CH268473A - Verfahren und Einrichtung zum Betrieb einer Heisswasserheizungsanlage, insbesondere für Fernheizung. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Betrieb einer Heisswasserheizungsanlage, insbesondere für Fernheizung.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zum Betrieb einer Heisswasserheizungsanlage, insbesondere für Fernheizung. Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver- fahren und eine Einriehtun o, zum Betrieb einer fleisswasserheizungsanlage, insbesondere für Fernheizung.
Es ist bereits bekannt, auch an Fernhei zungen Mischkondensatoren zur Aufheizung des Umlaufwassers zu verwenden, bei denen jedoch die Aufheizung des Wassers einstufig et-i'olgt. Demgegenüber ist, das erfindungs gemässe Verfahren dadurch gekennzeiehnet, dass man die Aufheizung des Wassers für ein Heizungsnetz, insbesondere von Fernheizungs anlagen, in wenigstens zwei wasserseitig in Serie geschalteten Misehkondensatoren mittels Dampf verschiedener Drücke mehrstufig vor nimmt,
wobei das Heizungsrücklaufwasser zwecks seines Aufheizens die Mischkondensa toren nacheinander durehfliesst, und zwar be ginnend beim Kondensator tiefsten Drnekes und endigend beim Kondensator grössten Druckes, aus welchem Kondensator es in das Reizungsnetz geleitet wird.
Die erfindungsgemässe Einrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens ist dadurch ge kennzeichnet, dass dieselbe eine Dampfkraft anlage mit Dampfentnahmestellen verschie- clener Drücke aufweist, welche Entnahmestel len je mit einem Mischkondensator verbunden sind, die ihrerseits wasserseitig in Serie ge schaltet sind und von denen der den höchsten Druck aufweisende Mischkondensator in Ver bindung mit. dem Vorlauf des Heiznetzes steht, in welchem die Wärmeabgabe erfolgt und welches zur Rückleitung des abgekühlten Heizwassers in den 1Tischkondensator niedrig sten Druckes mit diesem Kondensator verbun den ist.
Man kann bei einer Anlage mit einer solchen Einrichtung den zur Aufheizung in den Mischkondensatoren benötigten Dampf in verschiedenen Drücken einer Dampfkessel anlage oder Wärmekraftmasehine, z. B. einer Dampfturbine, an beliebigen Stellen entneh men. Die Zuleitung des Dampfes erfolgt hier bei in der Weise, dass jeder Entnahmestelle ein Mischkondensator zugeordnet ist, die un tereinander wasserseitig in Serie geschaltet sind.
Die Aufheizung des Wassers beginnt. im Mischkondensator niedrigsten Druckes und erreicht ihre höchste Temperatur im letzten Mischkondensator mit höchstem Druck, aus welchem das Umlaufwasser für das Heiznetz entnommen und aus demselben als Rücklauf wasser dem Mischkondensator tiefsten Druk- kes zugeführt wird. In diesem wird das Rück laufwasser zweckmässig auf eine Temperatur aufgeheizt, die annähernd der Satt,dampftem- peratur des in diesem Kondensator befind lichen Dampfes entspricht.
Aus diesem Kon densator wird das aufgeheizte Wasser bei An wendung von mehr als zwei Kondensatoren in den nächstfolgenden Kondensator mit höherem Druck usw. übergeleitet bis zum letzten Kon densator mit höchstem Druck, in welchem das vorerhitzte Wasser vorteilhaft annähernd auf die Sattdampftemperatur gebracht wird, die dem im betreffenden Kondensator herrschen- den Dampfdruck entspricht. Hierbei kann die Regelung des Wasserstandes in den einzelnen Kondensatoren durch an sich bekannte Regel organe erfolgen.
Es ist auch möglich, die Heisswasserhei- zungsanlage ausser mit dem erwähnten Hei zungsnetz noch mit; einem oder mehreren zu sätzlichen Heisswasserheizungsnetzen in der Weise zu versehen, dass das IIeizungsvorlauf- wasser dieser Netze irgendeinem Mischkonden sator entnommen und diesen Heizungsnetzen zugeführt wird, aus welchen das Rücklaufwas- ser dem gleichen oder einem Mischkondensator tieferen Druckes zugeführt wird.
Bei der Dampfkondensation in den Misch kondensatoren wird der durch die Leitungen zufliessende Dampf kondensiert; und dadurch die im Heisswasserkreislaufsystem befindliche Heisswassermenge vermehrt. Die Abführung dieses Kondensates kann auf verschiedene Weise bewerkstelligt werden. Es kann sowohl dem Rücklaufwasser als auch einem beliebigen Mischkondensator entnommen und zweck- mässigerweise zum Beispiel einer Dampferzeu- gungsanlage zugeführt werden.
Die vorbeschriebene mehrstufige Aufhei- zung des Wassers in Heisswasserheizungen bie tet gegenüber den bisherigen Anlagen den Vorteil, dass bei kombinierten Kraft-Wärme- werken eine bessere Ausnutzung des Dampfes in der Dampfkraftmaschine erzielt wird, in dem die Dampfentnahmemengen, die mit tie feren Drücken der Dampfkraftmaschine ent nommen werden, mit grösserem Wärmegefälle in dieser Maschine arbeiten, als es bei Anlagen mit einem einzigen Mischkondensator möglich wäre.
In der beigefügten Zeichnung ist ein Aus führungsbeispiel der Einrichtung zur Durch führung des erfindungsgemässen Verfahrens schematisch dargestellt, und es wird an Hand derselben das erfindungsgemässe Verfahren beispielsweise erläutert.
Die Zeichnung zeigt die Dampfkesselanlage 1, aus der Dampf zum Betrieb einer Wärme kraftmaschine 2 geliefert wird. Diese Wärme kraftmaschine 2 ist durch Entnahmeleitungen 3 und 4 mit den wasserseitig in Serie geschal teten Mischkondensatoren 5 und 6 verbunden, wobei der Dampfdruck in Leitung 3 und Mischkondensator 5 ein höherer ist als in Lei tung 4 und Mischkondensator 6. Dem Misch kondensator 5 wird das Umlaufwasser für das FernheizLmgssystem 9 durch Vorlaufleitung 7 und Fördereinrichtung 8 entnommen, von wo das abgekühlte Rücklaufwasser durch Rück laufleitung 10 zum Mischkondensator 6 ge führt wird.
In diesem wird das Rücl,:laufwas- ser auf eine annähernd der Sattdampftem- peratur des in diesem Mischkondensator 6 be findlichen Dampfes entsprechende Tempera tur aufgeheizt. Aus dem Mischkondensator 6 wird über Verbindungsleitung 11 und Förder einrichtung 12 das vorerhitzt:e Wasser in den Mischkondensator 5 befördert, wobei die Menge des dem Mischkondensator 5 zugeleite ten Wassers durch eine Regulierungsvorrich tung, bestehend aus Wasserstandsregler 13 mit Drosselorgan 14, so bemessen wird, dass im Mischkondensator 6 stets die erforderliche Wassermenge für den einwandfreien Betrieb der Fördereinrichtung 12 gewährleistet wird.
Im Mischkondensator 5 wird das aus Misch kondensator 6 zugeführte vorerhitzte Wasser auf eine Temperatur erhitzt, die annähernd der Sattdampftemperatur des im Mischkonv densator 5 herrschenden Dampfdruekes ent spricht.
An diesem Kondensator ist ebenfalls eine Regulierungsvorrichtung in Form eines Wasserstandsreglers 15 angeschlossen, der das Drosselorgan 16 in der Abströmleitung 17 steuert, so dass die Abst.römung des Konden- sates aus der Leitung 10 so geregelt wird, dass der Wasserstand im Mischkondensator 5 kon stant bleibt. Das Organ 16 kann an derjenigen Stelle vorgesehen sein, wo das Kondensat der Leitung 10 entnommen wird.
Durch die Abströmleitung 17 gelangt das Kondensat in den Speisewasserbehälter 18, aus dem es über die Leitung 19 und Förderein richtung 20 in die Dampfkesselanlage 1 zu rückgeführt wird.
Wenn ein weiteres Heisswasserheizungsnetz 21 angeschlossen wird, so wird diesem Netz 21 über eine Fördereinrichtung 22 die erfor- derliche Vorlaufwassermenge aus dem Misch kondensator 6 zugeführt, während das Rück laufwasser durch Leitung 23 in die Haupt- i-ücklaufleit.unä 10 und durch diese in den Drisclikondensator 6 belangt.
Durch zweckmässige Dimensionierung des Reizungsnetzes kann gegebenenfalls von der Iwischenschaltun- einer Fördereinrichtung zur Zirkulation des Heisswassers im Heizungs netz abgesehen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zum Betrieb einer Heisswas- serheizungsanlage, insbesondere für Fernhei zung, dadurch gekennzeichnet, dass man die Aufheizung des Wassers für ein Heizungsnetz in mindestens zwei wasserseitig in Serie ge schalteten Mischkondensatoren mittels Dampf verseliiedener Drücke mehrstufig vornimmt., wobei das IIeizungsrücklaufwasesr zwecks sei nes Aufheizens die Mischkondensatoren naeli- einander durelifliesst,und zwar beginnend beim Kondensator tiefsten Druckes und endi gend beim Kondensator grössten Druckes, aus welchem Kondensator es in das Heizungsnetz geleitet wird.1I. Ii,'inriehtnilg zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, class dieselbe eine Dampfkraft anlage finit Dampfentnahniestellen verschiede ner Drücke aufweist, welelie Entnahinestellen je mit einem Mischkondensator verbunden sind,die ihrerseits wasserseitig in Serie ge schaltet sind und von denen der den höchsten Druck aufweisende Miselikondensator in Ver- bindung mit dein Vorlauf des Heiznetzes steht, in welchem die Wärmeabgabe erfolgt und wel ches zur Rückleitung des abgekühlten Heiz- wassers in den Mischkondensator niedrigsten Druckes mit diesem Kondensator verbunden ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man den zur Auf lieizung benötigten Dampf verschiedener Drücke an verschiedenen Druckstufen einer Dainpfkraftanla ge entnimmt. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man den einer Dampfkraftanlage unter verschiedenen Drük- ken entnommenen Dampf zwei wasserseitig in Serie geschalteten Mischkondensatoren zu führt und dass das vom Heizungsnetz kom mende Rüeklaiifwasser in dem unter kleinerem Dampfdruck stehenden Mischkondensator auf eine annähernd der Sattdampftemperatur des in diesem Kondensator befindlichen Dampfes entsprechende Temperatur aufgeheizt und an schliessend in dem unter höherem Driick ar beitenden Mischkondensator weiter erwärmt wird auf eine Temperatur von annähernd der Stattdampftemperatur,die dem in diesem Kondensator herrschenden Dampfdruck ent spricht. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, zum Betrieb einer Anlage mit mindestens einem zusätzlichen Heisswasserheizungsnetz, dadurch gekennzeichnet, dass das Reizungsvorlaufwas- ser für dieses Netz einem der Mischkondensa toren entnommen und diesem Heizungsnetz zugeführt wird, aus welchem das Rücklauf wasser in einen Mischkondensator tieferen Druckes geleitet wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch I, zum Betriebe einer Anlage mit mindestens einem zusätzlichen Heisswasserheizungsnetz, dadurch slekennzeichnet, dass das Heizungsvorlaufwas- ser für dieses Netz einem der Mischkondensa toren entnommen und diesem Heizungsnetz zugeführt wird, aus welchem das Rücklauf wasser in den bleichen Mischkondensator ge leitet wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das der kondensier ten Dampfmenge entsprechende Kondensat dem Rücklauf des Heizungsnetzes entnommen und zum Speisen einer einer Dampfkraft anlage vorgeschalteten Dampferzeugungs- anlage benutzt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das der kondensier ten Dampfmenge entsprechende Kondensat zur Speisung einer Dampferzeugungsanlage mindestens einem der Mischkondensatoren entnommen wird. <B>7</B>.Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischkon densatoren durch die Wasserzirkulation zwi schen ihnen regelnde Organe untereinander verbunden sind. B. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Stelle des Wasserumlaufes eine Entnahmestelle für das der zugeführten Dampfmenge entspre- ehende Kondensat vorgesehen ist., von welcher Stelle aus das Kondensat mittels einer Lei tung mit Fördereinrichtung zu einer Dampf erzeugungsanlage führt. 9. Einrichtung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass die Entnahmestelle mit. einem Regelorgan versehen ist.
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