Fluoreszenzlampe. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Fluoreszenzlampen, bei denen die in einer Niederdruckentladung in Quecksilberdampf erzeugte Ultraviolettstrahlung durch eine an der Innenwand des Entladungsgefässes be- festigte, aus einem oder mehreren Leucht stoffen (Liiminophoren) bestehende Leucht- stoffschicht in Licht umgewandelt wird.
Diese Leuchtstofflampen haben seit ihrem Bekannt werden eine ungeheure Verbreitung gefun den, da sie gegenüber den sonstigen elek trischen Lichtquellen infolge ihrer hohen Lichtausbeute, der unbeschränkten Wählbar keit ihrer Farbe und Strahlenzusammen setzung und einfachen Betriebsweise ausser ordentliche Vorteile bieten. Sie bestehen aus einem meist geraden Glasrohr, dessen Innen wand mit der Leuehtstoffschiclit bedeckt ist. und dessen Enden mit je einer aktivierten Glühelektrode und je einem Sockel ausge rüstet sind.
Dieser bisherige Aufbau der Leuchtstoff- lampen ist mit verschiedenen Nachteilen ver bunden, die sieh sowohl bei der Fabrikation dieser Lichtquellen als auch bei ihrer Anwen dung in der Beleuchtungstechnik bemerkbar machen. Ihre grosse Länge bereitet bei der Fabrikation., bei der Verpackung, beim Trans port und bei der Montage erhebliche Schwie rigkeiten. Der lange Rohrkörper lä.sst sich mit der Leuchtstoffschicht fabrikatorisch nur nach einem umständlichen Verfahren belegen, bei dem der Leuchtstoff als nasse Auf- schlämmung verarbeitet wird. Die einmal fest- gelegte.
Länge dieser mit zwei Quetschfüssen ausgerüsteten und an beiden Enden gesockel- ten Lampen muss mit Rücksicht auf die Ab messungen der Leuchten unverändert gelas sen werden, was für jede weitere Entwick lung der Lampen ein erhebliches Hindernis bedeutet. Das Längenmass selbst muss mit geringer Toleranz eingehalten werden. Das Glasrohr des Entladungsgefässes soll gerade und rund sein und bei gleichmässiger Wand stärke gute hIasshaltigkeit des Durchmessers besitzen.
Wegen dieser zahlreichen Bedingungen lässt sieh ein verhältnismässig hoher Fabri- kationsausschuss nicht vermeiden. Auf der andern Seite fordern die Beleuchtungstech niker einen gedrängteren Aufbau der Licht quelle, was bereits zur Herstellung gebo gener Leuchtstofflampen geführt hat, deren Fabrikation jedoch wenig befriedigend ist.
Angesichts dieser Sachlage ist der Gegen stand der vorliegenden Erfindung eine im Aufbau gedrängte, flächenhafte Lichtquelle, die sich für eine Massenfabrikation eignet und die aufgeführten Mängel nicht besitzt.
Zu diesem Zweck wird das Entladungs gefäss der erfindungsgemässen Leuchtstoff lam.pe aus zwei durch Pressen in der Form hergestellten Glasschalen zusammengesetzt, die mit. Trennwänden versehen sind, durch die der von den Schalen umschlossene Raum in einer solchen Weise unterteilt wird, da.ss mindestens ein mehrfach gebogener, diesen Raum ausfüllender Entladungsweg entsteht, dessen Länge ein Vielfaches der Abmessungen der Glasschalen beträgt und dessen Quer schnitt derart auf seine Länge abgestimmt ist, dass der Spannungsabfall des Entladungs weges etwa die Hälfte der üblichen Netz spannung beträgt.
Entladungslampen, bei denen zur Herstel lung des Entladungsgefässes gepresste Glas teile verwendet werden, sind an und für sich nicht neu. So hat man bereits vorgeschlagen, Quarzlampen, die mit hohen Dampfdrucken betrieben werden, auf diese Weise herzu stellen. Ferner ist der Vorschlag gemacht worden, Leuchtzeichen, wie z. B. Buchstaben von Reklameanlagen, nach diesem Verfahren herzustellen, um auf diese Weise die umständ liche Arbeit des Biegens von Glasröhren zu umgehen. Man hat auch vorgeschlagen, ka stenartige Entladungsgefässe anzufertigen, von denen eine grosse Zahl zu einer leuchten den Wand zusammengesetzt werden sollte.
Alle diese Vorschläge haben aber keine für die Zwecke der Allgemeinbeleuehtimg geeig nete, wirtschaftliche Leuchtstofflampe mit gleichmässig über einer Fläche verteilter Lichtemission zum Gegenstand, die die Be dürfnisse der modernen Beleuchtungstechnik befriedigt und in grosser Stückzahl verwen det werden kann.
Der Zusammenbau des Entladungsgefässes aus zwei in der Form gepressten Glasschalen bietet den grossen Vorteil, dass diese Teile in grossen Mengen mit bester Masshaltigkeit hergestellt werden können, und dass ihre Lagerung, Handhabung bei der Fabrikation und ihr Transport nicht die Schwierigkeiten bereitet, die mit den bisher üblichen Röhren verbunden sind. Die bei diesen notwendige Längenmasshaltigkeit und das masshaltige Eir@- schmelzen von zwei Quetschfüssen fallen fort. Der Leuchtstoff kann trocken auf der mit einem geeigneten Bindemittel angefeuchteten Schalenwand aufgetragen werden, bevor die Schalen zu einem Hohlkörper zusammenge fügt werden.
Gegenüber dem bei Röhren üb lichen Arbeitsverfahren der Aufschlämmuug des Leuchtstoffes besteht die wesentliche Ver besserung darin, dass für das Lichtverhalten der Lampe nachteilige Stoffe vermieden wer den können und eine wirksamere Wärme behandlung der Leuchtstoffschieht möglich ist. Eine in manchen Fällen erwünschte teil weise Innenverspiegelung des Entladungs gefässes lässt sich bei der erfindungsgemässen Lampe leicht bewerkstelligen, während sie bei den bisherigen Röhren praktisch nicht durch führbar ist. Andere Vorteile und Eigen schaften von Ausführungsbeispielen der erfin dungsgemäss zusammengesetzten Lampen, wie z.
B. die Möglichkeit des Einbaues des für die Vorheizung der Elektroden bei der Zün dung erforderlichen Sehalters in das Ent ladungsgefäss, werden noch nachfolgend er läutert. Die flächenhafte Gestaltung der neuen Lampen ist für ihre Anwendung in der Beleuchtungstechnik von ganz besonde rem Wert und kommt den Forderungen der Beleuchtungstechniker nach einer zusammen- gedrängten Lichtquelle in jeder Beziehung entgegen. Mehrere Lampen lassen sieh leicht zu einer grösseren Leuchtfläche zusammen setzen, die den erforderlichen Lichtstrom lie fert und dem Leuehtenhersteller viele neue Möglichkeiten zur Erziehung dekorativer Wir kungen und einer verbesserten Beleuchtung bietet.
Verschiedene Ausführungsbeispiele der neuen Lichtquelle werden nachfolgend an Hand der Abl. 1 bis 9 beschrieben.
Der grundsätzliche Aufbau eines Ausfüh rungsbeispiels der erfindungsgemässen Lampe ist in den Abb. 1 und 1 in zwei Schnitten gezeigt. Gemäss Abb.1 besteht das Entla dungsgefäss aus zwei Schalen 1 und 2, deren Ränder 3 und 4 dicht aufeinander liegen und direkt oder mit Hilfe eines Glaslotes mitein ander verschmolzen sind. Der von den Schalen eingeschlossene flache Hohlraum ist durch Zwischenwände 5, 6 und 7 unterteilt. In der Nähe des Mittelpunktes der Schalen sind vorheizbare, zweckmässig aus einer Wolfram wendel bestehende Elektroden 8 und 9 ange ordnet, die mit Erdalkalioxy den aktiviert sind.
In die Schale 1 eingepresste Strom durchführungen tragen die Elektroden und vermitteln die elektrischen Verbindungen zum Sockel der Lampe. Wie der in der Symme trieebene zwischen den Rändern hindurchge legte Schnitt in Abb.1a zeigt, sind die Scha len rund und die Wände 5 und 6 konzen trische, offene Ringe, während 7 eine gerade Scheidewand ist.
Durch diese Zwischen wände, die beim Pressen der Schalen gleich zeitig hergestellt werden und mit dieser einen einheitlichen Körper bilden, wird der Hohl raum zwischen den Schalen in einer solchen Weise eingeteilt, dass zwischen den Elektroden 8 und 9 ein mehrfach gewundener, in zwei konzentrischen Kreisen verlaufender Entla dungsweg entsteht, dessen Länge ein Viel faches der Abmessungen des Entladungsge- fässes beträgt. Dabei haben diese Zwischen wände eine solche Höhe, dass beim Aufeinan derlegen der Ränder 3 und 4 der Schalen geschlossene Entladungswege entstehen, zwi schen deren nebeneinander verlaufenden Ab schnitten keine Kurzschlüsse auftreten kön nen.
Die nach innen gekehrte Oberfläche der Schalen ist mit einer Leuchtstoffschicht 10 belegt, die zweckmässig aus einem Gemisch von leuchtfähigen Silikaten, Boraten und Wolframaten besteht. Das nach dein Ver schmelzen der Schalenränder sorgfältig durch ein Pumpröhrchen evakuierte Entladungs gefäss ist mit einem Edelgas geringen Druckes und einer kleinen Menge Quecksilber gefüllt.
Bei der Herstellung der Lampe werden die Schalen mit einem geeigneten Binde mittel, z. B. einer Lösung von Phosphorsäure in Azeton, besprüht, und auf die so ange feuchtete Oberfläche wird das trockene, fein körnige Leuchtstoffgemisch aufgebracht. Da nach wird diese Schicht unter Einwirkung von Wärme getrocknet. Nach Befestigung der Elektroden werden die Schalen durch Ver schmelzen an den Rändern, was zweckmässig unter Verwendung eines Glaslotes geschieht, vakuumdicht miteinander verbunden. Das so gebildete Entladungsgefäss wird in der üb lichen Weise unter Wärmeeinwirkung eva kuiert, wobei die Elektroden stark ausgeglüht werden. Schliesslich wird die Lampe mit einem Edelgas, z. B.
Argon, von 10 bis 20 mm Hg-Druck und einer für die Erzeugung und Aufrechterhaltung einer Quecksilber-Nieder- druckentladimg erforderlichen Quecksilber menge gefüllt.
Leuchtstofflampen für normale Netzspan nungen werden bekanntlich meist mit vor heizbaren Elektroden ausgerüstet., da die Zün dung bei heissen Elektroden besonders leicht herbeizuführen ist. Auch bei der dargestell ten Lampe sind daher die Elektroden mit je zwei Stromzuführungen versehen, damit sie in der üblichen Weise unter sich und mit der Impedanz des Stromkreises durch einen Überbrückungsschalter in Reihe geschaltet werden können. Beim Öffnen dieses meist durch eine Glimmentladung thermisch ge steuerten Schalters entsteht eine Überspan nung, durch welche die Entladung zwischen den Elektroden eingeleitet wird.
Es ist auf diese Weise möglich, die Länge des Entla dungsweges und dessen Verhältnis zu seinem Querschnitt so zu wählen, dass der Span nungsabfall zwischen den Elektroden der in Betrieb befindlichen Lampe etwa<B>50%</B> der Netzspannung beträgt. Bei der in Abb.1 und 1a gezeigten 40-Watt-Lampe, die für Betrieb mit 220 Volt Wechselstrom bestimmt ist, haben die Schalen ohne den Rand einen Durchmesser von 25 cm, und der lichte Ab stand zwischen den Schalen beträgt 25 mm. Die Zwischenwände sind so eingerichtet, dass ein Entladungsweg mit dem Querschnitt 25y40 mm und einer Länge von etwa 100 cm entsteht.
Die Oberflächenbelastung der Lampe ergibt sich bei diesen Abmessungen zu 30 Milliwatt pro cm2 und die Stromdichte der Entladung bei gleichmässiger Verteilung über den Querschnitt zu etwa 45 Milliampere pro cm2. Erfahrungsgemäss sind bei diesen Be- lastungswerten die Ausbeute an ultravio letter Strahlung und die Lichtausbeute bei der Strahlungsumwandlung durch- den Leucht- stoff noch hinreichend gut, da sich die Strom dichte der Entladung und Erwärmung der Lampe in den zulässigen Grenzen halten.
Die Anordnung der Elektroden und des Lampensockels in der Nähe des Mittelpunk tes der Lampe ist vom Standpunkte des Leuehtenherstellers nicht immer erwünscht. In dem in Abb. 2 gezeigten Ausführungsbei spiel einer ebenfalls kreisförmigen Lampe sind daher die Elektroden 8 und 9 an der Peripherie des Entladungsgefässes angeord net und ihre Stromzuführungen 11 sind zwi schen den Schalenrändern hindurchgeführt.
Infolge dieser andern Anordnung der Elek troden sind die Zwischenwände 5, 6 und 7 anders angeordnet als bei der in Abb. 1a ge zeigten Lampe, aber auch im vorliegenden Fall besteht der Entladungsweg im wesent lichen aus zwei konzentrischen kreisförmigen Bahnen. Ein kleiner, in der Lampenmitte gelegener Raum 13 wird von der Entladung nicht ausgefüllt; es ist aber zweckmässig, ihn mit den übrigen Teilen der Lampe durch eine Durchbreehung 14 in der Zwischenwand 6 zu verbinden, um eine gute Entlüftung beim Evakuieren des Entladungsgefässes zu ermöglichen.
Die Stromzuführungen 11 der Elektroden werden zweckmässig in Rillen ge legt, die an entsprechenden Stellen in die Schalenränder eingepresst sind. Bei der vor liegenden Ausführungsform der Lampe wer den die Sockelkontakte an den Schalenrän dern befestigt, indem z. B. U-förmige Bleche auf die mit Vertiefungen versehenen Ränder aufgepresst werden.
Da. ein ausschlaggebender Faktor für die Bemessung der Leuchtstofflampen die Tem peraturempfindlichkeit der Leuchtstoffe ist, ist das Entladungsgefäss der neuen Lampen verhältnismässig flach gebaut-, so dass mehr als die Hälfte, vorzugsweise zwei Drittel bis drei Viertel der Leuchtstoffschicht auf Wand teilen aufgebracht ist, die unmittelbar mit. der Aussenwelt in Berührung stehen und deren Oberfläche durch Rillung vergrössert werden kann.
Dieser Teil der Leuchtstoff- schiebt erwärmt sich daher wenig und seine Lichtemission vermag, soweit sie nicht in das Lampeninnere gerichtet. ist, die Lampe auf kürzestem Wege zxi verlassen. Der an einer Zwischenwand befindliche Leuchtstoff wird sich aber stärker erwärmen, da seine Wärme ableitung nach aussen, wie aus Abb. 3, welche einen Teil von Abb.1 darstellt, sofort er sichtlich, schlechter ist und die hier gezeigte Zwischenwand 5 zudem von zwei Seiten auf geheizt wird.
Es entstehen auch dadurch Lichtverluste, dass ein Teil des an der Wand 5 erzeugten Lichtes bis zum Verlassen der Lampe längere Wege zurückzulegen hat als bei den aussen liegenden 'fänden. Um diesen Verlust herabzusetzen, ist es zweckmässig, den Schalen die in Abb.4 angegebene Gestalt zu geben, wobei durch die Wölbungen 15 der Schalen der Anteil der mit der Aussenwelt in unmittelbarer Berührung stehenden Ge fässwand auf über 75 % bis an 90 1 der mit Leuchtstoff bedeckten Fläehe -gesteigert wird.
Abgesehen von dieser besonderen Formung der Schalen stimmt Abb.4 mit. Abb.3 hin sichtlich des dargestellten Gegenstandes und der bezeichneten Einzelheiten überein.
In solchen Fällen, in denen die Lampen in horizontaler Brennlage verwandt werden, lässt es sich allerdings nicht vermeiden, dass der an der obern Schale befindliche Leucht- stoff in der bei allen Entladungslampen auf tretenden Weise durch die nach oben gerieh- tete Strömung der heissen Gase und Dämpfe der Entladung stärker erwärmt wird als der an der untern Schale aufgebraehte. Da die Lichtausbeute durch diese unvermeidliche Wirkung herabgesetzt wird, ist es zweck mässig, diese stärker erwärmten Teile der Gefässwand nicht mit Leuchtstoff zu belegen,
sondern mit einem das Lieht und die Ultra violettstrahlung gut reflektierenden Überzug zu versehen, den man z. B. aus Magnesium- oxyd oder einem gut reflektierenden Metall, wie Aluminium, herstellen kann, das man in bekannter Weise unter Vakuum aufdampft. Ein Beispiel einer solchen innenverspiegelten Leuchtstofflampe ist in Abb. 5 angegeben, die eine im übrigen gemäss Abb.2 beschaffene Lampe zeigt.
Hier ist. die ganze obere Schale 1 mit Ausnahme eines an der Peri pherie der Lampe liegenden Streifens 16 mit einem Spiegelbelag 17 versehen, der das Lieht und die Ultraviolettstrahlung der Entladung und das von der Leuchtstoffsehieht 10 in das Lampeninnere abgegebene Licht auf diese zurückwirft. Um ein Kurzschliessen der Ent ladung zu vermeiden, wird der metallische Spiegelbelag durch isolierende Zwischenräume unterteilt, was z. B. dadurch erreicht wird, dass in die zu verspiegelnde Oberfläche der Schale feine Rillen oder Rippen eingepresst werden.
Eine solche Reflektorlampe bedarf keiner mit Reflektoren ausgerüsteten Leuch ten, ausserdem werden die durch Verstau- bung der Lichtquelle bedingten Verluste ver mieden, da die hiervon betroffenen Teile der Lampe nicht dem Lichtaustritt dienen. Durch die Verspiegelung der Lampe wird im übri gen die Temperaturbelastung des Leucht stoffes im Verhältnis zu der von ihm umge wandelten Strahlung verringert, da ein Teil der von der Entladung erzeugten Wärme durch die verspiegelten Wandteile abwan dert, also nicht zur Aufheizung der Leucht- stoffschicht beiträgt.
Diese hat anderseits, solange die Abmessungen der Lampe nicht vergrössert werden, im Vergleich zur Schicht der unverspiegelten Lampe eine erhöhte Strahlungsleistung umzuwandeln, womit zwar infolge des bei der Umwandlung auftretenden Energieverlustes wiederum eine erhöhte 'Wärmeerzeugung in der Leuchtstoffschicht verbunden ist. Hingegen besitzt die Lampe eine höhere Leuchtdichte.
Wenn hierdurch eine unerwünschte Überlastung des Leucht- stoffes bedingt ist, können die Belastungs verhältnisse der unverspiegelten Lampe durch eine geringfügige Vergrösserung der Abmes sungen wiederhergestellt werden, aber auch in diesem Falle ist eine wesentlich höhere Leuchtdichte vorhanden.
Für den Zusammenbau mehrerer Lampen in einer Leuchte ist mitunter eine quadra tische Gestalt der Lampe erwünscht. Eine solche Ausführungsform ist in Abb. 6 darge stellt. Die hier gezeigte Schale ist aus glas technischen Gründen an den Ecken abgerun det, sie ist mit einem Rand 3 und den in diesem Falle geraden Zwischenwänden 5, 6 und 7 ausgerüstet.
Die Stromzuführungen der Elektroden 8 und 9 sind in der bereits beschriebenen Weise zwischen den Schalen rändern hindurchgeführt und vakuumdicht eingeschmolzen. Auch der Punktstengel 18 wird zweckmässig zwischen den Schalenräu- dern hindurchgelegt.
Nach Verschmelzung der Schalenränder und Entlüftung der Lampe wird ihr Rand an den Stellen, an denen die Stromzuführungen der Elektroden * hindurch geführt sind, in der bereits erwähnten Weise mit Sockelkontakten ausgerüstet, die aus U- förmigen, um den Rand herumgelegten Ble chen bestehen. Wie in Abb. 7 dargestellt ist, in der ein durch eine der Stromzuführungen der Elektrode 8 geführten senkrechter Schnitt durch die Lampe gezeigt ist, sind die Ränder 3 und 4 der Schalen 1 und. 2 mit Vertiefungen 19 und 20 versehen, in die das Blech des Sockelkontaktes 21 eingepresst ist.
Entsprechend den vier Stromzuführungen ist die Lampe mit vier solchen Kontakten ausge rüstet. Für die Halterung der Lampe in einem als Fassung dienenden Rahmen, der hier nicht gezeigt ist, ist es zweckmässig, den gesamten Lampenrand über seine ganze Aus dehnung in dieser Weise einzufassen.
Beim Einsetzen der Lampe in den Beleuchtungs körper wird die Lampe in einen solchen Rah men eingeschoben, der an den Sockelkontak ten entsprechenden Stellen mit Kontaktele menten ausgerüstet ist, welche die Verbindung mit dem Stromkreis vermitteln. Da der Be leuchtungskörper nach Massgabe des gefor derten Lichtstromes aus einer grösseren Zahl solcher Rahmen bestehen kann, können grosse leuchtende Flächen zusammengesetzt werden, die durch die schmalen Fassungsrahmen un terteilt sind.
Es kann auch der für die Vorheizung der Elektroden bei der Zündung erforder liche Schalter innerhalb des Entladungs gefässes eingebaut werden, wodurch die Schaltung der Lampe wesentlich vereinfacht wird. Wie das Ausführungsbeispiel in Abb. 8 zeigt, sind die Elektroden 8 und 9 näher zusammengerückt als im Fall der Abb. 6, und die Wände 5 und 7 sind durch eine Wand 22 miteinander verbunden, die mit den Wän den 23 und 24 und dem Lampenrand eine Kammer bildet. In dieser befindet sich der Schalter 25, der durch die Wärmewirkung einer zwischen seinen Elektroden 26 und 27 hervorgerufenen Glimmentladung betätigt wird.
Die Verbindungsleitung zwischen dem Schalter 25 und den Elektroden 8 und 9 ist durch Rillen hindurchgeführt, die in die Wände 23 und 24 eingepresst sind. Bei dieser Anordnung des Schalters braucht nur je eine Stromzuführung der Elektroden 8 und 9 aus der Lampe herausgeführt zu werden, was sowohl für die Sockelung als auch für die Fassung und die Schaltung eine erhebliche Vereinfachung bedeutet.
Der Betrieb dieser Lampen mit Wechsel strom der üblichen Frequenz bedingt, wie bei allen Entladungslampen, ein periodisches Ändern der Lichtstärke, was bekanntlich durch paarweisen Betrieb mit phasenverscho benen Strömen ausgeglichen wird. Man schliesst hierzu die Lampen an ein Dreh stromnetz an oder betreibt sie mit Vorschalt- geräten induktiver und kapazitiver Art, die die erwünschte Phasenverschiebung hervor rufen.
Auch eine solche Anordnung kann angewendet werden und bietet besondere Vor teile, da in dem von den Schalen umschlos senen Raum zwei Entladungswege vorgesehen werden können, die zweckmässig eine gemein same Elektrode besitzen. Bei dem in Abb. 9 gezeigten Beispiel einer 40-Watt-Lampe, die zwei für je 20 Watt bemessene Entladungs wege aufweist, ist vorgesehen, dass alle Elek troden auf der gleichen Seite des Entla dungsgefässes herausgeführt. sind. Die hier dargestellte Schale besitzt Zwischenwände 5, 6 und 7, die den einen Entladungsweg be grenzen, und Zwischenwände 5', 6' und T, durch die der andere umschlossen ist.
Das Entladungsgefäss ist mit der bei den Entla dungen gemeinsamen Elektrode 28 und den jeweils einer Entladung zugeordneten Elek troden 8 lind 9 ausgerüstet.
Das Pressen der Schalen in der Form bedingt eine verhältnismässig grosse Wand stärke, die vom Standpunkte der Festigkeit des Entladungsgefässes nicht. erforderlich ist, da die Schalen durch die Zwischenwände abgestützt sind, das Gewicht der Lampe aber in umerwünschter Weise erhöht. Dieses würde sich durch Verwendung eines thermoplasti schen Materials, eines sogenannten organi- sehen Glases, wesentlich verringern lassen, da mit diesen Stoffen geringere Wandstärken eingehalten werden können und ihr spezifi sches Gewicht geringer ist als das der anor ganischen Gläser.
Diese organischen Gläser eignen sich jedoch nicht für die Herstellung von Vakuumgefässen, da sie Gase abgeben, welche die auf ihnen befestigte Leuehtstoff- schieht bald zerstören würden und auch der Entladung abträglich sind. Diese Schwierig keit wird dadureh umgangen, dass die aus einem organischen Glas mit, für die mecha nische Beanspruchung ausreichender Wand stärke hergestellten Schalen auf der der Ent ladung zugekehrten Seite mit einer dünnen Folie eines anorganisehen Glases überzogen werden, deren Dicke etwa ein. Zehntel- bis einige Zehntelmillimeter beträgt.
Die Folie wird unter Anwendung von Wärme in die bereits vorgeformte Schale aus organischem Glas eingepresst, tnit der auf diese Weise ein inniger, einen guten Wärmeübergang ver mittelnder Zusammenhang erzeugt wird. Auf dieser dünnen Folie, die z. B. aus einem leicht verarbeitbaren bleihaltigen Glase besteht, wird der Leuchtstoff. in der bereits beschrie benen Weise aufgetragen. Die Troeknung wird zweckmässig mit intensiver Wärmestrah lung vorgenommen, da, das organische lIa- terial, das bei diesem Vorgang künstlich ge kühlt wird, keine hohen Temperaturen ver trägt.
Eine Schutzfolie aus anorganischem Glas kann auch mit einem Glasfasergewebe erzeugt werden, das auf die bereits geformte Schale aus organischem Glase unter Wärme einwirkung fest a.ufgepresst wird.
Die Schalen, aus denen die Entladung-s- gefässe der Lampen bestehen, brauchen hiebt, wie in den Abbildungen dargestellt, eben zu sein, sie können vielmehr auch zilindriseh oder sphärisch gekrümmt sein. Das Entla dungsgefäss ist. in solchen Fällen durch ko axial bzw. konzentrisch zueinander verlau fende gekrümmte Aussenwände begrenzt, so dass der Entladungsweg stets den gleichen Querschnitt aufweist. Diese Ausführungs form bietet glastechnische Vorteile und er-, möglicht infolge der vergrösserten Oberfläche einen noch gedrängteren Aufbau der Lampe.