CH266233A - Verfahren zur Herstellung einer in Wasser leichtlöslichen Calciumverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer in Wasser leichtlöslichen Calciumverbindung.

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CH266233A
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calcium
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F X Dr Wiederkehr
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Geistlich Soehne Ag
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    • A61K33/00Medicinal preparations containing inorganic active ingredients
    • A61K33/06Aluminium, calcium or magnesium; Compounds thereof, e.g. clay

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung einer in Wasser leichtlösliehen Calciumverbindung.



   Die Anforderungen, die an eine   einwand-    freie Lösung zur parenteralen Calciumtherapie gestellt werden, sind: absolute Haltbarkeit, hoher   Caleiumgehalt    und gute Verträglichkeit bei intravenöser und intramuskulärer Injektion.



   Sowohl Lösungen, die nur Galciumgluconat oder nur Calciumoxypropionat enthalten, als auch Kombinationen der beiden Lösungen weisen dieselben Nachteile auf, nämlich: ungenügende Haltbarkeit und ungenügende Konzentration. Beide Salze sind in Wasser von Zimmertemperatur nur zu 4 bis   5 %    löslich, und zudem scheiden diese Lösungen schon nach kurzer Abkühlung die Salze wieder aus.



   Um die physiologisch wertvollen Salze in einer Lösung von höherer Konzentration und besserer Haltbarkeit zu erhalten, wurde versucht, durch Verwendung von verschiedenen Zusätzen, wie Borsäure oder Natriumthiosulfat, an und für sich übersättigte Lösungen zu stabilisieren. Diese Lösungen zeigen aber speziell bei intramuskulärer Injektion meist unangenehme Nebenerscheinungen. Dasselbe gilt auch von Lösungen, die mit Hilfe des nekrotisierenden   Calciumchlorids    hergestellt werden.



   Es wurde nun gefunden, dass auf eine einfache und relativ billige Art eine als Arzneimittel verwendbare, in Wasser leicht lösliche, stabile und konzentrierte Lösungen ergebende Calciumverbindung hergestellt werden kann, wenn man   Calciumgluconat,    Calcium-a-oxypropionat und Calciumlävulinat in wässeriger Lösung bei Siedehitze aufeinander einwirken lässt. Zweckmässig geht man dabei so vor,   dass    man zu einer längere Zeit im Kochen gehaltenen Lösung von   Calciumglueonat    und   Cal-    cium-a-oxy-propionat eine Lösung von   Cal-    ciumlävulinat zugibt und das Ganze noch etwa 1 Stunde auf 1000 C erhitzt. Es entsteht eine bei 144 bis 1460 C schmelzende Verbindung, welche ein bedeutend grösseres Löslichkeitsvermögen aufweist als die Salze der Gluconresp. Oxypropionsäure.

   Wässerige Lösungen des erfindungsgemäss erhaltenen Stoffes sind in therapeutisch gut wirksamen Konzentrationen absolut haltbar, auch bei tiefen Temperaturen, und lassen sich sowohl intravenös als auch intramuskulär ohne jede Nebenerscheinung injizieren. Zudem rufen Injektionen dieser Lösungen nicht die starken Hitzegefühle hervor wie solche von Calciumgluconat, Calciumoxypropionat oder von andern zur Injektion verwendeten Calciumsalzen.



   Bei der Durchführung des Verfahrens kann man auch so vorgehen, dass man eine Lösung der drei Salze erhitzt, welche durch Neutralisieren einer die drei freien Säuren enthaltenden Lösung mit Calciumcarbonat gebildet wurde.



   Vielfach ist es vorteilhaft, das Verfahrensprodukt in fester Form zu isolieren, was dadurch geschehen kann, dass man eine konzen  trierte Lösung im   Vakuum    bei Wasserbadtemperatur zur Trockne verdampft. Man erhält so den Stoff in Form eines weissen, kristallinen Produktes. Die bedeutend grössere Lös
1 g   Calcium-a-oxy-propionat   
1 g   Galciumglueonat   
1 g Verfahrensprodukt
Beispiel   1 :   
1 Mol Calciumgluconat und 1 Mol   Gal-      ciuma-oxy-propionat    werden in etwa 6 Liter dest. Wasser gelöst und längere Zeit gekocht.



  Zu dieser Lösung werden nun 2 Mol Calciumlävulinat in 2 Liter dest. Wasser zugegeben und wiederum längere Zeit gekocht Nach dem Erkalten der Lösung wird auf 12,3 Liter Lösung mit dest. Wasser ergänzt, über Papierund Sinterglasfilter verschiedener Porenweite filtriert, in Ampullen abgefüllt und sterilisiert.



   Beispiel 2:    1 Mol Gluconsäure    (oder die entsprechende Menge   Glueonsäurelaeton)    1 Mol   a-Oxy-pro-    pionsäure und 2 Mol Lävulinsäure werden mit etwa 3 Liter dest. Wasser verdünnt und mit einem geringen Überschuss an Calciumcarbonat neutralisiert. Nach einem   halbstündigen    Wochen wird über Kohle von Verunreinigungen abfiltriert und das Filtrat mit dest. Wasser auf 12,3 Liter Lösung ergänzt.



   Die konzentrierten Lösungen, wie sie nach den Beispielen erhalten werden (vor Zugabe des dest. Wassers) können im Vakuum bei Wasserbadtemperatur zur Trockne verdampft werden. Der zurückbleibende weisse   RüeL-    stand kann pulverisiert und dann zur Her lichkeit des Stoffes im Vergleich zu   Caleium-       gluconat    und Caleium-a-oxy-propionat ist aus untenstehender Tabelle   ersicht-lich:    öst sieh in 20   cms    Wasser 200   ost    sich in 35   cm3    Wasser 200   öst    sich in 6   cm3    Wasser 200 stellung von Injektionslösungen verwendet werden.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer in Was ser leicht löslichen Caleiumverbindung, die stabile und konzentrierte Lösungen ergibt, da durch gekennzeichnet, dass man Calciumgluco- nat, Calcium-a-oxy-propionat und Calciun-s- lävulinat in wässeriger Lösung bei Siedehitze aufeinander einwirken lässt.
    Die so gewonnene Caleiumverbindung stellt ein weisses kristallines Pulver vom Schmelzpunkt 144 bis 1460 dar, das sieh in kaltem Wasser sehr gut löst.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass man von einer Lö sung der drei Salze ausgeht, welche durch Neutralisieren einer Mischung von Glueon säure, a-Oxy-propionsäure und Lävlllinsäure in wässeriger Lösung mit Calciumearbonat ge bildet wurde.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man je ein Mol Calciumgluconat und Calcium-a-oxy-propio- nat und 2 Mol Calciumlävulinat verwendet.
CH266233D 1948-01-16 1948-01-16 Verfahren zur Herstellung einer in Wasser leichtlöslichen Calciumverbindung. CH266233A (de)

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