Apparat zum Plandrehen, Einstechen, Ausdrehen, Andrehen und Überdrehen. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Apparat zum Aufsetzen auf die Arbeits spindel einer Werkzeugmaschine zum Plan drehen, Einstechen, Ausdrehen, Andrehen und Überdrehen mit einem eingebauten, mit tels der Arbeitsspindel antreibbaren Mecha nismus zum seitlichen Verschieben des Stahl halters.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstan des, und zwar zeigen:
Fig. 1 einen Axialschnitt durch den Appa rat,
Fig. 2 die Aussenansicht des Apparates in derselben Richtung,
Fig. 3 einen Axialschnitt durch den Appa rat, um 90 gewendet zu Fig.1. Fig. 4 die Aussenansicht des Apparates in
derselben Richtung,
Fig. 5 einen Querschnitt horizontal durch den Apparat nach Linie A-B in Fig. 3, Fig. 6 einen Querschnitt horizontal durch
den Apparat, nach Linie C-D <I>in</I> Fig. 3.
Der Apparatkörper 1 ist zylinderförmig und mit verschiedenen Bohrungen und Aus- fräsungen zum Einbau von verschiedenen Tei len versehen. Der am untern Ende des Kör pers 1 mittels einer Schwalbenschwanzfüh- rung verschiebbare, als Schlitten ausgebildete Stahlhalter 2 ist mit drei Bohrungen 30, 31, 32 versehen, zwei in vertikaler und eine in horizontaler Richtung, zum Einsetzen des Drelist.ahles, welcher mit Imbus-Wurmschrau- ben festgehalten wird.
Im obern Teil des Stahlhalters 2 ist eine Ausfräsung vorgesehen, in welcher die Spin- delmutter 15 eingebaut ist, welche im Eingriff steht mit der Gewindespindel 10. Der Ge windering 4 besitzt innen ein Trapezgewinde 4' und an der obern Stirnfläche einen Zahn kranz 4" mit vierundachtzig Zähnen und vier Ansenkungen an der Aussenwand für Kugeln. Im Laufring 5 sind vier Bohrungen 22 mit Gewinde angeordnet, wobei in jede Bohrung eine Schraube eingreift und jede Bohrung vor der Schraube eine Feder aufweist, die auf eine zugehörige Kugel drückt, welche Kugeln dann durch die Federn in die Ansenkungen gedrückt werden.
Die Kugeln bilden mit den Federn und den Ansenkungen eine Kugel- Überlastungskupplung zwischen den Teilen 4 und 5. Der Gewindering 4 ist im Laufring 5 gelagert, welcher seinerseits am Körper 1 ge lagert ist. Beim Anschlagen des Stahlhalters an einen Anschlag oder bei Überlastung des Stahles werden die Kugeln aus den Ansenkun- gen herausgedrückt, und der Gewindering 4 läuft mit dem Apparat, und hiermit ist der Mechanismus ausgeschaltet, wodurch auch der Stahl sich seitlich nicht mehr bewegt; dieser kommt zum Stillstand.
Der Laufring 5 ist an seiner Aussenfläche randriert., so dass dieser von Hand festgehalten werden kann. Der Zwischenring 6, mit zwei Schrauben am Kör per 1 befestigt, besitzt zwei Ausfräsungen, um der Spindel 11 den Eingriff in den Zahn kranz 4" vom Gewindering 4 zu ermöglichen.
Der zwischen dem Körper 1 und dem Einstell- ring 8 gelagerte Zahnkranz 7 ist mit hundert- achtundsechzig Zähnen versehen und steht im Eingriff mit dem Ritzel 12' der Gewinde spindel 12, das zwölf Zähne aufweist, und ist mit zwei Schrauben mit dem Einstellring 8 verbunden. Die Aussenfläche des Einstell ringes 8 besitzt eine Randrierung und ist an der obern Andrehung mit Teilstrichen ver sehen, denen die Zahlen 4, 3, 0, 1, 2 zugeord net sind,
und die obere Stirnfläche ist mit fünf kleinen Ansenkungen versehen. Der Ab schlussring 9 ist mit zwei Schrauben am Kör per 1 befestigt und mit einer Einstellmarke und auf dieser Stelle an der untern Stirn fläche mit einer kleinen Bohrung versehen für eine kleine Feder und eine Stahlkugel.
Diese Stahlkugel kann in die Ansenluingen des Einstellringes 8 greifen, um während der Arbeit mit dem Apparat eine Verdrehung des Einstellringes 8 zu verhindern. Die Gewinde spindel 10 ist in der untern Bohrung des Kör pers 1 mit beidseitiger Ausdrehung eingebaut. In der mittleren Bohrung des Körpers 1 ist die mit vier Zahnkränzen versehene Spindel 11 eingebaut und kann axial hin und her ge schoben werden, um den Vorschub oder den Eilgang vor- oder rückwärts zu übertragen.
In der obersten Bohrung des Körpers 1 ist die Gewindespindel 12 eingebaut, wobei das rechte Spindelende mit dem Ritzel 12' mit zwölf Zähnen versehen ist. Axial wird die Spindel 12 durch einen Bronzestift 20 ge sichert. Die mittlere Bohrung ist mit einer 3 mm-Nute 26 zur obern Bohrung geöffnet, in welcher sich der Schieber 16 vor- oder rück wärts bewegen kann. Der Schieber 16 ist in der Mitte der Spindel 11 angeordnet und auf derselben axial urverschiebbar und greift durch die Nute 26 mit eingefrästen Zähnen an der obern Fläche in das Gewinde der Spin del 12 ein.
In den zwei seitlichen, vertikalen Ausfräsungen im Körper 1 sind je ein Schneckenrad 14, verbunden mit einem Zahn rad 14', angeordnet, und ferner greift in jedes Zahnrad 14' ein Zwischenzahnrad 13 ein, die auf den Achsen 18 gelagert sind. Die An schläge 17 dienen mir Einhaltung der fest gelegten Einstellung des Stahlhalters 2. Der obere, feste Anschlag ist im Körper 1 ein gelassen und mit einer Imbusschraube be festigt.
Der untere, verschiebbare Anschlag kann links oder rechts vom festen Anschlag in der T-Nute 25 im Stahlhalter 2 befestigt werden. Bei Betätigung des Apparates und Verschiebung des Stahlhalters 2 wird durch das Auflaufen des verschiebbaren Anschlages auf den festen Anschlag ein Druck auf die Überlastungskupplung bewirkt (eingebaut zwischen Laufring 5 und Gewindering 4), die dann den Vorschub oder den Eilgang aus schaltet. In die Gewindebohrung an der obern Stirnfläche des Körpers 1 wird ein in die Arbeitsspindel einzusetzender Konus mit Flansch eingeschraubt.
Der Apparat kann aber auch direkt auf eine mit Gewinde ver sehene Arbeitsspindel aufgeschraubt werden. Als Werkzeugmaschinen können Werkzeugfräs maschinen, Bohrwerke und Bohrmaschinen zum Plandrehen, Einstechen, Ausdrehen, An drehen und Überdrehen in Frage kommen.
Einstellungsvorgang: Der Einstellungs vorgang des dargestellten Apparates wird nur im Stillstand der Maschine betätigt. Der Ein stellring 8 wird durch Drehung von Hand so bewegt, dass eine der Zahlen 4, 3, 0, 1, 2 der Markierung am Abschhissring 9 gegenüber steht. Bei Stellung 0, d. h. wenn die Zahl 0 der Markierung gegenübersteht, ist die Spin del 11 nirgends im Eingriff und somit der Mechanismus ausgeschaltet. Bei Stellung 1 und 3 wird der Vorschub vor- oder rückwärts eingestellt. (Mechanischer Vorwärtsgang beim Vorschub 0,08 mm pro Umdrehung.) Bei Stel lung 2 und 4 wird der Eilgang vor- oder rück wärts eingestellt.
(Mechanischer Vorwärts gang beim Eilgang 14 mm pro Umdrehung.) Dabei wird bewirkt, dass beispielsweise Vor schub 1 und Eilgang 2 den Stahlhalter ent gegengesetzt bewegen, so dass 2 den Stahl halter, der durch 1 verschoben wurde, auf die Ausgangsposition zurückbringt. Desgleichen bewegt Vorschub 3 den Stahlhalter entgegen gesetzt wie Eilgang 4.
Vorschub 0,08 mm pro Umdrehung:
Der Vorschub wird betätigt dadurch, dass der Apparat durch die Maschine in Drehung gesetzt wird. Durch das Festhalten des Lauf ringes 5 mit. der rechten Hand des Arbeiters wird der 'Mechanismus im Apparat in Bewe gung gesetzt. Die zwei Schneckenräder 14 stehen im Dingriff mit dem Trapezgewinde 4' des Gewinderinges 4 und derselbe durch die Überlastungskupplung mit dem Laufring 5. Die Schneckenräder 14 sind auf die Zahn räder 14' fest aufgesetzt, und diese sind im Eingriff mit den Zwischenzahnrädern 13.
Je nach der Einstellung steht die Spindel 11 mit dem rechten Zwischenzahnrad 13 und dem lin ken Zahnrad 10' der Gewindespindel 10 im Eingriff (Fig.3) oder das linke Zwischen zahnrad 13 über die Spindel 11 mit dem rech ten Zahnrad 1.0" der Gewindespindel 10 im Eingriff. Durch diese Bewegungsübertragung auf die Gewindespindel 10 wird die Spindel mutter 15 vor- oder rückwärts verschoben.
Da die Spindelmutter 15 (durch Ausfrä- sung im Stahlhalter) im Stahlhalter 2 ein gesetzt und mit einer Imbusschraube fest ver bunden ist, wird -dabei auch der letztere vor- oder rückwärts verschoben.
Eilgang 14 mm pro Umdrehung:
Der Eilgang, der ein Mehrfaches der Vor schub- oder Arbeitsgeschwindigkeit beträgt, kann dadurch betätigt werden, dass der Appa rat durch die Maschine in Drehung gesetzt wird. Durch das Festhalten des Laufringes 5 mit der rechten Hand des Arbeiters oder im Stillstand durch das Drehen des Laufringes 5 mit der rechten Hand des Arbeiters wird der Mechanismus im Apparat in Bewegung ge setzt. Die Spindel 11 steht im Eingriff links mit dem Zahnkranz 4" des Gewinderinges 4 und zugleich mit dem linken Zahnrad 10' der Gewindespindel 10 im direkten Eingriff, oder die Spindel 11 steht rechts in Eingriff mit dem Zahnkranz 4" des Gewinderinges 4 und zugleich mit dem rechten Zahnrad 10" der Gewindespindel 10 im direkten Eingriff.
(Ge windering 4 und Laufring 5 sind durch die Überlastungskupplung verbunden.) Durch diese Übertragung auf die Gewindespindel 10 wird die Spindelmutter 15, welche fest ver bunden ist mit dem Stahlhalter 2, seitlich vor- oder rückwärts verschoben, Bei Plandreh- und Einstecharbeiten muss der Laufring 5 mit der Hand festgehalten werden. Vor den Ausdreh-, Andreh- und Über dreharbeiten wird beim Stillstand der Ma schine durch das Drehen von Laufring 5 der Stahlhalter 2 mit dem eingespannten Stahl auf die gewünschte Stellung gebracht und mit der Schraube 19 blockiert.
Der Laufring 5 ist mit acht Teilstrichen versehen. (Ein Teil strich gleich 0,01 mm Vorschub.) Um bei Links- und Rechtslauf der Arbeitsspindel den Stahl in der gleichen Richtung zu verschieben, muss beim Vorschub von 1 auf 3 und beim Eilgang von 2 auf 4 oder umgekehrt um gestellt werden, wenn der Drehsinn der Arbeitsspindel geändert wird.
Die Manipulationen am Apparat, welche der Arbeiter vornehmen muss, sind im Ein stellungsvorgang gebührend erläutert.
Der Eingriff der Elemente bei den Ein stellungen 1, 2, 3, 4 wird bei der Erläute rung des Vorschubes (0,08 mm) und des Eil- ganges (14 mm) erläutert.