CH270344A - Gasturbinen-Kraftanlage. - Google Patents
Gasturbinen-Kraftanlage.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Gasturbinen-Kraftanlage. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Gasturbinen-Kraftanlagen, wie sie als An triebe für Schiffe, Fahrzeuge, Kraftstationen oder dergleichen Verwendung finden.
Bei Gasturbinen treten im allgemeinen hohe Schaufelgeschwindigkeiten auf, wobei die Beanspruchung der Schaufeln und die Tem peraturen sowohl die Leistung als auch die Lebensdauer solcher Anlagen begrenzen. Jede korrodierende oder erodierende Wirkung auf die Turbinenschaufeln ist. äusserst nachteilig, und es kann vom metallurgischen Standpunkt aus erwünscht sein, die Sehaufelung frei von jeder Berührung mit gasförmigen Verbren nungsprodukten, z. B. Oxyden des Schwefels zu halten.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, in Ileissluftkraftanlagen ortsfeste, wärmeaufspei chernde Elemente vorzusehen, um die Wärme der mit Verhr ennungsrüekständen verunrei nigten Gase an ein verhältnismässig reines Ar beitsmedium für die Maschine oder Turbine zu übertragen, wobei Ventile dazu dienen, den Zustrom der heissen verunreinigten Gase und des verhältnismässig reinen Arbeitsme diums zum Austauscher zu steuern.
Gemäss der Erfindung besteht die Gas turbinen-Kraftanlage aus einem Luftkompres sor, einer den Kompressor treibenden Luft turbine, die ihrerseits noch einen Nutzlei- stungsernpfänger antreibt, einer Einrichtung zum Verbrennen von Brennstoffen in der Abluft der Turbine, und einen Wärmeaustau- scher mit Wärmeaustauschmaterial enthal tenden Zellen, die zu und von einer Stelle bewegbar sind, wo den VerbrennungsprodLLk- ten Wärme entzogen wird, und ferner von und zu einer Stelle bewegbar sind, wo diese Wärme an die komprimierte Luft abgegeben wird, bevor diese in die Luftturbine gelangt.
Die Gasturbinen-Kraftanlage kann dabei so ausgebildet sein, dass die komprimierte Luft mindestens auf 500 C erhitzt werden kann, bevor sie in die Turbine gelangt. Der W ärmeaustauscher kann als hohlzylin- drisehe Drehtrommel ausgebildet sein, wobei der zwischen zwei durchlässigen, koaxialen Mänteln vorhandene Zwischenraum durch ra diale Wände in Zellen unterteilt ist, die ab wechselnd in den Weg der Verbrennungspro dukte (Heizfluidum) und in den Weg der komprimierten Luft (zu erhitzendes Fluidum) gelangen. Die Zellen der Trommel sind mit.
dem wärmeaustauschenden Material gefüllt, und der Innenraum der Trommel ist zweek- mässig durch eine Längswand in zwei Kam mern unterteilt, von denen die eine das Heiz- fluidum und die andere das erhitzte Fluidum aufnimmt. Der Wärmeaustauseher kann auch derart ausgebildet sein, dass man durch seine Zellen einen Strom Reinigungsluft hindurch schicken kann, um feste Asche, Kohlenstoff oder andere Rückstände, welche die Wirkung des Austauschers beeinträehtigen könnten, zu entfernen.
Es können ferner Nebenanschlüsse für die komprimierte Luft, insbesondere für Kon- trollzwecke, jedoch auch zur Kühlung vorge sehen sein.
Nachstehend wird unter Bezugnahme auf die Zeichnung eine Ausführungsform des Er- findungsgegenstandes als Beispiel erläutert.
Fig.l ist eine Ansicht im Längsschnitt und Fig. 2 ein Querschnitt durch eine Gastur binenanlage gemäss der Erfindung.
Die Anlage besitzt ein Gehäuse 1, das ge gen Wärmeverlust verkleidet ist, und einen Lufteinlass 2 sowie einen Abgasschornstein 3. Der Lufteinlass führt in einen mehrstufigen axialen Luftverdichter 4, der gegebenenfalls über einen Diffilsor in einen Luftkasten 5 mündet, dessen eine Wand von der Aussen fläche einer hohlzylindrisehen Trommel 6 ge bildet wird. Der Zwischenraum zwischen den zwei durchlässigen, koaxialen Mänteln ist durch radiale Wände in Zellen 10a, 10b usw.
unterteilt. In diesen Zellen ist das Wärme austauschmaterial 10 untergebracht, das ir gendein wärmespeicherndes und -übertragen des Material sein kann, z. B. ebene und ge wellte, ein wabenartiges Gebilde in einem; Metallrahmen darstellende -Blechstreifen, in einen metallenen Käfig eingefüllte Stücke aus keramischem Material, oder ein keramisches Zellgebilde in einem metallenen Rahmen. Der Innenraum dieser Trommel ist durch .eine Längswand 9 in zwei Kammern 7, 8 unter teilt.
Zwischen den Längsseiten dieser Wand und der Trommelinnenwand sowie zwischen den Trommelenden und dem Gehäuse, in dem die Trommel montiert ist, sind Dichtungen vorgesehen, um die Gasverluste herabzusetzen. Die durch das Wärmeaustauschmaterial 10 hindurchgegangene komprimierte Luft wird zur Einlassseite der Luftturbine 11 geführt, die ihrerseits direkt durch die Welle 12 mit dem Rotor des Kompressors gekuppelt ist. Die Welle 12 treibt über Zahnräder -und eine Hilfswelle 12a noch einen Nutzleistungsemp- fänger. Aus der Turbine strömt die Luft in die Kammer 8 der Trommel, in welcher Kammer Brennstoff in der Abluft verbrannt wird.
Dies geschieht mittels eines Ölbrenners 13 oder, wenn fester Brennstoff verbrannt wird, eines Rostes 14 geeigneter Bauart für die Verbrennung von festen Brennstoffen. Die Tatsache, dass die Lift bereits erhitzt ist, erleichtert mindestens bei gewissen Brenn stoffarten die Verbrennung, und man kann die heisse Luft, falls dies vorteilhaft ist, zur Vortrockniiug des Brennstoffes verwenden. Nach dieser Verbrennung passieren die gas förmigen Produkte das Wärmeaustauschmate- rial 10 und werden durch das Kamin 3 nach aussen abgeleitet, wobei sie an das Wärme- austauschmaterial 10 Wärme abgeben.
Die Trommel kann über ihre Welle 6a durch ein geeignetes Antriebsmittel, z. B. durch einen Motor 20 über eine Transmission 22 mit Kupp lung 24 und Reduktionsgetriebe 21, in Dre hung versetzt werden. Die Trommel kann auch von der Turbine aus über die Trans mission 22, Kupplung 24 und das Reduktions getriebe mit reduzierter Drehzahl angetrieben werden.
Die Arbeitsweise unterscheidet sich von dem üblicheren Gasturbinenprozess mit Ver brennung bei konstantem Druck darin, dass der Brennstoff auf der Abgasseite der Tur bine verbrannt wird, und dass die Arbeitsluft nach der Verdichtung nur durch das Wärme austauschmaterial 10 des Austauschers 6 er hitzt wird (abgesehen vom Wärmetransport durch den unvermeidlichen Gasrest im Wärmeaustauschmaterial). Es ergibt sich daraus, dass die Verbrennungsprodukte und etwaige Feststoffe oder schädliche Bestand teile, die in den Verbrennungsgasen enthal ten sein können, nicht durch die Turbine hindurchgehen.
Der Wärmeaustauscher wird vorteilhaft mit Spülluft beschickt, die bei geeigneter Wahl des Druckes gleichzeitig eine abschlie ssende Wirkung in den Zonen 16a ausübt, wo die Trommel eine bestmögliche Abdich tung gegenüber dem Gehäuse 1 und der Längswand 9 aufweisen sollte. Zu diesem Zweck ist eine Druckluftleitung 15 von einer Zwischenstufe der Turbine zum Abschlussteil 16 der Gehäusewand 1 geführt, der sich übel die Breite von angenähert zwei Zellen der Trommel erstreckt. Die Längswand 9 kann hohl sein, so dass sie Luft von einem zum an dern Abschluss durchlässt und einen Druck ausgleich bewirkt.
Die aus der Leitung 15 strömende Luft wird bei geeignetem Druck durch diejenige Zelle des Wärmeaustauschers, die jeweils von der Verbrennungsgasseite zur Druckluftseite übertritt, nach einwärts ge blasen, tun Asche usw. zu entfernen und die Zelle mit frischer Luft zu beladen, bevor sie von der komprimierten Luft durchströmt wird. Es kann ferner eine direkte Luft- nebenleit.ung vom Druckluftkasten 5 zum Tur bineneingang vorgesehen sein. Ein solcher Strom kann z. B. durch das Ventil 17 gedros selt werden.
Hiermit lässt sich eine raschere Regelung erzielen, als es nur mit Brennstoff kontrolle allein erreicht werden könnte, da letztere seitlich notwendigerweise nachhinkt, wenn die Drehgeschwindigkeit der Austausch trommel Fixiert oder niedrig ist. Ein Teil der abgezweigten Luft kann vom Kompressor zur Turbine, z. B. längs der Welle, geleitet wer den, wobei sie so geführt werden kann, dass sie die Turbine, wo das erwünscht ist, kühlt.
Die Luftabzweigung wird vorzugsweise durch auf der Kraftabgabewelle 12ct mon tierte Steuerungsmittel 25, die von der Tur bine angetrieben werden, kontrolliert, wäh rend die Brennstoffzufuhr zu den Brennern 13 und/oder dem Rost 14 durch langsam wirkende thermostatische Elemente 26, die auf die Temperatur der Verbrennungsgase vor dem Austauseher ansprechen, gesteuert wird. Die Laufgeschwindigkeit der Trommel kann erforderlichenfalls ebenfalls durch das Reduktionsgetriebe 21 gesteuert werden, und zwar von Hand, z. B. durch Hebel 21a oder durch thermostat.ische Mittel 26 in der Brenn- kammer B.
Eine Einspritzung von Wasser durch Zerstäuberdüsen 27 in die komprimierte Luft kann ebenfalls erfolgen, um eine Steue rung der Leistung der Maschine zu bewirken.
Zum Anlassen oder für andere vorüber gehende Zwecke kann man auch in der Kam mer 7 vor dem Lufteinlass der Turbine flüs sige Brennstoffe verbrennen, z. B. durch Brenner 18 in Fig. 1, und/oder sogar im Luft- kalten 5 zwischen dem Kompressorauslass und der Trommel 6 mittels des Brenners 19, in welchem Falle der Wärmeaustauscher ra scher und sanfter aufgeheizt wird, als wenn das Anlassen nur durch die Hauptheizung (auf der Austrittsseite) erfolgen würde.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Gasturbinen-Kraftanlage, gekennzeichnet durch einen Luftkompressor, eine den Kom pressor antreibende Luftturbine, die ihrer seits noch einen Nutzleistungsempfänger an treibt, eine Einrichtung zum Verbrennen von Brennstoffen in der Abluft der Turbine, und einen Wärmeaustauscher mit Wärmeaus- tauschmaterial enthaltenden Zellen, die zu und von einer Stelle bewegbar sind, wo den Verbrennungsprodukten Wärme entzogen wird, und ferner von und ztt einer andern Stelle bewegbar sind, wo diese Wärme an die komprimierte Luft abgegeben wird,bevor diese durch die Luftturbine strömt. UNTERANSPRÜCHE 1. Gasturbinen-Kraftanlage nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die komprimierte Luft vor ihrem Eintritt in die Turbine auf mindestens 500 C erhitzt werden kann. 2. Gasturbinen-Kraftanlage nach Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeaustauscher eine hohlzylindrische Dreh trommel ist, deren Zwischenraum zwischen den beiden koaxialen, durchlässigen Mänteln durch radiale Wände in Zellen unterteilt ist, wobei diese Zellen mit dem Wärmeaustausch material gefüllt sind und bei der Rotation des Austauschers abwechselnd in den Weg der Verbrennungsprodukte und der kompri mierten Luft gelangen.3. Gasturbinen-Kraftanlage nach Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenraum der Drehtrommel durch eine Längswand in zwei Kammern unterteilt ist und zwischen den Enden dieser Wand und der Trommelwand sowie zwischen den Trom melenden und dem Gehäuse, in dem die Trom mel montiert ist, Dichtungen vorgesehen sind. 4. Gasturbinen-Kraftanlage nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um den Kompressor verlas sende komprimierte Luft abzuzweigen und direkt dem Turbineneingang zuzuführen.5. Gasturbinen-Kraftanlage nach Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie zum Anlassen Mittel aufweist, um in der den Kompressor verlassenden komprimierten Luft im Luftraum beim Kompressorauslass und im Trommelinnern beim Turbineneinlass flüssige Brennstoffe zu verbrennen.6. Gasturbinen-Kraftanlage nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennstoffzufuhr zu den Verbrennungsmit teln in der Verbrennungskammer beim Tur- binenauslass durch auf die Tempereatur der Verbrennungsgase vor dem-V ärmeaustauscher ansprechende thermostatische Mittel gesteuert wird. 7. Gasturbinen-Kraftanlage nach Unteran spruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehtrommel von der Gasturbine mit redu zierter Drehzahl angetrieben werden kann.B. Gasturbinen-Kraftanlage nach Unteran spruch. 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl der Trommel durch thermostatische Mittel gesteuert wird, die auf die Temperatur der Verbrennungsgase vor dem Wärmeaus- tauscher ansprechen.
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Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE930356C (de) * | 1952-10-07 | 1955-07-14 | Max Adolf Dipl-Ing Mueller | Verfahren zum Betrieb von Gasturbinenanlagen |
| DE932041C (de) * | 1952-10-07 | 1955-08-22 | Max Adolf Dipl-Ing Mueller | Zellenradschleusenanordnung fuer Gasturbinenanlagen |
| DE936658C (de) * | 1952-01-25 | 1955-12-15 | Hans Peter Dipl-Ing Mueller | Verbrennungsturbinenanlage |
| DE1009437B (de) * | 1952-11-20 | 1957-05-29 | Parsons C A & Co Ltd | Vorrichtung zur Erhitzung der Treibgase fuer Brennkraftturbinen |
| DE1067638B (de) * | 1956-01-16 | 1959-10-22 | Gen Motors Corp | Gasturbinenantrieb fuer Strassenfahrzeuge |
| DE1221850B (de) * | 1959-05-15 | 1966-07-28 | Daimler Benz Ag | Gasturbinentriebwerk |
-
1947
- 1947-03-31 CH CH270344D patent/CH270344A/de unknown
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