CH271436A - Zum Zusammenschweissen von Metallkörpern geeigneter Pressling. - Google Patents
Zum Zusammenschweissen von Metallkörpern geeigneter Pressling.Info
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Description
Zum Zusammenschweissen von Metallkörpern geeigneter Pressling. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen zum Zusammenschweissen von Metall körpern geeigneten Pressling.
Schweissverfahren, die sieh einer stark exothermisch reagierenden Mischung bedie nen, sind in einigen Ausführungsformen be reits bekannt. Sie werden beispielsweise bei der Verbindung von Eisenbahnschienen ange wandt; in diesem Falle wird die Stossstelle mit einer Giessform umgeben, worauf in diese Form eine ausserhalb derselben ausreagierte Masse von Eisenoxyd und Aluminium gegos sen wird.
Das flüssige Eisen stellt die Schweissverbindung her, während die zum grössten Teil aus Aluminiumoxyd bestehende Schlacke sich im obern Teil der Giessform sammelt. Dieses Verfahren isst selbstverständ- lich nur für das Verbinden von eisernen Kör pern brauchbar, da die Eisenoxyd und Alu minium enthaltende Masse flüssiges Eisen liefert. Man kann sie nicht bei andern Metal len, besonders nicht bei Leichtmetallen, an wenden.
Man hat auch Eisenrohre durch Übergiessen der Stossstelle mit derart erhitzten Massen und nachträgliches Stauehen stumpf aneinandergeschweisst; dabei fliesst zunächst die Schlacke um die zu verbindenden Stellen und bildet eine Hülle, um welche das Eisen der flüssigen Mischung zum Erstarren kommt, zum Erstarren kommt, so dass letzteres schliesslich entfernt werden kann.
Nach dem Hauptpatent Nr. 269236 wer den nun Körper aus Metallen, insbesondere aus Leichtmetallen, dadurch zusammenge- schweisst, dass die einander gegenübergebrach ten, zu verschweissenden Stellen mit einer ein reaktionsfähiges Metall enthaltenden, ohne Luftzufuhr exothermisch reagierenden Masse umgeben werden, die zur Reaktion gebracht wird und, ohne selbst auszufliessen, nur die nötige Wärme zur Schweissung liefert. Im Gegensatz zur bekannten, oben erwähnten Schweissung von Eisen wird das bei der Re aktion entstehende Metall für die Schweissung nicht verwendet, sondern lediglich die bei der Reaktion erzeugte Wärme.
Es ist nicht in allen Fällen notwendig, dass die einander gegenübergebrachten Stellen der zu verbindenden Körper sich berühren. Eine Berührung ist namentlich dann nicht notwendig, wenn nach Erweichung oder An schmelzen der zu verbindenden Stellen diese gegeneinandergepresst werden. Diese Arbeits weise ist die zweckmässigste, da mann am sicher sten Gewähr für eine gute Schweissverbindung hat.
Bei der Ausführung des Verfahrens muss man dafür sorgen, dass ein Metall, welches bei der Reaktion der wärmeliefernden Mischung entsteht, die Schweissung nicht stört. Gegen stand der vorliegenden Erfindung ist nun ein zum Zusammenschweissen von Metallkörpern geeigneter Pressling, der eine ein reaktions fähiges Metall enthaltende, ohne Luftzufuhr exothermisch reagierende Masse aufweist, die so zusammengesetzt ist, dass ein bei der Re aktion sich bildendes Metall (das vorwiegend Eisen ist) am Auslaufen aus der Reaktions- mischung verhindert ist.
Zu diesem Zwecke kann man der Reaktionsmasse Stoffe zusetzen, die das sich bildende Metall zurückhalten. Als Zuschlagstoff kommt vor allem MgO in Frage. Ein Überschuss an Eisenoxyden ist auch brauchbar. Am besten ist es aber, die reagierenden Stoffe so zu wählen, dass sie selbst eine Schlacke liefern, die das ent stehende Metall zurückhält.
Dies gelingt bei spielsweise mit einer Mischung von Magne sium, Aluminium und Eisenoxyden, wobei be deutend mehr Magnesium als Aluminium ver wendet wind. Eine gute Mischung besteht z. B.
aus 20 bis 30 0/o Mg, 2 bis 7 0/o Al und 67 bis 78 0/o Walzensinter. Sehr bewährt hat sich eine Mischung von 24 bis 26 0/o Mg, 3 bis 5 0/0 Al und 69 bis 73 0/0 Walzensinter. Bewährt hat sich auch eine Mischung von reinem Ma gnesium mit einem Überschuss an Eisenoxy den.
Diese Stoffe müssen selbstverständlich in genügend feiner Verteilung vorliegen. Im all gemeinen gilt die Regel: je feiner das Pulver, desto heftiger die Reaktion. Man muss sowohl eine zu heftige als auch eine zu langsame Re aktion vermeiden.
Die Reaktionsmischung kann in bekannter Weise zur Reaktion gebracht werden, am zweckmässigsten mit Hilfe einer Zünd- mischung, z. B. aus Kaliumchlorat, Alumi nium- und Magnesiumpulver und Schwefel.
Besonders beim Stumpfschweissen von langgestreckten Körpern aus Leichtmetallen ist es angezeigt, einen zylindrischen Pressling zu verwenden, der eitlen zylindrischen Hohl raum aufweist, in den von beiden Seiten her die zu verbindenden Enden eingeschoben wer den können und der von einem Rohr umgeben ist. Beim Schweissen von Aluminium kann das Rohr aus Aluminium bestehen. Es schmilzt mit. und kann einen Teil des Metall-es für die Schweissverbindung liefern. Ein Rohr aus ke- ramischer Masse ist auch brauchbar, aber etwas weniger günstig.
Meistens ist es er w=ünscht, so z. B. beim Stumpfschweissen von elektrischen Leitungsseilen aus Aluminium, dass die Schweissstelle einen nicht wesentlich grösseren Durchmesser aufweist als das Seil selber. Nötigenfalls muss überschüssiges Me- tall von der Verbindungsstelle entfernt wer den, zweckmässigerweise durch Feilen.
Beim Arbeiten ohne Rohrstück über den zu verbin denden Enden ist es praktisch kaum möglich, zu verhindern, dass der Durchmesser an der Schweissstelle grösser wird als an den zusam- mengeschweissten Metallstücken. Zur Verhin derung eines zu grossen Durchmessers an der Schweissstelle oder auch um dieser eine be stimmte Form zu geben, ist es zweckmässig, die Wandung des Hohlraume-,
des Presslings mit einem als Kokille dienenden Rohr aus einem wesentlich höher schmelzenden Metall zu versehen, z. B. bei Aluminium mit einem Eisenrohr, das zweckmässigerweise einen nach Durchführung der Schweissung und Entfer nung -der aus-reagierten, wärmespendenden Mischung leicht zu öffnenden Längsfalz auf weist.
Wenn es sich nicht um das Stumpf schweissen von langgestreckten Körpern ein fachen Querschnittes wie Stangen, Seilen und Rohren handelt, sondern um andere Schwei ssungen, wie T-Stückschweissungen, nimmt man selbstverständlich an Stelle eines zylin drischen Presslings einen anders ausgebilde ten Pressling und an Stelle eines Rohres eine andere zweckentsprechende kokillenartige Um hüllung.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus führungsbeispiel eines erfindungsgemässen Presslings, und zwar zeigt Abb.1 im Längs schnitt zwei zusammenzuschweissende Enden eines Aluminiumseils mit dem aufgeschobenen Pressling aus exothermisch reagierender Masse, während Abb. 2 einen Querschnitt längs der Linie<I>A -A</I> der Abb. 1 darstellt. Die Seil enden 1 und 2 sind in den zylinderförmigen Pressling 3 eingeführt.
Dieser enthält das Eisenrohr 4, welches eine wesentliche Ver- grössetatng des Durchmessers an der Schweiss st:elle verhindert. 5 ist ein Längsfalz, der das Entfernen des Eisenrohres nach erfolgter Schweissung erleichtert. 6 ist ein Anschlag (eingesetzter Ring aus Aluminiiun), der zur genauen Zentrierung der Schweissstelle dient.
7 ist eine aus Magnesium, Aluminium und Walzensinter bestehende Reaktionsmasse, die unter hohem Druck zusammengepresst ist. Mit 8 ist eine Zündmischung bezeichnet, die mit Hilfe des Abreissstreifens 9 zur Entzün dung gebracht werden kann und dann die Reaktion der Masse 7 auslöst. 10 ist ein Rohr aus Pappe mit zwei Deckeln 11. Die Pfeile zeigen die Richtung des Stauchdruckes.
Zu sicherer Lagerung und .sicherem Trans port ist es empfehlenswert, die Abreissbänder und den Pressling durch eine Hülle zu schüt zen, die sie gleichzeitig gegen Feuchtigkeits- zutritt schützt. Die Fugen, durch welche Feuchtigkeit eindringen könnte, kann man mit Paraffin dichten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Zum Zusammenschweissen von Metallkör pern geeigneter Pressling, dadurch gekenn zeichnet, dass er eine ein reaktionsfähiges Me tall enthaltende, ohne Luftzufuhr exother misch reagierende Masse aufweist, die so zu sammengesetzt ist, dass ein bei der Reaktion sich bildendes Metall am Auslaufen aus der Reaktionsmischung verhindert ist.. UNTERANSPRÜCHE: 1. Pressling nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die exothermisch reagie rende Masse einen Stoff enthält, der ein bei der Reaktion sich bildendes Metall zurück hält. 2. Pressling nach Patentanspruch und Un- teransprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse Magnesiumoxyd enthält. 3.Pressling nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die exothermisch reagie rende Masse aus Magnesium, Aluminium. und Eisenoxyden in fein verteilter Form besteht. 4. Pressling nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse aus 20 bis 300/o Magnesium, 2 bis 7 0/o Aluminium und 67 bis 7 8 0/o Walzensinter besteht. 5. Pressling nach Patentanspruch und Un teransprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeich net, dass die Masse aus 24 bis 26 0/0 Magne sium, 3 bis 5 0/o Aluminium und 69 bis 73 0/o Walzensinter besteht. 6.Pressling nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die exothermisch reagie rende Masse aus Magnesium mit einem Über- sehuss an Eisenoxyden besteht. 7. Pressling nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er für das Stumpfschwei ssen von langgestreckten Körpern zylindrisch ist und einen Hohlraum aufweist, in den von beiden Seiten her die zu verbindenden Enden eingeschoben werden können. 8. Pressling nach Patentanspruch und Un teranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum. von einem Rohr umgeben ist, in das die zu verbindenden Enden eingescho ben werden können. 9.Pressling nach Patentanspruch und Un teranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass er im Hohlraum mindestens einen Anschlag aufweist, der eine richtige Zentrierung der Verbindungsstelle ermöglicht. 10. Pressling nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass er mit mindestens einer Abreisszündung versehen ist. 11. Pressling nach Patentanspruch und -Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Abreisszündung durch eine Hülle vor unbeabsichtigtem Zünden gesichert ist.12. Pressling nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass er gegen Feuch tigkeitsaufnahme geschlitzt isst.
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