin des Handels ist gewöhnlich  eine Mischung dieser verschiedenen Arten,    welche Pigmente und andere Verunreinigun  gen enthält. Da Penicillin G eine der wirk  samsten Formen     ist,    ist es erwünscht, dass es  von den weniger     wirksamen    Arten als auch  von Verunreinigungen getrennt wird.  



  Gemäss einem Verfahren zum Isolieren  von Penicillin G, welches in einem von  der     Heyden        Chemical    Corporation an die  0. S. R. D. erstatteten Bericht beschrieben ist  (0. S. R. D. Nr.     H-II        5-22-44    und 0. S. R. D.  Nr.     H-III    6-15-44) wird eine Lösung von     Tri-          ä,thy        lamin    in Äther einer Lösung von Roh  penicillin in Äther zugefügt und dadurch  Verunreinigungen ausgefällt.

   Nach weiterer       Zugabe    von     Triäthylaminlösung    in Äther zu  der     Penicillinlösung    bildet sieh eine Mischung  von Öl und Kristallen. Der Äther wird von den  Kristallen     abdekantiert    und die weissen     Tri-          äthy        laminpenicillinkristalle    mit Azeton gewa  schen. Ferner wurde ein Verfahren zur Um  wandlung des     Triäthylaminpenicillinsalzes    in  das     Natriumsalz    angegeben.

   Es besteht darin,  dass das     Triäthylaminsalz    in Wasser gelöst,  die Lösung angesäuert, das     Penicillinsalz     mittels Äther extrahiert und der ätherischen  Lösung durch     portionsweise    Zugabe von Na  triumhydroxyd wieder entzogen wird. Durch  Abkühlen der alkalischen Lösung wird das       Natriumsalz    des Penicillins auskristallisiert,  dann im Vakuum getrocknet und aus     Butanol     und Wasser umkristallisiert. Das obige Ver  fahren ergibt jedoch etwas geringe Ausbeu  ten an Penicillin G.

        Der Zweck der Erfindung besteht darin,  ein Verfahren     zum    Isolieren und Reinigen  von     Penicillili    G aus einer Mischung zu  schaffen, welches leicht ausführbar ist und  nicht zu beträchtlichen Verlusten an Penicil  lin     führt.     



  Gegenstand .des Patentes ist somit ein  Verfahren zur     Darstellung    eines neuen Salzes  des Penicillins G mit einer organischen Base,  welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man.  Penicillin und     N-Äthyl-piperidin    in organi  scher Lösung aufeinander einwirken lässt, wo  bei sich das     N-Äthyl-piperidinsalz    des Peni  cillins G bildet. Das neue Salz soll insbeson  dere zur Darstellung von reinem Penicillin G  und seinen Salzen, insbesondere des Natrium  salzes, verwendet werden.  



  Man kann dabei von Lösungen des Peni  cillins G ausgehen, die bereits verschiedenen  Reinigungsmassnahmen     unterzogen    worden  sind. Wenn das Penicillin G als Salz vorliegt,  kann man es in Wasser lösen, ansäuern und die  freie Säure mit einem mit Wasser nicht misch  baren organischen Lösungsmittel extrahieren.  



  Zweckmässig     wird    die     Umsetzung    des  Penicillins G mit dem     N-Äthyl-piperidin    in  solchen     organischen    Lösungsmitteln durch  geführt, in denen das sich bildende Salz un  löslich ist. Vorzugsweise wird     Amylacetat,     Äther oder eine Mischung von     Amylacetat     und Aceton     als        Lösungsmittel    verwendet.  



  Man kann z.     B.    von einem Natrium  penicillinpräparat ausgehen, welches eine Mi  schung von verschiedenen Arten von     Penicil-          linnatrium    mit Pigmenten     und    andern     Ver-          unreinigungen    darstellt, wobei dann zweck  mässig wie folgt vorgegangen wird: Das Prä  parat wird in Wasser gelöst und     die    Lösung  mit     Amylacetat    verdünnt. Diese     Mischung     wird mit Phosphorsäure versetzt, um das     pA     der Lösung auf etwa 2,7 einzustellen.

   Um  eine Zersetzung des Penicillins     zu    vermeiden,  ist darauf     zn    achten, dass das Ansäuern so  wie die nachfolgenden Reaktionen bei etwa  <B>00</B> C ausgeführt werden. Das     Natriumpenicil-          iin    wird so in die freie     Penicillinsäure    -Lunge  wandelt und diese vom     Amylacetat    gelöst. Die  beiden nicht mischbaren Flüssigkeiten wer-    den voneinander getrennt und die     wässrige     Schicht     zwecks    Vervollständigung der Extrak  tion mit einer weiteren Menge     Amylacetat     und Phosphorsäure behandelt.

   Die     Amyl-          acetatext.rakte    werden vereinigt, gewaschen,  mit wasserfreiem     Natriumsulfat    getrocknet  und mit Aceton verdünnt. Die die     Penieillin-          säure    enthaltende Mischung von     Am@Iaeetat     und Aceton wird mit einer Lösung von       N-Äthyl-piperidin    in Aceton zur Reaktion ge  bracht. Die Mischung wird während etwa 1       Stunde    gerührt, während welcher Zeit die  Kristallisation des     N-Äthy        1-piperidinsalzes     des Penicillins G vollendet ist.

   Die hellgelben  Kristalle werden     abgenutseht    und schliesslich  bei 25 C im Vakuum getrocknet.  



  Hierbei wird das Penicillin G durch das       N-Äthyl-piperidin    beinahe quantitativ aus  gefällt. Im allgemeinen ist das gemäss der  Erfindung erhaltene     N-Äthyl-piperidinsalz     des Penicillins G angenähert rein; häufig ent  hält es aber kleine, je nach der Reinheit des       Ausgangsmaterials    variierende Mengen von  Pigmenten. Es wurden verschiedene Verfah  ren für die endgültige     Reinigung    des     N- < 3thy        1-          piperidinsalzes    des Penicillins G entwickelt.

         Beispielsweise    kann das rohe     N-Äthyl-piperi-          dinsalz    des Penicillins G aus einer     Chloro-          form-Acetonlösung        auskristallisiert    werden,  wobei man im einzelnen wie folgt verfahren  kann: Das Salz wird     zunächst    in Chloroform  gelöst.

   Die so gebildete Lösung wird dann  mit einer     gesättigten        wässrigen        Nat.rium-          chloridlösung    behandelt, wodurch der grösste  Teil der Pigmentverunreinigungen zusammen  mit     -unbedeutenden        :Mengen    von Penicillin in  die     wässrige    Schicht extrahiert werden. Die  Schichten werden getrennt und die     Chloro-          formlösung    auf ein kleines Volumen eingeengt.

    Die konzentrierte Lösung des     N-Äthyl-piperi-          dinsalzes    des Penicillins im Chloroform -wird  dann mit Aceton verdünnt und die Mischung  eine Stunde stehengelassen, worauf das     N-          Äthyl-piperidinsalz    des Penicillins G ausfällt.  



  Es kann aber auch so vorgegangen wer  den: Die Lösung des Salzes in Chloroform  wird mit einer     Natriumehloridlösung    behan  delt. Die     Chloroformlösung    und die     wässrile         Lösung werden getrennt und die Chloroform  lösung mit     Butanol    behandelt. Das Chloro  form wird durch Verdampfen entfernt und  das     Penicillin-G-Salz    der organischen Base  aus     Butanol    ausgefällt. Es ist auch möglich,  dieses Verfahren ohne die     Vorbehandlung    mit       Natriumchlorid    auszuführen.  



  Im allgemeinen ist die bei diesem Reini  gungsverfahren erzielte Reinigung genügend.  Wenn jedoch keine weitgehende     Reinigung     verlangt wird, kann das     N-Äthyl-piperidin-          salz    des Penicillins G auch dadurch umkri  stallisiert werden, dass man das Salz in  Chloroform löst, die Lösung auf ein kleines  Volumen einengt und mit Aceton verdünnt.  



  Falls ein Penicillin von sehr geringer  Wirksamkeit von etwa 200     Einh./mg    bis etwa  400     Einh./mg    und von sehr schlechter Farbe  als Ausgangsmaterial verwendet wird, hat  sich folgende     Vorbehandlung    mit     Pyridin    als  zweckmässig herausgestellt. Eine     -%vässrige     Lösung von Penicillin geringer Wirksamkeit  wird mit Äther verdünnt. Das     pH    der Lösung  wird auf 2,5 eingestellt und die     ätherisehe    Lö  sung mit     Pyridin    behandelt. Gewisse Verun  reinigungen werden durch das     Pyridin    aus  geschieden, und die die Verunreinigungen  enthaltende ölige Schicht wird abgetrennt.

    Die gereinigte ätherische Lösung des Penicil  lins wird dann mit einer ätherischen Lösung  von     N-Äthyl-piperidin    zur Reaktion gebracht,  wobei     das        N-Äthyl-piperidinsalz    des Penicil  lins G ausfällt.  



  <I>Beispiel 1:</I>  Eine Lösung von 25,0 g bereits an sich  klinisch verwendbarem     Natriumpenicillin     (Wirksamkeit 950     Einh./mg)    in 120 cm'  destilliertem Wasser wird in einem Eisbad  unter Rühren auf 0  C abgekühlt und mit  120     cm3    kaltem     Amylacetat    versetzt. Das PH  der kalten (0  C) Lösung wird durch Zugabe  einer Lösung von 6,0     cm\'    85     %        iger    Phosphor  säure in 44     cm'    Wasser unter Rühren auf       \?,7    eingestellt. Die     Flüssigkeitssehiehten    wer  den getrennt und die     wässriäe    Schicht mit.

    25     cm-'    kaltem     Amylacetat    und einer genü  genden Menge     Phosphorsäurelösung    behan  delt, um das     pH    der     Lösung    auf 2,5 einzu-    stellen. Es ist notwendig, die     Amylacetat-          lösung    und die     wässrige    Schicht stets kalt zu  halten, um eine Zersetzung des Penicillins zu  verhindern. Die Schichten werden getrennt  und die Extraktion wird mit einer weiteren  Menge von 25     em5        Amylacetat    wiederholt.

    Die vereinigten Extrakte werden mit 25     cm3     kaltem destilliertem Wasser gewaschen und  durch Schütteln mit     wasserfreiem    Natrium  sulfat (10-15 g) getrocknet, wobei sich die  Lösung klärt. Das Natriumsulfat wird     abfil-          triert    und auf dem Filter mit 10     em3    kaltem       Amylacetat    gewaschen. Biologische Versuche  mit der extrahierten     wässrigen    Lösung und  dem Waschwasser zeigten keine     Penieillin-          wirkung    von Bedeutung.  



  Der die     Penieillinsäure    enthaltenden kal  ten     Amylacetatlösung    werden 140     ein'    kaltes  Aceton     zugefügt.    Die Mischung wird     unter     Rühren mit einer kalten Lösung von 8 g       N-Äthyl-piperidin    in 40     em3    Aceton versetzt,  wobei sich das     pH    der Lösung auf 7 einstellt.  Die Mischung wird während einer Stunde bei  0  C gerührt, während welcher Zeit die     Abschei-          dung    des körnigen     N-Äthyl-piperidinsalzes     des Penicillins     CT    stattfindet.

   Nachdem 20  der     N-Äthyl-piperidinlösung    zugefügt sind,  wird die Lösung zwecks Erleichterung der  Kristallisation mit Kristallen des     N-Äthyl-          piperidinsalzes    geimpft. Die Kristalle werden       abfiltriert,    mit 25     em@    Aceton verrührt,  wiederum     abfiltriert    und nochmal mit 25     em3     Aceton verrührt. Das kristallinische Produkt  wird dann während einer Stunde bei gewöhn  licher Temperatur, dann bei 25  C im Va  kuum getrocknet.

   Es werden so 15,95 g eines  Massgelben, körnigen     Produktes    mit einer  optischen Drehung von     W    D = 227 , gemes  sen in     1/#    %     iger    wässriger Lösung, und einer  Wirksamkeit von 1327     Einh./mg    erhalten,  was einer Ausbeute von     89,2,00'    in bezug auf  die Wirksamkeit     entspricht.    Das     N-Äthyl-          piperidin    fällt das Penicillin G praktisch  quantitativ aus, sofern das Ausgangsmaterial  genügend rein ist und einen hohen     Penicillin-          G-Gehalt    aufweist.

   Die Ausbeute an Wirksam  keit variiert von Charge zu Charge, entspre  chend dem Gehalt an Penicillin     Ox.    Durch      andere Methoden wurde festgestellt, dass der  Gehalt des in diesem Beispiel verwendeten       Ausgangsmaterials    an     Penicillin    G etwa 90  betrug.  



  Zur Umkristallisation des rohen     N-Äthyl-          piperidinsalzes    des Penicillins G werden  20,0 g des rohen Salzes in 85     cm@    Chloroform  gelöst. Die gelbe Lösung wird mit 9     em3    und  nachfolgend mit 5     cm@    gesättigter Natrium  chloridlösung behandelt, wobei der grösste  Teil der Farbe in die     wässrigen    Schichten  übergeht. Die vereinigten     wässrigen    Extrakte  werden zweimal mit 10     cm3    Chloroform ge  waschen und die fast farblosen Chloroform  extrakte mit der     Haupt-Chloroformlösung     vereinigt.

   Die     Chloroformlösung    wird über  5-10 g wasserfreiem Natriumsulfat getrock  net, filtriert und im Vakuum auf etwa 40     cm3     eingeengt, dann mit 100     cm@    Aceton verdünnt  und während einer Stunde auf<B>00</B> C     abge-          kühlt,        worauf    das     N-Äthyl-piperidinsalz    des       Penicillins    G ausfällt. Die Kristalle werden       abfiltriert,    zweimal mit wenig Aceton ge  waschen und bei 25'  C im Vakuum getrock  net.

   Die so erhaltenen Kristalle haben einen       Schmelzpunkt    von     156-157n    C (unter Zer  setzung und     eine    optische Drehung von       (co-)    D = 239' , gemessen in 1/2     %iger    Lösung  in Wasser. Es werden 17,2 g angenähert  reines Salz gewonnen, entsprechend einer  Ausbeute von     86%.    Eine weitere Menge  des Salzes kann gewonnen werden durch Ein  engen der Mutterlauge auf ein Volumen von       2--4        cm@    und Verdünnen mit 30     em@    Aceton.

    Es werden so 0,43g Kristalle erhalten, wel  che eine optische Drehung von     (a)    D = 239   zeigten, gemessen     in    1/2     %        iger    Lösung.     Total-          ,ausbeute:    88,15 %.  



  Die     Umkristallisation    des rohen     N-Äthyl-          piperidinsalzes    des Penicillins G kann auch  so durchgeführt werden: 100 g des rohen       N-Äthyl-piperidinsalzes    des Penicillins G  werden in 450     cmg    Chloroform gelöst, die  Lösung     mit    aktiver Holzkohle behandelt, mit  500     cm         Butanol    verdünnt und im Vakuum  eingeengt, bis das Chloroform vollständig ent  fernt ist.

   Das     N-Äthyl-piperidinsalz    des     Peni-          sillins    G     kristallisiert    während des Konzen-         trierens    aus. Die Mischung wird während 50  Minuten auf 0  C abgekühlt, die Kristalle  werden     abfiltriert,    dreimal mit 100 ein,' kal  tem     Butanol    und danach zweimal mit 100     eni'     Aceton gewaschen. Das farblose Produkt wird  bei 25'  C im Vakuum getrocknet, wonach sein  Gewicht 81,7 g beträgt.  



  Weitere 7,8 g werden durch Einengen  der Mutterlauge im Vakuum auf etwa 75     ein',     Behandeln mit Sole, Filtrieren, Waschen mit  Aceton und Trocknen im Vakuum erhalten.       Die        Gesamtausbeute        beträgt        somit        89,5        7,    .  



  Die Kristalle haben eine optische Drehung  von     (a)    D = 239 , gemessen in     1/2    %     iger    Lö  sung in Wasser; sie schmelzen bei 156-157  C  unter Zersetzung.  



  Wenn man die     Chloroformlösung    des  rohen     N-Äthyl-piperidinsalzes    des Penicillins       CT    einer Behandlung mit Sole, gefolgt von  Verdünnen mit     Butanol    und Einengen unter  wirft, so ergibt sich ein farbloses Produkt mit  83,6     %        Ausbeute.     



  Im allgemeinen ist das in dieser Weise  gereinigte     N-Äthyl-piperidinsalz    des Penicil  lins G praktisch frei von Pigmenten. Manch  mal jedoch - bei weniger guten Ausgangs  materialien -ist eine zweite Umkristallisa  tion erforderlich, um die letzten Farbspuren  zu beseitigen. Diese erfolgt     z        weckmässig    wie  nachstehend beschrieben:  1 g des einmal     umkristallisierten        N-Äthy        1-          piperidinsalzes    des Penicillins G wird in 6     ein'     Chloroform gelöst.

   Die Lösung wird im Va  kuum auf etwa 2     crri@    eingeengt, mit 18     ein'     Aceton verdünnt und dann während einer  Stunde auf 0  C abgekühlt, wobei das     N-Äthyl-          piperidinsalz    des Penicillins     CT    ausfällt. Die  Kristalle werden dann     abfiltriert    und zwei  mal mit wenig Aceton gewaschen. Das farb  lose Produkt wird bei 25  C im Vakuum ge  trocknet.

   Die Ausbeute beträgt etwa 96     %.       <I>Beispiel.</I>     N:       Zwei Liter einer     wässrigen,    Penicillin ge  ringer Wirksamkeit enthaltenden Lösung  (Wirksamkeit der getrockneten, festen Stoffe  etwa 300     Einh./mg)    werden auf 0  C abge-      kühlt und mit 1200     cm3    gekühltem alkohol  freiem Äther geschüttelt. Das PH der Lösung  wird durch     tropfenweise    Zugabe von 150 cm;'  10 %     iger    Phosphorsäure auf 2,5 eingestellt.  Die     wässrige    Schicht wird abgezogen und mit  500     cm-"    gekühltem Äther versetzt.

   Dann wer  den 50     ein'    10 %     ige    Phosphorsäure zugege  ben, um das     pu    der     wässrigen    Lösung auf 2,2  einzustellen. Die Schichten werden getrennt  und die     wässrige    Lösung wieder mit 300 cm'  gekühltem Äther extrahiert. Die vereinigten  Ätherextrakte werden zweimal mit 200     ein'     gekühltem Wasser gewaschen, über wasser  freiem Natriumsulfat getrocknet und filtriert.  



  Hierauf werden 100     cm3    einer 10%igen  ätherischen Lösung von     Pyridin    der in der oben  angegebenen Weise erhaltenen Ätherlösung  unter Rühren zugefügt. Nach einer Stunde  hat sich die Äther- von der     Ölschicht    ge  trennt; die Ätherschicht wird dekantiert.  



  Die Ätherlösung wird auf 0  C abgekühlt,  worauf 300     em3    einer 10 %     igen    Lösung von       N-Äthyl-piperidin    in Äther     portionenweise     innert vier Stunden zugefügt werden. Die Lö  sung wird 14 Stunden stehengelassen und  dann die ätherische Lösung, welche sieh von  dem öligen und kristallinischen Material ab  getrennt hat, dekantiert und aufbewahrt. Die  verbleibende Mischung von Öl und Kristallen  wird mit 300     cm3    Aceton verrührt und dann  300 cm' Äther,     bis        zum    Eintritt einer leichten  Trübung, zugegeben. Die Mischung wird  dann 12 Stunden stehengelassen und fil  triert.

   Die Kristalle werden mit 200     ein'    ge  kühltem Aceton     aufgeschwemmt,    mit kaltem  Aceton auf dem Filter gründlich gewaschen  und getrocknet. Sie werden hierauf durch  Lösen in 200     em3    Chloroform bei 50  C, Zu  fügen von 800 cm' Aceton und     12stündiges     Kühlen der Lösung umkristallisiert, dann ab  filtriert, gewaschen und getrocknet. Das so  erhaltene     N-Äthyl-piperidinpenicillin    G hat  einen Schmelzpunkt von 156-157 C (unter  Zersetzung) und eine optische Drehung von  (a) D =     -f-238 ,    gemessen an einer Lösung  von 7 mg in 2     ein'    Wasser.

    
EMI0005.0029     
  
    Analyse <SEP> berechnet <SEP> für <SEP> C23H"N3048:
<tb>  C <SEP> 61,71; <SEP> H <SEP> 7,43; <SEP> N <SEP> 9,39.
<tb>  Gefunden: <SEP> C <SEP> 61,70; <SEP> H <SEP> 7,36; <SEP> N <SEP> 9,33.       Eine weitere Menge von Kristallen wird  durch Einengen der Mutterlauge auf 20 cd  im Vakuum bei 25  C und Zufügen von  10     cm3    Chloroform und 120     cm3    Aceton er  halten. Die Mischung wird dann während 12  Stunden gekühlt, und die Kristalle werden       abfiltriert,    gewaschen und getrocknet. Sie  zeigen ebenfalls einen Schmelzpunkt von 156  bis 157  C.

    
EMI0005.0033     
  
    Analyse <SEP> berechnet <SEP> für <SEP> C23H33N304S
<tb>  C <SEP> 61,71; <SEP> H <SEP> 7,43; <SEP> N <SEP> 9,39.
<tb>  Gefunden: <SEP> C <SEP> 61,44; <SEP> H <SEP> 7,53; <SEP> N <SEP> 9,47.

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  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines neuen Salzes des Penicillins G mit einer organischen Base, dadurch gekennzeichnet, dass man Peni cillin G und N-Äthyl-piperidin in organischer Lösung aufeinander einwirken lässt, wobei sich das N-Äthyl-piperidinsalz des Penicillins G bildet. Das neue Salz schmilzt bei 156-15i C unter Zersetzung und zeigt in 1"/2%iger wässriger Lösung eine optische Drehung von (a) D = 239 . Es soll insbesondere zur Dar stellung von reinem Penicillin G und seinen Salzen verwendet werden. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man von einer Lösung von rohem Penicillin G in einem or ganischen Lösungsmittel ausgeht, aus welcher ein Teil der Verunreinigungen durch Extrak tion mittels Pyridin entfernt wurde. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Um setzung in einem Lösungsmittel durchführt, in welchem das N-Äthyl-piperidinsalz des Penicillins G unlöslich ist.
CH266096D 1946-09-11 1947-08-27 Verfahren zur Darstellung eines neuen Salzes des Penicillins G mit einer organischen Base. CH266096A (de)

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