CH270982A - Augenprothese und Verfahren zu deren Herstellung. - Google Patents
Augenprothese und Verfahren zu deren Herstellung.Info
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Description
Augenprothese und Verfahren zu deren Herstellung.
Man hat bereits vorgeschlagen, Augenprothesen aus einem die Selera darstellenden Tragkörper aus Kunstharz, einer gleichfalls aus Kunstharz bestehenden Kalotte zur Darstellung der Cornea und einer dazwischenlie genden Nachbil dung der Iris herzustellen, welche Teile fest miteinander verschweisst sind. Diese Augenprothesen aus Kunstharz zeichnen sieh durch besonders gute Verträglichkeit gegenüber dem menschlichen Gewebe aus. Während aber bei der Irisdarstellung durch deren Einbettung beste Haltbarkeit erzielt wurde, liess die Naturtreu ihrer Darstel lung viel zn viinschen übrig.
Die Bindehautmerkmale waren bisher weder zufriedenstel- lend naturgetreu dargestellt noch in altsrei- chend haltbarer Weise angebracht. l)en Gegenstand der Erfindung bildet eine Augenprothese der eingangs geschilderten Art, die eine naturgetreue, haltbare und medizinisch einwandfreie Nachbildung sowohl der Iris als auch der Bindehautmerkmale aufweisen kann. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper aus zwei Kunstharzschichten besteht, zwischen welchen eine Nachbildung der Gefässe und der Farbtönung der Bindehaut eingeschlossen ist und die miteinander zu einem homogenen Körper verschweisst sind.
Gleichzeitig kann mit der äussern der beiden Schichten eine das natürliche Auge bestens nachahmende Unschärfe des Randes der Iris dadurch erzielt werden, dass die äussere Tragkörperschicht aus nicht voll durchsichtigem Kunstharz besteht und den Rand der die Iris abdeckenden Kalotte etwas übergreift.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer solchen in der Herstellungsform eingebetteten Augenprot, hese im Schnitt dargestellt.
Für die Nachbildung der Cornea dient eine Kugelkalotte 1, die in eine Ausnehmung des zur Darstellung der Sclera dienenden Tragkörpers 2 eingesetzt ist. Zwischen der ebenen Rückseite der Kalotte und dem Tragkörper liegt eine dünne Papierscheibe 4, die Iris und Pupille darstellt. Der Tragkörper 2 besteht aus einer äussern dünnen Schicht 7 und einer innern. stärkeren Schicht 8, zwischen denen die Nachbildung 6 der Gefässe und der Farbtönung der Bindehaut angebracht ist.
Die äussere Schicht 7 besteht aus nicht voll durch- sichtigem Material und übergreift mit ihrem Rand 9 die Kalotte 1, so dass der Rand der Irisseheibe unscharf erscheint. Als Material für die Teile 1, 7 und 8 dienen plastische Massen, die von lebendem Gewebe möglichst reaktionsl es vertragen werden.
Die beschriebene Augenprothese wird z. B. wie folgt hergestellt: Man fertigt zuerst nach dem Auge des Patienten ein seinen besondern, anatomischen Gegebenheiten angepasstes Wachsmodell des Tragkörpers an, in das die die Cornea darstellende Kalotte 1 eingesetzt wird. Danach wird eine zweiteilige Gipshohlform 10, 11 verfertigt. Nun wird der Wachstragkörper entfernt, während die Kalotte samt Irisnachbildung in der intern Hälfte der Gipsform verbleibt.
Darauf wird die äussere Schicht 7 des Tragkörpers in die Gipsform mit zähflüssigem oder breiige Material einmodelliert. Dann wird atif deren Innenseite die Nachbildung 6 der Gefässe und der Farbtönung der Bindehaut durch Bemalung und im Falle der Blutgefässe durch Bemallmg oder durch Auflegen roter Fasern, z. B. Wollfäserchen, genau nach dem zwei ten Auge angebracht. Dann wird die zweite Tragkörperschicht 8 in gleicher Weise einmodelliest, die Gipsform 10, 11 geschlossen, unter Druck gesetzt und erhitzt, z. B. in kochendes Wasser gebracht.
Dabei erhärten die plastischen Massen und verbinden sich die drei Teile 1, 7 und 8 zu einer einzigen festen Masse, in der die Nachbildungen der Iris und der Binde- haut fest und unzerstörbar eingeschlossen sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Augenprothese, die aus einem die Seiera darstellenden Tragkörper aus Kunstharz, einer gleichfalls aus Kunstharz bestehenden Kalotte zur Darstelllmg der Cornea und einer zwisehen beiden liegenden Nachbildung der Iris besteht, welche Teile fest miteinander verschweisst sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper (2) aus zwei Kunstharzschich- ten (7, 8) bestEht, zwischen welche eine Nachbildung (6) der Gefässe und Farbtönung der Bindehaut eingeschlossen ist und die miteinander zu einem homogenen Körper verschweisst sind.II. Verfahren zur Herstellung der Auge prothese nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Darstellung der Cornea dienende Kunstharzkalotte (1) samt aufgelegter Irisnaehbildlmg (4) in ein vorher hergestelltes Gipsnegativ (10) eingelegt, die äussere Schicht (7) des Tragkörpers in weichem Zustande einmodelliert, auf der Innenseite dieser Schicht eine Nachbildung der Gefässe und Farblösung der Bindehaut (6) angebracht, die innere Schicht (8) des Tragkörpers in weichem Zustande einmodelliert, die zweite ebenfalls vorher hergestellte Hälfte der Gipsform (11)aufgesetzt und dann das Ganze unter Hitze und Druck zu einem homogenen Körper zusammengeschweisst und erhärtet wird.UNTERANSPRÜCHE: 1. Augenprothese nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere Tragkörperschicht (7) aus nicht voll durehsich- tigem Kunstharz besteht und mit ihrem Rand (9) den Rand der die Iris abdeckenden Ka- lotte (1) übergreift, derart, dass der Rand der Iris wie beim natürlichen Auge nicht seharf abgegrenzt, sondern verschwommen erscheint.2. Augenprothese nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zur Darstellung der Blutgefässe auf der Sclera zwischen den beiden Schichten des Tragkörpers rote Textilfäserchen angebracht sind.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH270982T | 1949-01-24 |
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| CH (1) | CH270982A (de) |
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1949
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