Maschine zur Herstellung von zwei Gewindebohrungen in Leitungs-Anschlussstücken für Lüsterklemmen. Die Erfindung betrifft eine Maschine zur Herstellung von zwei Gewindebohrungen in Leitungs-Anschlussstücken für Lüsterklemmen und bezweckt, die Maschine so auszubilden, dass sie leistungsfähiger als diejenigen be kannten Maschinen ist, bei welchen während. einer Arbeitsperiode nur ein Loch in einem Anschlussstück gebohrt und gleichzeitig in ein bei einer vorhergehenden Arbeitsperiode ge bohrtes Loch eines andern Anschlussstückes ein Gewinde eingeschnitten wird, wobei das Anschlussstück zum Zwecke der Herstellung einer zweiten Gewindebohrung ein zweites Mal in die Maschine gegeben werden muss.
Die erfindungsgemässe Maschine zeichnet siele dadurch aus, dass sie eine Schaltscheibe, welche am Umfang mehrere über diesen gleichmässig verteilte Ausnehmungen zur Auf nahme je eines Leitungs-Anschlussstückes auf weist. sowie zwei Bohrapparate und zwei Ge windeschneidapparate besitzt, welche vier Apparate in Umfangsrichtung der Scheibe nacheinander angeordnet.
sind und je eine Ar beitsspindel besitzen, die von einer Nocken scheibe gesteuert wird und radial auf die Schaltscheibe zu gerichtet ist, (las Glanze so, dass während einer Arbeitsperiode der be setzten Maschine die zwei Bohrapparate gleichzeitig je ein Loch in zwei verschiedenen Anschlussstücken bohren und gleichzeitig die zwei Gewindeschneidapparate je ein Gewinde in zwei bereits vorher gebohrte Löcher zweier anderer Anschlussstücke schneiden, wobei ein und dasselbe Anschlussstück nacheinander vier Bearbeitungsoperationen unterworfen wird.
In Fig. 1. der beiliegenden Zeichnung ist, zum Teil schematisch, ein Ausführungsbei spiel der erfindungsgemässen Maschine in Draufsicht gezeigt, während die Fig. 2 ein fertiges Leitungs-Anschlussstück im Längs schnitt. und Fig. 3 im Querschnitt nach der Linie A-ss in Fig. 2 wiedergibt.
Das gezeichnete Leitungs-Anschlussstück 48 einer Lüsterklemme hat im Querschnitt eine hufeisenförmige äussere Form und be sitzt einen durchgehenden Längskanal 49, in welchen zwei Quergewindebohrungen 50 ein münden. In diese Bohrungen werden zwei durch seitliche Ausnehmungen eines Porzellan gehäuses, in welches das Stück 48 eingescho ben worden ist, hindurchgesteckte Schrauben geschraubt, um zwei von den Enden des Ka nals 49 her in diesen hineingeschobene Lei tungen im. Stück 48 festzuklemmen. Im Klemmzustand der Schrauben befinden sieh deren Köpfe in den seitlichen Ausnehmungen des Porzellangehäuses, um das Anschlussstück 48 gegen Herausfallen aus diesem zu sichern.
Die gezeichnete Maschine besitzt eine Grundplatte 45, an deren hinterem Rand mittels zweier Lager 46 und 47 eine Welle 11 gelagert ist, die von einer Stufen-Saiten scheibe 13 aus über ein Schneckengetriebe 12 in Drehung versetzt wird. Auf der Weile sit zen vier Nockenscheiben 14 bis 17. Die Nok- kenscheibe 14 wirkt auf einen bei 28 um eine vertikale Achse drehbar gelagerten Hebel 18, der seinerseits mittels einer Stellschraube 29 auf die Bohrspindel 30 eines Bohrapparates C wirkt.
Die Spindel 30 ist in einem Lager körper 7 drehbar gelagert und trägt eine auf ihr festsitzende Antriebscheibe 22, an welcher das eine Ende einer um die Spindel gewik- kelten Feder 31 abgestützt ist. Die Feder 31 bewirkt jeweils die Rückverschiebung der Spindel samt einem an ihrem vordern Ende befestigten Bohrer 3. Von der Nockenscheibe 15 aus wird jeweils über einen bei 32 dreh bar gelagerten Hebel 19 und eine Stell schraube 33 eine mit einem Bohrer 4 ver sehene Bohrspindel 34 eines zweiten Bohr apparates<B>C</B> vorgeschoben. Zweck und Wir kung der Teile 8, 23 und 35 entsprechen den jenigen der Teile 7, 22 und 31 des Appa rates C.
Die Nockenscheibe 16 stösst jeweils über einen bei 36 um eine horizontale Achse drehbar gelagerten Hebel 20 und über eine Stellschraube 37 sowie eine Endscheibe 38' eine Spindel 38 mit einem vorn an ihr be- festigten Gewindebohrer 5 nach vorn, wäh rend die Rückverschiebung der Spindel 38 unter Wirkung einer um die Spindel 38 ge wickelten Feder 39 zustandekommt, die sieh einerseits an der Spindelendscheibe 38', an derseits am Lagerkörper 9 der Spindel 38 ab stützt.
Auf der Spindel 38 ist ein aus drei Scheiben bestehender Riemenscheibensatz 24 angebracht; in bekannter Weise wird eine Scheibe dieses Satzes in Vorwärtsdrehung, eine andere in Rückwärtsdrehung versetzt, -wäh rend die dritte Scheibe eine Leerlaufscheibe ist. Die Teile 38', 38, 39, 9, 24 und 5 bilden einen Gewindeschneidapparat D. Ein zweiter Gewindeschneidapparat ist mit D' bezeichnet. Dessen Teile 42', 42, 43, 10, 25 und 6 entspre chen den zuletztgenannten Teilen des Appa rates<I>D.</I> Die Spindel 42 des Apparates<I>D'</I> wird von der Nockenscheibe 17 aus vorge schoben, und zwar über einen mittels eines Zapfens 40 an einem Plattenansatz 45' um eine vertikale Achse drehbar gelagerten Hebel 21, der mittels einer Stellschraube 41. auf die Endscheibe 42' der Spindel 42 wirkt.
Die vier Spindeln 30. 34, 38 und 42 sind radial auf eine Schaltscheibe 1 ausgerichtet und in Umfangsrichtung derselben nachein ander angeordnet, derart, dass jede Spindel einer andern von acht Nuten 2 der Scheibe l gegenübersteht, welche Nuten am Umfang der Scheibe ausgenommen und gleichmässig über diesen Umfang verteilt sind und welche Nuten in Axialrichtung der Scheibe, das heisst in Vertikalrichtung verlaufen und durch die Scheibe durchgehen. Die Nuten 2 sind je zur Aufnahme eines Werkstückes gemäss Fig. \> und 3 bestimmt und haben einen gleichen Querschnitt wie dieses.
Als Auflage für die Werkstücke, wenn diese in die Nuten 2 ge steckt sind, ist ein offener Ring 44 vorgesehen, der gegen die Unterseite der Scheibe 1 ge halten wird. Das Verdrehen der Scheibe 1 wird durch ein nicht gezeigtes Schaltwen. besorgt, das mit dem Antrieb der Maschine verbunden ist. Ein in nicht gezeichneter Weise z. B. von der Welle 1l. aus angetrie bener Ausstosser 26 sorgt jeweils dafür, dass ein fertig bearbeitetes Werkstück aus der be treffenden Nut 2 nach unten ausgestossen wird, wenn sich diese in der Lage 27 be findet.
Die Spindeln 30 und 34 und damit auch die Bohrer 3 und 4 befinden sich auf verschie dener Höhe; der Höhenunterschied entspricht der Distanz S1 in Fig. 2. Dasselbe gilt mit Bezug auf die zwei Spindeln 38 und 42 bzw. die zwei Gewindebohrer 5 und 6. Dabei be finden sich eine Bohrspindel und eine Ge windebohrspindel auf ein und derselben Höhe, während die andere Bohrspindel und die an dere Gewindebohrspindel auf einer andern Höhe liegen.
Die Distanzen S, und S, (Fig. 2) können innerhalb gewisser Grenzen variieren. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, können der eine Bohrapparat und der eine Gewinde schneidapparat sowie die Schaltscheibe 1 in der Höhenrichtung verstellbar sein; durch Verstellen der Schaltscheibe gegenüber dem unverstellbaren Bohr- bzw. Gewindeschneid apparat kann man die Maschine auf eine ge wünschte Distanz S, einstellen und durch Verstellen des einen Bohr- bzw.
Gewinde schneidapparates gegenüber dem andern Bohr- bzw. Gewindeschneidapparat kann die Ma- schiiie auf die gewünschte Distanz<B>8,</B> einge stellt werden. Entsprechend der Seheibe 1 muss auch der Ring- 44 in Höhenrichtung ver stellbar sein. Dies kann z. B. dadurch er- i-eiel)t werden, dass der Ring 44 mittels ab gefederter Bolzen all die Unterseite der Seheibe 1 gedrückt wird.
Die Arbeitsweise der einzelnen Bohr- bzw. Gewindeschneidapparate ist an sieh bekannt und braucht deshalb nicht näher erläutert zu werden. Es sei lediglich erwähnt., dass die Gewindebohrer von ihrer Nockenscheibe aus jeweils nur bis an das Bohrloch herangestossen werden, worauf sich der Gewindebohrer infolge seiner Drehung von selbst in das Loch ein schraubt, mater Schneiden des Gewindes.
Während einer Arbeitsperiode der vollständig mit Werkstücken besetzten Maschine wird an zwei Werkstücken 48 mittels der Bohrappa rate l' und (" gleichzeitig je ein Loch 50 ge bohrt, während gleichzeitig mittels der Appa rate I) und D' in zwei bereits vorher gebohrte Melier zweier anderer Werkstücke je ein. Ge winde eingeschnitten wird. Nach jedem Schritt der Seheibe 1 ist ein Werkstück fertig bearbeitet, (las dann nach der nächsten Schal tang der Seheibe 1 mittels des Ausstossers 26 aasgestossen wird.
Ein und dasselbe Werk stiiek bleibt hierbei während mindestens vier Arbeitsperioden in der Maschine und wird nacheinander viel- Arbeitsprozessen unterwor fen, und zwar weiden zuerst die beiden Löcher nacheinander gebohrt und erst nachher in die beiden Bobrungen nacheinander die Gewinde eingeschnitten.
Beim gezeigten Beispiel ist vorgesehen, die Werkstücke voll Hand in. die Nuten 2 ein- Es könnte statt dessen auch eine antomatische Zuführeinrichtung vorgesehen seil), welche die Werkstücke aus einem Maga zin in die Nuten 2 schiebt.
Die Anordnung könnte auch so sein, dass, in der Schaltrichtung der Scheibe 1 gesehen, nach einem Bohrapparat der zugehörige Ge windeschneidapparat folgt, hierauf der zweite Bohrapparat und schliesslich der zweite Ge windeschneidapparat.
Der Ausstosser 26 könnte auch fehlen, wenn dafür gesorgt wird, dass die Werk- stüeke durch die Wirkung ihres Eigengewich tes aus den Nuten 2 nach unten fallen können.
Wie eingangs der Figurenerklärung er- wälint wurde, ist die Zeichnung zum Teil nur schematisch ausgeführt, und es soll beispiels weise erwähnt werden, dass bei einer prak tischen Ausführung die Antriebscheibe \?? bzw. 23 am hintern Spindellager des Körpers 7 bw. 8 anliegt, wenn die Spindel 30 bzw. 34 und damit der Bohrer 3 bzw. a maimal zu- rüekgezogen sind.