CH271171A - Verfahren zur Herstellung gesinterter Hartmetallegierungen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung gesinterter Hartmetallegierungen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung gesinterter Hartmetallegierungen. Die Herstellung gesinterter Ilartmetall- legierung-en, die im wesentlichen aus Titan- und V anadinkarbid mit Zusätzen niedriger schmelzender Hilfsmetalle bestehen, ist- be reits bekannt.
Hierfür wurden zunächst das Titankarbid TiC mit 2011/o C und das Vana- dinkarbid VC mit 19 % C oder V,
Cs mit 15 % C verwendet. Unter der üblichen Be- zeichnung Vanadinkarbid wird das Karbid VC verstanden. Beim Vana.dinkarbid können ausserdem noch die Karbide<B><U>V X,</U></B> V_C., und V.,C; vorkommen.
Solche Hartrnetallegierungeu, die aus T'i- tankarbid mit 20% C und Vanadinkarbid mit 19% C hergestellt werden, zeigen eine grosse Spannungsempfindlichkeit gegen Wärmestauungen sowie eine grosse Sprödig keit und Schleifempfindlichkeit,
so dass sie sieh für den Einsatz bei der Werkstoffbear- beitung als unbrauchbar erwiesen haben.
Brauchbare Ergebnisse mit Titankarbid enthaltenden Hartmetallegierungen konnten erst erzielt werden, als man erkannt hatte, dass es ausser einem Titankarbid mit 20 % C auch niedriger Bekohlte Karbide des Titans gibt, und es wurde bereits vorgeschlagen,
ein Titankarbid mit vorzugsweise 11% C zu ver- wenden, das annähernd der Formel Ti_C (Ti- tansubkarbid) entspricht.
Die Schwierigkeiten der Beschaffung des Wolframs vor allem zwangen zu weiteren Verbesserunaerr der wolfrainfreien Hartmetall- legierungen. Umfangreiche Untersuchungen führten nun zu dem Ergebnis, dass man durch Verwendung eines Titankarbids mit nur 16,5 bis 17,5% C, vorzugsweise mit 17,
311/o C in Verbindung mit einem ebenfalls niedrig Be- kohlten Vanadinkarbid mit nur 10 bis 11% C die erwähnten Nachteile der Hartmetallegie- rungen aus gesättigten Titan- und Vanadin- karbiden vermeiden kann.
In welcher Weise diese niedriger Bekohlten Karbide vorliegen, ist nicht näher bekannt, wahrscheinlich liegt bei den Einzelkarbiden eine teilweise Lösung von Titan in Titankarbid und von Vanadin in V anadinkarbid vor. Die Brtichfest.igkeit einer solchen Legierung mit der im AusführLings- beispiel II angegebenen Zusammensetzung be trägt z.
B. 95 kg/mni2, während sie sich bei Verwendung gesättigter Karbide nur zu 65 kg/mm' ergibt, bei einer Roekwell-A-Härte von 91,5.
Im Vergleich zu den Ti_C enthaltenden Hartmetallegierungen ergibt sich bei der er findungsgemässen Verwendung von Titankar- biden mit 16,5 bis 17,5 % C der Vorteil einer bedeutend grösseren Zuverlässigkeit beim Sin tern, weil sieh das Ti_C bei der Versinteruir;
zu harten Metallegierungen leicht zersetzt. Ausserdem ist das Titansiibkarbid zur 1Vliseh- karbidbildung ungeeignet, während nach dem erfindungsgemässen Verfahren die Bildung von blisehkarbiden, die den Vorteil verbesser ter Schneideigenschaften und grösserer L n empfindlichkeit haben und damit. eine wesent liche Ursache der beobachteten Leistungsstei- z;erung sind, bewttsst angestrebt wird.
Durch die vorliegende Erfindung wurde die Möglichkeit geschaffen, ein für den prak tischen Gebrauch geeignetes Hartmetall her zustellen, welches das bisher für diese Zwecke unentbehrlich erscheinende Wolframmetall für ein grosses Teilgebiet der Werkstoffzer- spanung, insbesondere bei der Stahlbearbei tung, ohne Leistungseinbusse völlig einsparen lässt.
Die niedriger Bekohlten Karbide des Titans und Vanadins können durch entsprechende Bemessung des Kohlenstoffzusatzes erhalten werden. Zur Herstellung von Titankarbid mit 16,5 bis 17,5% C verwendet man beispielsweise 39 g feinsten Lampenruss auf 100 g Titan dioxyd und brennt dieses Oxyd-Kohlegemisch bei 1900 C.
Das Vanadinkarbid mit 10 bis 110/a C kann erhalten werden durch Zugabe von 35 g feinstem Lampenruss auf 100g Vana- dinsäure und Brennen des Oxyd-Kohlege- misches bei 14500 C. Die auf diese Weise hergestellten, niedrig Bekohlten Karbide kön nen in dem gewünschten Karbidverhältnis mit dem Hilfsmetall gemischt und gesintert wer den, wobei sich Mischkarbide bilden.
Man kann aber auch zur Erreichung des gewünschten Karbidgemisches unmittelbar von dem entsprechenden Oxydgemisch beider Ele mente unter Zugabe des nach obigen Verhält nissen bemessenen Kohlenstoffes ausgehen und dieses Oxyd-Kohlegemisch bei einer Tem- peratur von 1750 C in das gewünschte Kar bidgemisch umwandeln. Die Karburierung solcher Oxydgemische mit niedrig bemessenen Kohlenstoffmengen bei Temperaturen bis 1650 C liefert vorwiegend ein zur Mischkar bidbildung ungeeignetes Titansubkarbid.
Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens wird ein Gemisch aus 33 bis 85 0/0 Titankarbid mit. 16,5 bis 17,5% C,
8 bis 60% Vanadinkarbid mit 10 bis 11% C und 7 bis 40 % niedriger schmelzendem Hilfsmetall, das Eisen, Nickel oder Kobalt einzeln oder ge meinsam enthalten kann, bis zur Sinterun--- erhitzt, wobei sich Mischkarbide bilden.
Im Gegensatz zu den bisher bekanntgewor denen Hartmetallegierungen, bei denen Kobalt als das bestgeeignete Hilfsmetall verwendet wurde, hat sich bei Anwendung des erfin dungsgemässen Verfahrens das Eisen ohne oder mit Nickelzusatz als Hilfsmetall am besten bewährt. Das Verhältnis Eisen zu Nickel im Hilfsmetall beträgt vorteilhaft 3:1. Durch weiteren Nickelzusatz kann die Zähig keit der Legierung noch erhöht werden.
Besonders gute Ergebnisse erhält man durch Sintern eines Gemisches aus 66 % Ti- tankarbid mit 17,3 % C, 22 % Vanadinkarbid mit 10,5 % C,
9 % Eisen und 3 % Nickel.
Nachstehend einige Beispiele für Hart- metallegiertingen, die nach dem erfindungs gemässen Verfahren hergestellt wurden.
EMI0002.0089
I <SEP> 1I <SEP> TII
<tb> Ti <SEP> 35,31/o <SEP> 54,6% <SEP> <B>53,51/0</B>
<tb> V <SEP> <B>38,00/0</B> <SEP> 19,7 <SEP> % <SEP> 7,81/o
<tb> Fe <SEP> 12,0% <SEP> <B>9,011/0</B> <SEP> 20,0%
<tb> Ni <SEP> 3,01/o <SEP> 3,01/o <SEP> 7,011/o
<tb> C <SEP> 11,7% <SEP> 13,71/o <SEP> 11,7 <SEP> 0/0 entsprechend
EMI0002.0090
I <SEP> 1I <SEP> HI
<tb> 42,5 <SEP> % <SEP> TiC <SEP> (17,0 <SEP> % <SEP> C) <SEP> 66,0 <SEP> % <SEP> TiC <SEP> (17,3 <SEP> % <SEP> C) <SEP> 64,2 <SEP> % <SEP> TiC <SEP> (16,7 <SEP> % <SEP> C <SEP> )
<tb> 42,5 <SEP> % <SEP> VC <SEP> (10,7 <SEP> % <SEP> C) <SEP> 22,
0 <SEP> % <SEP> VC <SEP> (10,5 <SEP> % <SEP> C) <SEP> 8,8 <SEP> % <SEP> VC <SEP> (10,3 <SEP> % <SEP> C <SEP> )
<tb> 12,0 <SEP> % <SEP> Fe <SEP> 9,0 <SEP> % <SEP> Fe <SEP> 20,0 <SEP> % <SEP> Fe
<tb> 3,0 <SEP> % <SEP> Ni <SEP> 3,0 <SEP> % <SEP> Ni <SEP> 7,0 <SEP> % <SEP> Ni
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung gesinterter 11artmetallegierungen aus niedrig Bekohlten Karbiden des Titans und des Vanadins mit niedriger schmelzenden Hilfsmetallen der Eisengruppe, dadurch gekennzeichnet, dass ein Clemiscli ans 33 bis 85 % Titankarbid mit 16,5 bis 17,5 01o (--',8 bis 60 % Vanadinkarbid mit 10 bis 11% C und 7 bis 40 % Hilfsmetall un- ter Bildung von Mischkarbiden gesintert wird. C" NTERAN SPRCCIIE 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Gemisch aus 66% Titankarbid mit 17,3% C, 221/o Vana- dinkarbid mit 10.,5('7o C, 9% Eisen und 3% Nickel unter Bildun- von Misehkarbiden ge sintert wird.Verfahren nach Patentanspruch, da- dureh gekennzeiehnet, dass ein durch Carbu- rierun; eines Gemisches aus Oxyden des Ti tans und Vanadins mit Kohlenstoff bei Tem peraturen über 1650" C bereitetes ±Larbid- gemisch aus Titankarbid und Vanadinkarbid mit denn Hilfsmetall unter Bildung von Uisehkarbiden gesintert wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein durch Karbu- rierung eines Gemisches aus Oxyden des Ti tans und Va-nadins mit Kohlenstoff bei <B>1750"</B> C bereitetes Karbidfyemiseh aus Titan karbid und Vanadinkarbid mit dem Hilfs- inetall unter Bildung von Mischkarbiden ge sintert wird. 1-. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mit einem Hilfs metall gesintert wird, das Bisen enthält.Verfahren nach Patentanspruch, da durch geken izeiehnet, dass mit einem Hilfs metall gesintert wird, das Nickel enthält. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mit einem Hilfs metall gesintert wird, das Kobalt enthält. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mit einem Hilfs metall gesintert wird, das Eisen und Nickel im Verhältnis 3:1 enthält.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH271171T | 1948-01-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH271171A true CH271171A (de) | 1950-10-15 |
Family
ID=4478094
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH271171D CH271171A (de) | 1948-01-08 | 1948-01-08 | Verfahren zur Herstellung gesinterter Hartmetallegierungen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH271171A (de) |
-
1948
- 1948-01-08 CH CH271171D patent/CH271171A/de unknown
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