CH269619A - Verfahren zum Anlassen eines Doppelmotors mit zwei Statorwicklungen und einer gemeinsamen Rotorwicklung. - Google Patents

Verfahren zum Anlassen eines Doppelmotors mit zwei Statorwicklungen und einer gemeinsamen Rotorwicklung.

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CH269619A
CH269619A CH269619DA CH269619A CH 269619 A CH269619 A CH 269619A CH 269619D A CH269619D A CH 269619DA CH 269619 A CH269619 A CH 269619A
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stator winding
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Description


  Verfahren zum Anlassen eines Doppelmotors mit zwei     Statorwicklungen     und einer gemeinsamen     Rotorwicklung.       Bei     dein        Bekannten        Anlassverfahren    bei  einem Doppelmotor     tiaeh        Bouclierot    D.<B>lt.</B> P.       Nr.108543    oder     Brunken        D.        R..    P.

   Nr. 327284  werden zum Anlassen zwei     Statorwieklungen     gleichzeitig eingeschaltet, welche in einer bei  den Motoren gemeinsamen     Rotorwicklung     Ströme induzieren, welche sich über einen       zwiselwn    den Rotoren angebrachten. Wider  stand schliessen können. Das     Weiterschalten     bis zur Betriebsstellung geschieht dann im  einen Fall durch Verdrehen des den zweiten       Stator    speisenden Induktionsreglers und im       widern    Fall durch Serie- und     Parallelscbal-          ten    beider     Statorwicklungen    in mehreren  Stufen.

   In keinem der beiden Fälle wird das       \V        eiterschalten    von der Drehzahl des Motors  abhängig     geinaclit,    wie dies zum Beispiel bei  einem     Zentrifugalanlassermotor    der Fall ist.  



  Bei der vorliegenden Erfindung handelt  es sich um ein Verfahren zum Anlassen eines  Doppelmotors mit zwei     Statorwicklungenund     einer gemeinsamen     Rotorwicklung,    bei wel  chem     zuerst    nur eine     Statorwieklung    ans Netz  gelegt wird, worauf nach denn Anlaufen die  zweite in Abhängigkeit der Drehzahl des Ro  tors zugeschaltet wird.  



  Die     Fig.    1 zeigt beispielsweise das Schalt  schema eines Doppelmotors zur Durchfüh  rung des     Anlassverfahrens    gemäss der Erfin  dung. Beim Drücken auf Druckknopf K wird  ein     Steuerstromkreis    geschlossen, welcher den  Schütz     S,    einschaltet. Die Klemmen<I>LT, V,</I>     IV     der     Statorwieklun,-   <B>1</B> werden dadurch mit    dem Netz<I>R,</I>     S,   <I>l'</I> verbunden.

   Dadurch, dass  die     Statorwicklungen    I und     II    eine gemein  same     Rotorwicklung    besitzen, wird durch die  selbe in der     Statorwicklung        II    eine Span  nung induziert, welche bei Stillstand des     11Io-          tors    etwa 30 0/o der Netzspannung beträgt.  Mit     zunehmender    Drehzahl steigt die Span  nung an den Klemmen des Motors     II    bis auf  etwa 50 %.

   An eine Phase der Wicklung     II     ist nun ein Relais     B    angeschlossen, welches bei  einem vorbestimmten Wert der Spannung an  spricht und den Schütz     S,    einschaltet. Die  Wicklung     II    wird dadurch in. Stern an das  Netz R,     S,    Z' gelegt.  



  Ein Zeitschalter     k,-k,    öffnet nach einer  vorbestimmten Zeit den Kontakt     k1    und  schliesst gleichzeitig den Kontakt k - Durch  das Öffnen von     7;:1    wird die     Schützspule        s,     stromlos und öffnet den Schütz     S,    Sobald       S.,    offen ist, wird Kontakt i geschlossen, wo  durch die     Schützspule        s;    Strom erhält und im  Schütz     S"    den Sternpunkt der Wicklung     1I     öffnet und das Dreieck schliesst. Gleichzeitig  werden auch die Kontakte k" und     k4    geschlos  sen.

   Kontakt     k,    bringt den Schütz     S,    wieder  in die geschlossene     Stellung,    wodurch die       Statorwicklung        II    Strom erhält, und Kon  takt     k3    überbrückt die Kontakte<I>i</I> und     L,    so  dass beim Einschalten des Schütz     S_    die  Spule     s3    nicht unterbrochen wird.  



  Nachdem nun die Wicklung     1I    in Dreieck  schaltung     reit    dem Netz verbunden ist, nimmt      sie in gleichem Masse wie die Wicklung I an  der     Drehmomentbildimg    teil.  



  Statt die Wicklung     II    zuerst in Stern und  dann in Dreieck zu schalten,     kann    man auch  dieselbe zuerst über einen     Vorschaltwider-          stand,    und dann mittels eines zweiten Span  nungsrelais direkt an das Netz anschliessen.  



  Das drehzahlabhängige Zuschalten der  zweiten     Statorwicklung    kann auch dadurch  erreicht werden,     däss    in den ersten     Stator-          stromkreis    ein Relais geschaltet ist, welches  beim Einschalten anzieht und nach Errei  cheneines bestimmten Minimalstromes wieder  fällt und dadurch die zweite     Statorwicklung     einschaltet.  



  Ferner     kann    die zweite     Statorwicklung     auch. von einem auf der Motorwelle ange  brachten     Zentrifugalschalter    abhängig ge  macht werden.  



  Die beiden     Statorwicklungen    müssen     gleich-          phasig        auf    die     Kurzschlusswicklung    einwir  ken.  



  Wenn es sich um einen Motor niederer  Drehzahl handelt, so kann die zweite     Stator-          Wicklung    direkt in Dreieck eingeschaltet wer  den, weil bei diesen Motoren bei gleich grossem       Anzugstrom    ein prozentual höheres Drehmo  ment entwickelt wird als bei     raschlaufenden     Motoren. Ist die erste     Statorwicklung    in  Stern geschaltet, dann kann auch die zweite       Statorwicklung    in Stern geschaltet werden.       Bedingung    für einen guten Lauf ist nur, dass  die Felder der beiden Wicklungen in der  Phase übereinstimmen.  



  Bei Motoren, welche nicht mit Vollast an  laufen müssen, kann auch die erste     Stator-          wicklung    mit     Stern-Dreieckschalter    einge  schaltet werden, um den Anlaufstrom noch  mehr zu reduzieren, oder der Widerstand in  der     Rotorwicklung,    welcher den Anlaufstrom  bestimmt, kann noch mehr vergrössert wer  den, und die zweite     Statorwickhing    wird dann  erst bei 90 0/o der synchronen Drehzahl mit  einem einfachen Schütz zugeschaltet.  



  Der Druckknopf     Ko    in     Fig.1    zeigt, wie  die Anlage     wieder    stromlos gemacht werden  kann.    In     Fig.    2 ist der Verlauf von Strom und  Drehmoment während dem Anlauf dargestellt.       a,    b und c sind die Ströme bei der ersten,       zweiten    und dritten Schaltstufe,     rx',   <I>b'</I> und c'  die Drehmomente bei den drei Schaltstufen.  Strom und Drehmoment sind in der Vertika  len in Prozenten des Nennwertes und die  Drehzahl in der Horizontalen in Prozenten  der synchronen Drehzahl dargestellt. Von  0 bis 70 0/o der synchronen Drehzahl ist. nur  eine     Statorwicklung    in Dreieck geschaltet an  geschlossen.

   Von 70 bis 87 0/o ist eine     Stator-          wicklung    in Dreieck, die zweite in Stern ge  schaltet, und von 87 0/o an sind beide     Stator-          wickhmgen    in Dreieck geschaltet angeschlos  sen.  



  Man sieht daraus, dass der Einschaltstrom       2501/o    beträgt und mit zunehmender Drehzahl  bei der zweiten Schaltstufe bis auf 170 0/o ab  nimmt, um dann, nachdem die zweite     Sta-          torwicklung    in Stern     dazugeschaltet    ist,  wieder auf 250 0/o anzusteigen. Das Gleiche  tritt dann ein, wenn bei etwa 87 0/o die zweite       Statorwicklung    auf Dreieck umgeschaltet  wird.  



  Das Drehmoment a' hat beim Einschalten  einen Wert von 150 0/o, sinkt dann bis auf  1.20 0/o bei 70 0/o der synchronen Drehzahl, um  dann nach dem Umschalten auf wiederum  150 0/o den Wert b' anzusteigen. Beim Um  schalten bei etwa 87 0/o steigt dann der Wert  c' bis auf 250 0/o des Nennwertes an, um  dann     auf-    einen der Last entsprechenden Wert  zu sinken.  



  Die meisten     Elektrizitätswerke    gestatten  den     Anschluss    von Motoren an ihre     Verteil-          netze,        wenn    der Einschaltstromstoss den     2,5-          lachen    Wert des     Vollaststromes    nicht über  schreitet.

   Beim Einschalten der ersten     Sta-          torwicklung    kann der Stromstoss dadurch be  grenzt werden, dass die Widerstände, welche  zwischen den Rotoren die     Kurzschlussstäbe     verbinden, entsprechend dimensioniert wer  den, oder dass bei einer     Ausführung    nach  Schweizer Patent Nr. 249489 der Widerstand  der     Kurzschlusswicklung,    welche nur ein  Eisenpaket umschliesst, entsprechend dimen  sioniert wird.

        Ein Doppelmotor gemäss vorliegender Er  findung, dessen     Rotorwicklung    so dimensio  niert ist., dass ein     Stator    allein den     2,5fachen     Einschaltstrom aufnimmt, kann das     1,5fache     des     Vollastdrehmomentes    entwickeln. Bis zu  einer Drehzahl von etwa 70 0/o der synchronen  Drehzahl wird das Drehmoment nicht unter  den     1,2fachen    Wert sinken. Der Motor kann  also bis zu dieser Drehzahl selbst unter     Voll-          last    anlaufen.

   Von hier aus muss der zweite       Stator        dazugeschaltet    werden, und dies ge  schieht durch Anschliessen eines Relais an  die     Statorwieklung    des noch nicht eingeschal  teten zweiten Motors. Sobald die durch die  gemeinsame     Rotorwicklung    vom eingeschal  teten Motor her induzierte Spannung in der  zweiten     Statorwieklung    einen bestimmten  Wert erreicht hat, spricht das Relais an und       legt    dadurch die     Statorwieklung    des zweiten       .Motors    ebenfalls an das Netz.

   Um auch hier  keine grössere     Stromspitze    als etwa den     2,5-          fachen    Wert des     Vollaststromes    zu erreichen,  wird der zweite     Stator    zuerst in Stern und  nach einer bestimmten Zeit in Dreieck ge  schaltet, oder der zweite Motor wird zuerst  gegenüber dein ersten um 180  entgegenge  setzt     eingeselialtet    und dann nach einer be  stimmten Zeit auf Phasengleichheit     Limgre-          schaltet.    Auch kann dem zweiten Motor  zuerst ein Widerstand vorgeschaltet werden,  welcher nachher kurzgeschlossen wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRCCHE: 1. Verfahren zum Anlassen eines Doppel motors mit zwei Statorwicklungen Lind ge meinsamer Rotorwicklung, dadurch gekenn zeichnet., dass beim Anlassen zuerst nur eine Statorwicklung ans Netz gelegt wird, worauf nach dem Anlaufen die zweite in Abhängig keit der Drehzahl des Rotors ans Netz gelegt wird. Il.
    Doppelmotor mit zwei Stat.oiwvicklun- gen und einer gemeinsamen Rotorwieklung zur Durchführung des Verfahrens nach Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, welche bewirken, dass , nach Anschluss der einen Statorwieklung an das Netz und Anlaufen des Motors die zweite Statorwicklung selbsttätig in Abhängigkeit von der Drehzahl ebenfalls ans Netz gelegt. wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Doppelmotor nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, da.ss an die zweite Statorwieklung ein Relais angeschlossen ist, welches anspricht, sobald die Drehzahl einen bestimmten Wert erreicht hat und dadurch die zweite Statorwicklung an das Netz le-t. 2.
    Doppelmotor nach Patentansprueh II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeieh- net, dass das Relais einen Stern-Dreieek- Schütz betätigt, welcher die zweite Stator- wieklung in Stern an das Netz legt und nach einer bestimmten Zeit auf Dreieck umschaltet. 3.
    Doppelmotor nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass das Relais einen Schütz betätigt, welcher die zweite Statorwicklung über einen Vorschaltwiderstand an das Netz schliesst, welcher dann automatisch nach einer bestimm ten Zeit kurzgeschlossen wird. Doppelmotor nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl abhängigkeit dadurch erreicht wird, dass im ersten Statorkreis ein Relais geschaltet ist, welches bei dem Einschaltstrom anzieht und nach Erreichen eines bestimmten Minimal stromes wieder fällt und dadurch die zweite Statorwieklung einschaltet. 5.
    Doppelmotor nach Patentanspruch IL da.dureh gekennzeichnet, dass das Einschalten der zweiten Statorwieklung von einem auf der Motorwelle angebrachten Zentrifugalschalter abhängi;- gemacht wird.
CH269619D 1946-04-12 1946-04-12 Verfahren zum Anlassen eines Doppelmotors mit zwei Statorwicklungen und einer gemeinsamen Rotorwicklung. CH269619A (de)

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