CH268541A - Galvanisierungsanlage. - Google Patents

Galvanisierungsanlage.

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CH268541A
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Pfanhauser Wilhelm Dr Prof
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    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D7/00Electroplating characterised by the article coated
    • C25D7/06Wires; Strips; Foils
    • C25D7/0607Wires

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Description


      Galvanisierungsanlage.            Es        bestehen    bereits mehrere     AusfÜhrungs-          formen    von     Galvanisierungsanlagen    im grossen,       nin        iin        Durchzugsverfahren    Drähte, Bänder  und dergleichen mit verhältnismässig grossen  Stundenleistungen zu galvanisieren.

   Da das       Durchzugstempo    durch die oft 25 bis 30 m  langen     Elektrolysiergefässe    die Leistung pro  Tag bestimmt und vorher festgelegte     3letall-          auflagen    verlangt werden, so muss bei     grösse-          reii    Tagesleistungen eine meist sehr grosse  Anzahl von Drähten oder Bändern gleichzeitig  durch solche Anlagen hindurchgeführt wer  den.

   Je grösser aber die     Metallauflage    pro       Quadratmeter    des     Durchzugsmaterials    ver  langt wird, um so schwieriger wird es,     Gleich-          mässigkeit    der Metallauflage innerhalb der       (xesailittagesproduktion    zu erzielen, da sieh  der     ('esamtstroln,    der auf die grosse Anzahl       voll    Drähten einwirkt, nicht gleichmässig ver  teilt.  



       Dieser    Übelstand bei den bisher     verwen-          deteii        G,rrossanlagen,    bei denen oft bis zu 20,  ja     bis        zu    50 Drähte parallel durch die     Elek-          trolysierivannen    laufen, ist dadurch gegeben,  dass am Ende bzw. am Anfang dieser langen  Wannen, die bis 25 Meter und länger sind,     ge-          iiieinsame    walzenförmige     Kontakteinriehtun-          geil    angeordnet sind, die den Strom an die 20       bis    50 Drähte übertragen müssen.

   Hat. eine       oder    mehrere Rollen auf diesen langen Kon  taktwalzen schlechteren Kontakt als die an  dern, so erhalten die Drähte oder Bänder,    welche von den schlechteren Rollenkontakten  her den Strom bekommen, einen zu geringen  Anteil des Gesamtstromes, die andern dagegen       überflüssigerweise    mehr als gewollt. Man  kann also nicht nachprüfen, wie sich der Ge  samtstrom, der oft viele tausend Amperes be  trägt, auf die einzelnen Drähte oder Bänder  verteilt. Das Endergebnis aber ist Ungleich  mässigkeit der Metallauflage bei dem galvani  sierten Gute.  



  Die bekannten Anlagen sind also, wie aus  dem     Obengesagten    ersichtlich ist, äusserst  lange. Diese Länge wird durch unvermeidbare  Hilfsgefässe, wie     Laugenbottiche,    Spülbottiche,       Beiztröge    usw., noch vergrössert.  



  Die Einrichtung gemäss der     Erfindung     vermeidet, dass die ganze Produktion für die  Dauer der Reparatur eines Draht- oder Band  risses stilllegt, denn jeder einzelne Draht ist  von den andern unabhängig und kann zwecks  Reparatur des Risses für sich zwischen den  Anoden hochgehoben werden, ohne dass die  Anoden gleichfalls herauszuheben wären.  



  An Hand der beiliegenden Zeichnung wird  der Gegenstand der Erfindung in einer bei  spielsweisen Ausführungsform erläutert.  



       Fig.    1 zeigt eine     Elektrolysierwanne,    und  zwar einen Schnitt nach der Linie     1-I    der       Fig.    2.  



       Fig.    2 ist ein Grundriss der     Elektrolysier-          wanne.         In     Fig.    1 sind auf einem     autshebbaren    Rah  men 1 die gleichzeitig den Kontakt vermitteln  den Bolzen 2, auf denen sich die Kontaktrol  len 3 befinden, angeordnet.- Es können auch  mehrere solcher     Kontaktbolzenpaare    in einer       Elektrolysierwanne    angeordnet werden. In  dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist nur  ein     Kontaktbolzenpaar    vorgesehen.

   Der Draht  wird nun über die obern Leitrollen 4     und    5  zur obersten rechten Kontaktrolle 3, von dort  aus zur gegenüberliegenden obersten linken  Kontaktrolle usw. geleitet und tritt schliess  lich über die letzte Kontaktrolle, die     untere          Leitrolle    6     und    die obere Rolle 7 aus dem Bade  aus. Es kann     also,    je nach der Anzahl der  Kontaktrollen 3 und deren     Achsenentfernung,     die     praktischerweise    nicht über 4 Meter be  trägt, eine ganz bedeutende Drahtlänge im  Bade exponiert sein.

   Im allgemeinen genügen  drei bis vier     Kontaktbolzenpaare    mit je drei  bis sieben Kontaktrollen, wobei eine     Badlänge     von .etwa 4,5 Meter genügt, um eine bislang  verwendete     Durchzugsanlage    mit etwa 25 Me  ter     Badlänge    zu ersetzen.  



  Es sind selbstverständlich in einer Anlage  mehrere solcher Wannen nebeneinander ange  ordnet.  



  Da die     übereinanderliegenden    Kontakt  rollen 3 dauernd im Elektrolyten liegen, wer  den sie auf beiden Seiten mit Blendscheiben  aus nichtleitendem Material, wie Glas, Hart  gummi oder     Mipolam    und dergleichen, ausge  rüstet, um ein unerwünschtes Niederschlagen  von     Überzugsmaterial    während der     Durch-          ztigsarbeit    an ihrem Umfang hintanzuhalten.

    Aus dem gleichen     Grunde    werden zudem zwi  schen jedem     Kontaktrollensystem    und dem  eigentlichen Niederschlagsraum flexible Zwi  schenwände 8 aus Weichgummi oder weichem       Mipolam    oder dergleichen mit Schlitzen für  die durchlaufenden Drähte angewendet, die  mit dem     aushebbaren    Rahmen 1 gemeinsam  ausgehoben und eingesetzt werden, so dass eine       zusätzliche    Abschirmung der Kontaktrollen  vorhanden ist.  



  Es kann gemäss     Fig.1    und 2 das ganze       Durchzugssystem        eines    Drahtzuges im Be-         darfsfalle    hochgehoben werden, ohne dass man  die Anoden aus     dein    Bade nehmen müsste, da  deren Anordnung im Bade das     Herausheben     und     Hineinsenken    in keiner Weise behindert.  Es sind nämlich in der     Elektrolysierwanne     Zuführungen 10 angeordnet, durch deren  Hohlraum die Anodenzuleitung 11 gelegt ist,  und zwar je nach Wannenlänge eine oder  mehrere für jede Anodenschiene 12, auf wel  cher die senkrecht hängenden Anoden 13 an  gebracht sind.

   Zwecks Erreichung des ge  wünschten     Elektrodenabstandes    können die  Anodenschienen 12 mit Auslegern, also als  Doppelschienen ausgebildet werden. Man kann  demgemäss die aus     Fig.2    der Zeichnung er  sichtlichen Anodenschienen 12 in der Weise  veränderlich machen, dass man auf diese  Schienen Querschienen von etwa 10 cm Länge  nietet, auf denen dann zwei parallel verlau  fende Schienen beweglich, also verschiebbar  angeordnet werden, wobei dann die Anoden  1.3 in je zwei Reihen an diese beweglichen  Schienen angehängt werden.  



  Die Anoden können stets ungehindert im  Bade verbleiben, wenn das     Durchzugssystem     leerausgehoben wird, weil wegen der Strom  zuführungen von unten her keine     Anodentrag-          schienen    quer über das Bad hinweg benötigt  werden.  



  Das Herausheben und     Hineinsenken    eines       Rahmens    1 mit den entsprechenden Rollen 3  und dem zu veredelnden Gut kann z. B. mit  tels an dem Rahmen 1 drehbar angeordneter  Muttern 16 erfolgen, die mit einer Schrau  benspindel 17     zusammenwirken.    Die Spindel  17 ist an der Wanne oder am Fundament be  festigt. Zum     synchronen    Antrieb aller     Mut-          tern    16 ist ein Kettentrieb 18 mit einer Be  tätigungseinrichtung 19 (von Hand oder mo  torisch     betreibbar)    vorgesehen.  



  Die Kontakte mit den Drähten sind weit  besser als bei den bisher bekannten Systemen,  wo die ausserhalb der     Badoberfläche    angeord  neten Kontaktwalzen oder -rollen nur an  einem kleinen Teil ihres Umfanges berührt  werden, denn jede Kontaktrolle wird hier über  ihren halben Umfang vom fest angezogenen      Draht     tinispannt.        Dadureh    fliesst durch alle  Drahtabschnitte etwa der gleiche Strom.  



  Wird beispielsweise der Strom von einem       Kontaktrollenpaar    zu je fünf Rollen einem  Draht     zugeführt,    so ist der Draht in zehn  Abschnitte unterteilt., und jedem Drahtab  schnitt wird nur ein Zehntel der anzuwenden  den Gesamtstromstärke zugeführt. Die maxi  male     CTesamtstromstärke,    die sich nun pro  Draht anwenden lässt, kann man aus der Be  lastbarkeit pro     minl    des Drahtquerschnittes er  initteln. Es ergeben sich so hohe Stromdich  ten, wie sie bisher niemals üblich waren, zu  deren     Aufnahme    die     modernen    Elektrolyte  aber ohne weiteres geeignet sind.  



  Man kann mit der     beschriebenen        Galvani-          sieranlage    eine gleichmässige Metallauflage  auch bei einer grossen Tagesleistung und selbst  bei hohen Metallauflagen erzielen, indem man  nun den Stromdurchgang für jeden einzelnen  Draht oder jedes einzelne Band mit einer  eigenen     Strommess-    und Reguliervorrichtung  genau überwacht und einstellt. Die beiden       Kontaktbolzenpaare    sind zweckmässig mit einer  Ringleitung     ztt    verbinden, über welche die       Kathodenstromzuführung    erfolgt.

   Ebenso wer  den die     Anodenzuleitungen    in Form einer  Ringleitung 14 ausgeführt.     Kurzschluss-Siche-          rungseinriehtungen    zwischen Anoden und       Drähten    können in üblicher Weise eingebaut  werden.  



  Die     einzelnen    Drähte oder Bänder können  entweder gemeinsam von einer zentralen       grossen    Stromquelle aus gespeist werden, weil  ja jeder einzelne Draht seine eigene Strom  kontrolle besitzt, oder aber jeder einzelne  Draht wird von einem kleineren     Nieder-          volt.dynamo    oder Gleichrichter aus mit  Strom versorgt, so dass bei Störungs  fällen immer nur ein einzelner Draht mit  seinem Führungssystem hochgehoben zu wer  den braucht, ohne dass die übrige Produktion  gestört würde.  



  Man trachtete bereits früher, die     Gesamt-          baulänge    von     Galvanisieranlagen    zu vermin  dern und konstruierte Anlagen, bei denen eine    grosse Meterzahl von     Durchzugsmaterial    dem  Niederschlagsstrom ausgesetzt werden konnte,  indem man die Drähte z. B. über ein Rollen  system führte, wobei die Kontaktrollen ober  halb der     Badflüssigkeit    lagen und senkrecht  darunter die Gegenrollen, so dass die Drähte  senkrecht im Zickzack durch das     Galvanisier-          bad    geführt wurden.

   Dies hatte aber wieder  viele:     Unzulängliehkeiten    im Gefolge, da insbe  sondere beim Reissen der Drähte oder deren  Verbindungen zur Behebung dieser Gebrechen  die zwischen den Drähten hängenden vielen  Anoden entfernt werden mussten, um das  Rollensystem aus dem Bade herauszuheben  und dann nach erfolgter     Wiedereinziehung     der Drähte neuerlich einsetzen zu können, wo  bei aber bei Anlagen mit vielen parallellau  fenden Drähten während dieser ganzen Zeit  die Gesamtproduktion stillgelegt war.  



  Die beschriebene Einrichtung arbeitet sehr       intensiv    und erfordert wenig Platz, gewähr  leistet gleichzeitig aber ein gutes Festhaften  selbst hoher Metallauflagen, wobei auch Biege  proben über einen Dorn, dessen     Durchmesser     gleich ist dem Durchmesser des Drahtes, selbst  bei Auflagen von z. B. 750 Gramm     Zink/m'     ausgehalten werden. Die Tagesleistungen der  beschriebenen Anlagen, die wenig Platz erfor  dern, sind dabei höher als die bekannter Gross  anlagen, und die Metallauflage ist gleichmässig.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Galv a-nisierungsanlage für Drähte, Bänder und dergleichen, die zur Verringerung der ge samten Länge der Anlage den Elektrolyten in verschiedenen Richtungen durchlaufen, da durch gekennzeichnet, dass zwischen und seit lich des zu veredelnden Gutes senkrecht hän gende, plattenförmige Anoden angeordnet sind, die ihre Stromzuleitung vom Boden der den Elektrolyten enthaltenden Wanne her durch rohrähnliche Zuführungen von einer Ringleitung ausserhalb der Wanne erhalten, so dass jeder einzelne Zug des zu veredelnden Gutes einzeln durch eine Heb- und Senkvor richtung rasch in den Elektrolyten hineinge senkt und aus ihm herausgehoben werden kann,
    ohne dass die Anodenstromzuführung dabei störend wirkt und dass jeder Zug des zu veredelnden Gutes mit einer eigenen Strom- mess- und Reguliervorrichtung versehen ist, zum Zwecke, eine gleichmässige Metallauflage bei der Tagesproduktion selbst bei grossen Tagesleistungen und hohen Metallauflagen zu erzielen.
CH268541D 1947-11-21 1948-05-01 Galvanisierungsanlage. CH268541A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3113094A (en) * 1959-11-23 1963-12-03 Gen Electric Electrodeposition cell
DE1185893B (de) * 1957-11-05 1965-01-21 Krafft & Schuell Verfahren und Vorrichtung zur galvanischen Behandlung von Ketten

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