CH267691A - Verfahren zur Herstellung eines spaltfüllenden Klebemittels. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines spaltfüllenden Klebemittels.

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CH267691A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
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    • C08L2666/28Non-macromolecular organic substances
    • C08L2666/34Oxygen-containing compounds, including ammonium and metal salts

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines spaltfüllenden Klebemittels.    Die vorliegende Erfindung bezieht sieh  auf ein Verfahren zur Herstellung spaltfül  lender Klebemittel aus Kondensationsproduk  ten aus Formaldehyd und einem     Amid,    bei  spielsweise aus Kondensationsprodukten aus       Ilarnstoff,        Thioharnstoff    und/oder     :vIelamin     und Formaldehyd.

      Es ist wohl bekannt., dass Kondensations  produkte aus Formaldehyd und einem     Amid     in Gegenwart von Wasser, beispielsweise in       einer        Menge        von    5     bis        50        %        ihres        Eigen-          gewiehtes,    und in Gegenwart von sauer rea  gierenden oder eine saure Reaktion auslösen  den     Härtungsmitteln,    als Klebemittel verwen  det werden können.

   Solche     Härtungsmittel          und/oder    das Wasser werden dem Klebemittel  unmittelbar vor dessen Gebrauch zugesetzt.  Diese Klebemittel sind jedoch mit einem  schwerwiegenden Nachteil behaftet, insofern  als verhältnismässig dicke Schichten der Klebe  mittel nach erfolgter Härtung das Bestreben  zeigen, rissig zu werden und unter Schwä  chung der     Verkittung    zu zerfallen.

   Passen  die     ztt    verleimenden Flächen genau aufein  ander, so treten keine Schwierigkeiten     auf;     wenn die Flächen jedoch uneben oder un  gleich sind, oder wenn es nicht möglich oder  nicht zweckmässig ist, einen angemessenen  Druck anzuwenden, um ein genaues     Aufein-          anderpassen    der zu verklebenden Flächen zu  erzwingen, so bilden die mit sauer reagieren-    den oder eine saure Reaktion auslösenden       IIärtungsmitteln    gehärteten Kondensations  produkte aus Formaldehyd und einem     Amid     eine Schicht von beträchtlicher Dicke oder  Schichten - von stellenweise beträchtlicher  Dicke zwischen den Flächen,

   wobei im Lauf  der Zeit ein     Rissigwerden    und ein Zerfall  mit entsprechender Schwächung der zwischen .  den Flächen bestehenden Bindung eintreten.  



  Es ist bekannt, dass Füllsubstanzen, wie  Roggenmehl, Stärke und Holzmehl, das Be  streben zeigen, dieses erwähnte     Rissigwerden     zu verhindern, weshalb diese Füllsubstanzen  mit. spaltfüllenden Klebemitteln aus Konden  sationsprodukten aus Formaldehyd und einem       Amid    zusammen verwendet werden. Ausser  dem strecken diese Füllsubstanzen die Klebe  mittel und vermindern den Aufwand des zum  Ausfüllen der     Verbindungszwisehenräume    be  nötigten -.Materials. Ausserdem verteilen sich  die mit einem oder mehreren Füllsubstanzen       vermisehten        Kondensationsprodukte    aus  Formaldehyd und einem     Amid    besser als  solche, die keine Füllsubstanz enthalten.

   Es  sind auch feingemahlene Mineralien, beispiels  weise Kaolin, zur Vermischung mit den be  kannten spaltfüllenden Klebemitteln verwen  det worden, um deren Preis zu vermindern  und das Ausbreiten derselben zu erleichtern.  5 bis 25 Gewichtsprozent Füllsubstanz, be  zogen auf das Gewicht des Kondensations-      Produktes, werden gewöhnlich den spaltfül  lenden Klebemitteln einverleibt. Kleinere  Mengen der Füllsubstanz üben eine geringe  Wirkung aus, während Klebemittel, die  grössere Mengen der Füllsubstanz enthalten,  sich nur sehr schwer auf Flächen ausbreiten  lassen.

   Es ist     ferner    gebräuchlich, aus der       Füllsubstanz    bzw. den     Füllsubstanzen    und  dem bzw. den sauer reagierenden oder eine  saure Reaktion auslösenden     Härtungsmitteln     ein Gemisch     herzustellen    und dieses Gemisch  unmittelbar vor dem Gebrauch des Klebe  mittels     in    das Gemisch aus     Kondensations-          produkt    aus Formaldehyd und einem     Amid     und Wasser einzurühren,

   wobei das vorhan  dene Wasser normalerweise ganz oder teil  weise aus der für die Herstellung des Kon  densationsproduktes     aus    Formaldehyd und  einem     Amid    verwendeten     Formaldehydlösung     stammt. Man kann aber auch ein trockenes  Kondensationsprodukt aus Formaldehyd und  einem     Amid    mit der Füllsubstanz und einem  nicht flüchtigen, festen     Härtungsmittel.    ver  mischen und dem erhaltenen Gemisch Was  ser zusetzen, und zwar unmittelbar vor Ge  brauch des Klebemittels.  



  Es ist bereits vorgeschlagen worden, die  Entstehung von Rissen in spaltfüllenden  Klebemitteln aus Kondensationsprodukten aus  Formaldehyd und einem     Amid    durch Ver  wendung eines modifizierten oder behandelten  Harzes oder einer behandelten Füllsubstanz  zu hemmen oder zu verhindern.  



  Es wurde nun gefunden, dass spaltfül  lende, aus     Kondensationsprodukten    aus Form  aldehyd und einem     Amid    bestehende Klebe  mittel, die 2 bis 50 %     Di-(tetra-hydrofuryl-          äthyl)-carbinol,    bezogen auf das Gewicht des  Kondensationsproduktes, enthalten, besonders  langsam oder überhaupt nicht. rissig werden,  wobei das     Di-(tetrahydrofuryläthyl)-carbinol     die nützlichen Eigenschaften besitzt, nicht.  flüchtig zu sein und keinen Geruch zu be  sitzen.

   Bei der Herstellung dieser Klebemittel,  unmittelbar vor deren Gebrauch, kann dieses       Di-(tetrahydrofuryläthyl)-carbinol        gewünsch-          tenfalls    mit den     andern    Bestandteilen der  Klebemittel vermischt werden.    Die Herstellung des     Di-(tetrahydrofurz-1-          ät.hyl)-carbinols    ist in Beispiel 3 des eng  lischen Patentes     Nr.    476189 beschrieben.  



  Gemische aus Holzmehl und feingemah  lenen Mineralien, beispielsweise Kaolin, eignen  sich besonders gut als Füllsubstanzen für  die erfindungsgemässen Klebemittel, und zwar  wegen der geringen Kosten dieser Füllsub  stanzen und weil bei     Verwendung    dieser Ge  mische als Füllsubstanzen Produkte entste  hen, welche die Form weicher Pasten aufwei  sen, die sich leicht ausbreiten lassen und beim  Härten feste     Verklebungen    bilden.  



  Ein für die vorliegende Erfindung ge  eignetes Kondensationsprodukt aus Formalde  hyd und einem     Amid.    kann in Form eines  wässerigen Sirups hergestellt werden, indem  eine etwa 36,6 Gewichtsprozent Formaldehyd  enthaltende, technische wässerige     Formalde-          hydlösung,    in welcher pro ?     111o1    Formalde  hyd 1     Mol    Harnstoff gelöst ist, bei einem  neutralen     pH    rückfliessend erhitzt wird. Der  Wassergehalt dieser Sirupe kann     durch    De  stillation unter vermindertem Druck herab  gesetzt werden. Ein bis zu etwa 7 2 Gewichts  prozent Kondensationsprodukt enthaltender  Sirup kann mittels dieses Verfahrens erhal  ten werden.

   Der Prozentgehalt an Konden  sationsprodukt wird derart bestimmt, dass der  Sirup während 3 Stunden bei 120  C im  Ofen erhitzt und der feste Rückstand gewo  gen wird. Der für die     Erzeugung    eines sol  chen Sirups verwendete Harnstoff kann aber  auch teilweise oder ganz durch andere Ver  bindungen, die mehrere den     Amid-,        Thioamid     und/oder     Amidingruppen    angehörende     Amino-          gruppen    enthalten, beispielsweise durch     Thiö-          harnstoff    oder     Melamin    ersetzt werden.

   Wird  der Harnstoff vollständig durch     Melamin    er  setzt, so ist es     zweckmässig,    ein molekulares  Verhältnis von Formaldehyd zu     Melamin    an  zuwenden, welches höher     liegt    als 2:1, bei  spielsweise ein molekulares Verhältnis von  <B>3:1,</B> und in der Praxis hat es sieh als vorteil  haft erwiesen, den erhaltenen Sirup zu einem  festen Harz zu dehydratisieren, welcher sich  hierauf zu einem feinen Pulver     vermahlen     lässt.

        Praktisch wasserfreie Kondensationspro  dukte aus Formaldehyd und einem     Amid,     die sieh für die erfindungsgemässe Verwen  dung eignen,     können        gewünschtenfalls    durch  Trocknen mittels Zerstäuben von Lösungen  der Kondensationsprodukte hergestellt wer  den. Bei der     Herstellung    eines erfindungs  gemässen Klebemittels wird einem solchen  durch Zerstäuben getrockneten Kondensations  produkt     zweckmässigerweise    Wasser in einer  Menge von 10 bis 50 Gewichtsprozent, bezo  gen auf das Kondensationsprodukt, zugesetzt.  



  Die bevorzugte Menge des in den erfin  dungsgemässen Klebemitteln verwendeten     Di-          (tetrahydrofurylät.hyl)-carbinols    beträgt 5 bis  2504, bezogen auf das Gewicht des     Amid-          Forinaldehyd-Kondensationspro < luktes.     



  Die erfindungsgemässen Klebemittel sollten  ferner     bevorzugterweise    nicht übermässig  schnell erhärten, da ein sehr rasches Erhärten  das Auftreten     Lind    die Geschwindigkeit des       Rissigwerdens    steigert.

   Es hat sich erwiesen,  dass bei Verwendung von     Ammoniumchlorid     als     Härtungsmittel    für     Harnstoff-Formalde-          hyd-Klebemittel,    die bei Raumtemperatur er  härten sollen, die geeignetste Menge an     Am-          moniuinehlorid        zwischen        0,1        bis        2,0%,        bezo-          gen    auf das Gewicht des     Ilarnstoff-Formalde-          hyd-Kondensationsprodukt.es,    liegt.  



  Obwohl die     erfindting:sgemä.ssen    Klebemit  tel in erster Linie zum Verkitten von Ver  bindungsstellen     vorgesehen    sind, bei welchen  es entweder nicht.     möglich    oder     unerwünscht     ist:

  , einen beträchtlichen Druck oder hohes  Erhitzen anzuwenden, kann die     Geschwindig-          keit    der     Härtling    der Klebemittel     gewünseh-          tenfalls    mittels Hitze, beispielsweise     durch          Anwendung    von beissen Pressen,     IHochfre-          duenzströmen    oder Ofen, erhöht, werden.  



  In den folgenden Beispielen, in welchen       alle    Teile Gewichtsteile sind, ist die     prak-          tisclie        Ausführung    der vorliegenden Erfin  dung beschrieben.         Beispiel   <I>1:</I>  Wässeriger Formaldehyd vom     pH    5,5 wird  mit Harnstoff im     Mol-Verhältnis    von 2,2:1    während 3 Standen unter     Rückfluss    erhitzt.

    Dann wird der     pH-Wert    auf 7,0 bis 7,2 ein  gestellt und der entstandene Sirup so lange  im Vakuum. dehydratisiert, bis er 72 Gewichts  prozent Kondensationsprodukt enthält, wobei  man den Prozentgehalt durch Erhitzen einer  Probe des Sirups auf 120' C und Wägen des  festen Rückstandes ermittelt.    80 Teile des so erhaltenen     Sirups,     12 Teile Wasser,  20 Teile Kaolin,  10 Teile Holzmehl,  0,7 Teile     Ammoniumchlorid    und  10 Teile     Di-(tetrahydrofuryläthyl)-carbinol       werden zusammen gemischt. Es wird eine  weiche Paste erhalten, die sich leicht auf  Verbindungsstellen auftragen lässt, nach     er-          folgt.em    Auftragen jedoch nicht aus den Ver  bindungsstellen fliesst.

   Diese Paste kann dazu  verwendet werden, um eine Verbindungsstelle  zwischen zwei Holzflächen auszufüllen, die  Zwischenräume einer Breite bis zu 1,3 mm  aufweist. Die Paste erhärtet in 12 Stunden  unter Bildung einer starken     Verkittung    zwi  schen den Holzflächen. Die auf diese Weise  erzeugten Verbindungsstellen zeigen nach  einem Monat keine Spur von Rissen oder  Zerfall, während eine mit einem ähnlichen,  aber kein     Di-(tetrahydroftiryläthyl)-carbinol     enthaltenden     :Material    gekittete Verbindungs  stelle etwa nach einer Woche rissig wird.

         Beispiel   <I>?:</I>  Ein Gemisch von Harnstoff und     Melamin     im     molekularen    Verhältnis von 1,0:0,05 wird  mit einer     wässerigen        Formaldehy        dlösung    wäh  rend 3 Stunden bei neutralem     pl,    rückflie  ssend erhitzt. Das molekulare Verhältnis von  Formaldehyd zu     Harnstoff    plus     Melamin     weit einen     Wert    von     2,2-1,0    auf. Der resul  tierende Sirup wird entwässert, bis er 72 Ge  wichtsprozent des Kondensationsproduktes ent  hält.

   Der Prozentgehalt an Kondensationspro  dukt wird derart bestimmt, dass eine Probe  des     Sirups    während 3 Stunden im Ofen bei  1200 C erhitzt und der feste Rückstand ge  wogen wird.      80 Teile     Melamin-Harnstoff-Formaldehyd-          Sirup,    hergestellt gemäss obigen Angaben,  12 Teile Wasser,  20 Teile Kaolin,  10 Teile Holzmehl,  1,0 Teil     Ammoniumchlorid    und  10 Teile     Di-(tetrahydrofuryläthyl)-carbinol       werden zusammen gemischt. Es wird eine  weiche Paste erhalten, die sich leicht auf Ver  bindungsstellen auftragen lässt, nach erfolg  tem -Auftragen jedoch keine Tendenz zeigt,  aus den Verbindungsstellen zu fliessen.

   Diese  Paste kann verwendet werden, um eine Ver  bindungsstelle zwischen zwei Holzflächen aus  zufüllen, welche Zwischenräume einer Breite  von bis zu 1,3 mm aufweist. Diese Paste  erhärtet in 12 Stunden unter Bildung einer  festen     Verkittung    zwischen den Holzflächen.  Die auf diese Weise erzeugten Verbindungs  stellen zeigen nach einem Monat keine Spur  von Rissen oder     Zerfall,    während eine mit  einem ähnlichen, aber kein     Di-(tetrahydro-          fiiryläthyl)-carbinol    enthaltenden Material ge  kittete Verbindungsstelle etwa nach einer  Woche rissig     wird.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung eines spalt füllenden Klebemittels, dadurch gekennzeich net., dass ein Kondensationsprodukt aus Form aldehyd und einem Amid mit Di-(tetra- hydrofurylätliyl)-carbinol in einer Men ye von 2 bis 50 Gewichtsprozent, bezogen auf das Kondensationsprodukt, vermischt wird. Il. Spaltfüllendes Klebemittel, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, da.ss das Di- (tetr ahy dro- furyläthyl)-carbinol in einer Menge von 5 bis 25 1/o, bezogen auf das Kondensationsprodukt aus Formaldehyd und einem Amid, verwen det wird. 2.
    Verfahren nach Patentansprueli 1 und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch aus Holzmehl und Kaolin in einer Menge von 5 bis 25 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht des Kondensations produktes aus Formaldehyd und einem Amid, als Füllmittel zugesetzt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein Harnstoff- Formaldehyd-Kondensationsprodukt verwen det wird. 4.
    Klebemittel nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass es als Härtungs- mittel Ammoniumchlorid in einer Menge von 0,1 bis 2,0 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht des Kondensationsproduktes aus Formaldehyd und einem Amid, enthält.
CH267691D 1946-02-15 1947-12-31 Verfahren zur Herstellung eines spaltfüllenden Klebemittels. CH267691A (de)

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