CH268855A - Verfahren zur Herstellung von metallothermischen Heizpatronen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von metallothermischen Heizpatronen.

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CH268855A
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     metallothermischen    Heizpatronen.    Die Verwendung von     metallotherinischen     Gemischen zur Erwärmung ist bekannt. Man  braucht solche Mischungen z. B. für Tauch  sieder, für     Heizunterlagen        zum    Erwärmen  von Konservendosen, zum Anheizen von Löt  kolben und zum Schweissen von Metallen, ins  besondere z.

   B. zum Schweissen von Draht  seilen ans Aluminium oder     Ahiminiumlegie-          rung.    Die Mischungen enthalten vorzugsweise       Eisenoxyd    und Aluminium oder     Magnesium.          flenn    bei einer solchen hasse die chemische  Umsetzung durch     Zündung    eingeleitet     wird"     schreitet sie von selbst fort, und es bilden sieh  bei der erwähnten     Zusammensetzung    Eisen  und Aluminiumoxyd oder     Magnesiumoiyd.     Diese Reaktion ist stark     exothermisch,    und  man kann die freiwerdende     Wärine,

      beispiels  weise zu den angegebenen Zwecken benützen.  



       Wird    die Mischung nur zu Heizzwecken       benützt,        so        wird        die     im all  gemeinen so gewählt, dass das flüssige Eisen  nicht ausläuft. Bekannt ist beispielsweise     fol-          gend-e,    Zusammensetzung  <B>20-30</B> 0/0     lfagnesiumpu.lv    er,       2-    7     %        Aluminiumpulver,     67-78 0/0 Walzensinter.  



  Soll eine solche Mischung zur     Anwärmung     oder     lleizung    von Gegenständen verwendet.  werden, ist es     besonders    vorteilhaft,     wenn    sie  in Form einer     zusammenhängenden    Patrone  an einen Ort, wo man sie braucht, gebracht  werden kann.  



  Solche Patronen wurden bisher so her  gestellt, dass man entweder die in feiner Ver-         teilung    vorliegenden Stoffe, in eine Hülle  schüttete und diese Hülle verschloss, oder dass  man, wenn nötig,     unter    Verwendung eines  Bindemittels die Mischung so zusammen  presste, dass sie einen zusammenhängenden  Körper bildete. Da es schwierig ist, eine Zu  sammensetzung zu finden, die beim Pressen  ohne Hülle einen kompakten Körper liefert,       verwendete    man auch in diesem Falle meist.  eine Hülle, in welche die Stoffe     hineingepresst          wurden.    Als Bindemittel für solche     PrE:ss-          mischungensind    z.

   B. bekannt Schwefel, Talk,  Kaolin und Öle.  



  Das einfache     Schüttverfahren    hat den  grossen Nachteil,     da.ss    sich die     Mischung    beim       Lagern    oder insbesondere beim Transport der  Patronen leicht entmischt, wobei die gleich  artigen Teilchen je nach Grösse und Gewicht.  unter dem Einfluss der Schwerkraft, insbeson  dere beim Rütteln, nach unten bzw. nach oben  streben.

   Eine solche     Entmisehung    ist verständ  lich, wenn man bedenkt, dass das     Sehüttge-          wic.ht    von     Aluminiumpulver    etwa 1,4     kg,idm3,     von     llagnesiumpulver    etwa 0,7     kg",    dm-" und von       Walzersinter    in Pulverform etwa 2,2     kg!dm           beträgt.     



  Auch wenn die Stoffe in eine Hülle hin  eingepresst werden, besteht diese     CTefahr.    Das  Pressen hat ausserdem ganz allgemein den       Nachteil,    dass es die Anschaffung einer sehr  teuren Maschine voraussetzt und dass der  ganze Vorgang verhältnismässig viel Zeit und  Arbeit in Anspruch nimmt.      Diese Nachteile werden nun durch die Er  findung vermieden.

   Sie betrifft ein Verfahren  zur Herstellung von     metallothermischen,    ins  besondere     alLLminothermischen    Heizpatronen,  welches dadurch     gekennzeichnet    ist, dass     die:          metallothermische    Mischung durch Zusatz  stoffe giessfähig und aushärtend gemacht und  durch Giessen in die endgültige Gestalt der  Patrone gebracht     wird.        Gegenstand    der Er  find-mg ist auch eine nach diesem Verfahren  hergestellte     Heizpatrone.    Dadurch, dass die       Mischung        durch        ihre    Zusammensetzung eine  derartige Konsistenz erhält,

   dass sie gegossen  werden kann, erreicht man, dass auf sehr ein  fache und rasche     Art    beliebig gestaltete: Pa  tronen hergestellt werden können.     Wenn    die  Patrone gegossen ist, erhärtet die Mischung  langsam und die Gefahr der Entmischung bei       Lagerung    oder Transport ist vollständig ver  mieden. Man kann     auf    diese Weise mühelos  Patronen in der Gestalt von Zylindern, fla  chen Scheiben oder Hohlzylindern, welche be  sonders für die     Schweissung    von Drahtseilen  geeignet sind, herstellen.

   Man giesst die Mi  schung entweder in die Hüllen, welche die  Gestalt der Patrone haben und sie nachher       -umgeben    sollen, oder in Formen (Kokillen),  aus welchen die gegossenen Patronen nach  der Erstarrung herausgenommen werden.  



  Will man     beispielsweise    Patronen für die       Seilschweissung    verfertigen, so giesst man die       metallothermische        3Tischiuig    in bereitstehende       Zylinder,    welche aus Pappe, Papier oder Me  tallfolie bestehen     können,    auf der einen Seite  bereits verschlossen sind und im Innern ein       ebenfalls        zylindrisches    Rohr enthalten, das  vorzugsweise aus Eisen verfertigt ist und beim  Schweissen als Form dient. Nach dem Giessen  kann die Patrone zum Schutz gegen mecha  nische und     chemische    Einflüsse auch auf der  andern Seite verschlossen werden.  



  Eine für das Verfahren gemäss der Erfin  dung geeignete     aluminothermische    Mischung  enthält z. B. folgende     Bestandteile:     1 Teil     Silico@-Aluminium,    bestehend aus       45        %        Al,        35        %        Silizium        und        20        %        Eisen.     



  1 Teil     Walzensinter,    bestehend aus fein       verteilten        Eisenoxyden.       Um die Mischung besonders billig herstel  len zu können, ist es auch     möglich,    statt des  erwähnten     Silico-Aluminiums,    Rückstände aus  der     Dreischichtenelektrolyse    zur     Raffination     des Aluminiums zu verwenden.

   Solche     Rück-          stände        enthalten        z.        B.        45        %        Aluminium,        30        %          Kupfer,

          15%        Eisen        und        101/o        Silizium.        Zu          60%        solcher        Rückstände        werden        beispiels-          weise        401/o        Walzensinter    zugegeben.  



  Selbstverständlich ist es ebensogut mög  lich, statt der erwähnten     Legierungen    in fein  verteilter Form, neben     Walzensinter    Pulver       von          Magnesium,    Silizium,     Ferro-          silizium    oder     Kalziumsilizid    zu verwenden.

    Diese Pulver können auch bereits mehr oder       weniger    stark     oxydiert    sein,     und    es ist ferner  möglich,     Aluminiumoxyd    oder     Magnesiumoxyd          zuzusetzen.    Damit kann die     Reaktions-          geschwindigkeit    geregelt werden.  



  Um eine     giessfähige    und aushärtende Mi  schung zu erhalten, werden beispielsweise       10-251/o    eines     Zusatzstoffes    beigemischt.  Einen geeigneten Zusatzstoff kann man da  durch herstellen, dass man, beispielsweise       1-61/o,        Kollodium    in Azeton, Alkohol,     Me-          thylazetat    oder in einem Gemisch von einer  oder mehrerer dieser Flüssigkeiten mit Äther,  z. B. in     einer    Mischung von Aceton und  Äther, auflöst. Die Beigabe von     Kollodium     hat den grossen Vorteil, dass sie die Mischung  wasserabstossend macht. Man hat dann keine  schädlichen Einwirkungen von Wasser bzw.

    Feuchtigkeit auf die Mischung oder die fer  tige Heizpatrone zu befürchten.  



  Als Zusatzstoffe sind ferner     geeignet:     Lacke, insbesondere     Zaponlack,    Zement oder  Lösungen von Natur- und Kunstharzen.  



  Die Mischung kann auch Gips Lind Wasser  enthalten. Dabei dient entweder der mit Was  ser angerührte Gips als Zusatzstoff, welcher  die Mischung giessfähig und aushärtend  macht, oder der in der Mischung enthaltende  Gips bzw. das     Kalziumsulfat    ist mindestens  zum Teil Reaktionspartner. Mit Wasser als  Zusatzstoff hat Gips dann gleichzeitig die  Fähigkeit, die Mischung giessfähig und aus  härtend     --ui    machen.

        Beispiele für die Zusammensetzung von  giessfähigen und aushärtenden Mischungen:       1.        12        Teile        einer        Legierung,        welche        30%        Cu,          151/o        Fe,        1011/o        Si        Lind        45%        Al        enthält,        in     pulverförmigem Zustand,  8 Teile Walzensinter,

         3-4    Teile Lösung von     1-611/o        Kollodium     in Azeton.  



  2. 5 Teile Aluminiumpulver,  2 Teile Gips,  2 Teile Wasser.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von metallo- thermischen Heizpatronen, dadurch gekenn zeichnet, dass die metallothermische Mischung durch Zusatzstoffe giessfähig und aushärtend gemacht. und durch Giessen in die endgültige Gestalt der Patrone gebracht wird. UNTERANSPR.L CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die metallother- mische Mischung .eine aluminothermische ist. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Mischung in eine die Patrone umschliessende Hülle gegos sen wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Mischung in eine Form gegossen wird, aus welcher die Pa trone nach der Erstarrung herausgenommen wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der metallother- mischen Mischung 10-251/o Zusatzstoffe bei gemischt werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Zusatzstoff eine Lösung von Kollo- dium in Azeton verwendet wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspriichen 4 und 5, dadurch gekenn zeichnet, dass man 1-61/o Kollodium in Aze- ton löst. 7. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Zusatzstoff eine Lösung von Kollo dium in einer Mischung von Azeton und Ätlter verwendet wird. B.
    Verfahren nach. Patentanspruch I und Unteransprüchen 4 und 7, dadurch gekenn zeichnet, dass man 1-61/a Kollodium in einer Mischung von Azeton und Äther löst. 9. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als Zusatzstoff Zaponlack verwendet wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als Zusatzstoff die Lösung eines Naturharzes verwendet wird. 11. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch. gekennzeichnet, dass als Zusatzstoff die Lösung eines Kunstharzes verwendet wird. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die 'Mischung Gips enthält, wobei dieser Gips mindestens zum Teil Reaktionspartner ist, und da.ss als Zu satzstoff Wasser verwendet wird. 13. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als Zusatzstoff mit Wasser angerührter Gips verwendet wird. PATENTANSPRUCH II: Heizpatrone, hergestellt nach dein Verfah ren gemäss Patentanspruch I.
CH268855D 1948-07-24 1948-07-24 Verfahren zur Herstellung von metallothermischen Heizpatronen. CH268855A (de)

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