CH267387A - Verfahren zur Gewinnung von in Wasser schwerlöslichen Metallhydroxyden. - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von in Wasser schwerlöslichen Metallhydroxyden.Info
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Description
verfahren zur Gewinnung von in Wasser sehwerlöslichen Metallhydroxyden. Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver fahren, bei dem es gelingt, unter Anwendung der Elektrolyse direkt in einem Arbeitsgang aus einem Metallverbindungen enthaltenden Rohmaterial, z. B. einem Mineral, einer Achse, Sehlacke oder dergleichen, in Wasser schwer lösliche Metallhydroxyde zu gewinnen.
Die Elektrolyse ist unter anderem bereits früher dazu benutzt worden, um reine Me talle aus verunreinigten herzustellen. Hierbei sind aus dem verunreinigten Metall Anoden hergestellt worden, die im Laufe der Elektro lyse aufgelöst werden unter gleichzeitiger Ab scheidung von reinem Metall an der Kathode.
Es ist ferner bekannt, Metalle aus Metall verbindungen mit Säuren 'in Lösung zu brin gen und die so erhaltenen Lösungen der Elek trolyse zu unterwerfen, wobei sich unter in termediärer Abscheidung der Metalle an der Kathode in Wasser schwerlösliehe Hydroxyde bildende Metalle im Kathodenraum als Hy dro- xyde abscheiden.
Gegenstand des vorliegenden Patentes ist nun ein Verfahren zur Gewinnung von in Wasser schwerlöslichen Metallhy droxy den aus Verbindungen dieser Metalle enthaltenden Rohmaterialien durch Herauslösen der Me tallverbindung aus den Rohmaterialien mit wasserhaltiger Säure, elektrolytische Abschei- dung der Metalle aus der erhaltenen Lösung und Umsetzung der Metalle mit Wasser unter Bildung der Metallhydroxyde, welches Ver fahren dadurch gekennzeichnet ist, dass das Rohmaterial, in Form einer Aufschlämmung,
dem Anodenraum eines Elektrolyseurs zuge führt wird, der eine zwischen Anoden- und Kathodenraum angeordnete poröse Scheide wand solcher Beschaffenheit aufweist, dass sie Elektrolyt durchlässt, aber aufgeschlämmte Teilchen zurückhält, und in diesem Elektro- lyseur ein Anlaufelektrolyt verwendet wird, dessen negatives Ion bei Entladung im An odenraum eine Säure bildet, die lösend auf die betreffende Metallverbindung im Aus gangsmaterial unter Bildung eines Elektro lyten einwirkt, dessen positives Ion aus dem herausgelösten Metall besteht, welches bei Entladung unter Bildung von Hydroxy d im Kathodenraum mit Wasser reagiert.
Die Herauslösung der Metallverbindung aus dem aufgeschlämmten Ausgangsmaterial wird hierbei durch die Säure bewirkt, die kon tinuierlich in dem Masse freigemacht wird, wie die negativen Ionen des Elektrolyten sich an der Anode unter Bildung eines neuen Elek trolyten entladen. Im Laufe der Elektrolyse wandert das herausgelöste Metall in Ionen form an die Kathode, wo durch Umsetzung des ausgefällten Metalles mit. dem Wasser des Elektrolyten ein Hydroxyd anfällt.
Als Ausführungsbeispiel des erfindungs gemässen Verfahrens soll im folgenden die elektrolytische Gewinnung von Magnesium- hy droxy d aus Hagnesit oder Dolomit gewählt werden. In den Elektrolyseur kann hierbei von Anfang an Magnesiumsulfatlösung als Anlaufelektrolyt eingeführt werden. Nachdem der Strom geschlossen worden ist., wird in den Anodenraum eine Aufschlämmung von gegebenenfalls gebranntem Magnesit oder Dolomit eingeführt.
Die im Laufe der Elek trolyse an der Anode freigemachte Schwefel säure löst dann aus dem zugeführten Aus gangsmaterial Magnesium als Magnesiumsul- fat heraus. Die Magnesiumionen wandern an die Kathode, wo sie entladen werden und mit Wasser unter Bildung von unlöslichem Ma gnesiumhydroxyd reagieren. An der Anode werden S04 Ionen entladen, so dass sieh neue Schwefelsäure bildet, die wiederum Magne sium als Sulfat herauslöst usw. In dem Masse, wie das Ausgangsmaterial Kalk enthält, z. B.
wenn es aus Dolomit besteht, wird ein Teil der Schwefelsäure des Elektrolyten unter Bildung von Kalziumsulfat verbraucht wer den. Dieser Verlust kann zweckmässig durch Hinzufügung von Schwefelsäure oder Magne- siumsuHat direkt im Anodenraum oder gege benenfalls zu der Aufschlämmung, die dem Anodenraum zugeführtwird, ausgegliehencwer- den. An der Kathode gebildetes Magnesium hydroxyd sinkt zum Boden des Kathodenrau mes, von wo es in an sich bekannter Weise Weise abgeführt werden kann.
Im Ausgangs material enthaltene Verunreinigungen von Silikaten und Eisenoxyd werden bei der in Frage kommenden Konzentration von der Schwefelsäure im Anodenraum nicht ange griffen, sondern fallen als Schlamm zu Boden. Gegebenenfalls vorkommender Kalk setzt sich wie erwähnt im Kalziumsulfat um, welches auch zu Boden fällt. Dieser Schlamm kann auch mit an sieh bekannten Vorrichtungen kontinuierlich oder intermittierend abgeführt werden. Die Elektrolytlösung wird also aus Magnesiumsulfat mit Alkaliverbindungen als einzige Verunreinigung bestehen, wenn Alkali im Ausgangsmaterial vorhanden ist.
Solche Alkaliverbindungen stören aber in keiner Weise den Verlauf, was aus der folgenden Abänderung der Ausführung hervorgeht.
Wenn es sieh um Gewinnung von Maguesiumhy droxyd aus Magnesit oder Dolomit handelt, ist es nicht notwen- dig, Magnesiumsulfat als ursprünglichen Elektrolyt zu verwenden, sondern das Verfahren kann auch mit Vorteil mit Natriumsulfat als Anlaufelektrolyt aus geführt werden. Etwaige Verluste infolge Ausfällung von Kalziumsulfat können dabei, wie im oben erwähnten Fall, durch Zusatz von Schwefelsäure ausgeglichen werden, aber auch mit Natriumsulfat.
In diesem Fall wird im Kathodenraum gleichzeitig eine Lösung von Natriiimhydroxyd und ein Niedersehlar von Magnesiumhydroxyd gebildet werden. Diese beiden Hydroxyde können dann in an sich bekannter Weise unter Verwendung eines Filters oder dergleichen separiert werden, wo bei auch Natriumhydrat gesammelt werden kann.
Wenn der Elektrolyt aus Glaubersalz- lösung besteht, kann eine Glaubersalz- lösung zweckmässig auch als Aufschläni- mungsmittel für das Ausgangsmaterial, z. B. Dolomit oder Magnesit, verwendet werden.
Es war bereits bekannt, Dolomit oder Ma gnesit mit Schwefelsäure auszulaugen. Diesen älteren Methoden gegenüber bietet die Er findung den Vorteil, dass theoretisch keine Säure, zum Beispiel Schwefelsäure, für die Auflösung des Rohmaterials, zum Beispiel für die Magnesitimliydroxydgewin- nung, verbraucht wird, da diese Säure im Prozess umläuft. Die einzige Schwefelsäure, die bei den obigen Beispielen verbraucht wird, ist diejenige, die für die Bindung von im Ausgangsmaterial enthaltenen andern lIetal- len unter Bildung von unlöslichen Sulfaten nötig ist.
Ausserdem ist es bei den erwähnten Beispielen nicht notwendig, Schwefelsäure zu verwenden, sondern man kann ebensogut eine billige Sulfatlösung, z. B. (-z'laubersalzlöstin'-, als Schwefelsäurequelle verwenden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von in Wasser schwerlöslichen Metallhydroxyden aus Verbin dungen dieser Metalle enthaltenen Rohmate rialien durch Herauslösen der Metallverbin- d-Luig aus den Rohmaterialien mit wasserhal tiger Säure, elektroly tische Abscheidung der Metalle aus der erhaltenen Lösung, und Um setzung der Metalle mit Wasser unter Bildung der Metallhydroxyde, dadurch gekennzeich net, dass das Rohmaterial, in Form einer Aufschlämmung, dem Anodenraum eines Elektrolyseurs zugeführt wird,der eine zwi schen Anoden- und Kathodenraum angeord nete poröse Scheidewand solcher Beschaffen heit aufweist, dass sie Elektrolyt durchlä.sst, aber aufgeschlämmte Teilchen zurückhält, und in diesem Elektrolyseur ein Anlaufelektrolyt verwendet wird, dessen negatives Ion bei Entladung im Anodenraum eine Säure bil det, die lösend auf die betreffende Metallver bindung im Ausgangsmaterial unter Bildung eines Elektrolyten einwirkt, dessen positives Ion aus dem herausgelösten Metall besteht, welches bei Entladung unter Bildung von Hydroxyd im Kathodenraum mit Wasser rea giert. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Anlauf elektrolyt eine Sulfatlösung verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Anlauf elektrolyt Glaubersalzlösung verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Verbrauch an negativem Ion des Elektrolyten unter Bildung von unlöslichen Salzen ausgeglichen wird durch Zusatz von mehr Anlaufelektrolyt zu der Flüssigkeit, in der das Ausgangsmaterial aufgeschlämmt wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Verbrauch an negativem Ion des Elektrolyten unter Bildung von unlöslichen Salzen ausgeglichen wird durch Zusatz von der im Anlaufelektrolyten enthaltenen Säure zu der Flüssigkeit, in der das Ausgangsmaterial aufgeschlämmt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE267387X | 1945-10-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH267387A true CH267387A (de) | 1950-03-31 |
Family
ID=20306651
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH267387D CH267387A (de) | 1945-10-03 | 1947-11-10 | Verfahren zur Gewinnung von in Wasser schwerlöslichen Metallhydroxyden. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH267387A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN114672820A (zh) * | 2022-05-03 | 2022-06-28 | 营口理工学院 | 一种低品位菱镁矿高附加值安全环保利用的方法 |
-
1947
- 1947-11-10 CH CH267387D patent/CH267387A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN114672820A (zh) * | 2022-05-03 | 2022-06-28 | 营口理工学院 | 一种低品位菱镁矿高附加值安全环保利用的方法 |
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