Gleitschieber für Rohrleitungen. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Gleitschieber. Solche Gleitschieber haben gegenüber Drehschiebern den Vorteil, dass ihre Gehäuse in geschlossener Stellung teilweise entlastet sind und dass sie wesentlich einfacher bearbeitet werden können.
Bei den bisher bekannten Gleitschiebern ist eine Revision der dem Verschleiss unter worfenen Dichtungsringe nur durch voll ständige Demontage des Schiebers möglich. Die Schieberplatte muss aus dem Schieber gehäuse herausgenommen werden, um die Dichtungsringe auswechseln oder ausbessern zu können. Diese Arbeiten sind im allgemei nen sehr zeitraubend.
Beim Gleitschieber für Rohrleitungen ge mäss vorliegender Erfindung soll dadurch eine Erleichterung der Revision der Dichtungs ringe erreicht werden, dass ein Dichtungsring an der Schieberablaufseite der Schieberplatte vorgesehen ist und ein mit diesem Dichtungs ring zusammenwirkender Dichtungsring in einem Einsatzring angeordnet ist, derart, dass beide Dichtungsringe von der Schieberablauf- seite her ein- und ausgebaut werden können.
Ausser den ausbaubaren die Betriebsdich tung bildenden Dichtungsringen kann eine zusätzliche Dichtung vorhanden sein, welche das Ausbauen der die Betriebsdichtung bil denden Dichtungsringe bei unter Druck stehender Sehieberzulaufseite ermöglicht.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfin dungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 zeigt einen senkrechten Schnitt durch ein erstes Beispiel eines Gleitschiebers.
Fig. 2 ist eine Hälfte eines waagrechten Schnittes zu Fig. 1.
Fig. 3-6 sind senkrechte Teilschnitte von verschiedenen andern Beispielen.
Fig. 7 ist ein senkrechter Schnitt eines weiteren Beispiels eines Gleitschiebers.
Fig. 8 ist eine Hälfte eines waagrechten Schnittes zu Fig. 7, und Fig. 9, -10 und 11 sind Teilschnitte von abgeänderten Ausführungsformen des Bei spiels nach Fig. 7.
In Fig. 1 bezeichnet 1 das Schiebergehäuse. In einer Führung 2 (Fig. 2) dieses Gehäuses 1 ist die Sehieberplatte 3 geführt, die mittels einer Spindel 4 und eines Handrades 5 ver schiebbar ist. An der Schieberplatte 3 ist auf der Ablaufseite des Schiebers ein Dichtungs ring 6 lösbar befestigt. Dieser Dichtungsring 6 wirkt mit einem Dichtungsring 7 zusammen, der an einem Einsatzring 8 lösbar befestigt oder darauf aufgeschweisst ist. Der Einsatz ring 8 wird in das Schiebergehäuse 1 einge schoben und infolge der Planschverbindung dieses Gehäuses mit der Leitung 9 festgehal ten.
Zwischen der Sehieberplatte 3 und dem Sehiebergehäuse 1 ist auf der Zulaufseite ein Spalt S1 und auf der Ablaufseite ein Spalt S2 vorhanden. Ferner sind an dem Gehäuse 1 zwei Entleerungsleitungen 10 und 11 für die Ableitung von Leckwasser vorgesehen. Diese Entleerungsleitungen 10, 11 können beim Öffnen des Schiebers durch nicht dar- gestellte Ventile abgeschlossen werden.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, kann der Einsatz ring 8 nach Lösen der Flanschverbindung zwischen der Leitung 9 und dem Gehäuse 1 herausgenommen werden, und es können die Dichtungsringe 6 und 7 hierauf ausgebaut und revidiert werden, ohne dass der Schieber demontiert werden muss. Steht bei dieser De montage der Dichtungsringe die Zulaufseite unter Leitungsdruck, so -wird dieser Druck über die Schieberplatte 3 durch die Gehäuse führung 2 aufgenommen. Das durch die Spalte S1 und 82 durchtretende Leckwasser kann durch die Entleerungsleitungen 10 und 11 abgeleitet werden.
Wie in Fig. 2 gezeigt ist, kann die Ge häuseführung 2 auch mit so viel Spiel her gestellt werden, dass beim Ausbau der ablauf- seitigen Dichtungsringe die Schieberplatte gegen einen am Gehäuse gebildeten Dich tungssitz 12 gedrückt wird, wodurch ein Re- serv eabschluss erreicht wird. Auch hierbei kann das Leckwasser durch die Entleerungs leitungen. 10 und 11 abgeleitet werden.
Bei dem in Fig. 3 gezeigten Gleitschieber ist ausser der gleich wie in Fig. 1 anisgebilde ten, auf der Schieberablaufseite angeordneten Betriebsdichtung 6; 7, 8 auch auf der Schie- berznlaufseite ein Einsatzring 13 mit einem daran angebrachten Dichtungsring 14 und einem mit diesem zusammenwirkenden, an der Schieberplatte 3 angebrachten Dichtungsring 15 vorgesehen.
Der letztere Dichtungsring 15 ist radial breiter als der Dichtungsring 14 und in der Stellung ,der Fig. 3 exzentrisch zu diesem angeordnet. Beim Ausbau des Einsatz ringes 8 und der Ringe 6 und 7 auf der Schieberablaufseite wird die Schieberplatte 3 durch den Flüssigkeitsdruck an die Gehäuse führung gepresst. Dabei wird der Dichtungs ring 15 etwas vom Dichtungsring 14 abgeho ben.
Um diesen Zwischenraum wieder aufzu heben, wird die Schieberplatte 3 nach abwärts geschoben, wodurch der Dichtungsring 15 wieder gegen den Dichtungsring 14 angepresst wird, wie aus Fig. 4 deutlich ersichtlich ist. Die Dichtungsringe 14, 15 ergeben somit in der Stellung nach Fig. 3 eine zusätzliche Ab- dichtung, und in der Stellung nach Fig. 4 dienen sie als Montageabschluss beim Ausbau der auslaufseitig angeordneten Dichtungs ringe 6 und 7.
Beim Beispiel nach Fig. 5 ist die Schieber- platte 3 und das Schiebergehäuse 1 auf der Zulaufseite mit Dichtungssitzen 16 und 17 versehen, die so ausgebildet sind, dass sie im Betrieb nicht dichten. Werden jedoch der Einsatzring 8 und die Dichtungsringe 6, 7 ausgebaut, so kann die Schieberplatte 3 so weit abwärts geschoben werden, dass die Sitze 1.6 und 17 gegeneinander gedrückt werden und einen Reserveabsehluss ergeben. Leck wasser, das hierbei zwischen diesen Sitzen 16, 17 hindurchtreten kann, wird durch die Lei tung 11 abgeleitet.
Fig. 6 zeigt einen ähnlichen Gleitschieber wie Fig. 3, mit dem Unterschied, dass hier der Dichtungsring 18 radial nicht so breit ist wie der Ring 15 in Fig. 3 und dass die Dichtungs ringe 14, 18 nicht dichten, wenn die auf der Auslaufseite angeordnete Betriebsdichtung 6, 7 zur Wirkung kommt. Wenn die Betriebs dichtung ausgebaut wird, so muss .die Schie- berplatte 3 so weit abwärts geschoben wer den, dass die Dichtungsringe 14, 18 gegenein ander gedrückt werden und einen dichten Abschluss bewirken.
Diese Dichtungsringe kommen somit nur zur Wirkung, wenn die Betriebsdichtung ausgebaut wird, und sie werden somit geschont.
Bei Gleitschiebern für Durchfluss in der einen oder andern Richtung können in ähn licher Weise wie in Fig. 3 auf beiden Seiten Einsatzringe mit Dichtungsringen angeordnet werden, wobei dann jeweils die austrittssei- tig angeordnete Dichtungseinrichtung unter vollem Leitungsdruck ausgebaut werden kann,
indem der Flüssigkeitsdruck über die Schie- berplatte 3 auf die Gehäuseführungen über tragen und das Leckwasser des Spaltes zwi- schen den einlaufseitigen Dichtungssitzen ab geleitet wird.
Beim Beispiel nach Fig. 7 und 8 trägt die Schieberplatte 3 ablauf- und eirnlaufseitig je einen Dichtungsring 19 bzw. 20, mit welchen je ein Dichtungsring 21 bzw. 22 zusammen- wirkt. Jeder der letzteren ist in einem Ring kanal eines Einsatzringes 23, 24 beweglich an geordnet. Jedem Ringkanal kann durch eine Leitung 25 bzw. 26 eine Druckflüssigkeit zu geführt werden, durch welche die beweglichen Dichtungsringe 21, 22 gegen die Dichtungs ringe 19, 20 der Schieberplatte 3 angedrückt werden können.
Bei diesem Schieber dient jeweils die auf der Ablaufseite angeordnete Dichtung als Betriebsdichtung und die auf der Einlaufseite der Schieberplatte vorhan dene Dichtung als Reservedichtung, die nur dann zur Wirkung kommt, wenn die Betriebs dichtung zwecks Revision ausgebaut wird. Dieser Ausbau geschieht durch Heraus nahme des Einsatzringes 23 bzw. 24 aus dem Sehiebergehäuse 1.
Das Beispiel nach Fig. 9 unterscheidet sich von demjenigen nach Fig. 7 und 8 da durch, dass sowohl die Betriebsdichtung als die Reservedichtung auf der Ablaufseite der Sehieberplatte 3 angeordnet sind. Die Platte 3 trägt auf der Ablaufseite zwei konzentrische Dichtungsringe 27, 28, welche mit bewegli chen Dichtungsringen 29, 30 zusammenwir ken, die in Ringkanälen von Einsatzringen 31, 32 verschiebbar angeordnet sind, welchen Ringkanälen für das Andrücken der Dich tungsringe durch Leitungen 33, 34 Druck flüssigkeit zugeführt werden kann.
Der äussere Einsatzring 32 ist mittels Schrauben 35 mit dem Gehäuse 1 verbunden, während der innere Einsatzring 31 in den Einsatzring 32 eingeschoben ist. Dieser innere Einsatzring 31 bildet mit den zugehörigen Dichtungs ringen 29 und 27 die Betriebsdichtung. Nach Lösen der Flansehverbindung 36 zwischen dem Schiebergehäuse 1 und der Leitung 9 kann, wie ersichtlich, der Einsatzring 31 aus gebaut werden, wobei die Reservedichtung, die durch den Einsatzring 32 und die Dich tungsringe 30 und 28 gebildet ist, die Abdich tung übernimmt.
Fig. 10 zeigt einen ähnlichen Gleitschieber wie Fig. 9, wobei der Einsatzring 31 mit Dichtungsring 29 ausgebaut ist. Ferner ist im Einsatzring 32 neben dem Kanal für die Auf nahme des Diehtungsringes 30 noch ein Ka- nal 37 für die Aufnahme von Leckwasser vorgesehen, das durch eine Entleerungslei tung 38 abgeleitet wird.
Beim Beispiel nach Fig. 11, bei welchem der mit dem Dichtungsring 27 zusammen wirkende Dichtungsring 29 und der Einsatz ring 31 ausgebaut sind, ist an Stelle des Ein satzringes 32 und des Dichtungsringes 30 der Reservedichtung ein Einsatzring 39 vorhan den, welcher gegen den Dichtungsring 28 einen Luftspalt S2 bildet und welcher einen Kanal 40 für die Aufnahme von Leckwasser aufweist, das durch die Entleerungsleitung 41 abgeleitet wird. Auf der Zulaufseite der Sehieberplatte ist ein weiterer Spalt S1 vor handen, und das durch diesen Spalt durch tretende Leckwasser wird durch. die Entlee rungsleitung 42 abgeleitet.