CH269338A - Verfahren zur Herstellung einer neuen Piperidinverbindung. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer neuen Piperidinverbindung.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung einer neuen Piperidinverbindung. Es wurde gefunden, dass man zu neuen Pyridin- und Piperidinverbindungen gelangen kann, wenn man 112onoaryl-acetonitrile, deren Acetonitrilrest wenigstens ein Wasserstoff atom enthält, mit kernhalogenierten Pyridi- nen und *Piperidinen in Gxegenwart von halogenwasserstoffabspaltenden Mitteln um setzt, wenn erwünscht,
ein Wasserstoffatom an dem mit der Nitrilgruppe verbundenen Kohlenstoff durch einen Alkylrest ersetzt, in den erhaltenen Verbindungen die Nitril- gruppe in einer oder mehreren Stufen in die Carboxyl-, eine Ester-, eine Amid-, eine Keto- oder eine Methylenaminogruppe umwandelt, gegebenenfalls gewonnene Pyridine durch Reduktionsmittel in die entsprechenden Pi- peridirie überführt und,
/oder gegebenenfalls die so hergestellten Pyridin- oder Piperidin- verbindungen am Ringstickstoff weitersubsti tuiert.
Die für die Umsetzung in Betracht fallen den Monoaryl-acetonitrile können in der Me- thylengruppe des Aeetonitrilrestes einen Sub- st.ituenten sowie im Arylrest noch einen oder mehrere Substituenten enthalten.
Beispiels meise seien erwähnt: Phenyl-acetonitril, Naph- thvl-acetonitril, a-Phenyl-a-alkyl-acetonitrile, wie a-Phenyl-a-methvl-acetonitril, 3-Methoxy- phenyl. - aeetonitril, 3,4 - Dimethoxy - phenyl - acetonitril, 3,
4-llethvien-dioxyphenyl-aceto- nitril. Als kernhalogenierte Pyridine und Piperidine kommen z. B. in Frage: 2-Chlor- pyridin, 4-Chlor-pyridin, 1-Methyl-3-chlor- piperidin. Diese können auch weitersubsti- tuiert sein. So lässt sich 2-Chlor-5-nitropyr- idin als Ausgangsstoff verwenden.
Die Um setzung wird vorzugsweise in inerten Lösungs mitteln, wie z. B. Äther, Benzol, Toluol und dergleichen, durchgeführt. Für die Abspal tung des Halogenwasserstoffes werden vor teilhaft Natrium, --Kalium, Lithium als solche oder in Form ihrer Amide, Hydride, Alko- holate oder Kohlenwasserstoffverbindungen, wie z.
B. Natriumamid, Natriumhydrid, Ka- liuin-tert.butylat, Kalium-tert.amylat, Butyl- Lithium, Phenyl-Natrium oder Phenyl-Li- thium, verwendet.
Werden bei dieser Umsetzung Acetonitrile erhalten, die an dem mit der Nitrilgruppe verbundenen Kohlenstoff noch ein Wasser stoffatom aufweisen, so kann dieses z. B. durch Umsetzung, mit Alkylhalogeniden, wie Methyl-, Äthyl- oder Diäthylaminoäthylchlo- rid, in Gegenwart von halogenwasserstoff- abspaltenden Mitteln, durch die entsprechen- den Alkvlreste ersetzt werden.
Die bei der Umsetzung gewonnenen a- Arvl-crpvridvl-aeetonitrile oder a-Aryl-a- piperidvl-aeetonitrile können durch Einwir kung geeigneter hydrolysierender Mittel in die Säuren oder ihre Amide überführt wer den. Die Amide lassen sieh auch aus den Säu ren bzw. ihren Derivaten wie Halogeniden durch Umsetzung mit Ammoniak oder Ami nen herstellen.
Die Ester können aus den Nitrilen, Säuren oder Amiden mit entspre chenden Veresterungsmitteln gewonnen wer den, wobei auch solche Alkohole bzw. ihre Derivate zur Anwendung gelangen können, die basische Gruppen enthalten. Durch Um setzung der Nitrile mit den üblichen metall organischen Verbindungen und durch Zer setzung der gebildeten Zwischenprodukte ge langt man zu den Ketonen. Zur Herstellung der Amine können die Nitrile mit Reduk tionsmitteln behandelt werden.
Bei Verwen dung von a-Aryl-a pyridyl-acetonitrilen kann durch geeignete Wahl der Reduktionsmittel und -bedingungen die Reaktion so geleitet werden, dass entweder ss-Aryl-ss-pyridyl-äthyl- amine oder fl-Aryl-ss-piperidyl-äthylamine ent stehen. Bei dieser Reduktion der Nitrile zu den Aminen entstehen ferner, je nach den Bedingungen, neben den primären auch die sekundären Basen.
So wird beispielsweise aus a-Phenyl-a-pyridyl-(2)acetonitril in alkoho lischer Lösung mit Wasserstoff in Gegenwart von Nickelkatalysator bei niedriger Tempera tur ss-Phenyl-ss-pyridyl-(2)-äthylamin und Di- (ss-phenyl-ss-pyridyl-(2]-äthyl)-ainin erhalten. Die gewonnenen primären und sekundären Äthylamine können nasch den üblichen Metho den in der Aminogruppe noch weitersubsti tuiert werden.
Die nach dem vorliegenden Verfahren er haltenen Pyridincarbonsäuren bzw. ihre Amide und Ester, ferner, wie oben dargelegt, die Pyridyläthydamine, lassen sieh durch Einwir kung von hiezu geeigneten Reduktionsmitteln in die entsprechenden Piperidinverbindungen überführen.
Eine weitere Substitution der Pyridine und Piperidine am Ringstickstoff kann in irgendeiner Realztionsstufe geschehen. Es las sen sich so z. B. dureli Umsetzung mit Alkyl- lialogeniden, Alken ylhalogeniden, Arvisulfon- säureestern,
DialkvIsulfaten oder auch Ary1- alkvlhalogeniden die entspreehenden quater- nären Verbindungen herstellen. Es ist jedoch, ausgehend von am Rin gstiekstoff nicht sub stituierten Piperidinen, aueli möglich, tertiäre Piperidine <B>ZU</B> gewinnen.
(CeZenstand des vorliegenden Patentes ist ein Verfahren zur Herstellung einer Piperidin- verbindung, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man c- Phenyl-a-pyridyl-(2)-essigsäure- methylester mit einem Reduktionsmittel be handelt.
Der so erhaltene a-Phenyl-a-piperidyl-(2)- essigsäuremethylester besitzt den Kp. o" 135 bis 13711 und bildet ein Hydrochlorid vom F.<B>208'.</B> Es soll als Heilmittel Verwendung finden. , Beispiel: 50 g a-Phenyl-a-pYridyl-(2)-essigsäure- methylester werden in Eisessig in Gegenwart von 1 g Platinkatalysator bei Zimmertempe ratur hydriert, wobei der Ester 6 Wasserstoff- , atome aufnimmt.
Man erhält dabei in theo retischer Ausbeute den a-Phenyi-a-piperidy 1- (2)-essigsäuremethylester vom Kp. o,, 135 bis 137 . Er bildet ein Hydrochlorid vom F. 208 .
Der Ausgangsstoff, der a-Pheny 1-a-pyri- , dyl-(2)-essigsäuremethylester, kann beispiels weise wie folgt erhalten werden: Zu einer Lösung von 117 g Phenyl-aceto- nitril und 113 g 2-Chlorpyridin in 400 ein' absolutem Toluol werden allmählich unter" Rühren und Kühlen 80 -g pulverisiertes Na- triumamid zugegeben.
Hierauf wird langsam auf 110 bis 12011 erhitzt und eine Stunde bei dieser Temperatur gehalten. Nach dem<B>Er-</B> kalten wird mit Wasser versetzt, die Toluol- s lösung mit verdünnter Salzsäure ausgeschüt telt und die salzsauren Auszüge mit konzen trierter Natronlauge alkalisch gemacht. Dabei scheidet sich eine feste Masse ab, die in Essig- ester und destilliert wird, wo- i bei a Phenyl-a-pyridyl-(2)-acetonitril bei,150 bis 155 und 0,5 mm übergeht.
Aus Essigester umkristallisiert sehmilzt es bei 88 bis<B>89'.</B> Ausbeute 135 g.
100 --g a-Plienvl-a-pyriclv1-(2)-aeetonitril f werden in 400 enr ; honzentriertei- Sehwefe1- säure ein,retra",en, über -Nacht bei Zimmer-. temperatiir stehengelassen, auf Eis gegossen und mit Soda alkalisch geniaeht. Es scheidet sich dabei das a-Plienvl-a-pyrid@-1-(2)-acet- s amid ab, das,
aus Essigester umkristallisiert, den F. 134 zeigt. Ausbeute 96 g.
<B>100</B> g des erhaltenen a-Pheuz#I-a-pyridy 1 (2)-aeetaniids, in 1 Liter Methylalkohol ge löst und 6 Stunden bei Wasserbadtemperatur mit Chlorwasserstoff behandelt, liefern nach Einengen, Verdünnen mit Wasser und Alka- lischmachen mit Soda in einer Ausbeute von 90 g den a-Phenyl-a-pyridyl-(2)-essigsäure- methylester. F. 74 bis 750 (aus 50 % igem Alkohol).
Zu diesem Ester kann man auch gelangen, wenn man statt des Amids direkt das a-Phe- nyl-a-pyridyl-(2)-acetonitril, in Methylalkohol gelöst, der gleichen Behandlung mit Chlor wasserstoff bei Wasserbadtelnperatur unter zieht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer netten Piperidinverbindung, dadurch gekennzeichnet, dass man a-Phenyl-a-pyridyl-(2)-essigsäure- methylester mit einem Reduktionsmittel be handelt. Der so erhaltene a-Phenyl-a-piperidyl-(2)- essigsäuremethylester besitzt den Kp.a" 135 bis 137 und bildet ein Hydrochlorid vom F. 208 .Er soll als Heilmittel Verwendung finden. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mit Wasserstoff in Gegenwart eilfies Platinkatalysators behandelt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH269338T | 1944-01-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH269338A true CH269338A (de) | 1950-06-30 |
Family
ID=4477243
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH269338D CH269338A (de) | 1944-01-19 | 1944-01-19 | Verfahren zur Herstellung einer neuen Piperidinverbindung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH269338A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6096760A (en) * | 1997-05-30 | 2000-08-01 | Johnson Matthey Public Limited Company | Solid α-phenyl-2-piperidine acetate free base, its preparation and use in medicine |
-
1944
- 1944-01-19 CH CH269338D patent/CH269338A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6096760A (en) * | 1997-05-30 | 2000-08-01 | Johnson Matthey Public Limited Company | Solid α-phenyl-2-piperidine acetate free base, its preparation and use in medicine |
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