CH267901A - Verfahren zur Herstellung von gemusterten Keramiken, insbesondere Porzellan, Steingut und Majolika. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von gemusterten Keramiken, insbesondere Porzellan, Steingut und Majolika.Info
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- CH267901A CH267901A CH267901DA CH267901A CH 267901 A CH267901 A CH 267901A CH 267901D A CH267901D A CH 267901DA CH 267901 A CH267901 A CH 267901A
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B28—WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
- B28B—SHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
- B28B11/00—Apparatus or processes for treating or working the shaped or preshaped articles
- B28B11/001—Applying decorations on shaped articles, e.g. by painting
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Description
Verfahren zur Herstellung von gemusterten Keramiken, insbesondere Porzellan, Steingut und Majolika. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zur Herstellung von gemusterten Ke ramiken, insbesondere Porzellan, Steingut und Majolika.
Das Mustern von Keramiken erfolgt. bei bekannten Verfahren durch Aufmalen der Musterung, wobei die Musterung mit Glasur überzogen wird oder auch unglasiert bleiben kann. Soweit plastische -Musterbilder auf Ke ramiken erzeugt. werden sollen, müssen dabei die Musterbilder bei der Formung des Gutes vor dem Brennen mitgeformt werden, was natürlich zur Folge hat, dass scharfe und von scharfen Linien umrissene Musterbilder nicht erzeugt werden können.
Nach der Erfindung wird die -Musterung mindestens teilweise durch schleifen erzeugt. Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, z. B. Keramiken nicht mir mit Musterungen von grosser Feinheit, Dureharbeitung und Viel gestaltigkeit zit versehen, sondern auch die Musterungen mehr oder weniger tief in sehar- feii Linien einzuarbeiten, wobei in den lIu- sterungen besondere Schönheitseffekte erzielt werden können.
Die Zeichnung veranschaulicht beispiels weise eine nach dein erfindungsgemässen Ver fahren hergestellte gemusterte Vase aus Hart porzellan.
Die mit 1 bezeichnete Vase aus weissem Hartporzellan ist mit einer blauen Glasur- schiclit, 2 versehen. In die mit dieser Glasur versehene Vase sind die Musterungen 3 unter Durchdringung der Glasur 2 eingeschliffen. Die Musterungen erscheinen der Farbe des Porzellankörpers entsprechend matt in weiss. Die Durchdringungsflächen -1 der Glasur- schichb treten dem Einschleifwinkel entspre chend mehr oder weniger stark in Erschei nung.
Vorzugsweise wird das Verfahren in der Weise durchgeführt, dass dem Erzeugen der Musterung durch Schleifen das Aufbringen der Glasur vorangeht. Das vorangehende Auf bringen der Glasur bietet den Vorteil, dass durch scharfe Linien begrenzte Musterungen entstehen, wie sie sonst zum Beispiel beim Schleifen von Kristall erreicht werden. Hier bei ist. von ganz besonderer Wirkung das glanzlose matte Hervortreten der Musterung gegenüber der glänzenden Glasur. So lassen sieh zum Beispiel Gegenstände aus Hartpor zellan herstellen, die in ihrer Musterung das gleiche Aussehen wie durch Schleifen ge mustertes Edel2las haben, jedoch einen voll kommen andern Eindruck vermitteln, welcher auf das Fehlen des Durchseheinens und den fehlenden Musterglanz zurückzuführen ist.
Neben dem Schleifen kann auch noch ein Gravieren bei der Bildung der -Musterungen erfolgen. Dies lässt das Bilden von Relief- musterungen in feinen Durcharbeitungen und die Wiedergabe bildlicher sowie figürlicher Darstellungen in plastischer Form besonderer Feinheit zu. Eine besonders eindrucksvolle Musterung lässt sich erzielen, wenn der Tonkörper und die Glasur voneinander verschiedene Farben aufweisen.
In diesem Falle tritt das Muster andersfarbig auf dem Gegenstand zutage, wo bei durch ein mehr oder weniger steiles Durch schleifen der Glasur besondere Randeffekte des 1Iusterbildes erzielbar sind. Das Gut des Körpers selbst kann naturgemäss jede belie bige Farbe und Tönung haben.
Die Randeffekte können noch dadurch er höht werden, dass mehrere die Glasur bil dende Glasurschichten in voneinander ver schiedenen Farben vor dem Erzeugen der Musterung aufgetragen werden.
Beim Bilden der Musterungen kann ein An-, Ein- und Aufrauhschleifen erfolgen, wo bei durch das letztere stellenweise im wesent lichen nur ein Berauben des Glasurglanzes erfolgt, sich an anderer Stelle durch Anschlei fen eine Abnahme der Glasurschicht und wie derum an anderer Stelle durch Einschleifen ein vertieftes Erzeugen der Musterung ergibt, wodurch besondere Effekte in der Musterung hervorgerufen werden.
Da die genannten Ar beitsweisen ineinander übergehen können lind sich mit einem Gravieren kombinieren lassen, ist es so möglich, Musterungen jeglicher Art, so in geometrischen, bildlichen und figür lichen Wiedergaben und in allen Darstellungs abstufungen zu erzeugen.
Die geschliffenen Flächen lassen sich mit einem Farbauftrag, insbesondere Metallfarb- auftrag, versehen. Ein solcher Farbauftrag, der beispielsweise durch Ausmalen vorgenom men sein kann, kann zur Erhöhung der An sehnlichkeit des gemusterten Stückes dienen.
Namentlich wenn ein Metallfarbauftrag, so ein Goldauftrag, vorgenommen worden ist, kann eine Nachbehandlung des Farbauftrages, z. B. durch Polieren, empfehlenswert sein. Durch ein nachbehandelndes Polieren können besondere Licht- und Schattenwirkungen so wie Glanz- und Mattwirkungen erzielt werden, die vornehmlich bei gravierten Musterbildern erhöhte Schönheitswirkungen ergeben können.
Der Schliff. wird mit rotierenden Schleif werkzeugen erzeugt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung gemusterter Keramiken, insbesondere Porzellan, Steingut und Majolika, dadurch gekennzeichnet; dass die Musterung mindestens teilweise dureh Schleifen erzeugt. wird. UNTERAINTSPRÜ CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung der Musterung neben dem Schleifen auch gra viert wird. 2. Verfahren nach Patentanspi-L.ich, da durch gekennzeichnet, dass dem Erzeugen der Musterung durch Schleifen das Aufbringen einer Glasur vorangeht. 3.Verfahren nach Unter ansprucli \?, da durch gekennzeichnet, dass auf den Tonkörper eine von diesem verschiedenfarbige Glasur an gebracht wird. 4. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass mehrere die Glasur bildende Glasurschichten in voneinander ver schiedenen Farben aufgetragen werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein An-, Ein- und Aufrauhschleifen erfolgt, uni besondere Ef fekte in den Musterungen herv orzurufen. 6.Verfahren naeh Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss die geseliliffenen Flächen mit einem Farbauftraa versehen wer den. 7. Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeiehnet, dass die gesehliffenen Flächen mit einem 1Nletallfarbauftrag ver sehen werden. B. Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass der Farbauftrag einer Nachbehandlung durelt Polieren unter worfen wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH267901T | 1948-08-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH267901A true CH267901A (de) | 1950-04-30 |
Family
ID=4476656
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH267901D CH267901A (de) | 1948-08-06 | 1948-08-06 | Verfahren zur Herstellung von gemusterten Keramiken, insbesondere Porzellan, Steingut und Majolika. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH267901A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0388706A1 (de) * | 1989-03-22 | 1990-09-26 | Villeroy & Boch Aktiengesellschaft | Platte mit einer weissen und einer farbigen Schicht zur Herstellung eines Reliefbildes |
-
1948
- 1948-08-06 CH CH267901D patent/CH267901A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0388706A1 (de) * | 1989-03-22 | 1990-09-26 | Villeroy & Boch Aktiengesellschaft | Platte mit einer weissen und einer farbigen Schicht zur Herstellung eines Reliefbildes |
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