CH269235A - Einrichtung zum dichten Abschliessen der Austrittsöffnung eines drehbaren Trommelofens mit kontinuierlichem Betrieb, zum Reduzieren von Erzen. - Google Patents
Einrichtung zum dichten Abschliessen der Austrittsöffnung eines drehbaren Trommelofens mit kontinuierlichem Betrieb, zum Reduzieren von Erzen.Info
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Description
Einrichtung zum dichten Abschliessen der Austrittsöffnung eines drehbaren Trommelofens mit kontinuierlichem Betrieb, zum Reduzieren von Erzen. Bei Reduktionstrommelöfen mit kontinu ierlichem Betrieb, in denen z. B. Eisenerze durch Wasserstoff reduziert. werden, ist es wichtig, dass der Ofen auch bei innerem Überdruck gasdicht ist, tun Gasverluste zu vermeiden und allfällige Explosionen zu ver hindern. Da das Erz für solche Öfen stets fein gemahlen sein muss, so erreicht man die, Dichtigkeit. auf der Eintrittseite des Erzes in den Ofen dadurch, dass man zwischen Bun ker und Ofen ein Rohr von genügender Länge einschaltet. Das in diesem Rohr befind liche Erz dichtet. so gut ab, dass kein Gas aus strömen kann.
Das Erz wird dann durch eine Fördervorrielitung, z. B. eine Schnecke, in den Drehofen befördert und wieder durch eine Schnecke vom Ofen zum Austritt des Ofens geschoben. Um die Gasdichtigkeit auch auf der Erzaustrittseite zu gewährleisten, muss eine besondere Einrichtung angebracht wer den, welche den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet.
Diese Einrichtung besitzt einen mit dem Austrittsende des Ofens verbundenen auf rechtstehenden Behälter, an dessen unterem Ende eine durch ein Verschlussorgan ge steuerte Öffnung für den Erzaustritt vorge sehen ist, wobei dieses Verschlussorgan mecha nisch mit. einer von der im Behälter befind liehen Erzsäule beeinflussten Vorrichtung verbunden ist, welche dieses Verschlussorgan im Sinne des öffnens selbsttätig nur dann und nur so lange betätigt, als durch die Höhe der Erzsäule die Gasdichtigkeit der Austritts öffnung gewährleistet wird.
Die beiliegende Zeichnung zeigt beispiels weise schematisch zwei Ausführungsarten des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 1 zeigt teilweise eine Seitenansicht, teilweise einen Längsschnitt eines drehbaren Trommelofens .mit einer Vorrichtung zum Einführen des Erzes in den Ofen und einer ersten Ausführungsart des Erfindungsgegen standes.
Fig. 2 zeigt diese erste Ausführungsart in anderer Betriebslage.
Fig. 3 und 4 zeigen eine zweite Ausfüh- rungsart in zwei verschiedenen Betriebslagen. Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, ist eine zylindrische, z. B. elektrisch geheizte, Ofen trommel 0 mit den beiden Ansehlussteilen l1 und B auf Rollen R um ihre Längsachse, welche auch leicht geneigt sein kann, drehbar gelagert und erhält ihre Drehbewegung mit tels eines Zahnkranzes Z und eines damit im Eingriff stehenden Antriebsrades V.
Die Anschlussteile A und B dringen in feststehende und dicht abschliessende Lager C bzw. D ein, an welche eine Gaszuleitung E bzw. eine Gasableitung F angeschlossen sind.
Am Lager C ist eine, Vorrichtung G zum. Einführen des Erzes in den Ofen vorgesehen, und das Lager D ist durch den Kanal K mit einer Einrichtung gemäss der Erfindung verbunden. In den Teilen r1 und B sind nicht darge stellte Fördervorrichtungen bekannter Art, z. B. Förderschnecken, vorgesehen, durch wel che in bekannter Weise das Erz zur Ofen- trcnunel 0 und aus derselben bewegt wird.
In Fig. 1 sieht man, dass das aus dem Ofen austretende Erz durch den Kanal K in ein Gefäss 1 fällt, das durch einen aufrecht, im vorliegenden Fall senkrecht stehenden Zy linder gebildet und nach unten durch ein Rohr 2 verlängert ist, dessen offenes Ende durch einen Deckel 3 abgeschlossen ist. Im Gefäss 1 befindet sieh ein Stempel 4, der durch eine über eine Stopfbuchse 6 nach aussen geführte Stange 5 mit einem Ende eines Hebels 7 verbunden ist.
Der Hebel 7 ist in seinem mittleren Teil bei 8 in einem nach oben offenen Lager 18 drehbar gelagert. Das andere Ende des Hebels 7 ist durch eine Stange 9 mit der Kurbel 11 verbunden, wel che fortwährend gedreht wird. Durch die drehende Bewegung der Kurbel 11 bewegt sich der Stempel 4 im Gefäss 1 fortwährend auf und ab und übt bei seiner Abwärtsbewe gung bei geöffnetem Organ 3 auf die im Ge fäss befindliche Erzsäule einen teilweise durch das Eigengewicht des Stempels bestimmten Druck aus, der sie in Richtung der Austritts öffnung presst.
Der Drehpunkt. des Hebels 7 im Lager 18 ist durch eine Stange 13 mit dem Arm 14 eines Winkelhebels 14, 15 ver bunden, der bei 16 drehbar gelagert ist. Der Arm 15 des Winkelhebels trägt den Deckel 3. Das Gelenk zwischen der Stange 13 und dem Hebelarm 14 wird durch eine Feder 17 nach amten gezogen, -tun den Drehpunkt der Stange 7 im Lager 8 festzuhalten und den Deckel 3 in der Schliessstellung zu halten.
Der Ab stand zwischen der tiefsten Lage des Stem pels 4 und dem Deckel 3 (Fug. 1) ist so ge wählt, dass die zwischen diesen Teilen befind liche Erzsäule einen gasdichten Abschluss der Austrittsöffnung des Gefässes 1 sichert.
Durch den fortwährenden Eintritt des Erzes in die Kammer 1 wird die Erzsäule immer höher, so dass schliesslich der Stempel 4 seine volle Bewegung nach unten nicht mehr ausführen kann, wie dies in Fig. 2 dar- gestellt ist.
Der Stempel 4 bleibt dann in er höhter Lage, und seine Gelenkstelle mit dem Hebel 7 wird vo!rüb-Irgehend zum feststehen den Stützpunkt, um welchen der Hebel 7 schwingt. Da die Kurbel 11 sich fortwährend dreht, so wird der Drehpunkt der Stange 7 mit der Stange 13 entgegen der Wirkung der Feder 17 gehoben, wodurch der Deckel 3 vom freien Ende des Rohres 2 abgehoben wird und Erz aus dem Rohr so lange austreten lässt, bis die Erzsäule im Behälter 1 so viel gesunken ist, dass der Stempel 4 wieder seine volle Bewegung ausführen kann.
Auf diese Weise wird im Behälter 1 eine Erzsäule er halten, welche die Gasdichtigkeit beim Aus tritt des Erzes gewährleistet. Die Feder 17 könnte awch fehlen, so dass der Ausstossdruck des Stempels praktisch ausschliesslich durch dessen Eigengewicht bestimmt wäre.
Bei der in den Fig. 3 und 4 dargestellten zweiten Ausführungsform der Vorrichtung ist die Anordnung der Teile 1 bis 16 die gleiche wie in der vorbeschriebenen Ausfüh rungsform, so dass deren Beschreibung nicht wiederholt wird.
In dieser Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 ist jedoch das Gelenk 8 des Hebels 7 mit der Stange 13 nicht in einem Lager ab gestützt, sondern steht frei. Ferner ist ein in der Lage nach Fig. 3 zam Hebel 7 par alleler Hebel 27 angeordnet, der oberhalb des Gelenkes 8 in einem feststehenden Lager 28 drehbar gelagert ist. Die Stange 9 ist über ihre Gelenkstelle 30 mit dem Hebel 7 hinaus bei 29 verlängert und an einem Ende des Hebels 27 angelenkt.
An dem über dem Stempel 4 gelegenen Ende des Hebels 27 ist eine Stange 25 ange- lenkt, die mit dem Gelenk 26 zwischen der Stange 5 und dem Hebel 7 derart verbunden ist, dass sie dieses Gelenk wohl zu heben ver mag, dass sich dieses aber unabhängig von ihr aufwärts bewegen kann.
Der Hebel 7 ist über dem Gefäss 1 durch eine Feder 21 mit diesem verbunden, welche danach trachtet, bei der Abwärtsbewegung des linken Armes dieses Hebels den Stempel 4 stets auf das Erz und über die Stange 13 und den Winkelhebel 11, 15, den Deckel 3 auf die untere Öffnung des Rohres 2 aufzu- drücken.
Die Arbeitsweise dieser Ausführungsart ist folgende: Bei dem in Fig. 3 dargestellten Betriebs zustand, das heisst, wenn die zwischen dem Stempel 4 in dessen tiefster Lage und dem Deckel 3 befindliche Erzsäule gerade genügt, rirri den dichten Abschluss des Gefässes 1 nach unten zu sichern, so bewegen sich die beiden Hebel 7 und 27 parallel zueinander, indem das Gelenk 26 durch die Stange 25 gehoben wird.
Wenn dagegen die Erzsäule im Gefäss 1 ansteigt, wie in Fig. -1 dargestellt., so bleibt bei der Abwärtsbewegung des linken Armes des Hebels 27 der Stempel 4 auf dem Erz liegen, und der Hebel. 7 schwingt um seine Gelenkstelle 30 an der Stange 9. Dadurch wird die Stange 13 nach oben gezogen und bewirkt die Schwingung des Hebels 14, 15 und somit das Öffnen des Deckels 3.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum dichten Abschliessen der Austrittsöffnung eines drehbaren Trommel ofens reit. kontinuierlichem Betrieb zum Re duzieren von Erzen, gekennzeichnet durch einen mit dem Austrittsende des Ofens ver bundenen aufrechtstehenden Behälter, an dessen unterem Ende eine durch ein Ver- schlussorgan gesteuerte Öffnung für den Erz austritt vorgesehen ist, wobei dieses Ver- schlussorgan mechanisch mit einer von der im Behälter befindlichen Erzsäule beeinflussten Vorrichtung verbunden ist,welche dieses Ver- schlussorgan im Sinne des öffnens selbsttätig nur dann und nur so lange betätigt, als durch die Höhe der Erzsäule die Gasdichtigkeit der Austrittsöffnung gewährleistet wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die erwähnte Vor riehtung ein an einem Scliwingliebel aasge lenktes Pressorgan aufweist, welches dauernd im genannten Erzbehälter eine Auf- und Ab wärtsbewegung ausführt und bei seiner Ab- wärtsbewegung bei geöffneter Austrittsöff nung auf die im Behälter befindliche Erz säule einen wenigstens teilweise durch das Eigengewicht des Stempels bestimmten Druck ausübt, der sie in Richtung der Austrittsöff nung presst, wobei das Verschlussorgan dieser Austrittsöffnung mechanisch mit dem Schwinghebel verbunden ist. 2.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Pressorgan an einem Ende des Schwinghebels angelenkt ist, dessen anderes Ende mit einem Betätigungsorgan mechanisch verbunden ist, durch welches es dauernd in Schwingung versetzt wird, wobei zwischen den beiden Enden des Schwinghebels eine Ge lenkstelle für dessen mechanische Verbindung mit dem Versehlussorgan vorgesehen ist. 3. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die zwischen seinen beiden En den befindliche Gelenkstelle des Hebels in einem feststehenden Lager ruht, welches nach oben offen ist und eine Bewegung der Gelenk stelle in senkrechter Richtung nach aufwärts gestattet. 4.Einrichtung nach Patentansprrich und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass das Ende des Schwinghebels, das mit dem Betätigungsorgan mechanisch verbunden ist., durch welches es in Schwin- gaing versetzt wird, unnachgiebig mit.einem Ende eines zweiten Schwinghebels verbunden ist., welcher über der mittleren Gelenkstelle des ersten Hebels in einem feststehenden Drehlager ruht und dessen über dem genann ten Erzbehälter befindliches Ende für das dort vorhandene Gelenk des ersten Schwinghebels ein nach oben offenes Lager trägt, üelehes eine' Relativbewegung dieses Lagers gegenüber dem zuletztgenannten Ge lenk erlaubt. 5.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Feder vorgesehen ist, welche danach trachtet, das Pressorgan auf die genannte Erzsäule und das Verschluss- organ gegen die Austrittsöffnung zu pressen.6. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Betätigungs organ des Verschlussorgans am Drehpunkt eines zweiarmigen Schwinghebels angelenkt sind, der dauernd eine Sehwingbewegung er hält und an einem Ende ein Organ trägt, welches sich, bei der Bewegung des Hebels in einem Sinn, während der Öffnung des Ver- schlussorgans auf der Erzoberfläche im Behäl ter abstützt,so dass seine Gelenkstelle mit dem Schwinghebel vorübergehend zum Test stehenden Stützpunkt wird, um welchen der Hebel schwingt, so dass die Gelenkstelle zwi schen dem Verschlussorgan und seinem Be tätigungsorgan bewegt wird und so das Öff nen des Verschlussorgans veranlasst.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH269235T | 1947-01-09 |
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| CH269235D CH269235A (de) | 1947-01-09 | 1947-01-09 | Einrichtung zum dichten Abschliessen der Austrittsöffnung eines drehbaren Trommelofens mit kontinuierlichem Betrieb, zum Reduzieren von Erzen. |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2119650A1 (de) * | 1970-04-23 | 1971-11-04 | Atomic Energy Authority Uk | Drehofen |
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1947
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