CH271347A - Endloses, als Papiermaschinenfilz verwendbares Gewebe und Verfahren zu dessen Herstellung. - Google Patents
Endloses, als Papiermaschinenfilz verwendbares Gewebe und Verfahren zu dessen Herstellung.Info
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21F—PAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
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Description
Endloses, als Papiermaschinenfilz verwendbares Gewebe und Verfahren zu dessen Herstellung. Die Erfindung bezieht sieh auf ein end loses, als Papiermasehinenfilz verwendbares Gewebe und auf ein Verfahren zu dessen Her stellung.
Endlose Gewebe, die eine gerauhte oder gewalkte Oberfläche aufweisen, werden ins besondere verwendet als Papiermasehinenfilze oder als (Überzüge für Bügelwalzen oder Quetschwalzen an Maschinen für die Behand lung von Textilfasern, Garnen, gewirkten oder gewobenen Gebilden, als endlose Trans portbänder für Textilwasch-, -bleich- und -ent- fettungsmaschinen oder als endlose Trans port- oder Abdeekbänder für Faservliesse oder Gewebestücke, die der Hitze und Feuchtigkeit, eventuell in Anwesenheit saurer oder alkali scher Laugen, ausgesetzt werden, sei es beim Ausrüsten oder beim Schrumpfen von Texti lien.
Eine an solche Gewebe gestellte Anforde rung besteht darin, dass die Gewebe sehr ela stisch sein müssen und Feuchtigkeit absorbie- ben und abgeben können. Man hat solche Ge webe bisher aus Wollfasern oder einer Mi schung von Baumwoll- und Wollfasern her gestellt, wobei die Baumwolle gewöhnlich in der Kette war, damit eine aufgerauhte Ober fläche ein- oder beidseitig dureh Aufkratzen der Wollfasern erzeugt werden konnte.
Obschon die auf Papiermaschinen zur An wendung gelangenden Gewebebahnen gewöhn- licli als Papiermaschinenfilze bezeichnet wer den, sind sie keine echten Filze, wie sie durch Verfilzung der Fasern zu einem kompakten Material unter Einwirkung von Feuchtigkeit, Wärme und Druck ohne Spinnen, Wirken oder Weben erhalten werden. Papiermasehi- nenfilze sind vielmehr Gewebe, die dazu die nen, die Papierfaserbahn zu tragen, sie sind sehr wasserdurchlässig und ihre Oberflächen sind gerauht oder aufgekratzt, damit eine Fa serschicht entsteht, die die eigentlichen Ge webefäden verbirgt, damit auf dem Papier keine Abdrücke der letzteren sichtbar werden.
Gegenstand des vorliegenden Patentes ist nun ein endloses, als Papiermasehinenfilz verwendbares Gewebe, das dadurch gekenn- zeielunet ist, dass es gewichtsmässig aus min destens 70 % Superpolyamidfasernbesteht.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Her stellung eines derartigen endlosen Gewebes besteht darin, dass mnan ein gewichtsmässig mindestens 70 % Superpolyamidfasern ent haltendes Ausgangsmaterial zu einem endlosen Band verwebt.
Eine Anforderung im Papierfabrikations prozess, dann, wenn das Papier noch bis zu 70 % Wasser enthält, ist die, dass die Trocken walzen die -Möglichkeit. haben sollen, dieses Wasser finit einem maximalen Wirkungsgrad zu entfernen. Bisher war man deshalb der An sicht, dass Papierinasehinenfilze aus Woll-, Paumwoll-, Asbest- oder Glasgarnen bzw. -Mischungen derselben so beschaffen sein müs sen, dass sie das Wasser leicht aus dem Papier absorbieren und auch leicht wieder abgeben.
Untersuchungen haben nun aber gezeigt, dass eine grosse Festigkeit des Filzes viel wichtiger ist, da man dann das Papier fest an die heissen Trockenwalzen anpressen kann und dadurch in der Lage ist, den isolierenden Luftspalt zwischen Papier und Walzen zu verkleinern.
Es hat sich nun gezeigt, dass ein Gewebe gemäss der Erfindung im feuchten Zustand sehr widerstandsfähig gegen hohe Tempera turen ist, so dass es mit hohem Druck an die Trockenwalzen angepresst werden kann, wobei es hohe Temperaturen annimmt und das Pa pier gegen jeden Temperaturverlust während des Anpressens schützt, so dass während des Durchganges durch die Walzen zwischen Pa pier und Atmosphäre ein hohes Temperatur gefälle herrscht, was ein rasches Verdampfen der Feuchtigkeit aus der Papierbahn zur Folge hat.
Es ist ferner möglich, das Gewicht solcher Papiermaschinenfilze, die dick sein müssen, um den Anforderungen im Trocknungsteil der Maschine zu genügen, dadurch herabzusetzen, dass man Superpolyamidfasern mit dem spe zifischen Gewicht 1,14 im Vergleich zu dem der Wolle von 1,3 und Baumwolle von 1,5 sowie Glas von 2,5 verwendet. Diese Gewichts verminderung ohne Herabsetzung der Festig keit gestattet eine grössere Geschwindigkeit der Papiermaschinen und infolgedessen auch eine entsprechende Erhöhung der Produktion.
Das Gewebe kann ein Ein- oder Mehrfach gewebe sein. Es kann ganz oder teilweise aus Fäden, gebildet aus kurzen Nylonstapelfasern, bestehen, wobei die Länge der Nylonfasern 15 cm oder weniger betragen kann.
Endlose Superpolyamidfasern wären für die Herstellung von Papiermasehinenfilzen im allgemeinen ungeeignet. Die vorzugsweise be nutzten kurzen Stapelfasern können Zwir nereiabfälle oder andere Abfälle aus Textil zerfahren, die Superpolyamidfasern verarbei ten, sein. Ferner können kurzstapelige Super- rolyamidfasern, die durch Reissen oder Zup fen von Geweben oder durch Schneiden von Fäden in kurze Abschnitte erhalten worden sind, verwendet werden.
Mit solchem Rohmaterial kann ein schlauch- förmiges Gewebe gewoben werden, das dann auf einer oder beiden Seiten geraubt wer den kann, um eine Floroberfläche zu erhalten, wodurch die gewünschte Dicke und Elastizität des Gewebes sowie die erforderliche Saug fähigkeit der Oberfläche entsteht.
Wenn das Gewebe bis zu 30 % ein anderes Fasermaterial als Superpolyamid enthält, kön nen die Kettfäden ganz aus diesem Material, z. B. aus Wolle, Baumwolle, Ramie, Asbest, Glas bestehen, oder es können mit diesen Fa sern gemischte Superpoly amidstapelfasern als Kett- oder Schussfäden verwendet werden.
Bei Verwendung von Superpolyamidabfäl len können diese in eine für die Stapelfaser herstellung geeignete Form gebracht werden, indem man das Material mit Fallmessern oder rotierenden Messern in die gewünschte Länge, gewöhnlich 15 cm oder kürzer, schneidet und dann im Reisswolf behandelt. Die erhaltenen Stapelfasern können kandiert und gesponnen werden, wie dies für Baumwolle und Wolle bekannt ist.
Es wurde gefunden, dass dieses Schneiden der Superpolyamidabfallmassen in einfacher Weise eine Überführung der Fasern in ein Streckband gestattet., was sonst infolge der hohen Reissfestigkeit von Supet13oh,amidfäden ein sehr schwieriges Problem wäre.
Die kurzen Superpolyamidstapelfasern wer den vorzugsweise gleich gesponnen wie Wolle, indem man ein Öl verwendet, um das Spinnen zu erleichtern.
Bündel von kurzstapeligen Superpolya.mid- fasern können in die Kardiermaschine ge bracht, werden, und wenn das Faservliess die Kardierwalze verlässt, kann es in eine Anzahl paralleler Bänder unterteilt werden, wie dies beim Vorspinnen der Wolle der Fall ist. Diese Bänder können dann ohne Verzwirnimg durch das übliche Walzverfahren zu runden Fäden verformt werden, wozu man sich vorteilhafter weise Walzen bedient,
die nebeneinanderlie- gende diagonale Rillen aufweisen. Der Zweck dieser Rillen besteht darin, ein Gleiten der Fäden auf den Walzen infolge der Wirkung des verwendeten Öls zu vermeiden, was ein treten könnte, wenn die Walzen glatt oder mit parallel zur Bewegungsrichtung der Faser bänder verlaufenden Rillen ausgestattet wä ren.
Die Schwierigkeiten bei der Herstellung des Vorgarnes können beträchtlich herab gesetzt werden, wenn man dem Vliess bis zu ö0 %, aber nicht mehr, ein anderes Fasermate rial als Superpolyamid zusetzt.
Das gebildete Vorgarn kann durch Flügel spinnen, Ringspinnen oder Glockenspinnen ge sponnen werden. Im allgemeinen ist das Mule- spinnverfahren weniger geeignet, da es mit alternierender Spannung auf das Vorgarn ein wirkt.
Die so erhaltenen Garne werden dann zu einem endlosen Band verwoben. Damit dieses auf Papiermaschinen zur Entfernung des Wassers aus dem Brei oder zum Bedecken einer Trockenwalze für die Entfernung des restlichen Wassers aus dem Papier verwendet werden kann, wird es dann in trockenem Zu stande ein- oder beidseitig aufgerauht.
Solche Gewebe können an Stelle von Fil zen, die durch Walken der Fasern erhalten werden und ganz oder grösstenteils aus Wolle bestehen, als Papiermasehinenfilze verwendet werden.
Da die Kette des Gewebes im allgemeinen nicht an der Oberfläche liegt und deshalb der Aufrauhung nicht unterworfen wird, kann sie aus Fäden bestehen, die aus endlosen Superpolyamidfasern oder die aus endlosen Superpolyamidfasern oder Superpolyamidsta pelfasern gemischt mit andern Textilfasern bestehen. Sie kann auch Fäden, die ganz aus Superpolyamidfasern bestehen oder einen An teil an andern Fasern enthalten und Fäden aus Baumwolle, Wolle oder andern Textil fasern bzw. einer Mischung solcher Fasern aufweisen.
Unter der Bezeichnung Superpolyamid soll in der Beschreibung und den Ansprüchen ein wasserunlösliches, synthetisches, lineares Polyamid verstanden sein, das heisst ein orga nisches Kondensationsprodukt, das aus einer Vielzahl von Struktureinheiten besteht, die durch Amid- oder Thioamidgruppen grad- kettig aneinander gebunden sind, und das durch ein Verfahren hergestellt wurde, bei dem niehtfaserbildende organische Stoffe mit niedrigerem Molekulargewieht zu Produkten von so hohem Molekulargewicht kondensiert werden, dass sie zu Fasern verformt werden können, die durch Kaltziehen eine echte Faser struktur erhalten, was durch Röntgenunter suchung erkennbar ist.
Die Bezeichnung erstreckt sich also nicht auf wasserlösliche, synthetische Polyamide.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Endloses, als Papiermaschinenfilz ver wendbares Gewebe, dadurch gekennzeichnet, dass es gewichtsmässig aus mindestens 70% Superpolyamidfasern besteht. II. Verfahren zur Herstellung eines end losen, als Papiermaschinenfilz verwendbaren Gewebes nasch dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man ein gewichtsmässig mindestens 70 %o Superpolyamidfasern ent haltendes Garn verwvebt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Endloses Gewebe nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens teilweise aus Fäden gebildet ist, die aus auf eine Länge von nicht mehr als 15 cm geschnit tenen Superpolyamidfasern bestehen. 2.Endloses Gewebe nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es auf einer Seite gerauht ist. 3. Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass man aus Super- pdlyamidstapelfasern versponnene Fäden ver wendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass man das erhaltene Rohgewebe auf mindestens einer Seite auf rauht. 5.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass man aus kardier- ten Polyamidatapelfasern gewonnene Flor- bänder mittels Walzen mit diagonalen Rillen zu Vorgarn verdichtet, dieses verspinnt und die erhaltenen Fäden verwebt.
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1254449B (de) * | 1955-12-23 | 1967-11-16 | Hyck Corp | Endlos gewebtes Papiermaschinensieb |
| DE1636192B1 (de) * | 1955-09-23 | 1970-12-17 | Scapa Dryers Limited | Gewebter Trockenfilz für Papiermaschinen |
-
1947
- 1947-11-28 CH CH271347D patent/CH271347A/de unknown
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| DE1254449B (de) * | 1955-12-23 | 1967-11-16 | Hyck Corp | Endlos gewebtes Papiermaschinensieb |
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