CH266154A - Verfahren zur Herstellung von Prägewerkzeugen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Prägewerkzeugen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Prägewerkzeugen. Zur Erzeugung bildlieber Darstellungen, Verzierungen oder dergleichen in Platten und sonstigen \Verkstüeken aus 'bildsamen Werkstoffen verwendet man üblicherweise Stempel, die mit einer entspreehenden Gra vur versehen sind. Solche Prägewerkzeuge werden als Prägestempel, Prägematrizen oder aueli Prägestanzen bezeiehnet, und sie werden hergestellt aus einem durehhärtbaren Stahl geeigneter Zusammensetzung, der meist nieht unerliebliehe Mengen an Legierungs elementen aufweist.
Die Gravur wird in den weichgeglühten Stahl. eingeschnitten, der so dann unter besonderen Vorsichtsmassregeln in Öl oder Wasser gehärtet wird. Während mit Prägestempeln und Prägematrizen ini allgemeinen ein bereits vorgeformter Körper lediglieli mit Verzierungen\ oder dergleichen versehen wird, dienen die Prägestanzen dazu, einen Rollkörper ausserdem noelx in einem gewissen Umfange spanlos zu verformen.
Obwohl die Prägewerkzeuge aus Stahl ge härtet werden und dabei die Härtung vor zugsweise so geführt wird, dass an der Ober fläche eine glasharte Schicht entsteht, unter liegen sie einem mehr oder minder starken Verschleiss. Es wurde nun erkannt, dass hierfür gesintertes Hartmetall besser geeig net ist.
Das gesinterte Hartmetall kann aus einer Legierung aus Karbiden hochschmel zender Metalle, wie Wolfram, Molybdän, Ti tan, Tantal, Niob, und aus Hilfsmetall, wie Eisen, Nickel oder Kobalt, bestehen, wobei sowohl die Karbide als auch die l1.ilfsmetalle einzeln oder zii mehreren in der Legierun -- v orhanden sein können.
Besonders vorteil haft ist ein Hartmetall, das aus 5% Kobalt, Rest Wolframkarbid besteht. Bewährt haben sieh auch Hartmetallzusammensetzungen mit 10' Kobalt, 5,0"' Tanta.llzarbid und Rest Wolframkarbid, sowie Legierungen mit<B>150'</B> Kobalt, 2 % Titankarbid und Rest Wolfram- karbid. Die Legierung kann auf pule erni.e- talhirgisehem Wege hergestellt sein,
indem von pulverförmigen Karbiden einerseits und pulverförmigem Hilfsmetall anderseits ausge gangen wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren besteht nun darin, dass die Gravur in einem bei einer Temperatur von 900 bis 1.100 C vorge- sinterten Hartmetallkörper eingeschnitten und der Körper sodann bei einer Tempe ratur von 1400 bis 1550 C fertiggesintert sowie anschliessend in eine 'Stahlfassung ein- gesehrumpft wird.
lin folgenden wird ein. Ausführungsbei spiel des Verfahrens erläutert.
Für die Herstelluxig eines Prägestempels wird von Hartmetallpulver ausgegangen, das 10 % Co, 3 % TiC und Rest WC enthält. Das Hartmetallpulv er wird fein gemahlen und bei einem Druck von 1 tIlcm@ verpresst. Der Pressling wird bei einer Temperatur von 1000" C vorgesintert, worauf die Herstellung der Gravur erfolgt.
Zu diesem Zwecke wird der vorgesinterte Hartmetallkörper auf einer Kopierfräsmaschine mit Hartmetallstieheln bearbeitet. Anschliessend erfolo-t die Ferti;#- sinterung bei 1420 C. Der gesinterte Hart metallkörper wird noch durch Sandstrahlen behandelt und in einen Stahlring einge schrumpft.
Die günstigsten Temperaturen für das Vorsintern der vorgepressten Form körper können zwischen etwa 900 bis 17.00 schwanken. Durch diese Vorsinteriuig wird ein Körper erzielt, der so fest ist, dass er nicht. bröckelt, jedoch so weich ist, dass er sehr leicht bearbeitet werden kann. Die Härte solcher Körper ist etwa vergleichbar der Härte von. Schreibkreide.
Um das Gravieren dieses weichen, kreide artigen Körpers zu erleichtern, ist es zwecl-,- mässig, von einem möglichst feinkörnigen Pulver auszugehen. Feinkörniges Pulver die ser Art wird in an sich bekannter Weise durch das sogenannte Nassmahlen erzielt, bei welchem dem zu mahlenden Pulver eine h'lüssigkeit zugesetzt wird, die meist aus einer organischen Kohlenwasserstoffverbindung be stellt.
Das Gravieren geschieht praktisch mit den gleichen Werkzeugen, die auch für das Gravieren der Stahlstempel benutzt werden. Bei der Wahl der Abmessungen der einzu gravierenden Formen ist zu berücksichtigen, dass bei der Weiterverarbeitung des Vor stückes zum fertigen Werkzeug eine Schrumpfung eintritt.
Die Temperaturen für das Fertigsintern können zwischen 1400 bis 1550 schwanken. Durch diese Massnahme entsteht aus dem kreideartigen mit. der Gravur versehenen Körper ein Werkstück ausserordentlich hoher Härte und Verschleissfestigkeit. Vor der Verwendung des fertiggesinterten Werk stückes als Prägestempel, Prägematrize oder Prägestanze ist es zweckmässig, die Sinter- haut durch Sandstrahlen, Beizen, Abreiben oder dergleichen züi entfernen.
Da das Hart- metall selbst infolge seiner mechanischen Eigenschaften wenig geeignet. ist, Press- drücke aufzunehmen, ist es noch erforderlich, den Hartmetallkörper in Stahl einzu schrumpfen.
Auf diese Weise hergestellte Prägewerk- zeuge können in den üblichen Prägemaschi- nen, wie Kniehebelpressen, hydraulischen Pressen oder dergleichen, genau so verwendet. werden wie bisher die entsprechenden Werk zeuge aus Stahl. Mit diesen können alle prägefähigen metallischen Werkstoffe verar beitet werden, ferner bildsame oxydische Massen sowie Kunstharze und andere Press- stoffe.
Der Vorzug der Verwendung von Hart n ietall zur Herstellung solcher Prägewerk zeuge liegt zunächst darin, dass die Werk zeuge äusserst verschleissfest. sind und infol gedessen ein Vielfaches der Lebensdauer ent sprechender Stahlprägewerkzeuge aufweisen. Der Vorteil der Verwendun- von Hartmetall liegt aber auch darin,
da.ss der Werkstoff inl vorgesinterten Zustand ausserordentlich leicht. bearbeitbar ist und selbst schwierige Gravuren mit unvergleichbar geringerem Kraftaufwand eingeschnitten werden können als im weich- geglühten Stahl.
Auch feine Ziselierung en werden durch die zweite, d in eigentliche Härte des Werkstoffes hervorrufende Sinte- rung nicht beeinträchtigt. Sie bleiben viel mehr in voller Schärfe erhalten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Präge- werkzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass die Gravur in einem bei einer Temperatur von 900 bis 1100 C vorgesinterten Hartme- tallkörper eingeschnitten und der Körper sodann bei einer Temperatur von 1.100 bis 1.550 C fertiggesintert sowie anschliessend in eine Stahlfassung eingeschrumpft wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH266154T | 1947-12-24 |
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| CH266154D CH266154A (de) | 1947-12-24 | 1947-12-24 | Verfahren zur Herstellung von Prägewerkzeugen. |
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| CH (1) | CH266154A (de) |
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1947
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