Belichtungseinrichtung. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Belichtungseinrielltung für die Her stellung von Kontaktkopien auf einem dureh- sichtigen, um eine Lichtquelle rotierenden Zy linder, der mit Mitteln. ausgestattet ist, um die Vorderkante des Originals in gleicher Lage z u halten. Eine derartige Einriehtting ist bereits bekannt.
Erfindungsgemäss ist der Zylinderkörper -nit Luftkanälen ausgestattet, die an der :lussenfl.äelie des Zylinders münden und mit einer htiftliewegtingsanlage verbindbar sind.
Bei einen bekannten Apparat kann eine llalteeinriehtung automatisch gesteuert wer den. Dazu ist jedoch eine verhältnismässig komplizierte, enpfindliehe, Unterhalt (Se@imie- rung) erfordernde Ausrüstung notwendig. Bei dein nachstehend erläuterten Ausfüh rungsbeispiel einer Einrichtung gemäss vor liegender Erfindung ist diese automatische Steuerung sehr einfach.
Tatsächlich kann bei diesem Beispiel die Luftbewegungsanlage (natürlich auf sehr einfaelie und zuverlässige Weise) in Abhängigkeit von der Zylinder drehung gesteuert werden, indem man z. B. die Luftabsaugung unterbriebt (an- und ab schaltet) oder indem nian von Druck zti Vakuum oder umgekehrt weeliselt. (Von Saugwirkung zu Blaswirkung. )
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes in einem schematischen Schnitt dargestellt, all dem man den Weg verfolgen kann, den das zu beliehtende Material durchläuft.. Nicht näher beschriebene und dargestellte Teile sind an sieh bekannt..
1 ist ein drehbarer CTlaszyliiider, in wel- ehem die Leuchtröhre 2 untergebracht ist. Eine Bahn 3 des zu belichtenden Materials, z. B. Diazotyppapier, wird mit Hilfe der Zug- walze 5 am.
Ende des Beliehtungsapparates, über die Walzen 6 und 7 von der Rolle 4 aus über den grossen Bogen beidseits der Radien 8 und 9 uni den Beliehtungszylinder 1 und das blatt- förmige Original. 10 auf demselben geführt und gelt. ansehliessend über die Walzen 11 und 7.2 in Pfeilriehtnng weiter. Der Zylinder 1 mit dem darauf befindliehen Original 10 dreht sieh ebenfalls in Riehtung der Pfeile.
Nach Durchlaufen der Zugwalze 5 kann die Bahn durch die Messer 13 in gewünschte Längen geschnitten werden, worauf die Stücke im Entwieklerapparat 14 entwickelt., bei 15 getrocknet und abgelegt, und wenn erforder lich gefaltet werden.
Eine Bremseinrichtung 16 an der Walze 4 bewirkt die Spannung der liehtempfindliehen Bahn, wodurch der Andruck zwischen letz terer und dem Zylinder 1 bewirkt. wird. Dem entsprechend wird das Original 10, wenn es sich bei jeder Umdrehung auf der längeren Strecke zwischen den Radien 3 und 9 befindet, durch die Spannung der Bahn 3 gegen den Zylinder gepresst. Wenn nun vom gleichen Original nacheinander mehrere Kopien herge stellt werden sollen, sollte das Original die kürzere Strecke zwischen den Radien 8 und 9 durchlaufen können.
In diesem Falle jedoeli wird die Vorderkante des Originals sieh von der Zylinderfläche abheben und wird infolge dessen (wie gleichzeitig auch das ganze Ori ginal) eine leichte Verschiebung erfahren, wenn die Vorderkante wiederum bei 8 zwi schen Bahn und Zylinder tritt. Dies ist in der Praxis oft der Fall. Bei vielen Umdre-. hangen (eine grosse Zahl Kopien des gleichen Originals) bewirkt dann eine kleine Verschie bung pro Umdrehung schliesslich eine starke Verschiebung des Originals.
Wie oben beschrieben wurde, ist eine Ver schiebung des Originals unerwünscht (da z. B. die ursprüngliche relative Lage zwischen dein Zylinder 1 und den Kopien verlorengeht). Bei der dargestellten Apparatur wird diese Verschiebung mit Hilfe eines Saugluftstromes, der auf der Strecke des kleinen Bogens zwi schen den Radien 8 und 9 auf die Vorder kante des Originals einwirkt, verhindert. Diese Saugwirkung wird auf dieser Strecke durch eine parallel zur Achse verlaufende Reihe von Luftkanälen 17 bewirkt, die in der Aussenwand des Zylinders Saugöffnungen bilden.
Diese Kanäle verbinden die Aussen wand des Zylinders mit dessen Innenseite, wo sie in eine stationäre Luftkammer 18 münden, die der Innenwand des Zylinders angepasst und mit einer Luftbewegungsanlage verbunden ist. Wenn die Kanäle 1.7 über die Kammer 18 hinweggehen, erhält man eine Saugwirkung, die sich über eine etwas grössere Distanz erstreckt, als dem kleineren Bogen zwischen den Radien 9 -Lind 8 entspricht. Zur Überbrückung dieser Strecke genügt die Saug- wirIcing auf die Vorderkante des Originals bereits, um eine Verschiebung desselben zu verhindern. Der vordere Randstreifen des Originals überdeckt genau die in einer Reihe nebeneinander angeordneten Saugöffnungen.
Die in einer Reihe angeordneten Leitungen können natürlich auch durch eine einzige ersetzt werden, z. B. durch einen schlitzartigen Kanal, eine Reihe von Leitungen mit gemein samer schlitzartiger Saugöffnung an der Zy linderoberfläche und dergleichen. Natürlich ist es auch nicht erforderlich, da.ss der Luft kanal zur Innenwand des Zylinders führt, da er ebensogut zii den Aussenkanten des Zylin ders führen kann.
Wenn die gewünschte Anzahl Kopien von einem Original hergestellt ist, kann man die Luftabsaugung unterbreellen und das Ori ginal von Hand vom Zylinder abnehmen. Besser ist es aber, den Saugstrom durch einen Blasstrom z-Li ersetzen, der das Opi-iiral vom Zylinder abhebt, so class dasselbe z. B. durch die Führung 19 unterstützt durch den bei 20 erzeugten Luftstrom vom Zylinder abge- nommen und dem Behälter 27 zugeführt wird, in den die Originale aufeinanderfolgend ab gelegt, werden.
Unterdessen ist die Auflegezone des 7,y- linders 1, bereits nach passieren des Radius 9. für die Aufnahme eines neuen Originals frei geworden. Das Auflegen kann von Rand er folgen, indem man die Vorderkante des neuen Originals bei 1.7 in den Bereich der Luft kanäle bringt, oder, wie in der Zeichnung dar gestellt, auf mechanischem Wege mittels einer automatischen Einrichtung. Diese besteht aus. dem Leitblech 22 mit Ausnehmungen 23 und einem Anschlag 24.
Der Anschlag 21 hindert das aufzulegende neue Original 25 so lange am Zutritt, bis die in die Ausnehmungen 23 passende Walze 26 heruntergebt und mit ihrem Ansatz 27 die Vorderkante des neuen Originals 25 unter den Anschlag 21 herab drückt. (Dieser Vorgang kann, wie naeliste- hend noch näher beschrieben wird, mit der Zylinderdrehung zwanglä.ufig gekuppelt wer den).
Hierauf bleibt, das Original 25 unter dem Druck der Walze 26 auf dem sich be wegenden lichtempfindlichen Band 3 und wird von diesem unter dein Anschlag 21 liin- dureh zum Zylinder 1 mitgenommen, wobei die Führung durch das Leitblech 22 erfolgt, so dass das neue Original zwischen dieseln und Band 3 weitertransportiert wird.
Bei richtigem zeitlichem Arbeiten des Ein satzes dieser Zuführvorriehtung wird die Vorderkante des Originals die Luftkanäle genau bedecken. Diese und ähnliche Zuführ- vorrieht.ungen arbeiten so genau, dass auf den) Zylinder kein spezieller Anschlag erforderlich ist. Wenn jedoch das Original von Hand ein geführt werden soll, ist es vorteilhaft, auf dem Zylinder, in der Nä.lre der Luftöffnungen 17, einen Anschlag 28 vorzusehen.
Der Zylinder 1 in der Zeichnung erfor dert keinen eigenen Antrieb, da er von der Bahn 3, die sieb unter dem Einfluss der Walze 5 korrtinuierlielr bewegt, zeitgenommen wird. Die zeitliebe Abstimmung der Arbeitsvor- gän.ge, wie die Entfernung und Einlegung der Originale, kann dann z. B. mittels elek trischer Kontakte durch den Zylinder selbst erfolgen, während andere Arbeitsgänge, wie das Schneiden bei 13, ebenfalls durch den Zylinder ausgelöst werden können.
In diesem Zusammenhang ist natürlich die Verhinde rung der Verschiebung des Originals erfor derlich, wenn dasselbe zwecks Herstellung einer grösseren Anzahl Kopien während meh reren Ilmdrelnurgen auf dem Zylinder bleiben soll.
Die in der Zeichnung dargestellte Ein richtung kann auch zur Verstellung einer Rehre von Einzelkopien von einer Anzahl (z. B. 30) Originale dienen, indem sie die Kopietr in der Reihenfolge der Originale lie fert. Zti diesem Zweck wird sie wie folgt be trieben Die 30 Originale (Nr.1. bis 30) liegen in der richtigen Reihenfolge bereit.
Der Mecha- nistnus am Zylinder 1, der den Zuführmecha- nisirins 22, 23, 24, 26, 27 während seiner Um- drelrung steuert, wird so eingestellt, dass bei jeder Zylinderurndrelrung ein Original reit seiner Vorderkante in den Bereich der Mün- dungen der Luftleitungen 1.7 gelangt.
Man beginnt- mit denn Original 30, das in die Lage des Originals 25 in der Zeichnung gebracht wird. Wenn der Apparat, läuft, wird dieses Original irn richtigen Moment zur oben genannten Stelle auf dein rotierenden Zy linder gebracht. Das Original durchläuft nun die lange Strecke zwischen den Radien 8 und 9 in Richtung der Pfeile in einer Lage, die derjenigen des Originals 10 in der Zeichnung entspricht. Sobald das Original Nr.30 ein gelegt ist, wird das nächste Original (Nr. 29) bei 25 bereitgestellt. Während des Einfüh rungsvorganges kann der Kanal 17 als Saug- einrichtun - wirken.
Wenn die Vorderkante des Originals Nr. 30 den R.adins 9 erreicht, wird die Apparatur automatisch auf Blas- wirkung umgestellt, und die Vorderkante des Originals wird beire Durchgang über den Ra dius 9 vom Zylinder 1. abgehoben und gelangt entlang der Führung 19 und dem Gebläse 20 zur Ablegestelle 21.
Falls gewünscht, wird nun der Apparat wieder auf Saugwirkung umgeschaltet, und das bereitgestellte Original Nr. 29 wird beim Passieren des Radius 8 mitgenommen. In gleicher Weise werden die Originale 28, 27 usw. nacheinander behandelt, und ihre Kopien befinden sieh in der gleichen Reihenfolge auf der Bahn 3 und werden in dieser Reihenfolge bei 13 geschnitten und bei 15 abgelegt. Wenn nach Einführung des Originals 1 das Kopie ren in der gleichen Reihenfolge wiederholt wird, befinden sich bei 15 eine Anzahl Kopie stapel. mit Nr. 1 als jeweils oberstes Blatt.
Stellt man so eine Auflage von verschie denen Blättern her, so muss der Betrieb und die Funktion des Apparates sehr zuverlässig sein. Die dargestellte Einrichtung entspricht diesen Anforderungen.
Statt einer Bahn aus lichtempfindlichem Material können auch. Blätter aus solchem verwendet werden. In diesem Falle läuft z. B. ein endloses Transportband um einen. Teil des Zylinderumfanges herum, uni den für das Ko.. pieren erforderlichen Kontakt zii erreichen. Dieses Transportband nimmt den Zylinder mit, oder letzterer wird anders angetrieben. In diesem Falle kann z. B. eine automatische Zu- führvorriehtung für die lichtempfindlichen Blätter im Bleiehen Arbeitstakt mit, der Drehung des Zylinders arbeiten, während im übrigen die Maschine die bereits beschriebenen Operationen ausführen kann.
Bei einer bekannten Einrichtung ist als 1VIit- tel, um die Vorderkante des Originals in der richtigen Lage zu halten, eine mechanische Klemm- oder (lreifeinrichtung vorgesehen. In der Praxis weist diese Greifeinrichtung ge wisse Nachteile auf. Einer derselben ist der. dass beim Arbeiten leicht Unterbrechungen vorkommen können. Ein weiterer Nachteil ist der, dass die Klemm- oder Greifeinrichtung einen grossen Raum auf der Zylinderfläche für sich beansprucht. Dieser Raum geht für die Belichtung verloren und verursacht Pa pierverluste.
Ein dritter Nachteil ist, dass die Bedienung (Einführung oder Einlegung des Originals und/oder Auswechslung desselben gegen ein neues) bei Apparaten, in denen ein grosser Teil des Zylinderumfanges für die Be lichtung gebraucht wird, schwierig wird, da, nur eine kleine Zone übrigbleibt, in der die Einführung und Entfernung des Originals erfolgen kann.
Ein vierter Nachteil ist der, dass eine Klemm- oder Greifvorrichtung beim Halten des Papiers oft schlaffe (ausgebauchte) Stellen im Original verursachen kann, z. B. an einer oder mehreren Kanten, was zu weniger schar fen Kopien Anlass geben kann.
Bei der bekannten Einrichtung wird das Original ungeachtet dessen, ob es durch das lichtempfindliche Material oder auf andere Weise gegen den Zylinder gepresst wird, in der richtigen Lage gehalten. Dies macht die Einrichtung dazu geeignet, um vom gleichen Original unmittelbar aufeinanderfolgend mehr als eine Kopie herzustellen. Tatsächlich wird gerade aus diesem Grunde eine Halte vorrichtung benötigt, die das Original auf dem Zylinder, nachdem es zusammen mit dem be lichteten Papier durch die Kontaktzone hin durchgeführt wurde, so lange festhält, bis dasselbe wieder mit frischem, unbelichtetem Papier in Kontakt gelangt.
Die mechanisch arbeitende Klemm- oder Greifeinrichtung der bekannten Kopiermaschine ist jedoch in keiner Weise befähigt, die Vorderkante des Originals anzuziehen, das heisst sie mit gewisser Fern wirkung anzuziehen: In analoger Weise lässt sie beim Entfer nen des Originals (nach der Belichtung) die Kante einfach los, trägt aber zur tatsäch lichen Entfernungsbewegung des Originals sonst nichts bei.
Die Entfernung eines einen Zylinders um hüllenden Originals erfordert somit einen weiteren komplizierten Arbeitsvorgang. Man verwendet hierzu häufig Abhebeeinrichtungen. z. B. in Form einer Bürste. Diese arbeiten jedoch nicht zuverlässig und können ausser dem die Haltevorrichtung nicht. ersetzen.
Die dargestellte Einrichtung ermöglicht es, allen Anforderungen gleichzeitig zu ent sprechen und die bestehenden Nachteile zxx beheben. Mit ihr ist. es möglich, sowohl grosse Serien Kopien hintereinander vom --]eichen Original als auch kleinere Serien von Einzel kopien verschiedener Originale sowie auch Serien von Kopien mehrerer Originale nach einander herzustellen. Die dargestellte Einriehtung arbeitet seln@ zuverlässig und erfordert. wenig Gesebieklieb- keit bei der Bedienung. Trotzdem ist sie sehr einfach.
Zu diesem Zweck ist der Zylinder- körper mit Luftkanälen ausgestattet,' die an dessen Aussenfläche münden und mit. einer Luftbewegungsanlage verbunden sind.
Es wurde gefunden, dass man mit einer solchen Einrichtung das Original (durch Saugwirkung) während der Zeit. und in dem Bereich, wo es nicht vom zu belichtenden Ma terial an den Zylinder gedrüekt wird (das heisst zwischen den Stellen der Entfernung und der Zuführung dieses Materials), genü gend fest auf dem Zylinder halten kann (natürlich genügt es auch, die Sangwirkung auf diesen Bereich zu begrenzen), ohne dass eine praktisch schädliche Verschiebung, das heisst Verlagerung des Originals auf dem Zy linder, während dessen Dr eliung stattfinden würde.
Bei der dargestellten Einrichtung bleibt die Ausrichtung des Originals auf denn Zylinder selbst nach vielen Umdrehungen praktisch genügend genau, um automatische zusätzliche Operationen, wie Schneiden, Fal ten und dergleichen, die vom Zylinder (z. B. auf elektrischem Wege) gesteuert, werden können, zu ermöglichen.