CH271589A - Verfahren zur Erzeugung von Brenngas aus festen Brennstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Brenngas aus festen Brennstoffen.

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CH271589A
CH271589A CH271589DA CH271589A CH 271589 A CH271589 A CH 271589A CH 271589D A CH271589D A CH 271589DA CH 271589 A CH271589 A CH 271589A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels

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Description


      Verfahren    zur Erzeugung von Brenngas aus festen     Brennstoffen.       Die Erfindung bezieht sich auf die Erzeu  gung von Brenngas, wie es für Beleuchtung,       Beheizung    oder andere Zwecke benutzt wird,  durch Vergasen von festen Brennstoffen,  namentlich solchen minderer Qualität, wie  Koksgrus.  



  Bei der Erzeugung von Koks aus Kohle  fällt neben     grossstüekigem    Koks eine nicht     un-          beträehtlielie    Menge Feinkoks in der Korn  grösse 0 bis     1.0        mni    an, bekannt als     sogenannter          Koksgrus.    Für diesen Koksgrus gibt es bisher  praktisch keine wirtschaftliche     Verwert.ungs-          mögliehkeit,    und in vielen Fällen ist, der  Wert des     Koksgruses    so gering, dass er als  Baustoff für Strassen und dergleichen be  nutzt wird.  



  Die vorliegende     Erfindung    bezweckt, ein  Verfahren zu schaffen, welches die Erzeugung  von     Brenngas    aus Koksgrus mit hoher     -Virt-          schaftliehkeit    gestattet.  



  Es ist zwar in vielen     Gaserzeugungsbetrie-          ben    üblich, in Generatoren, die mit     stückigem     Steinkohlenkoks unter im wesentlichen nor  malem     Drtiek    betrieben werden, eine ge  wisse Menge     Koksgrus        mitzuverarbeiten.    Die  nähere Untersuchung dieser Gaserzeugung  zeigt. jedoch,     class    hierbei nur eine sehr ge  ringe     Menge    Koksgrus vergast wird. Der  grösste Teil des Koksgruses wird vielmehr von  dem erzeugten Gas mitgerissen und unverän  dert aus dem     Generatorgas    abgeschieden.

    Dies hängt damit     zusammen,    dass die Gasge  schwindigkeit in den unter normalem Druck    arbeitenden Generatoren zu hoch ist.. Um in  üblichen Generatoren den im     Koksgrus    ent  haltenen Kohlenstoff in demselben Ausmass     zli     vergasen wie den Kohlenstoff des     Stückkokses     von beispielsweise 20 bis 40 mm Korngrösse,  müsste man die Gasgeschwindigkeit im Brenn  stoffbett beträchtlich vermindern. Diese Ver  minderung ginge so weit, dass ein Generator  mit einem Schachtdurchmesser von 3 m, der  pro Tag 50 t eines Stückkokses der Korn  grösse 20 bis 40 mm durchsetzt, nur noch 5 t       pro    Tag Koksgrus von 1 bis 10 mm vergasen  würde.

      Die Erfindung besteht     nun    darin, dass der  feste     Brennstoff    unter erhöhtem Druck in.  einem Gaserzeuger mit feststehendem Rost  vergast und das erzeugte heisse Netzgas von  erhöhtem Druck in einer     Abgasturbine    zum  Antrieb eines den Druck der     Vergasungsluft     auf den Arbeitsdruck des Gaserzeugers er  höhenden Luftverdichters verwendet wird.  



  Die Vergasung von relativ feinkörnigen  Brennstoffen in einem unter erhöhtem Druck       betriebenen    Gaserzeuger mit ruhendem Brenn  stoffbett ist an sich bekannt. Sie konnte jedoch  bisher nur dort.     wirtsehaftlieh    angewendet  werden, wo leicht reaktionsfähige Brennstoffe  zur Verfügung stehen, die ein Nutzgas von  vergleichsweise hohem Methangehalt und dem  gemäss hohem Heizwert bei der Vergasung       unter    Druck ergeben. Der Wert eines solchen  heizkräftigen Gases ist. so gross, dass dadurch      die Kosten für die Verdichtung der Ver  gasungsluft auf den     Arbeitsdruck    des Gas  erzeugers gedeckt werden können.  



  Dadurch, dass nun gemäss der     Erfindiung     die     Luft    unter Verwendung einer Abgas  turbine verdichtet wird,     in    welcher Druck und  Wärmeinhalt des Nutzgases zur     Erzeugiuig     mechanischer Arbeit ausgenutzt wird, ergibt  sich die Möglichkeit, auch reaktionsträge,  minderwertige Brennstoffe, wie     Steinkohlen-          koksgrus,    in Brenngas mit hoher Wirtschaft  lichkeit umzuwandeln.  



  Es hängt im wesentlichen von .den Eigen  schaften der benutzten Gasturbine ab, wie sich  die     Wirtschaftlichkeit    des erfindungsgemässen       Vergasungsverfahrens    gestaltet. Arbeitet die  Gasturbine mit ausreichendem hohem     Wir-          ktngsgrad,    so kann man bei einem Arbeits  druck im Gaserzeuger von etwa 15     Atm    mit  der     Gasturbine    aus dem Nutzgas so viel me  chanische Energie     gewinnen,    dass dadurch  nicht nur der Kraftbedarf gedeckt.

       wird,    der  für die Verdichtung der Vergasungsluft auf  15     Atm    aufzuwenden ist, sondern, dass darüber  hinaus noch eine nicht unbeträchtliche Energie  menge verfügbar bleibt, z. B. für die     Erzen-.     ging von elektrischem Strom.  



  Man kann damit rechnen, dass unter gün  stigen Bedingungen die Kosten für die Er  zeugung von     Brenngas    bei der Anwendung  des     erfindungsgemässen    Verfahrens auf     Stein-          kohlenkoksgrus        etwa        25%        niedriger        sind        als     bei der Verarbeitung von     grossstückigem        Koks     in Gaserzeugern, die unter normalem     Druck     betrieben werden.  



  Hierbei ist übrigens noch angenommen,  dass der Heizwert des Nutzgases, welches bei  der Vergasung von     Koksgrus    unter erhöhtem  Druck erzeugt wird, gleich dem Heizwert von       i    üblichem     Generatorgas,    erzeugt unter nor  malem Druck aus Koksgrus, ist, während tat  sächlich in     vielen    Fällen das bei dem     erfin-          dungsgemässen    Verfahren entstehende Nutzgas  infolge seines grösseren     Methangehaltes    einen  bedeutend höheren Heizwert besitzt.  



  Der     zu    vergasende     Koksgrus    kann vor Ein  tritt in den Gaserzeuger mit heissen Gasen,  vorzugsweise dem warmen     entspannten    Nutz-    gas, das aus der     Abgasturbine        kommt,    behan  delt werden, derart, dass aus     dein        Koksgrus     das darin enthaltene Wasser und die Anteile  unter 3     min    ausgetrieben werden. Dadurch  wird erreicht, dass der     Koksgrus    die Korn  grösse 3 bis 10     mm    hat und frei von Staub  ist.  



  Es hat, sich gezeigt, dass das     Nutzgas    bei  der Vergasung eines derartigen     Koksgruses     unter einem Druck von     beispielsweise        1s>    atü  praktisch keine festen Bestandteile enthält, die  nicht in einem Zyklon abgeschieden werden  können.  



  Wendet man zum Trocknen und Vor ent  stauben des     Koksgruses    das in der Turbine  entspannte Nutzgas an, so ist aus ihm der  mitgerissene Staub beispielsweise durch     #'#    a  sehen mit Wasser oder elektrisch abzuscheiden.  bevor das Nutzgas weiter verwendet wird. Die  auf diese Weise aus dem Nutzgas abgeschie  denen feinen Anteile des     Koksgruses    können  gegebenenfalls der zu     verkokenden    Kohle vor       Einfüllen    in den     Verkob-üngsofen    wieder zu  gemischt werden, falls es die Backfähigkeit  der Kohle gestattet.  



  Ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens  gemäss der     Erfindung    sei an Hand einer An  lage erläutert, die auf der Zeichnung teils im  Schnitt und teils in Ansicht     dargestellt    ist.  



  Bei der auf der Zeichnung dargestellten  Anlage kommt der zu verarbeitende feinkör  nige Brennstoff, vorzugsweise Steinkohlen  koksgrus, aus denn Vorratsbehälter 1 zunächst  in eine geschlossene Kammer 2, die am Boden  mit gelochten. Zwischenwänden 3     versehen     ist. In den Raum unter diese Zwischenwände  3 wird aus der Rohrleitung 4 ein erhitztes,       vorzugsweise    etwa 3000 G heisses Gas geleitet,  welches     finit    solcher Geschwindigkeit     durel,     den Behälter 2 strömt, dass aus dem darin be  findlichen     Koksgrus    oder dergleichen die  feinen Anteile unter etwa 3 min von dem Gas  strom mitgerissen werden.

   Das Gemisch von  Gas     und    Staub verlässt die Kammer 2 durch  die Rohrleitung 5. Der von dem Staub be  freite Brennstoff wird dann     durch    den Ver  schluss 6 in einen Zwischenbehälter 7 abge  zogen, der unter Vermittlung eines druck-      festen     Absperrorganes    8 mit dem Gaserzeu  ger 9 in Verbindung steht. In     dein    Gaserzeu  ger 9 wird ein erhöhter Druck, vorzugsweise  15     Atin,    aufrechterhalten. Um den Brennstoff  aus dein Behälter 7 in den     Caserzeuger    9 ein  zufüllen, wird zunächst das Absperrorgan 6  geschlossen und danach das Absperrorgan     R     geöffnet.

   Es sind Mittel vorzusehen, um einen       Druekausgleicli    zwischen dem     Behälter    7 und  dem C     Iaserzeuger    9 zu bewirken, so     da.ss    der  Brennstoff nach Öffnen des     Absperrorganes    8  in den Gaserzeuger 9 rutschen kann. Der  Gaserzeuger 9 ist mit einem druckfesten Man  tel<B>10</B> versehen. Er besitzt einen feststehenden  ,Rost 11, über dein sieh ein     Rührarm    12 be  wegt, der ein Zusammenbacken der     Schlacke          verhindert    und die Körnung der Schlacke  bzw. Asche so fein hält., dass dieselbe durch  den Rost fallen kann.  



  Die entstehende     Asche        sawinelt    sich in dem  Bodenraum<B>13</B> des Gaserzeugers an und kann  dann über das     drneksieliere        Zwischengefäss        1:1,     welches ähnlich wie der     Zwischenbehälter    7  arbeitet,     abgezogen    werden.  



  Das in      < lein    Gaserzeuger 9     entstehende    Gas  zieht mit einer Temperatur von etwa 700" C  durch die     Rohrleitung    1 5 ab und      < gelangt     zuerst in einen     7Vklon    16, in     welchem    sieh die  von     dein    Nutzgas etwa     mit-erissenen        (Trus-          teilchen    absetzen können.

   Das     praktisch    staub  freie     (ras        "ebt        dann    durch die     Rohrleitung    77  zu der     Abgasturbine        1h,    in welcher es     unter     Abkühlung entspannt wird.  



       1.)ic        :Vigasturüine        1S        Wird        vorteilhaft    mit       solchc@ii        (x'e"endi#tiek        betrieben,    dass das aus  ihr     entweieliende,    etwa 300" C heisse     Abgas           < lui#i#h    die     Rohrleitung        -1    der     Kammer    ' zu  geleitet werden kann, in     welcher    - wie bereits  beschrieben -     der    zu     vergasende    Brennstoff  getrocknet,

   und von Staub befreit wird.  



  Das durch die     Rohrleitun-   <B>5</B> aus der  Kammer 2     entweichende    Gas     kommt        zunächst     in den     Staubabscheider    7.9 und danach in einen       Waseher    20, in welchem es mit kaltem Was  ser in     Berührung    gebracht     wird,        wodurch    es  gekühlt und von. dem in     ihni    enthaltenen  Staub befreit wird. Das gereinigte und ge-    kühlte Gas kann schliesslich durch die Rohr  leitung 21 abgezogen werden.  



  Mit dem Rotor der Abgasturbine 18 ist  direkt gekuppelt der Rotor des Luftverdich  ters 22, der Frischluft durch die Rohrleitung  23 ansaugt. Der Luftverdichter 22 verdichtet  die Luft etwas über den Arbeitsdreck im  Gaserzeuger 9. Die verdichtete Luft,     gelangt     durch die Rohrleitung 24 in den Raum     unter.     halb des     Gaserzeugerrostes    17., geht durch die  Rostspalten und bewirkt dann die Vergasung  im Brennstoffbett des Gaserzeugers 9.  



  Wasserdampf kann in bekannter Weise der  Vergasungsluft im Raum 13 aus der Rohr  leitung 25 zugesetzt werden.  



  In den Fällen, in denen die Leistung der  Abgasturbine 18 grösser ist als der Kraft  bedarf des Luftverdichters 22, ist vorteilhaft  mit der     Rotorwelle    der Abgasturbine noch ein       Stromerzeuger    26 gekuppelt.  



  Ferner ist mit der     Rotorwelle    der Abgas  turbine noch ein     Anlassinotor    27 verbunden.  Die beschriebene Anlage eignet sich ausser  zur     Vergasung    von     Koksgrus,    der als Abfall  produkt bei der     Erzeugung    von normalem  Koks entsteht, auch noch vorteilhaft zur Ver  gasung von schlecht. backenden Kohlen, z. B.  dem meist aschereichen, sogenannten Mittel  produkt, welches bei der     Aufbereitung    von  backenden Kohlen anfällt.

   Diese     lIittel-          produkte    ergeben bei der trockenen Destilla  tion. keinen     brauchbaren        Koks    ausreichender  Stückgrösse, sondern im wesentlichen nur ein       feinkörniges,    wenig festes Produkt.     Man     kann dieses Produkt leicht auf eine Korn  grösse unter 10     nim    zerkleinern und hat     dann     einen sehr billigen Brennstoff zur Verfügung,  aus dem sieh in der beschriebenen Anlage mit  grosser Wirtschaftlichkeit ein wertvolles     Heiz-          as    erzeugen lässt.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Erzeugung von Brenngar durch Vergasen von festen Brennstoffen mit Luft, dadurch gekennzeichnet, dass der feste Brennstoff unter erhöhtem Druck in einem Gas erzeuger mit. feststehendem Rost vergast und das erzeugte heisse Nutzgas von erhöhtem Druck in einer Abgasturbine nun Antrieb eines den Druck der Vergasungshtft auf den Arbeitsdruck des Gaserzeugers erhöhenden Luftverdichters verwendet wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das im Gaserzeuger gebildete Nutzgas aus dem Gaserzeuger mit einer Temperatur von oberhalb 600 abgezogen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Brennstoff in einer Korngrösse unter 10 min angewendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da- ; durch gekennzeichnet, dass der Brennstoff in einer Korngrösse von 3 bis 10 mm angewen det wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch--gekennzeichnet, dass aus dem Brenn stoff vor Einführen in den Gaserzeuger die kleinen Anteile bis 3 min und die Feuchtig keit durch Behandeln mit einem Strom des in der Abgasturbine entspannten Nutzgases entfernt werden.
CH271589D 1949-02-05 1949-02-05 Verfahren zur Erzeugung von Brenngas aus festen Brennstoffen. CH271589A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1086000B (de) * 1953-01-13 1960-07-28 Ruhrgas Ag Verfahren zur Abfilterung feiner Brennstoffanteile aus dem Gasstrom von Gaserzeugern
DE974164C (de) * 1951-09-04 1960-10-06 Herbert Dr-Ing Bachl Verfahren zur Umwandlung von Brennstoffen unter gleichzeitiger Gewinnung mechanischer Energie

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DE974164C (de) * 1951-09-04 1960-10-06 Herbert Dr-Ing Bachl Verfahren zur Umwandlung von Brennstoffen unter gleichzeitiger Gewinnung mechanischer Energie
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