Karteikarte für Karteien mit Lochkarten. Der Unteransprueh 5 des Hauptpatentes bezieht sieh auf eine Karteikarte für Karteien mit Lochkarten, wobei sich über die ganze Breite des Auswahl- bzw. Kontrollfeldes der Karte mindestens ein Schlitz erstreckt, zu des sen Unterteilung Querstüeke vorgesehen sind, welche in Ausnehmungen des Schlitzes Auf nahme finden. In dieser Weise kann jede gewünschte Loch- und Schlitzkombination durch einfache Handgriffe gebildet und belie big oft verändert werden.
Die den Gegenstand der vorliegenden Er findung bildende Karteikarte soll in beson ders einfacher Weise die Anbringung und Auswechslung der Querstücke ermöglichen, wobei ein Verbiegen, Verschieben oder ein Vorragen derselben aus der Kartenebene ver mieden wird. Für diesen Zweck kommen ins besondere Querstücke in Form flacher Blätt chen in Frage, die im Innern der Karteikarte gelagert bzw. geführt sein müssen. Gemäss der vorliegenden Erfindung besteht wenigstens der Lochteil der Karteikarte aus mindestens drei zusammengeklebten, geschlitzten Blättern mit übereinstimmender Schlitzanordnung, der art, dass die Querstücke durch die äussern Blätter gehalten sind.
Vorzugsweise kann das mittlere Schlitzblatt an den für das Einsetzen von Querstücken bestimmten Stellen der Schlitze segmentartige Ausschnitte besitzen. Die beiliegenden Zeichnungen veranschau lichen die erfindungsgemässe Karteikarte in einer beispielsweisen Ausführungsform.
Dabei zeigt Fig.1 eine aus drei Schichten zusammen gesetzte Karteikarte vor dem Zusammen kleben, Fig. \? eine fertige Karteikarte in der Draufsicht, Fig. 3 einen Schlitz mit eingesetzten Quer stücken in grösserem Massstabe, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie A-B in der Fig. 3. Die Fig. 5-8 stellen das Einsetzen eines Quer- stiiekes in verschiedenen Phasen vergrössert dar.
Fig.9 veranschaulicht das Ausschlagen eine Querstückes ebenfalls in grösserem Mass stab.
Fig.10 ist. eine Hilfslochung für ein Ein setz- und Ausschlaggerät, und Fig.11 zeigt die Verbindung zwischen Kartenunterteil und Textteil durch Punzieren. Gemäss der Pia. 1 und 2 ist die Karteikarte aus drei Blättern 1, 2 und 3 zusammengesetzt, welche Schlitze 4 von übereinstimmender An ordnung aufweisen. Die beiden äussern Deck blätter 1 und 3 sind einander vollkommen gleich, während das mittlere Blatt 2 an den für das Einsetzen von Querstücken bestimm ten Stellen der Schlitze 4 mit segmentförmi- gen Ausschnitten 5 versehen ist.
Diese Aus schnitte 5 dienen als Führung für die Quer stücke und haben eine verhältnismässig ge ringe Tiefe, welche für -das Festhalten der Querstücke eben ausreicht.. Die durch den Schlitzrand ausgeschnittene Sehne hat etwa die Breite des Steges zwischen zwei benach barten Löchern einer üblichen Lochkarte. Durch Zusammenkleben der drei Blätter ent steht eine Karteikarte, mit der Schlitzanord nung am Unterteil 6 und dem als Textteil die nenden Oberteil 7, die an beiden Aussenseiten vollkommen eben ist und äusserlich nur die Schlitzreihen zeigt.
Die segmentähnlichen Aus nehmungen 5 .des Führungsblattes 2 bilden kurze Führungen, welche das einzusetzende Querstück 8 am Herausfallen hindern und in seiner Lage innerhalb der Kartenebene sichern (Fug. 3 und 4).
Das Einsetzen eines solchen Querstückes ist aus den Fig. 5-8 ersichtlich. Das vor zugsweise aus plastisch verformbarem Metall bestehende Querstück 8 wird so zusammen gebogen, dass die Sehnenlänge gleich oder ein wenig kleiner als die Schlitzbreite wird. Hie bei wird die Karte auf eine harte Unterlage, z. B. aus Metall, gelegt, welche im Bereiche des Schlitzes eine der Dicke des untern Deck blattes 3 entsprechende Erhöhung 10 besitzt, deren Länge mit, der Schlitzlänge überein stimmt.
Durch vertikalen Druck mit einem stempelartigen Werkzeug 11 auf die Mitte des Querstückes 8 wird dieses gestreckt und schlüpft mit seinen Enden in 'die seitlichen Führungen 5 hinein. Zweckmässigerweise kann die Erhöhung 10 der Unterlage 9 nach innen gewölbt ausgebildet sein, um die Rückfede rung des Querstückes 8 zu kompensieren, wo bei die Tiefe der Wölbung 12 (Fig.5) dem Betrag der Rückfederung entspricht, so dass nach der Entfernung des Stempels 11 das Querstück 8 vollkommen eben in der Kartei karte aufliegt (Fug. 8).
An Stelle der aus der Unterlage heraus gearbeiteten Erhöhung 10 kann dieselbe auch aus anderem Material, z. B. aus nachgiebigem Karton, bestehen, deren Durchbiegung der Federung des Querstückes annähernd ent spricht.
Um ein Abheben oder ein Aufbiegen der Deckblätter während des Einsetzens des Querstückes zu verunmöglichen, kann eine Druckplatte 13, welche einen dem Karten schlitz 4 entsprechenden Schlitz 13a trägt (Fug. 5), auf die Karteikarte aufgelegt wer den. Die Entfernung des Querstückes 8 erfolgt in ähnlicher Weise wie das Einsetzen des selben. Zu diesem Zwecke muss jedoch sowohl die Unterlagsplatte 14 (Fig.9) als auch die Druckplatte 13 einen durchgehenden Schlitz tragen, damit das ausgeschlagene Querstück 8 ungehindert durchfallen kann, ohne dass dabei die Deckblätter 1 und 3 verbogen werden.
In der Fig.10 ist eine für das richtige und genaue Anlegen eines Einsetz- und Ausschlag gerätes dienende Ausführungsweise darge stellt, bei welcher zwischen Schlitzzeilen 4 eine Hilfslochung 15 angeordnet ist. In diese Flilfs- löcher, welche zweckmässigerweise einen so kleinen Durchmesser haben, dass die Festig keit der Karteikarte nicht beeinträchtigt wird, werden Führungsstifte oder -zapfen eines zum Einsetzen oder Ausschlagen des Querstückes bestimmten Gerätes zum Eingrei fen gebracht, so dass die Querstücke genau an der gewünschten Stelle eingedrückt bzw. aus geschlagen werden.
Ist die Karteikarte nur im Schlitzteil drei teilig ausgebildet, so endigt, das Führungs blatt 2 bereits knapp oberhalb der obersten Schlitzzeile, während die äussern Blätter 1 und 3 noch ein Stück darüber hinausreichen und einen zur Aufnahme des Karteikarten- oberteils 7 geeigneten Führungsschlitz bilden (Fug. 11) In diesen Schlitz können beschrie bene Karten einer bereits vorhandenen Kartei eingesetzt werden, welche auf diese Weise auf eine Loch- und Sehlitzkartei umgestellt werden kann. Die Verbindung zwischen Text teil und Schlitzteil kann in beliebiger Weise, z.
B. mittels eines Punzierstempels 16, erfol gen, wobei die beiden Deckblätter und der Textteil gleichzeitig verformt werden. Beim Punzieren mit ebener Unterlage entstehen lediglich an der Oberfläche Vertiefungen, jedoch keinerlei Auswölbungen an der Kartei kartenunterseite. Durch Aneinanderreihen sol-, eher Punzen wird eine sichere Verbindung der beiden Teile hergestellt, die keine stören den Vorsprünge besitzt. Das Lösen der Ver bindung kann durch ruckweises Herausziehen der Textkarte vorgenommen werden, wobei eine neue Verbindung mit einer andern Text- karte bzw. mit einem andern Schlitzteil in der beschriebenen Weise durchgeführt werden kann.
Als Material für .die Schlitzblätter kom men die für Karteikarten üblichen Werkstoffe in Betracht, wobei die Deckblätter etwas dün ner und das mittlere Führungsblatt etwas stärker ausgeführt sein können. Zur Erzielung grösserer Kantenfestigkeit an den Schlitzrän dern ist es zweckmässig, die beiden Deekblät- ter aus Metallfolien, z. B. aus Aluminium folien, herzustellen und mit dem Führungs blatt zu verkleben. Metallfolien müssen zu mindest; den Schlitzteil der Karteikarte über decken, während der Textteil zweckmässig mit Papier von der Stärke der Folien überklebt ist. Die Querstücke können aus Stahl von z. B. 0,1 mm Dicke hergestellt sein.
Dieser weist unter den hier in Betracht, kommenden pla stisch verformbaren Werkstoffen den grössten Elastizitätsmodul auf und bietet gegen eine ungewollte Verbiegung grösste Gewähr. Eben sogut können die Querstüeke aus gehärtetem und angelassenem Stahl von geringerer Dicke als 0,1 mm hergestellt sein. Das Einsetzen kann zweckmässigerweise durch elastisches Verbiegen erfolgen, worauf durch Nachlassen des Biegedruckes die Querstäbe sich ausstrek- ken und in die Führungen der Schlitze schlüp fen, was durch die Abrundung und Polierung der Führungskanten der Querstücke erleich tert ist.
Das Einsetzen der Querstücke wird ferner noch dadurch begünstigt, indem zwi schen der Stärke des Führungsblattes und der des Querstückes ein kleiner Unterschied be steht, so dass die Querstücke mit Spiel in die Schlitze eingesetzt werden können. Der Spiel raum kann z. B. 0,1 mm betragen.
Das Setzen der Querstücke und das Aus schlagen derselben kann mittels eines zangen artigen Handgerätes vorgenommen werden, welches Unterlage und Druckrahmen trägt und Querstüeke nach Art eines Heftklammer apparates vorrätig hält. Das genaue Bestim men der Einsatzstelle kann mittels zweier Führungszapfen der Zange erfolgen, welche vor dem Zusammendrücken von unten her in die entsprechenden Hilfslöcher der Kartei karte eingeschoben werden.
Ferner kann das Setzen und Ausschlagen auch durch ein Tischgerät mit Setz und Aus schlagplatte erfolgen, wobei mittels einer dop pelten Führung nach Art eines Kreuzschlit tens das Setz- bzw. Ausschlaggerät auf jede gewünschte Stelle eingestellt werden kann. Das Tischgerät kann auch so ausgebildet sein, dass über einer Tischunterlagsplatte, die die nötigen Erhöhungen im Bereich der Schlitz felder trägt, eine Druckplatte mit den Schlit zen entsprechenden Durchbrechungen sowie eine Setzplatte mit Setzstempeln für alle Setz stellen drehbar angebracht ist. Das Setzen kann so erfolgen, dass alle Setzstempel gleich zeitig betätigt werden, wobei die Setzbewe gung nur an den Stellen wirksam ist, wo zuvor die Blättchen manuell oder mittels einer, z. B.
durch Tastatur betätigten, Gebevorricht.ung eingelegt wurden. Das gleiche Gerät ist bei entsprechender Gestaltung der Unterlags- platte mit Schlitzungen auch zum Aussehla- gen verwendbar, wobei die für das Setzen erforderlichen Erhöhungen auf einer gemein samen Platte befestigt sein können.
Für die Durehführung der Punzenverbin- dungistbeispielsweise eine aus zwei aufeinander abrollenden. Scheiben bestehende Vorrichtung geeignet, von welchen Scheiben die obere an ihrem Umfange die Punzen in Form kleiner spitzer Warzen trägt, während die untere eine rein zvlindrische Mantelfläche aufweist. Beim Durchziehen der zu vereinigenden Kar teikartenteile zwischen Punzenscheibe und Unterlagsscheibe kann jeweils, wenn eine Punze erzeugt werden soll, ein starker Druck auf die Punzenscheibe ausgeübt werden.