Fall-Schieiacheibe. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Fall-Schiessscheibe, bei welcher infolge der durch ein auftreffendes Geschoss stattfin denden Erschütterung die Verbindun - zwi- schen dem Scheibenbild und dessen Ständer selbsttätig gelöst wird und infolgedessen das Scheibenbild selbsttätig aus der Sehiessstel- lang fallen kann.
Erfindungsgemäss besitzt fliese Schiessscheibe ein Scheibenbild, das aus mehreren, an ihren Seitenrändern mittels einer Keilnutverbindung- und eines Klebemit tels miteinander verbundenen Holzbrettchen Tebildet .
ist., einen finit einer ain Scheibenbild angreifenden Spannfeder wirkungsverbunde nen und am Scheibenbild angelenkten Schwinghebel, der zum Zusammenwirken mit einem am Scheibenbild angeordneten, ans nichtrostendem Material bestehenden An schlag dient, ferner ein am Ständer befestig tes Halteorgan, das in Bereitschaftslage der Scheibe durch einen in der letzteren vorge sehenen Schlitz in den Wirkungsbereich des Schwinghebels ragt und das mit.
einem am Scheibenbild angebrachten Sperrorgan in Eingriff ist, eine zwischen Ständer und Scheibenbild wirksame Trennfeder und drei auf der Rückseite des Scheibenbildes ange brachte Löcher, in welchen ein Abstützglied für die Spannfeder, bzw, ein Drehbolzen für den Schwinghebel bzw. der genannte An schlag befestigt ist, das Ganze so, dass der Schwinghebel durch die erwähnte Erschütte rung und unter der Wirkung der Spannfeder finit denn genannten Anschlag ausser Eingriff kommt. und die Verbindung cles Haltegliedes mit dem Sperrorgan löst.
Die beiliegende Zeichnung zeigt den Er- findungsgegenstand beispielsweise. Es zeigt: Fig, 1 eine Riiekansieht der Schiessscheibe in Bereitschaftslage, Fig. ? einen Schnitt nach der Linie 11-1I in Fig. l., Fig. 3 eine Frontansicht nach Fig. 1 und Fig. 4. einen Schnitt nach der Linie IV -IV in Fig. 3.
Gemäss der Zeichnung besitzt der als Stän der dienende Pfahl 1 in seinem untern Teil ein mit einem Falz versehenes Tragstück 2, auf welchem das Scheibenbild 3 Init seinem untern, gefalzten Rand in der Bereitschafts lage ruht. Das Scheibenbild 3 ist gemäss Fig. 4 aus mehreren, im vorliegenden Beispiel aus drei Holzbrettchen 3(r gebildet, die durch eine Keilnutverbinduno, an ihren Seitenrän dern und durch ein in die Nut eingefügtes Klebemittel fest. miteinander verbunden sind. Das Herstellen der Keilnutverbinflung und das Verkleben erfolgen zweckmässig auf ein und derselben Maschine.
Diese Verbindungs art ermöälicht die Bildung eines genügend steifen und widerstandsfähigen Scheibenbil des, so dass sieh die einzelnen Brettchen auch bei ungünstigsten Gebrauchsbedingungen nicht voneinander lösen können, und dass die beim Auftreffen eines Geschosses auf irgend eine Stelle des Scheibenbildes erfolgende Er schütterung mit Sicherheit. auf den Schwing hebel übertragen wird, was bei schwächer verbundenen Brettchen häufig nicht der Fall ist.
Im Mittelteil des Scheibenbildes ist ein zu dessen Unterkante senkrecht stehender Schlitz 4 vorgesehen,- dessen unterer Teil von einer an der Frontseite des Scheibenbildes 3 befe stigten Sperrplatte 5 verdeckt ist.
Ein Halte glied 6, das auf einem in einer Ausnehmung 7 des Pfahls 1 befestigten Querstift 8 drehbar gelagert ist, greift in der Bereitschaftslage der Scheibe mittels einer Aussparung über die Sperrplatte 5 und ragt dabei .durch den ge nannten Schlitz 4 des Scheibenbildes 3 mit seinem freien Ende in den Wirkungsbereich eines Schwinghebels 9.
Der letztere ist um einen in einem vorgefertigten Loch auf der Rückseite des Scheibenbildes 3 befestigten Schraubenbolzen 10 drehbar und ist in Be- reit.schaftslage mit einem Anschlag 11 in Eingriff, der unterhalb des Schlitzes 4 und' in bezog auf den letzteren seitlich ver setzt in einer vorgefertigten Öffnung am Scheibenbild -3 angebracht ist. Im Mittelteil des Schwinghebels 9 greift eine Spannfeder 12 an, die mittels einer in einem ebenfalls vorgefertigten Loch steckenden Schraube 13 am Scheibenbild 3 befestigt ist, derart, dass sie den Schwinghebel 9 in der Bereitschafts lage gegen den genannten Anschlag 11 drückt.
Gemäss Fig. 2 und 3 besitzt der Pfahl 1 auf. seiner Rückseite, unterhalb seiner Ausneh- mung 7, eine zylindrische Öffnung 14, an deren Boden sich eine Trennfeder 15 abstützt, die in Bereitschaftslage .durch die Frontfläche des Scheibenbildes 3 komprimiert ist. Der An schlag 11 besteht aus einem nichtrostenden Material, z.
B. Messing, und ist als Schraube ausgebildet, .deren Kopf am Umfang abge flacht ist; dies ermöglicht ein sicheres Aus lösen des Hebels 9 und gewährleistet damit ein einwandfreies Funktionieren der Scheibe.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Schiessscheibe ist dabei folgende: In der Be reitschaftslage gemäss der Zeichnung liegt das Scheibenbild 3 mit seinem untern, ausge schnittenen Rand im Falz des Tragstückes 2 und ist entgegen der Wirkung der Trenn feder 15 durch das mit der Sperrplatte 5 zu- sammenVrkende Halteglied 6 und den vor- stehenden Rand 16 des Tragstückes 2 mit dein Pfahl 1 verbunden.
Bei einer durch ein auftreffendes Geschoss stattfindenden Er schütterung kommt der Schwinghebel 9 ausser Eingriff mit dem Anschlag 11 und schwingt unter der Wirkung der Feder 12 nach oben. Durch sein Auftreffen auf den aus dem Schlitz 4 in seinen Wirkungsbereich ragenden Endteil des Haltegliedes 6 wird das letztere aus seiner Verbindung mit der Sperrplatte 5 gelöst, indem es um den Stift 8 nach oben verschwenkt wird. Gleichzeitig drückt die Trennfeder 15 das derart freigegebene Schei benbild 3 in Richtung des Pfeils A, so da.ss das Scheibenbild 3 aus der Schiessstellung fallen kann.
Um die Schiessscheibe wieder in Bereit schaftslage zu bringen, wird nach erfolgtem Einsetzen des Scheibenbildes 3 in den Falz des Tragstückes 2 der Schwinghebel 9 gespannt bzw. mit dem Anschlag<B>1.1</B> in Eingriff ge bracht und das Halteglied 6, bei gleichzeiti gem Andrücken des Scheibenbildes 3 entge gen der Wirkung der Trennfeder 15, mit der Sperrplatte 5 in Eingriff gebracht.
Wir aus der Zeichnung ersichtlich, sind nur wenige und einfach herzustellende Ein zelteile notwendig, die :das einwandfreie Funk tionieren der Schiessscheibe -auch nach länge rem Gebrauch gewährleisten. Ferner sind die Verbindungsteile zwischen Scheibenbild und Ständer auf einer relativ kleinen Fläche des Scheibenbildes angeordnet (in der Zeichnung übertrieben gross dargestellt), so dass die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung eines solchen Teils durch ein auftreffendes Geschoss nicht besonders gross ist.
Die Billigkeit der Herstellung und .demzufolge des Ersatzes der einzelnen Teile und die Einfachheit der Handhabung sind weitere Vorteile der be schriebenen Schiessscheibe. Die drei für die Schrauben 10, 11 und 13 notwendigen Löcher werden gleichzeitig unter Verwendung einer entsprechenden Schablone im Scheibenbild an gebracht. Diese besteht zweckmässig aus einer Metallplatte, die den drei herzustellenden Löchern entsprechende Dorne sowie einen mit dem Schlitz des Scheibenbildes in Ein- griff zu bringenden Anschlag aufweist.
Demzu folge können die Löcher derart angebracht werden, dass sie bei jedem Scheibenbild in bezug aufeinander und in bezug auf den Schlitz stets die gleiche Lage einnehmen. Demzufolge kann jede Scheibe genau gleich empfindlich auf Ersehütterungen gemacht. werden, was auch das Auswechseln der Ein zelteile erleichtert.. Dadurch ist aber auch für jede Scheibe die gleiche Sicherheit für gutes Funktionieren gewährleistet, was sich z. B. durch 1@hinitionseinsparung beim Gebraueb <B>auswirken kann.</B>
Auf der Rüekseite des Seheibenbildes kön nen ausserdem Querleisten angebracht sein, um den Zusammenhalt der Brettchen und damit die Festigkeit des Seheibenbildes noch <B>zu</B> erhöhen.