Holzhobelmaschine mit einer Messerwelle und einer Vorrichtung zum Einstellen <B>und</B> Ausrichten der Messer derselben. Die bekannten Messerwellen von Holz hobelmaschinen sind mit über ihre ganze Länge reichenden, achsparallelen Messern ver sehen, wobei die -Wandstärke des Messer trägers eine bestimmte Stärke mit Rücksicht auf die Befestigungsschrauben nicht unter schreiten darf. Dabei haben solche Wellen auf den Umfang verteilt höchstens drei, mei stens nur zwei Messer und erfordern eine hohe Antriebskraft für jeden Schnitt eines Mes sers, die zwischen dem Eingriff aufeinander folgender Messer jeweils auf Null absinkt.
Durch die Messerwelle nach der Erfin dung kann der Kraftverbrauch gleichmässiger gestaltet sein.
Gegenstand der Erfindung ist eine Holz hobelmasehine mit einer Messerwelle und einer Vorrichtung zum Einstellen und Ausrichten der Messer derselben. Erfindungsgemäss ist. die nutzbare Schnittlänge der Messerwelle auf mehrere Messer von geringerer Länge als die Messerwelle unterteilt, wobei diese Messer je in einem Messerkopf befestigt sind, die neben einander auf der Messerwellenachse angeord net sind, wobei die Messer mindestens an nähernd gleichmässig über den dein Schneid- durehmesser der Messerwelle entsprechenden Umfang verteilt sind.
Während bei den bekannten Messerwellen mit zwei Messern ein Schneiden der Messer nur jeweils bei einer Teildrehung von 180 Grad, bei solchen mit drei Messern bei einer solchen von 1.20 Grad erfolgt, findet ein Mes- serangriff und Schnitt bei in Umfangsrich tung gleichmässig versetzten Messern, z. B. bei einer Messerwelle mit fünf Messerköpfen mit je einem Messer schon alle 72 Grad, mit je zwei Messern alle 36 und mit je drei Mes sern alle 24 Grad auf eine Umdrehung statt. Damit können die Schwankungen im Kraft verbrauch annähernd gleichmässig über eine Umdrehung verteilt werden, wodurch das ( eräuseh beim Hobeln wesentlich geringer und T die Maschine bedeutend weniger beansprucht wird.
Die Messer in den Messerköpfen kön nen mit den Stirnseiten der Messerköpfe bün dig enden, oder die Messerköpfe können etwas weniger lang als die Messer sein, so dass diese seitlich vorstehen, derart, dass keine Stel len auf der ganzen Schnittlänge der Messer welle entstehen, die ausserhalb der Schneiden. der Messer liegen, womit. die Herstellung einer sauberen, gleichmässigen Hobelfläche gesichert. ist..
Auf der Zeichnung sind von vier beispiels weisen Ausführungsformen der Erfindung die Messerwellen sowie eine an einem Messerkopf angebrachte Messereinstell- und Ausrichtvor- richtung dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht der ersten 1-Iesserwell e ; Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch die Mes serwelle nach Linie A-B in Fig. 1; Fig. 3 zeigt einen Schnitt nach Linie C-D <I>;</I> Fig. 4 zeigt einen Schnitt nach Linie E-F; Fig. 5 zeigt einen Schnitt nach Linie G-H; Fig. 6 zeigt einen Schnitt nach Linie <I>7</I> K; Fig. 7 ist eine Ansicht der Messerwelle nach der zweiten Ausführungsform; Fig. 8 ist ein Schnitt nach Linie L-M der Fig. 7; Fig. 9 ist. ein Schnitt nach Linie N-0; Fig. 10 ist ein Schnitt nach Linie P-Q; Fig. 11 ist ein Schnitt nach Linie R-S;
Fig. 12 zeigt eine Vorderansicht der Mes serwelle nach der dritten Ausführungsform; Fig. 13 zeigt einen Schnitt nach Linie T-T der Fig. 12; Fig. 14 zeigt einen Schnitt nach Linie LT- U; Fig. 15 zeigt einen Schnitt nach Linie V-V; Fig. 16 zeigt einen Schnitt nach Linie W-W, Fig. 17 stark übertrieben den Fehler, wel cher bei der Messerstellung nach Fig. 12 bis 16 mit Messern mit geradliniger Schneide ent steht, Fig. 18 eine zu dessen Korrektur geänderte Schneidenform; Fig. 19 zeigt eine Vorderansicht der Mes serwelle nach der vierten Ausführungsform; Fig. 20 ist ein Seitenriss dazu; Fig. 21 zeigt einen Schnitt durch einen Messerkopf mit der Ausricht- und Einstell vorrichtung für die Messer, in grösserem Mass stab;
Fig. 22 ist ein Grundriss zu Fig. 21.
Es bezeichnet 1 die Achse der Messer wellen. Auf dieser sitzen, gegen sie unverdreh- bar befestigt, die Messerköpfe 2, 3, 4, 5, 6 (Fig. 1) bzw. 2, 3, 4, 5 (Fig. 7 und 12) bzw. 2, 3, 4 (Fig. 19). Diese tragen mit 7 bezeich nete Messer.
Beim ersten Ausführungsbeispiel (Fig. 1) sind fünf Messerköpfe vorgesehen; jeder die ser Messerköpfe trägt zwei Messer 7.
Die Messer haben die gleiche Länge wie die Messerköpfe, und zu gemeinsamer Drehung verbunden sind die einzelnen Messerköpfe durch gemeinsame, durch sie gehende heile B. Die Messer jedes Messerkopfes liegen einan der diametral gegenüber und sind in den ein zelnen Messerköpfen auf der Welle derart an geordnet, dass eine Messerwelle gebildet ist mit, in Achsrichtung der Messerwelle gesehen, gleichmässig um den Umfang ihres Sehneid durchmessersherum verteilten Messern (Fig. 2), die in zwei Gruppen die nutzbare Schnitt länge der Messerwelle unterteilen. Entgegen gesetzt der Drehrichtung des Uhrzeigers sind die Messer je zweier aufeinanderfolgender Messerköpfe gegeneinander um 72 versetzt. Die Messer hintereinanderliegender Messer köpfe könnten auch anders gegeneinander versetzt sein.
Die Messer der Messerwelle könnten auch nur annähernd gleichmässig über den Schneiddurchmesser der Messerweh., verteilt sein.
In jeden Messerkopf könnten auch drei Messer, wie z. B. in den Fig. 7 bis 11 darge stellt, befestigt sein. Jeder Messerkopf könnte auch nur ein einziges Messer tragen, so dass auf den ganzen Messerwellenumfang fünf Messer kommen.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 7 bis 11 sind vier Messerköpfe vorge sehen, und jeder derselben trägt drei -Messer, so dass, wie Fig. 8 zeigt, um den Umfang des Schneiddurchmessers der Messerwelle herum in Achsrichtung gesehen 12 Messer gleich mässig verteilt sind.
Auf der Messerwellenaehse (Fig. 7) ist nur der am einen Ende liegende Messerkopf \? verkeilt; die übrigen Messerköpfe sind mit ihr dadurch drehverbunden, dass ihre Messer grö ssere Länge als sie selbst. aufweisen und jeweils die Messer des nächstfolgenden Messer kopfes mit einem aus der betreffenden. Stirn seite 10 des Kopfes vorstehenden Teil in ent sprechende Nuten 9 an der angrenzenden Stirnseite 11 des vor diesem liegenden Messer kopfes eingreifen.
Es ergibt. sich dadurch eine Überlappung a zwischen den Messern zweier benachbarter Messerköpfe und eine Überlappung des Schnittes an den sich zuge kehrten Enden der Messer. Die vorstehenden Messerenden greifen so in die jeweils anlie genden Messerköpfe ein, dass sie den den glei chen Gruppen zugehörigen Messern in diesen Messerköpfen nacheilen. Die Messerwelle könnte auch mit mehr oder weniger als vier Messerköpfen versehen sein, wobei jeder Mes serkopf auch nur mit zwei oder selbst auch nur mit einem Messer ausgerüstet sein kann.
Die Messerköpfe 2, 3, 4, 5 sind je mit von Stirnfläche 10 zu Stirnfläche 11 durchlau fenden Spannuten 12 für die Messer ver sehen. Diese Spannuten 12 erstrecken sich also nicht auf die genannten Messerüber stände a. Es könnten jedoch solche auch für die Länge des in dem daneben liegenden Mes serkopf eingreifenden Messerteils im betref fenden Messerkopf angeordnet sein.
Eine gegenseitige Schneidenüberlappung der Messer benachbarter Messerköpfe kann auch vorgesehen werden, wenn sämtliche Mes serköpfe mit der zum Antrieb der Messer welle dienenden Achse 1 unmittelbar, z. B. durch Keile 8, gekuppelt sind, statt teilweise durch Messer und Nuten 9.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 12 bis 16 sind die Messer 7 schräg unter einem kleinen Winkel a gegenüber der Messer wellenachse m-m angeordnet, so dass sich ein Schälschnitt ergibt. Die Messerschneiden 11 sind bei dem dargestellten Ausführungsbei- spiel geradlinig. Sie beschreiben infolgedes sen bei ihrer Rotation um die Achse der Mes serwelle ein Hyperboloid. Die Krümmung des selben ist aber, wenn der Winkel a der Messer ebenen gegenüber der Achse m-m der Messer welle nur klein ist, derart klein, dass sie ent weder vernachlässigt oder aber durch eine ausreichende Korrektur, die z. B. beim ebenen Schleifverfahren der Messer sehr leicht. mög lich ist, vermieden werden kann. Beträgt der Winkel a z.
B. 4,5 und sind dabei die Messer beispielsweise 150 mm lang, so ergibt sich am Werkstück 15 ein Fehler f der Hobelfläche, nämlich eine Querwellung (siehe Fig. 17 und 18) von etwa 1/3 mm Pfeilhöhe. Für Schrupp- arbeiten ist dieser Fehler bedeutungslos. Er lässt sich noch verkleinern, wenn man z. B. den Winkel a mit nur 3 nimmt; dann wird bei 150 mm Messerlänge der Fehler f nur rund 1/, mm; er wird ferner kleiner, wenn man die Messerlänge geringer nimmt, und es steht nichts im Wege, z. B. mit Schneiden längen von nur 100 min oder noch weniger zu rechnen. Bei a = 4,5 und 100 mm Schneiden länge wird der Fehler z.
B. nur rund 1/6 mm, bei<B>1.00</B> mm Messerlänge und a = 3 nur rund 1/12 mm, also überhaupt selbst für feine Schlichtarbeiten unbeachtlich. Er lässt sich aber anderseits durch entsprechenden Schliff der Messerschneide vermeiden. In Fig. 17 ist der Fehler um. ein Vielfaches grösser gezeich net als die Messerlänge. Sie zeigt die zufolge des Fehlers f entstehende Wellung für eine geradlinige Schneide 14 am Werkstück 15. Will man diese Kurve vermeiden, so muss das Messer im getrennten Schleifverfahren für sämtliche Messer mit entsprechend konvexer Schneide geschliffen werden, wie in Fig. 18 ebenfalls der Deutlichkeit halber übertrieben. gezeichnet.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 12 bis 16 sind die sämtlichen Messerköpfe mit der Messerwellenachse 1 durch allen Messerköpfen gemeinsame Keile 8 verbunden. Die Messer der Messerköpfe 3, 4 und 5 greifen wieder in den jeweils daneben liegenden Messerkopf 2 bzw. 3 bzw. 4 ein, dessen Messern nacheilend.
Fig. 1.9 und 20 zeigen eine Messerwelle, die z. B. für von Hand zn betätigende Hobel apparate verwendet werden kann. Sie weist drei Messerköpfe mit je drei Messern auf.. Auch eine Ausführung mit nur zwei Messer köpfen ist hierbei möglich. Die Befestigung der Köpfe auf der Achse 1 erfolgt durch Keile B.
Auch bei den Ausführungsbeispielen nach Fig. 7 bis 20 können die Messerköpfe auf den Messerwellenaehsen in anderer Reihenfolge als gezeichnet angeordnet sein. Die Messerköpfe der einzelnen Messer\vellen könnten von ver schiedener Länge sein.
In den Fig. 21. und 22 bedeutet 24 ein Haarlineal mit, einer zweckmässig glasharten Einstellkante 17 - an Stelle der Einstellkante könnte auch eine Einstellfläche vorgesehen sein -, welches mittels eines Trägers 20 mit einem Fixierkopf 21, der in dem Fixierloch 22 des Messerkopfes eingesteckt ist, in seiner genauen Messlage am Messerkopf festgehalten ist. Durch zweifache Tangierung des auf den Messerkopf aufgelegten Trägers ergibt sich im Verein mit dem entsprechend angeord neten Loch 22 die ganz genaue Lage der Ein stellkante 17 bzw. der Einstellfläche, bezüg lich der Schneide des Messers 7, gegen welche die Schneide in ihrer Längsrichtung dann äusserst genau in Berührung gebracht wer den kann.
Die Einstellung und Ausrichtung des Messers erfolgt vorteilhaft nach dem Lichtspaltverfahren. Die Stärke des Hobel spanes auf Schlichten, Halbschlichten oder Schruppen wird mit Hilfe einer Skala 23 mit auf der Zeichnung nicht dargestelltem Nonius eingestellt. Das Haarlineal 24 ist dazu mit tels je zwei Langloch-Führungsschlitzen an zwei U-förmigen Haltern 20a an den Enden des Trägers 20 verschiebbar und kann durch die Halteschrauben 25, an deren Schaft das Lineal genaue Führung besitzt, in der ein gestellten Lage festgehalten werden. Die Halter 20a liegen bei auf dem Messerkopf auf gesetztem Träger an den beiden Enden des Messers.
Die Einstellkante des Lineals 24 ist von 0 zwei kurzen, an den Enden des Lineals liegen den Teilen gebildet. Die Vorrichtung ist für schräg zur Messerwellenachse verlaufende Messer gezeichnet und kann natürlich in ent sprechender Abänderung auch für parallel zur Messerwellenachse eingebrachte Messer verwendet werden.
Das Einstellen der Messer selbst auf den Schneiddurchmesser kann in beliebiger Weise und mit beliebigen Mitteln erfolgen. In den Fig. 21 und 22 ist eine Schnellverstellvorrich tung gezeigt. Dabei ist unter jedem je in einem Schlitz des Messerkopfkörpers verstell baren Messer 7 eine im betreffenden Messer kopfkörper verschiebliche Zahnstange 26 vorgesehen - es könnten auch mehrere sein -, welche mittels eines an einem Mehrkant 28 zu betätigenden Ritzel 29 betätigt werden kann. Das Ritzel 29 läuft auf seiner Aussenseite in einem Lagerring 30, welcher in dem Messer- kopf z. B. eingeschraubt sein kann. Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel ist er durch eine Druckschraube 31 gehalten.
Diese kann zugleich dazu dienen, den Lagerring 30 auf die Ritzelstirnfläche zu pressen und so über das Ritzel die Zahnstange 26 gegen die Wir kung der Fliehkraft zu sichern. 32 sind Druckschrauben, die zum Anziehen einer an der Messerbrustseite im Messerkopf verstell baren keilförmigen Leiste 34 zum Festklem men des Messers 7 in der gewünschten Schneid stellung dienen; die Schraube 33 dient - was aus der Zeichnung nicht ersichtlich ist - als Abzugsschraube der Leiste 34. Der Anzug der keilförmigen Leiste 34 ist vorteilhaft 1 :10, entsprechend einem Winkel B = 5 44'. Das beschriebene Festklemmen der Messer 7 hat. den Vorzug einer weitgehenden Nachschleif- barkeit der Messer 7.