CH269475A - Verfahren und Vorrichtung zum Binden von Schussfäden. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Binden von Schussfäden.

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CH269475A
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Aktiengesellschaft Gebr Sulzer
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Sulzer Ag
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D47/00Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms
    • D03D47/40Forming selvedges

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description


  Verfahren und Vorrichtung zum Binden von Schuffäden.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum  Binden von Sehussfäden mittels in Richtung  der Kettfäden laufender, zu verzwirnender  Drehfäden und eine Vorrichtung zur Ausfüh  rung des Verfahrens. Das Verfahren besteht  darin, dass der Drehsinn einer Drehfadenv     er-          zwirnung    jeweils frühestens nach zwei Ver  drehungen der Drehfäden geändert wird, wo  bei nach jeder Verdrehung mindestens ein  Schussfaden eingetragen wird. Die Vorrich  tung zur Ausführung des Verfahrens besteht  darin, dass Mittel vorhanden sind zum Än  dern des Drehsinnes einer     Drehfadenverzwir-          nung    jeweils frühestens nach zwei Verdre  hungen.  



  Die Erfindung ergibt den Vorteil, dass die  Schussfäden im Gegensatz zu bekannten     Ver-          zwirnungen,    welche ihren Drehsinn bereits  nach jeder Verdrehung ändern, wie z. B. bei  Verzwirnungen, gebildet durch Dreherlitzen,  bedeutend stärker und fester eingebunden  werden. Ein Vorteil bei Verwendung von  Zwirnringen als Zwirnmittel ist, dass die  Drehfadenspulenhalter am Webstuhl befestigt.  sein können.  



  Beiliegende Zeichnung zeigt schematisch  Ausrührungsbeispiele der Vorrichtung nach  der Erfindung. Es stellen dar:  Fig. 1 einen Greiferwebstuhl von vorn,  Fig.2 und 3 Auf- und Grundriss eines  Teils des Webstuhls in grösserem Massstab,  Fig.4 einen Schnitt durch einen Zwirn  kopf nach der Linie IV-IV von Fig.2, in  grösserem Massstab,    Fig. 5 und 6 Einzelheiten des Zwirnkopfes  in noch grösserem Massstab,  Fig. 7 den Antrieb der Zwirnringwellen,  Fig.

   8 bis 11 Teile der Kulissenradabwick  lung,  Fig.12 mit diesem Rad hergestellte     Ver-          zwirnungen,     Fig.13 und 14 Einzelheiten eines andern  Kulissenrades,  Fig.15 eine mit diesem Rad hergestellte  Verzwirnung,  Fig.16 einen Zwirnkopf mit gesteuertem  Drehfadenwäehter,  Fig.17 und 18 einen Antrieb der Zwirn  ringwellen mittels Umkehrzahnräder ent  gegengesetzten Drehsinnes, wobei Fig.18 einen  Schnitt nach der Linie XVIII-XVIII von  Fig. 17 darstellt,  Fig.19 und 20 je einen anders ausgebil  deten Antrieb der Zwirnringwellen,       Fig.21    bis 23 einen Antrieb der Zwirn  ringwellen mittels     Umkehrzahnrädern    Blei  ehen Drehsinnes.  



       Fig.24    einen Zwirnkopf mit nur     einer          Zwirnringwelle.     



  In     Fig.1    befindet sieh der     Antrieb    des       Greiferwebstuhls    samt Motor im Getriebe  kasten 1, von wo aus sämtliche     lVebstuhlteile     angetrieben werden, wie die Hauptwelle 2 mit  Handrad 3, der     Sehusskasten    4, der Fang  kasten 5, der     Kettbaum    6 mit den     Kettfäden     7, der Warenbaum 8 mit Gewebe 9 und die       Webschäfte    10. Durch das Verschieben der  Handgriffe 11 in die eine oder andere Rieh-      tumg des Doppelpfeils 12, welche Handgriffe  fest mit der Schaltstange 13 verbunden sind,  wird der Webstuhl angelassen oder abgestellt.

    Die Zwirnköpfe 14 bilden die Verzwirnimgen  15 an den äussern Rändern und die     Verzwir-          nungen    16 in der Mitte des Gewebes 9, welche,  wenn das Gewebe hier getrennt wird, Schnitt  kanten bilden. Der Schützen 17, welcher vom  Schusskasten 4 durch das Fach zum Fang  kasten 5 geschossen wird, trägt den Schuss  faden 18 von einer sich ausserhalb des Faches  befindlichen Schussspule 19 in das Fach ein.  



  Die Kettfäden 7 (Fig. 2 und 3) laufen vom  Kettbaum 6 über den Spannbaum 20, wo sie  sich in das Hochfach 21 und das Tieffach 22  trennen, durch die Kettfädenwächterlamellen  23, die Augen 24 der Schäfte 10, das Riet 25  zur Fachspitze 26, wo sie, mit dem Schuss  faden 18 verschlungen, das Gewebe 9 bilden.  Das Gewebe 9 wird nach dem Umlenkbaum 27  vom Warenbaum 8 aufgewickelt.  



  Die zwei Fäden 28 und 29 eines Dreh  fadenpaares laufen von den Spulen 30 und  31, deren Achsen am Webstuhl befestigt, sind,  über den Spannbaum 20, gemeinsam durch  dieselbe Bindfadenwächterlamelle 32, getrennt  durch die Zwirnringösen 33, 34 des Zwirn  ringes 35 und gemeinsam durch den gleichen  Zwischenraum 36 des     Rietes    25 zur Fachspitze  26, von wo aus die Drehfäden 28, 29 als     Ver-          zwirnung    mit dem Gewebe 9 zusammen vom  Warenbaum 8 aufgewickelt werden. Es könn  ten auch gewöhnliche Kettfäden 7 als Dreh  fäden dienen. In gleicher Weise verlaufen die  Drehfadenpaare 62, 63; 64, 65 und 66, 67.  



  Die Zwirnringe 35, 72 bis 74 (Fig. 4, 5, 6)  mit den Ösen 33 und 34 sind im Rahmen 37  geführt. An ihrem äussern Umfang besitzen  sie Verzahnungen 38, welche mit dem Ritzel  39 r esp. 40 kämmen. Die Ritzel 39 und 40 sind  auf den Zwirnringwellen 41 resp. 42 aufge  keilt, welche vom Kulissenrad 43 wie folgt an  getrieben werden. Die Bewegung der Wellen  41 und 42 wird über die Zwischenräder 46, die  Wellen 101 und die Kegelräder 102 durch die  Räder 44 und 45 (Fig.7) vom Umfang des  Kulissenrades 43 abgenommen. Aus den Fig. 8  bis 11 ist das     Zusammenspielen    der Räder 44    resp. 45 mit dem Kulissenrad 43 ersichtlich,  von dem ein Teil des Umfanges abgewickelt  ist.  



  Links der Verzwirnungen 15 (Fig. 12) be  findet sich das Gewebe 9, welches aus den  Keafäden 7 und den Schussfäden 47 bis 61  gebildet wird. Rechts der Verzwirnungen 15  sind die abgeschnittenen Enden der Schuss  fäden 47 bis 61.  



  Nach je sechs Schussfäden ändert der  Drehsinn der Verzwirnungen, z. B. ändern die  Verzwirnungen der Drehfäden 28, 29 und 64,  65 ihren Drehsinn bei den Schussfäden 47, 53  und 59, die Verzwirnungen der Drehfäden 62,  63 und 66, 67 bei den Schussfäden 49, 55 und  61. Die Verzwirnungen der Fäden 28, 29 und  64, 65 sind in bezug auf Drehsinn und Wech  sel desselben einander gleich. Vom Schuss  faden 47 bis 53 drehen sie im Gegenuhrzeiger  sinn und vom Schussfaden 53 bis 59 im Uhr  zeigersinn. Die Drehsinnwechselstellen 68 der       Verzwirnungen    der Fäden 62, 63 und 66, 67,  welch letztere untereinander auch jeweils den  gleichen Drehsinn besitzen, befinden sieh  nicht bei den gleichen     Schussfäden    wie die  Wechselstellen 68 der     Verzwirnungen    der Fä  den 28, 29 und 64, 65.

   Die     VersetzLmg    der       Drehsinnwechselstellen    hat folgenden Grund  Die     Schussfäden    werden bei den Drehsinn  wechselstellen 68 weniger stark gebunden und  gehalten; daher sind nicht alle     Drehsinnwech-          selstellen    68 beim gleichen     Schussfaden    ange  ordnet.

   Um eine schöne Gewebekante     (Fig.1)     mit kurzen vorstehenden     Schussfadenenden    zu  erhalten, kann das Gewebe zwischen den     Ver-          zwirnungen    15 in der Richtung des Pfeils 69  geschnitten werden, wobei in     Fig.    12 die       Schussfadenenden    mit den zwei äussersten       Verzwirnungen    15 vom Gewebe 9 abgetrennt  werden. Handelt es sich um     Verzwirnungen     16     (Fig.    1) in der Mitte des Gewebes, so kann  auf gleiche Weise das Gewebe getrennt wer  den, wobei dann zwei Gewebebahnen ent  stehen.  



  Um zum Beispiel eine     Verzwirnung    der  Fäden 28, 29 um den     Schussfaden    18 zu legen,  wird der     Schussfaden    18     (Fig.    2, 3) zunächst  vom Riet 25 gegen das schon gebildete Gewebe      !) angeschlagen, so dass er in die Faehspitze 26  zu liegen kommt. In diesem Moment dreht. sich  der Zwirnring 35 in der Richtung des Pfeils  70 um 180 , so dass der Drehfaden 28 sieh aus  dem Hochfach naeh unten in das Tieffach be  weg. wo er an die Stelle des Drehfadens 29  zu liegen kommt. Der Drehfaden 29 bewegt  sich hingegen von unten nach oben an die  Stelle vom Drehfaden 28; er ändert seine Lage  vom Unter- in das Oberfach.

   Gleichzeitig än  dern auch die Schäfte 10 ihre Lage, so dass  auch     Kettfäden    7 vom Hochfach 21 in das  Tieffach. 22 wechseln und umgekehrt. Dieses  Spiel wiederholt sich, indem der Zwirnring 35  sieh sechsmal um je 180  im Sinne des Pfeils  70 dreht, um dann seinen Drehsinn zu ändern,  und sechsmal um je 180  im Sinne des Pfeils  71 zu drehen. Hier ändert der Drehsinn wie  der und das Spiel beginnt von vorn. Durch  dieses Spiel entsteht eine Verzwirnung, wie sie  in Fig. 12 dargestellt ist.  



  Es sind verschiedene Antriebswellen (41  und 42) für die Zwirnringe 72, 74 und 35, 73  vorhanden, damit die Drehsinnwechselstellen  68 der Verzwirnungen 15 sieh nicht alle beim  Bleiehen Sehussfaden befinden. Das Ritzel 39  (Fig. 4), welches von der Welle 42 angetrie  ben wird, treibt nur die Zwirnringe 72, 74 an;  die andern<I>zwei</I> Zwirnringe 35, 73 werden  vom     Ritzel    40 betätigt, welches auf der Welle  41 sitzt und von dieser angetrieben wird.  



  Das Kulissenrad 43 erhält eine konstante  Drebung von der Welle 75 (Fig.7), welche  vom Antriebskasten 1. aus angetrieben wird,  wobei dlas Zahnrad 76 mit dem Zahnkranz 77  des Kulissenrades 43 kämmt.  



  In den Fig. 8 bis 11 bewegt sich das Kulis  senrad 43 in der Richtung des Pfeils 78 rela  tiv zum Drehzentrum 79 des Rades 44 resp.  45. In Fig. 8 kommt die Rolle 85 des Rades 44  bzw. 45 gerade ausser Eingriff mit dem     Kur-          venstüek    80 des Kulissenrades 43, und die  Rolle 86 kommt in Eingriff mit dem Kurven  stück 81 ; das Rad 44 resp. 45 wird daher im  Sinne des Pfeils 88 gedreht. In Fig. 9 ist die  Rolle 86 am Ende des Kurvenstückes 81, und  in Fig. 7 0 ist die Rolle 87 in die     Drehsinn-          weehselkurve    82 eingefahren und treibt das    Rad 44 resp. 45 aber immer noch in der Pfeil  richtung 88 an.

   Ist das Kulissenrad 43 mit sei  ner Umkehrstelle 90 auf der Höhe der Rolle  87 angelangt, so ändert der Drehsinn des Ra  des 44 resp. 45, und dieses dreht im Sinne des  Pfeils 89, wie in Fig. 11 gezeigt wird, wo die  Rolle 87 bereits am Ende der Drelhsinnweeh     -          selkurve    82 angelangt ist. Die Rolle 86 wird im  nächsten Moment in das Kurvenstück 83 ein  greifen, und die Rolle 85 später in die Dreh  sinnwechselkurve 84, wo sie an der Stelle 90  den Drehsinn des Rades 44 resp. 45 im Sinne  von Pfeil 88 ändern wird. Darnach beginnt  das Spiel wieder von vorn, denn die     Drehsinn-          weehselkurve    84 (Fig.l1.) und 80 (Fig.8)  sind gleich ausgebildet.  



  Um die Drehung der Drehfäden in Ab  hängigkeit von den verschiedenen Bindungs  arten einstellen zu können, sind bei der Aus  führungsvariante nach Fig.13, 14 die Teil  kulissen, z. B. 95 bis 99, auf dem Kulissenrad  43 auswechselbar. Diese Teilkulissen sind  durch Schrauben 100 auf dem Unfang des  Kulissenrades 43 aufgeschraubt und     priso-          niert.    Mit den drei verschiedenen Teilkulissen  96, 97 und 98 können die verschiedensten     Ver-          zwirnungsarten    eingestellt werden.

   Zum Bei  spiel zeigt     Fig.    15 das Bild der mit der Zu  sammenstellung dieser Teilkulissen nach       Fig.13    erzeugten Verschlingung der Dreh  fäden 28, 29 mit den     Schussfäden    48 bis 52.  Das Kurvenstück 95 erzeugt die Gegenuhr  zeigerdrehung der Drehfäden 28, 29 um den       Schussfaden    48, während das nachfolgende  Kurvenstück 96 keine Drehung der Drehfäden  28, 29 hervorruft und infolgedessen die bei  den     Sehussfäden    49 und 50 gemeinsam um  schlungen werden.

   Das nachfolgende Kurven  stück 97     bewirkt    wieder eine     Verzwirnung    im       Gegenuhrzeigersinn.    Das Kurvenstück 98 er  zeugt den     Drehsinnweehsel    beim     Sehussfaden     52. Der Drehsinn der     Verzwirnung    ändert also  auch hier frühestens nach zwei Verdrehungen  der Drehfäden (28, 29), wobei nach jeder  Verdrehung mindestens ein     Schussfaden    ein  getragen wird.  



  Die Räder 44     resp.    45 treiben über Zwi  schenräder 46     (Fig.    7), Wellen 101 und Ke-      gelräder 102 die Zwirnringwellen 41 resp. 42  der Zwirnringe 72, 74 resp. 35, 73. Die Räder  44 und 45 greifen an verschiedenen Punkten  in die Kulissen des Kulissenrades 43 ein,  damit sich die Drehsinnwechselstellen 68  (Fig.12) nicht beim gleichen Schussfaden be  finden.  



  Je zwei zu einer Verzwirnung gehörende  Drehfäden (z. B. 28, 29, Fig. 2) laufen durch  die gleiche Wächterlamelle 32. Die Wächter  lamellen 32 sind dort angeordnet, wo die bei  den Drehfäden noch ein Fach bilden. Dadurch  wird erreicht, dass jeder der Drehfäden eines  Paares überwacht wird, denn die Drehfäden  werden     abwechslungsweise    durch den zuge  ordneten Zwirnring in das Hoch- und Tief  fach gebracht. In der Stellung nach Fig.2  hebt der nach oben gebrachte Drehfaden 28  die zugehörige Lamelle 32 in ihre höchste  Lage. Dagegen ist der untere Drehfaden 29  so tief, dass, wenn der obere Drehfaden 28 bre  chen würde, die Lamelle 32 einen elektrischen  Kontakt zwischen ihr und der Kontaktschiene  103 herstellen würde, welcher den Webstuhl  in bekannter Weise abstellen würde.

   Es könnte  aber auch für jeden Drehfaden einer     Ver-          zwirnung    je eine Lamelle 32 vorgesehen sein.  



  Fig. 16 zeigt als Ausführungsvariante die  Anordnung eines gesteuerten     Drehfädenwäch-          ters    32, wodurch die Auf- und Abbewegung  der Wächterlamelle 32 verkleinert wird. Auf  der Welle 41 sitzt ein Exzenter 104, welcher  auf der Welle 41 aufgekeilt ist (Fug. 4). Der  Exzenterhebel 105 ist an seinem einen Ende  drehbar auf Welle 42 gelagert, und am an  dern Ende ist das Hubmesser 106 angeordnet,  welches die Lamelle 32 periodisch hebt. Da die  Übersetzung der Antriebswellen 41 und 42 zu  den Drehscheiben 72, 74 und 35, 73 zwei zu  eins ist, hebt sich das Messer 106 zweimal  während einer ganzen Umdrehung der Dreh  scheiben 35, 72 bis 74.

   Das Messer 106 befin  det sich jeweils in seiner höchsten Lage (Stel  lung 107 in Fig.16), wenn sich die Drehfäden  (28, 29) auf gleicher Höhe befinden, das heisst  wenn sie ein Geschlossenfach bilden. Dadurch  wird erreicht, däss die Drehfadenwächter  lamellen 32 einen kleineren Hub ausführen,    als wenn sie während einer ganzen     Umdre-          hung    der Zwirnringe 35, 72 bis 74 auf den  Drehfäden aufliegen würden.  



  Die Augen 33 und 34 der Zwirnringe 35,  72 bis 74 befinden sich innerhalb der innern  Kontur 108. Diese Anordnung wurde wegen  des leichteren Einfädelns der Drehfäden 28,  29, 62 bis 67 gewählt. Dreht man nämlich die  Zwirnringe 35, 72 bis 74 aus der in Fig. 4 ge  zeichneten Lage, wobei die Zwirnringe 35, 73  und 72, 74 nicht den gleichen Drehsinn haben,  so überdecken die Augen 33, 34 der Zwirn  ringe 35, 73 und die der Zwirnringe 72, 74  einander nicht, und es ist Platz zum Ein  fädeln vorhanden.  



  In Fig. 17 und 18 ist ein anderes Getriebe  zum Antrieb der Zwirnringe 35, 72 bis 74 dar  gestellt. Der Antrieb erfolgt von der in Fig. 7  gezeigten Welle 75 aus über das Zahnrad 110,  das Doppelzahnrad 111,112 zumZahnkranz 113  des Umkehrzahnrades 115. Der Zahnkranz 113  kämmt gleichzeitig mit dem Zahnkranz 114  des zweiten Umkehrzahnrades 116. Diese Um  kehrzahnräder 115, 116 greifen nacheinander  in die eine Verzahnung der Doppelzahnräder  117, 118 resp. 119, 120 ein, die die Zwirnring  wellen 41 resp. 42 durch die auf diese     aufge-          keilten    Ritzel 121 resp. 122 treiben.  



  Durch die Pfeile 123, 124 sind die Dreh  sinne der Umkehrzahnräder 115, 116, die im  mer gleich sind, angegeben. Diese Umkehr  zahnräder 115, 116 besitzen     Teilv        erzahnungeti     125, 126, welche sich nur über den halben Um  fang der Umkehrzahnräder 115, 116     erstrek-          ken.    Diese Verzahnungen 125, 126 sind so an  geordnet, dass sie nacheinander das Doppel  zahnrad 117, 118     resp.    119, 120 antreiben. Das       Umkehrzahnrad    115 treibt in der gezeichneten  Stellung das Doppelzahnrad 117, 118 im  Sinne des Pfeils 127, so dass die Zwirnring  welle 41 im Sinne des Pfeils 128 gedreht wird.

    Das Doppelzahnrad 119, 120 wechselt in der  gezeichneten Stellung vom Drehsinn des     Pfeils     129 zum Drehsinn des Pfeils 130. Dieses Dop  pelzahnrad 119, 120 ist, nachdem es im Sinne  des Pfeils 129 mit der     Teilverzahnung    126 des       Umkehrzahnrades    116 kämmte, zum Stillstand      gekommen und wird im nächsten Augenblick  von der Teilverzahnung 125 des Umkehrzahn  rades 115 im Sinne des Pfeils 130     mitgenoiu-          mnen.    Damit die Doppelzahnräder 117, 118 und  119, 120 jeweils nicht zu weit drehen und in  ihren Endlagen fixiert werden, besitzen sie  Vertiefungen 131, in welche jeweils die Rollen  132 einschnappen.

   Die Rollen 132, die an den  Hebeln 133 angemacht sind, welche ihrerseits  unm die Zapfen 134 drehen können, werden  von der Zugfeder 135 gegen die Kurve 136  gedrückt, so dass sie in die Vertiefungen 131  einschnappen können. Damit die Drehsinn  wechselstellen 68 (Fig. 12) gegeneinander ver  setzt sind, nehmen die Doppelzahnräder 117,  118 und 119, 120 die Bewegung von den Um  kehrzahnrädern 115 und 116 an verschiede  nen Orten ab.  



  In Fig.19 wird das Umkehrzahnrad 115  von einem Maltheserkreuzgetriebe angetrie  ben, um die Zwirnringw ellen 41 und 42 ab  satzweise zu bewegen. Das Malthesergetriebe  wird von der in Fig. 7 gezeigten Welle 75 mit  tels des Ritzels 110 angetrieben, welches das  Triebrad 136 mit demn Triebstock 137 treibt.  Der Triebstock 137 greift nacheinander in die  Schlitze 138 des Schlitzrades 139 und treibt  so das Umkehrzahnrad 115 in Richtung des  Pfeils 123 schrittweise an.

   Um das Schlitzrad  139 beim Nichteingreifen des Triebstockes 137  in seiner Lage zu sichern, ist der     Arretie-          ruingsschieber    140 mit auf ihmn befestigten Ar  retierungszapfen 141. vorgesehen, welcher sich  in Richtung des Doppelpfeils 142 hin und her  bewegt und welcher durch die Führungen 143,  114 mittels der Welle 145 und des Führungs  zapfens 146 geführt ist. Der Triebstock 137  greift in den Schlitz 147 des Arretierungs  schiebers 141 und bewegt diesen dadurch hin  und her. Sobald der Triebstock 137 ausser  Eingriff mit dem Triebrad 139 kommt, greift  der Arretierungszapfen 141 in einen Schlitz  138 und verriegelt dadurch das Triebrad 139.  



  Beim Getriebe nach Fig. 20 werden die  den Winkellebel 150 und 151 zwangläufig  durch die Nocken 1.52 und 153 um ihre festen  Drehzapfen 154, 155 in den Richtungen der  Doppelpfeile 156, 15 7 hin und her bewegt. Die    hin und her gehende Bewegung der Winkel  hebel 150 und 151 wird von den Verzahnun  gen 158 resp. 159 über die Doppelzahnräder  160, 161 resp. 162, 163 und das Zahnrad 121  resp. 122 auf die Zwirnringwellen 41 und 42  übertragen. Die Welle 145 wird schrittweise  vom Maltheserkreuzgetriebe, wie es in Fig.19  dargestellt ist und oben beschrieben wurde, in  Richtung des Pfeils 123 angetrieben. Mit  strichpunktierten Linien sind das Triebrad  136 und das Schlitzrad 139 angedeutet. Die  Welle 145 könnte natürlich auch gleichförmig  bewegt werden. Auf der Welle 145 sind die  beiden Nocken 152 und 153 aufgekeilt.

   An den  zwei Winkelhebeln 150 und 151 sind je zwei  Rollen 165, 166 resp. 167, 168 festgemacht.  Die Rollen 165 resp. 167 laufen auf dem     Nok-          ken    152 und die Rollen 166 resp. 168 auf dem  Nocken 153. Dadurch wird die zwangläufige  Bewegung der Winkelhebel 150 und 151 er  zeugt.  



  Der Winkelhebel 151 ändert in der ge  zeichneten Stellung seine Bewegungsrichtung  von Pfeilrichtung 169 zu Pfeilrichtung 170,  wodurch die Zwirnringwelle 42 ihren Dreh  sinn von Pfeilrichtung 171 zu 172 ändert. Der  Winkelhebel 150 bewegt sich in Richtung von  Pfeil 173, und die Zwirnringwelle 41 hat den  Drehsinn von Pfeil 174. Die Winkelhebel 150  und 151 sind so angeordnet, dass die Zwirn  ringwellen 41. und 42 ihren. Drehsinn nicht zur  gleichen Zeit wechseln.  



  Die Hauptwelle 176 des in den Fig. 21, 22  und 23 dargestellten Getriebes wird von der  in der     Fig.    7 gezeigten Welle 7 5 über die  Zahnräder<B>177</B> und 178     (Fig.    23) angetrieben.  Auf der Hauptwelle 176 sitzen die Umkehr  zahnräder 179, 180 mit nur auf ihrem halben  Umfang vorgesehener Verzahnung 181, 182.  Diese     L'nikehrzahnräder    179, 180 greifen nach  einander in die     Ritzel    184, 183     resp.    185, 186  ein; das     Ritzel    1.83 sitzt auf der Zwirnring  welle 41. und treibt diese an, während die       Zwirnringwelle    42 durch das Zwischenrad 187  vom     Ritzel    186 in Drehung gesetzt wird.  



  Die Umkehrzahnräder 179, 180 drehen mit  der Hauptwelle 176 im Sinne des Pfeils 188.  Das Umkehrzahnrad 180 steht in     Fig.21    im      Eingriff mit dem Ritzel 186, welches im Sinne  des Pfeils 189 gedreht wird. Über das Zwi  schenrad 187 wird die Zwirnringwelle 42 im  Sinne des Pfeils 190 angetrieben. Das Ritzel  184 dreht bei dieser Stellung im Sinne von  Pfeil 191 leer mit.  



  In Fig. 22, 23 ist das Umkehrzahnrad 180  ausser Eingriff mit dem Ritzel 186 gekom  men; dafür kämmt jetzt das Umkehrzahnrad  179 mit dem Ritzel 184 und treibt es im Sinne  von Pfeil 192. Dadurch ändert der Drehsinn  des Ritzels 186 im Sinne von Pfeil 193, und  die Drehringwelle 42 ändert ebenfalls ihren  Drehsinn im Sinne des Pfeils 194.  



  Das Umkehrzahnrad 179 treibt in den  Fig. 21, 22 und 23 das Ritzel 183 im Sinne des  Pfeils 194, während das Ritzel 185 im Sinne  von Pfeil 195 leer mitläuft. Sobald die Ver  zahnung 181 des Umkehrzahnrades 179 mit  ihrem Ende 196 beim Ritzel 183 angelangt ist,  greift die Verzahnung 182 vom Umkehrzahn  rad 180 in das Ritzel 185 ein und treibt es im  Sinne des Pfeils 197, wodurch der Drehsinn  des Ritzels 183 im Sinne des Pfeils 198 ge  ändert wird.  



  Ist eine Versetzung der Drehsinnwechsel  stellen 68 nicht notwendig, so genügt eine  einzige Zwirnringwelle 200, wie es in Fig. 24  dargestellt ist.  



  Das Verfahren und die Vorrichtung nach  der Erfindung können auch bei gewöhnlichen  Webstühlen mit Bobinenschützen angewendet  werden, und zwar am vorteilhaftesten zur Bil  dung einer Schnitt- oder Mittelkante.  



  Mit Hilfe der beschriebenen Vorrichtung  kann man auch eine Art Raupenzwirne oder  Chenille herstellen, indem man eine grössere  Anzahl von Zwirnköpfen nebeneinander lau  fen lässt und zwischen jeder Verzwirnung die  Schussfäden aufschneidet. Mit einem Mehr  fadenzubringer können verschiedenfarbige  Schussfäden eingetragen werden, wodurch ein  gemusterter Raupenzwirn entsteht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Binden von Schussfäden mittels in Richtung der Kettfäden laufender, zu verzwirnender Drehfäden, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Drehsinn einer Dreh- fadenverzwirnung jeweils frühestens nach zwei Verdrehungen der Drehfäden geändert wird, wobei nach jeder Verdrehung minde stens ein Schussfaden eingetragen wird. II. Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentansprueh I, dadurch ge kennzeichnet, dass Mittel vorhanden sind zum Ändern des Drehsinnes einer Drehfadenver- zwirnung, jeweils frühestens nach zwei Ver drehungen der Drehfäden. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Drehsinn ne beneinanderliegender Verzwirnungen bei ver schiedenen Schussfäden geändert wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Drehsinn von wenigstens zwei Verzwirnungen beim gleichen Schussfaden geändert wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Drehsinn von wenigstens zwei Verzwirnungen jeweils gleich zeitig geändert wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Kettfäden als Drehfäden verwendet werden. ,5.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die als Drehfäden dienenden Kettfäden vom Kettbaum abgewickelt werden. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zwirnring als Zwirnmittel vorgesehen ist. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass Spulen mit am Webstuhl befestigten Achsen zum Abwickeln der Drehfäden so vor gesehen sind, dass die Drehfäden um den Spannbaien geführt werden können. B.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ein Fadenwäch ter für jede Verzwirnung vorhanden ist. 9. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden Faden einer Verzwirnung ein Fadenwächter vorge sehen ist. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch Il und U nteranspruch 8, dadurch gekennzeich net, dass der Fadenwächter an einer Stelle an geordnet ist, wo die die Verzwirnung bilden den Drehfäden schon ein Fach bilden. 11.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 8 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass Haltemittel für den Fa denwächter vorgesehen sind, durch welche je weils die Abwärtsbewegung des Wächters nach dem ersten Teil der Senkbewegung eines bereits abgetasteten Drehfadens aufgehalten wird. 12. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass für die Dreh bewegung der Drehfäden und die Änderung,- des Drehsinnes ein Kulissenradgetriebe vorge sehen ist. 13. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 12, dadurch gekennzeich net, dass wenigstens zwei Räder durch ein ge- meinsames Kulissenrad angetrieben werden. 14.
    Vorricltung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verände rung der Drehung der Drehfäden ein verän derbares Getriebe vorgesehen ist. 15. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Umfang des Kulissenrades Teilkulissen auswechselbar be festigt sind, welche verschiedene Kurvenfor- mnen zum Betätigen von Rädern besitzen, zum Zweck, die Drehung der Drehfäden verschie den einstellen zu können. 16. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch elkennzeichnet, dass die Zwirnmittel von zwei entgegengesetzt umlaufenden Zahn rädern mit nur auf einem Teil des Umfanges vorgesehener Verzahnung abwechselnd ange trieben werden. 17.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, cadurch gekennzeichnet, dass die Zwirnmittel von zwei gleichlaufenden Zahnrädern mit nur auf einem Teil des Umfanges vorgesehener Verzahuung abwechselnd angetrieben werden. 18. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch geliennzeiehnet, dass die Zwirnmittel antreibende Zahnräder unter Zwischenschal tung eines llalteserkreuzgetriebes schrittweise gedreht werden.
    <B>19.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwirnmittel mit Hilfe eines Zahnsegmentes, eines Kurven getriebes und eines 3lalteserkreuzantriebes betätigt werden.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN116334940A (zh) * 2023-03-06 2023-06-27 徐州恒辉编织机械有限公司 一种竖式高速加捻合股机

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