CH270982A - Augenprothese und Verfahren zu deren Herstellung. - Google Patents

Augenprothese und Verfahren zu deren Herstellung.

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CH270982A
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Hans Dr Rotter
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F2/00Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
    • A61F2/02Prostheses implantable into the body
    • A61F2/14Eye parts, e.g. lenses or corneal implants; Artificial eyes
    • A61F2/141Artificial eyes
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D11/00Producing optical elements, e.g. lenses or prisms
    • B29D11/02Artificial eyes from organic plastic material

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Description


  
 



  Augenprothese und Verfahren zu deren Herstellung.



     Man    hat bereits vorgeschlagen, Augenprothesen aus   einem    die   Selera    darstellenden   Tragkörper aus    Kunstharz, einer gleichfalls aus Kunstharz bestehenden Kalotte zur Darstellung der Cornea und einer dazwischenlie  genden      Nachbil dung    der Iris herzustellen, welche Teile fest miteinander verschweisst sind. Diese Augenprothesen aus Kunstharz zeichnen sieh durch besonders gute Verträglichkeit gegenüber dem menschlichen Gewebe   aus.    Während aber bei der Irisdarstellung durch deren Einbettung beste Haltbarkeit erzielt wurde, liess die   Naturtreu    ihrer Darstel  lung      viel    zn   viinschen    übrig.

   Die Bindehautmerkmale waren   bisher    weder   zufriedenstel-    lend naturgetreu   dargestellt    noch in   altsrei-    chend haltbarer Weise angebracht.    l)en    Gegenstand der Erfindung bildet eine Augenprothese der eingangs geschilderten Art, die eine naturgetreue, haltbare und medizinisch einwandfreie Nachbildung sowohl der Iris als auch der Bindehautmerkmale aufweisen kann. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper aus zwei Kunstharzschichten besteht, zwischen welchen eine   Nachbildung    der   Gefässe    und der Farbtönung der Bindehaut eingeschlossen ist und die miteinander zu einem homogenen Körper verschweisst sind.

   Gleichzeitig kann mit der äussern der beiden Schichten eine das natürliche Auge bestens nachahmende Unschärfe des Randes der Iris dadurch erzielt werden, dass die äussere Tragkörperschicht aus nicht voll durchsichtigem Kunstharz besteht und den Rand der die Iris abdeckenden Kalotte etwas übergreift.



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer solchen in der Herstellungsform   eingebetteten      Augenprot, hese    im Schnitt dargestellt.



   Für die Nachbildung der Cornea dient eine   Kugelkalotte    1, die in eine Ausnehmung des zur Darstellung der Sclera dienenden Tragkörpers 2 eingesetzt ist. Zwischen der ebenen Rückseite der   Kalotte    und dem Tragkörper liegt eine dünne Papierscheibe 4, die Iris   und    Pupille darstellt. Der Tragkörper   2    besteht aus einer äussern dünnen   Schicht    7 und einer innern. stärkeren Schicht 8, zwischen denen die   Nachbildung    6 der Gefässe und der Farbtönung der Bindehaut angebracht ist.

   Die äussere Schicht 7 besteht aus nicht voll   durch-    sichtigem   Material      und    übergreift mit ihrem Rand 9 die   Kalotte    1, so dass der   Rand    der Irisseheibe unscharf erscheint. Als Material für die Teile 1, 7 und 8 dienen plastische Massen, die von lebendem Gewebe möglichst   reaktionsl es    vertragen werden.



   Die beschriebene Augenprothese wird z. B. wie folgt   hergestellt:       Man    fertigt zuerst nach dem Auge des Patienten ein seinen besondern, anatomischen Gegebenheiten angepasstes Wachsmodell des Tragkörpers an, in das die die Cornea darstellende Kalotte 1 eingesetzt wird. Danach wird eine   zweiteilige    Gipshohlform 10, 11 verfertigt. Nun wird der Wachstragkörper entfernt,  während die Kalotte   samt    Irisnachbildung in der intern Hälfte der Gipsform verbleibt.

   Darauf wird die äussere Schicht 7 des Tragkörpers in die Gipsform mit zähflüssigem oder   breiige    Material einmodelliert.   Dann    wird   atif    deren Innenseite die Nachbildung 6 der Gefässe und der Farbtönung der Bindehaut durch Bemalung und im Falle der Blutgefässe durch   Bemallmg    oder durch Auflegen roter Fasern, z. B.   Wollfäserchen,    genau nach dem zwei ten Auge angebracht. Dann wird die zweite Tragkörperschicht 8 in gleicher Weise einmodelliest, die Gipsform 10, 11 geschlossen, unter Druck gesetzt   und    erhitzt, z. B. in kochendes Wasser gebracht.

   Dabei erhärten die plastischen Massen und verbinden sich die drei Teile 1, 7 und 8 zu einer einzigen festen Masse, in der die Nachbildungen der Iris und der   Binde-    haut fest und unzerstörbar eingeschlossen sind.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Augenprothese, die aus einem die Seiera darstellenden Tragkörper aus Kunstharz, einer gleichfalls aus Kunstharz bestehenden Kalotte zur Darstelllmg der Cornea und einer zwisehen beiden liegenden Nachbildung der Iris besteht, welche Teile fest miteinander verschweisst sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper (2) aus zwei Kunstharzschich- ten (7, 8) bestEht, zwischen welche eine Nachbildung (6) der Gefässe und Farbtönung der Bindehaut eingeschlossen ist und die miteinander zu einem homogenen Körper verschweisst sind.
    II. Verfahren zur Herstellung der Auge prothese nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Darstellung der Cornea dienende Kunstharzkalotte (1) samt aufgelegter Irisnaehbildlmg (4) in ein vorher hergestelltes Gipsnegativ (10) eingelegt, die äussere Schicht (7) des Tragkörpers in weichem Zustande einmodelliert, auf der Innenseite dieser Schicht eine Nachbildung der Gefässe und Farblösung der Bindehaut (6) angebracht, die innere Schicht (8) des Tragkörpers in weichem Zustande einmodelliert, die zweite ebenfalls vorher hergestellte Hälfte der Gipsform (11)
    aufgesetzt und dann das Ganze unter Hitze und Druck zu einem homogenen Körper zusammengeschweisst und erhärtet wird.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Augenprothese nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere Tragkörperschicht (7) aus nicht voll durehsich- tigem Kunstharz besteht und mit ihrem Rand (9) den Rand der die Iris abdeckenden Ka- lotte (1) übergreift, derart, dass der Rand der Iris wie beim natürlichen Auge nicht seharf abgegrenzt, sondern verschwommen erscheint.
    2. Augenprothese nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zur Darstellung der Blutgefässe auf der Sclera zwischen den beiden Schichten des Tragkörpers rote Textilfäserchen angebracht sind.
CH270982D 1949-01-24 1949-01-24 Augenprothese und Verfahren zu deren Herstellung. CH270982A (de)

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