CH271921A - Verfahren zur Herstellung eines thixotropen Gelsystems. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines thixotropen Gelsystems.

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CH271921A
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Incorporated Sharp Dohme
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Sharp & Dohme Inc
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J13/00Colloid chemistry, e.g. the production of colloidal materials or their solutions, not otherwise provided for; Making microcapsules or microballoons
    • B01J13/0073Preparation of non-Newtonian sols, e.g. thixotropic solutions

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung eines thixotropen   Gelsystems.   



   Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren   zur Herstellung eines thixotro-      pen Gelsystems,    das mindestens ein suspen   sionsdispersibles, wasserunlösliches Erdalkali-    salz enthailt. Das Verfahren ist   dadureh ge-       kennzeichnet.

   dass man das ErdalkaHsalz    durch inniges Vermischen zweier wässeriger   Losungen, von denen die    eine mindestens eine   ionisierbare    Substanz gelost enthalt, deren Kation ein Alkalimetallion und deren Anion ein Radikal ist, das mit einem   Erdalkali-    metallion eine   wasserunlösliche Verbindung    bildet, und die andere mindestens ein wasserlösliches Salz eines   Erdalkalimetancs enthalt.    dessen Anion ein wasserlösliches Alkalimetall   salz bildet, ausfallt, das ausgefällte Erdalkali-    salz von mindestens einem Teil der Flüssigkeit befreit und ihm eine genügende Menge eines Zitrats einer   alkalisehen Base,    die mit Zitronensäure saure   Zitrate bilden kann,

   die    in bis zu   5 /o    Zitronensäure   enthaltendem Was-    ser   loslich sind. einverleibt, um dem System    die thixotropen Eigenschaften zu verleihen.



   Die nach dem Verfahren der Erfindung hergestellten Gele werden als   thixotrop    bezeichnet, weil sie im Ruhezustand eine steife Konsistenz anfweisen und naeh kurzem Sehütteln oder Rühren   flüssig werden und als flüs-    sige, stabile homogene Dispersionen oder Sus  pensionen ausgegossen    werden können. Die Umwandlung vom steifen in den flüssigen Zustand ist reversibel und kann unbesehränkt durehgeführt werden.



   Die thixotropen Gel.   e gemä#    vorliegender Erfindung haben ein weites Anwendungsgebiet und sind in vielen Zweigen der   Tech-      nik,      z.    B. in Farben, Pigmente und Anstriehmitteln, Papier und   Papierüberzügen,    Leder  oberfläehenbehandlungsmitteln,    von Nutzen. sie sind auch von besonderem Wert in der   Arzneimittelindustrie für    die Mischung versehieclener Typen von   Arzneimitteln und Arz-      neimittelpräparaten.    Nach dem   erfindungs-       gemässen Verfahren können insbesondere auch    thixotrope Gel.

   hergestellt werden, in denen die für die Hervorrufung der thixotropen Eigenschaften erforderliehen Bestandteile an sieh sehon   therapeutisehe Wirkung    besitzen, z. B. indem sie   notwendige metabolische Mine-    ralfaktoren liefern, wie Calcium, Magnesium, Phosphor und dergleichen, so dass diese Gele entweder für sieh allein oder zusammen mit andern   pharmazeutisehen    oder medizinischen Agenzien, die dem thixotropen System zugesetzt sind, wertvoll sind.



   Ein   vorteilhaftes Merkmal solcher thixo-    troper Gelpräparate ist die Möglichkeit, die versehiedenen   gewünsehten therapeutiseh    wirksamen Bestandteile in höherer   Konzentra-    tion anwesend zu haben, als dies üblieherweise in den bisher bekannten Präparaten der Fall war, ferner in einer bemerkenswert stabilen Form.



   In jedem Falle enthalten die thixotropen Gele gemäss der Erfindung zwei   wesentliehe    Komponenten. Der hauptsächlichste und pri märe Bestandteil ist ein kolloid   dispergier-    bares,   wasserunlösliches Erdalkalisalz oder      ciiie    Mischung mehrerer solcher Salze, die bei therapeutischen Präparaten derart sind, dass sie in der vorgeschriebenen Dosierung nicht : toxisch wirken. Der zweite Bestandteil der in geringerer Menge zugegen ist, ist ein Zitrat   ; ines alkalisch    reagierenden, kationisehen   Radikals,    wie z.   B.    eines der Alkalimetalle, einer Stickstoffbase, z. B.

   Ammoniak, Ammo  niakderivate,    wie primäre, sekundäre und tertiäre aliphatisehe Amine und Alkanolamine und quaternäre Ammoniumbasen und   derglei-    ehen, die in bis zu   5 /o Zitronensäure    enthaltendem Wasser   löslieh    sind. Der zweite Bestandteil kann in der Mischung selbst aus Zitronensäure und dem alkalisch reagierenden Mittel, das zur Bildung des angegebenen Zitrats erforderlieh ist, gebildet werden, oder man kann ihn in Form eines bereits hergestellten Zit. rats verwenden. In gewissen Mischungen kann man ihn in so geringen Mengen wie einem Bruchteil von einem Prozent, und in andern Fällen bis hinauf zu   5 /o, anwenden,    je naeh der gewünschten Menge der Gesamtfeststoffe in den kolloidal dispergierbaren Erdalkalisalzen.

   Je geringer der   Gesamtfest-    stoffgehalt, desto weniger Zitrat, und je höher der Gesamtfeststoffgehalt, desto mehr Zitrat wird man verwenden. In jedem Falle sollte die verwendete Zitratmenge genügend sein. um den gewünschten Grad der Thixotropie in der fertigen Mischung zu gewährleisten.



   Diejenigen Gele, in denen das kolloidal dispergierbare, wasserunlösliehe   Erdalkalisalz    und das Zitrat des alkalisch reagierenden Stoffes die einzigen Bestandteile sind, welche die thixotropen Eigenschaften bedingen, zeigen die Thixotropie am besten, wenn die Wasserstoffionenkonzentration des Systems zwisehen etwa pg 5, 0 und 6, 5 liegt. Das   thixo-    trope Verhalten kann jedoch über einen viel weiteren   p-Bereieh,    sowohl auf der sauren als auf der   alkalisehen    Seite, in Erscheinung treten, wenn die Mischung ausserdem einen geringeren Anteil eines wasserlöslichen Mittels aus der Gruppe   der wasserlöslichen Kohle-    hydrate und der aliphatischen mehrwertigen Alkohole, insbesondere der Hexite, enthält.



  Es eignet sich irgendein   Kohlehydrat,    sei es ein Monosaecharid oder ein   Polvsaeeharid.    sofern es wasserlöslich ist, z.   B.    Monosaeeharide, wie Pentosen, z. B.   Xvlose,    Ribose oder IIexosen, wie Glukose (Dextrose), Mannose, Fruktose (Laevulose),   Mannoheptose    oder Di  saeeharide,    wie Lactose,   Maltose, Saccharose.   



  Von den wasserlösliehen   aliphatisehen    mehrwertigen Alkoholen sind besonders geeignet diejenigen, die wasserlöslieh sind und so viele Hydroxylgruppen als Kohlenstoffatome in der aliphatisehen Kette enthalten, insbesondere die   Hexite,    z. B. Sorbit, Mannit,   Dulcit.    Diese dritte Komponente des Systems erweitert den Bereich der Wasserstoffionenkonzentration, in welchem gute Thixotropie vorherrseht, auf etwa 4, 0 bis etwa 11, 5 oder sogar   noeh    höher.



   Für irgendwelehe   Sonderzweeke    kann man dem thixotropen System, das zum Beispiel. wie in den Beispielen   l und    2 beschrieben,   ent-    weder unter Verwendung der beiden   Haupt-    bestandteile (Beispiel 1) oder unter Verwendung eines weiteren Bestandteils (Beispiel 2) hergestellt wurde, noch andere Komponenten zusetzen, die mit der Beibehaltung der   thixo-    tropen Eigenschaften verträglich sind. Diese Zusätze können dem System in höherer Konzentration und sta. bilerer Form   zugesetzt wer-    den, als dies   üblieherweise    in andern Systemtypen erreichbar ist.

   Insbesondere für thera  peutische    Mischungen kann man zum Beispiel Zusätze zur Behandlung   metabolischer Man-    gelerseheinungen beigeben, z. B. irgendeines der bekannten Vitamine oder Vitaminfaktoren, die wasser-oder öllöslieh sein können. oder eine geeignete Aminosäure, Proteine, Proteinhydrolysate und dergleiehen, oder mit dem System verträgliche antibakterielle Stoffe, wie Sulfanilamid und   ungiftige, wirk-    same   Sulfanilamidderivate    und andere Sulfonamide,   Antibiotiea,    die wasserlöslieh sein können oder nicht, wie   Penieillin,      Tvothriein,      Streptomycin    und dergleichen, Hormone.

     säurebekämpfende    Mittel anderer Art, als sie bereits im Hauptbestandteil des Systems enthalten sind, biologische Stoffe, wie   Bakterien-    vaccine, Toxoide,   Virusvaeeine    und andere   therapentiselie    ocler   pharmazeutische      Bestal    teile, die mit dem thixotropen System verträglich sind. In den meisten Fallen erfolgt die Einverleibung dieser zusätzlichen Pharmazeutika in das thixotrope Gelsystem durch Ad  sorption der zusätzlichen Stoffe    an die koiloidal dispergierte, wasserunlösliche Erdalkalisalzkomponente des Systems.   



   Die crfindungsgemä#en thixotropen Gele    werden nach einem Verfahren hergestellt, das drei   wesentliehe Scliritte nmfasst. Der    erste derselben ist die Herstellung der   wasserunlös-      lichen    Erdalkalisalze durch Ausfällung unter Bedingungen, die deren Bildung in kolloiddisperser oder dispergierbarer Form bewirken.

   Der zweite besteht in der mindestens teilweisen Befreinn, von der Flüssigkeit, welche die   wasserlöslichen E) ektrolyte,    die nach der Fällung in den gebildeten,   kolloidal disper-    gierharen,   wasserunlöslichen    Erdalkalisalzen   zurückbleiben, enthalt.    Der dritte   wesentlielie       Schritt umfa#t die Einverleibung oder den    Zusatz des   Zitrates der alkalisch reagierenden    Substanz, z. B. durch   Bilcun,           in   situ   oder    durch   Zugabe desselben    in Form des gewünsehten   5Citrates      bzw. einer Zitratmischung.   



  Beide dieser   Methodenwerdenalsosolehezur    Einverleibung des Zitrates in   die Mischung      bezeielmet.   



   Die Bildung der kolloid dispergierbaren, wasserunlöslichen Erdalkalisalze wird bewirkt durch Umsetzung zweier Lösungen von wasserlöslichen Salzen. Die erste dieser   Losungen.      die aus Gründen der Zweckmä#igkcit als        Lo-    sung A   bezcichnct wird, ist eine wässerige Lösung einer ionisierbaren Substanz, wie z. B. einem Salz oder einer Salzmischung, deren Anion   oderAnioneninwasserigemMedium    mit einem Kation reagieren, das ein Erdalkali   metall ist, so da# sich das entsprechende wasserunlöslicheErdalkalisalzniederschlagt,und    deren Anion ein   Alkalimetal] (Ammonium In-    begriffen) ist.

   So ist zum Beispiel   die Sub-    stanz in der   Losun    A ein   wasserlösliches Al-    kalihydroxydsulfat, -phosphat, -carbonat, -silikat, -aluminat, -molybdat, -borat, chromat, -malat oder eine andere   Verl) indung,    deren Anion mit Erdalkalien ein wasserunlösliches Salz bildet.



   Die zweite der   erforderlichen Losungen,    die als   Losung B   bezeichnet wird und bei der Herstellung des   Hauptbestanclteils    des er   findungsgemä#en Gelsystems verwendet wer-    den soll, ist eine   wässerige Lösung eines was-      serlöslichen Erdalkalisalzes,    dessen Anion mit dem   Nation    der in der Lösung A enthaltenen Salze wasserlösliche Salze bildet. Solehe Anionen sind zum Beispiel die Anionen von   Halo-      geniden,    Aeetaten, Nitraten oder dergleichen.



   Man kann jede   gewiinsehte    bzw. erforder  liche    Konzentration der   fraglichen      Substan-    zen, bis zu gesättigten Lösungen verwenden.



  Letzteres ist im allgemeinen für die praktische Anwendung von Vorteil. Bei der Umsetzung   der Losung A    mit der Lösung B ist es zweck  mässig. jedoch nicht erforderlich, gleiche    Volumina der beiden   Losungen zu verwenden.   



     Dementspreellend sollte    die Konzentration des Gelösten in einer der beiden Lösungen derart sein,   da#    die quantitative Konzentration seiner Kationen der Konzentration der Anionen in der andern   Lösung stöehiometriseh äquiva-    lent ist.



   Die Reaktion zwischen den Lösungen A und B kann bei jeder geeigneten Temperatur, vorzugsweise unterhalb dem Siedepunkt der   Losungen,      durehgeführt werden.. Jedoeh    ist im allgemeinen die   Teilehengrösse    des entstehenden unlöslichen Salzes um so kleiner und die thixotrope Aktivität um so besser, je nied  rincer    die Temperatur ist. Im Bereich zwisehen Zimmertemperatur bis zvisehen etwa 55 bis 60 C erhält man mit zunehmender Temperatur bessere Resultate, bei noeh höheren Tem  peraturen    jedoch eine Abnahme der Qualität.



  Die Ergebnisse werden wieder besser bei Tem  peraturen    der Mischung, die unterhalb   Raum-    temperatur liegen, und am besten in der Nähe von   0"C.   



   Man   kann die Losungen einander    in beliebiger Reihenfolge zusetzen, doch ist die Teil  chen grosse    des niedergeschlagenen unlöslichen Salzes kleiner, wenn man die Lösung B der   Losung A zusetzt.    In jedem Falle aber wird die vorteilhafte kleinere   Teilchengrö#e    und damit bessere kolloidale Dispergierbarkeit,   un-    abhängig von der Reihenfolge, in der die Lö  sungen    miteinander vermischt werden, erreicht, indem man genügend Lösung B verwendet, um einen kleinen Überschuss an nicht umgesetztem, wasserlöslichem   Erdalkalisalz    zu haben.



   Welche Lösung man auch der andern   zu-    setzt, führt man die Zugabe vorteilhaft unter Bewegung, z. B. Schütteln oder Rühren, vorzugsweise letzterem, durch. Die Bewegung sollte mindestens genügend stark sein, um eine gute und innige Mischung der beiden   Lösun-    gen zu bewirken. Wenn die Zugabe der einen Lösung zur andern beendigt ist, so ist das ausgefällte wasserunlösliche   Erdalkalisalz    praktisch im ganzen wässerigen Medium homogen und stabil dispergiert, und beim Stehen tritt nur sehr geringe Sedimentierimg ein.

   Wenn eine   Sedimentierung    des ausgefällten wasserlöslichen Erdalkalisalzes stattfindet, kann das Volumen der überstehenden, klaren Flüssigkeit praktisch 0 bis   5  /o, doch    selten bis zu   30  /o, bezogen    auf das Gesamtvolumen der Lösung, betragen. Dieses Verhalten ist von den Reaktionsbedingungen, vor allem von der Temperatur, abhängig. Die geringste Sedimentation tritt auf, wenn die Fällung zwischen etwa   55 und 60  C lmd zwisehen    Zimmertemperatur und   0"C durchgeführt    wurde.



   Der zweite wesentliche Schritt des Verfahrens besteht in der mindestens teilweisen Befreimg der ausgefällten   wasserunlösliehen    Erdalkalisalze in Verbindung mit einer teilweisen Entfernung der bei der Reaktion zwischen den Lösungen A und B gebildeten   Elek-    trolyte. Die Entfernung der wässerigen Lösung der entstandenen wasserlösliehen Salze vom unlöslichen Niederschlag kann zunächst vorzugsweise durch Dekantieren etwa überstehender Lösung erfolgen, wobei man vorher noch mehr Wasser zugeben kann oder nicht.



  Die Entfernung des Hauptanteils der löslichen Elektrolyte kann zum Beispiel durch Filtration entweder unter Vakuum oder Druck mit oder ohne Auswaschen des Filterkuchens durchgeführt werden. Die Elektrolyte müssen in diesen   Konzentriertingsstufen nicht    vollständig, sondern nur praktisch genügend   ent-      fernt    werden. Wenn, um eine besondere Zu  sammensetzung    des schliesslichen   Endproduk-    tes zu erzielen, eine vollständigere Entfernung der Elektrolyte erwünscht ist, kann man die   Presskuchen auswaschen,    z.

   B. bis eine Probe des Waschwassers, wenn dasselbe Chloride enthält, nach Zugabe von Silbernitrat, oder wenn es   Sul-    fate enthält, nach Zugabe von   Bariumehlorid-    lösung nur noch eine schwache Trübung zeigt.



  Wenn das Endprodukt parenteral   verabreieht    werden soll, braucht man den   Filterkuehen    nicht auszuwasehen, da dann die zurüekgehaltenen Elektrolyte dazu beitragen können, die   Isotonizität    zu erreichen. Wenn das Endprodukt oral eingenommen werden soll, kann eine weitere Entfernung der Elektrolyte erwünseht sein, um einen zu salzigen Geschmack oder eine Störung der Absorption zugesetzter In  gredienzien    durch die wasserunlöslichen Erdalkalisalze zu vermeiden.



   In vielen Fällen kann die Entfernung der Flüssigkeit durch Zentrifugieren an Stelle oder zusätzlich zur Filtration erfolgen.



   Je nach der gewünsehten Konzentration der Gelbestandteile im sehliesslichen Endpro  dukt    kann eine weitere Wassermenge aus dem Filterkuchen vorzugsweise durch hydraulischen   Druek    unter Verwendung geeigneter Säcke oder anderer Mittel zum Zurüekhalten der festen Stoffe entfernt werden. Auf diese Weise hat man feuchte thixotrope Gele erhalten, die bis zu   50  /o    und sogar mehr wasserunlösliche Erdalkalisalze enthielten.



   Beispiel 1 :
Die Lösung   A    wurde hergestellt durch Lösen von 120 g Dinatriumphosphat und   18 g    Natriumearbonat in 1300   cm    Wasser und Abkühlen auf   15  C.    Zu dieser Lösung wurde unter Rühren die Lösung B zugegeben, die aus 96 g   Caleiumehlorid    und 5 g   Magnesium-      chloridkristallen    in 1500   em3    Wasser gelöst und auf   5  C gekühlt,    bestand. Es bildet sich eine feine, weisse, wolkige Dispersion von kolloidal dispergierbaren Teilchen aus   unlösli-    chen Caleium-und   Magnesiumearbonaten    und entsprechenden Phosphaten.

   Das Reaktions gemisch wurde   über Naclit absitzen gelassen,    wonach man   die geringe Menge überstehender    klarer,   wässeriger Lösung abdekantierte und      dureit    etwa die gleiche Menge frisches Wasser   ersetzte und wiederum über Nacht    stehen liess, wobei noch mehr der Elektrolyte in das überstechende frische Wasser übergingen. Dieses wurde wieder   abdekantiert,    dann das ausgefällte unlösliche Salz durch Absaugen filtriert und mit Wasser so lange gewaschen, bis eine Probe des Waschwassers nach Zusatz von Sil  bernitratlosung nur noch    eine schwache Trü  bung ergab. Das Absaugen wurde so    lange fortgesetzt, bis alles auf diesem Wege entfern   hare Wasser praktisch entfernt war.

   Hernach    wurde der Filterkuchen in ein Presstueh ein  gesehlagen    und in einer hydraulischen Presse weiteres Wasser ausgepresst.



   2000 g des so erhaltenen, die ausgefällten wasserunlöslichen Erdalkalimetallsalze ent  haltenden Filterkuchens wurden    in einen Mischer   gel) raeht und gut    zerkleinert. Ein für diesen Zweck geeigneter Mischer besteht aus einem runden Behälter aus rostfreiem Stahl, der sieh auf einer Grundplatte im Sinne des   Uhrzeigers dreht, während sich    in ihm   meh-    rere Messer, die von einem Querbalken herunterhängen, im entgegengesetzten Sinne drehen.   Danll    wurden   26 g Zitronensäure zuge-    setzt und während etwa 35 Minuten in das Gel   eingemischt, wobei sich    die Zitronensäure voll  ständig loste und    eine glatte Paste entstand.



  Dann wurden 13 cm3 20%ige Natriumhydroxydlösung unter Fortsetzung des   Mi-      schens      während 20 Minuten zugegeben.    Das erhaltene Produkt hatte einen   pII    von 5, 3 und war ein thixotropes Gel, was sich zeigte, indem man eine Probe der ziemlich flüssigen   Mischung    eine Minute oder zwei stehen liess, worauf sie eine feste, steife Konsistenz annahm, die durch Schütteln wieder in die   frü-      here,      flüssig giessbare    Form übergeht.



   Das vorstehende Beispiel beschreibt die Ilerstellung eines thixotropen Systems im sauren Bereich.



   Ein thixotropes System im alkalischen Bereich wird durch das nachstchende Beispiel illustriert.



      Beispiel ? :   
Zu 1000   g    des gemäss Beispiel 1 erhaltenen thixotropen Gels wurden 100 g ss-Laktose zugesetzt und das   Gemenge während etwa 20 Mi-    nuten gut vermischt, wobei die ss-Laktose voll   ständig in Lösung ging. Man beobachtete eine    sehr ausgeprägte   Viskositätsabnahme, doch    nahm eine Probe der homogenen, stabilen Suspension beim Stehenlassen während einigen   minutez    eine feste, steife Konsistenz an, die durch schwaches Schütteln derselben in ihrem Behälter leicht wieder in ihren   ursprüngli-    chen,   flüssigen Znstand zurüekgeführt    werden kann.

   Eine Veränderung des   pg    bis hinauf zu 11, 0 durch   Alkalizugabe    zerstörte das   thixo-    trope Verhalten nieht.



   Das   thixotrope Gel gemä#    Beispiel 1 oder   2    kann in der in diesen Beispielen besehriebenen Form als Fertigprodukt, z. B. als phar  mazentisehes    Präparat zur   Verabreichung    der in ihm enthaltenen mineralischen Elemente,   zwecks    Behandlung metabolischer Mangelerscheinungen an diesen besonderen   Elemen-    ten   verwendet    werden. Das in diesen Beispielen besehriebene Gel. kann aber auch als Träger oder Basis verwendet werden, dem andere therapeutisch wirksame Bestandteile, wie sie vorher erwähnt wurden, zugesetzt werden.

   In diesem Falle können die weiteren Ingredien  zien,    welche zur Bildung der gewünschten pharmazeutischen Mischung dienen, entweder in das thixotrope Gel hineingemischt werden, oder man kann sie während der   Weiterbehand-      lung    der erhaltenen   kolloiddispergierbaren,       wasserunlösliehen Erdalkalisalze zur Überfüh-    rung in den thixotropen Zustand zugeben.



  Eine derartige Vorgehensweise wird durch das folgende Beispiel illustriert.



      Beispiel 3 :   
Die Lösung A wurde hergestellt durrch Auf losen von 80 g Natriumsulfat, 20 g Na  triumphosphat    und 15   g Kaliumearbonat    in 2000 cm3 Wasser. Zu ihr gab man unter Rühren die Lösung B, bestehend aus 150 g Ba  rinmehlorid    und   25 g Strontiumbromid, ge-    löst in 2000 cm3 Wasser und auf 55 C erhitzt, wonach sich eine feine, weisse, wolkige Dispersion kolloidaler Teilchen von unlöslichem Ba  rium-und    Strontiumsulfat und den entspre  chenden    Phosphaten und Carbonaten bildete.



  Die Reaktionsmischung wurde über Nacht absitzen gelassen wie diejenige des Beispiels 1, und die ausgefällte wasserunlösliche   Erd-    alkalisalzdispersion wurde dann durch Dekantieren, Filtrieren und Konzentrierung durch hydraulischen Druck, ebenfalls wie im Beispiel 1, praktisch von den Elektrolyten befreit.



   5000 g dieser wasserunlöslichen   Erdalkali-    salzdispersion, die ungefähr 35  /o mineralische   Gesamtfeststoffe    enthält, werden bei geringer   Gesehwindigkeit    in einem Mischer, wie es im Beispiel 1 beschrieben wurde, so lange vermischt und zerkleinert, bis eine zähe, dicke Paste entstanden ist. Dann werden 70 g Zitronensäure unter Fortsetzung des Mischens zugegeben, wobei die Lösung in etwa 20 Minuten stattfindet. Hernach setzt man 18 g Ascorbinsäure (Vitamin C) zu und rührt weitere 15 Minute.

   Während dieser Zeit ver  mischte    man 5 g eines   Vitaminkonzentrates,    das pro Gramm 450 000 Einheiten Vitamin A und 90 000 Einheiten Vitamin D enthielt, und 5   g      a-Tocopherol    nach und nach und innig mit 500   g,-Laktose.    Dieses Vitamin  Laktosegemiseh    wurde hierauf der Paste aus wasserunlöslichem   Erdalkalisalz    und   Ascor-      binsäure    im genannten Mischer zugefügt und das Ganze 20 Minuten lang verrührt, wonach man eine glatte Paste von etwa   coldereamarti-    ger Konsistenz erhielt.

   Wenn gewünscht, kann dieser Paste noch ein   geschmackgebendes    Mittel, wie Zitronenöl oder ein anderes geeignetes   Parfümierlmgsmittel    sowie Konservierungsmittel, z. B. Benzoesäure oder andere Mittel, zusetzen. Zu dieser glatten Paste gibt man dann unter Rühren 37, 5 g einer   20  /oigen    Natriumhydroxydlösung und setzt das Mischen während 5 bis 10 Minuten fort, wobei das Präparat in eine ziemlich flüssige   Disper-    sion übergeht, die nach Abfüllen in Flasehen infolge ihrer thixotropen Eigenschaften in wenigen Minuten zu einer steifen Paste erstarrt. Das fertige Produkt hat eine Wasserstoffionenkonzentration von pH 5, 2, und sein spezifisches Gewicht ist 1, 277.



   Eine tägliche Dosis von 2   Teelöffeln    oder ungefähr 8   em3    des Produktes nach Beispiel   2    entsprach 1, 073 g Calcium, 0, 652 g Phosphor und 0, 032 g Magnesium. Soweit bekannt, ist eine so hohe Konzentration dieser wichtigen   metabolischen    Mineralstoffe in kolloider Dispersion von sehr niedriger Viskosität auf keinem andern Wege zu erreichen. Wenn gewünscht, können thixotrope Gele mit noeh höheren Gehalten an Mineralstoffen erzielt werden, wenn man in der Stufe, in weleher hydraulischer Druek zur Anwendung gelangt, noeh mehr Wasser aus den kolloidalen dispergierbaren wasserunlösliehen   Erdalkali-    salzen   herauspresst.   



   Beispiel   4    :
Zu einer Lösung, die hergestellt wurde durch Auflösen von 80 g Natriumsulfat, 20 g   Natriumhydroxyd      und 25    g Natriumsilikat    (40 /0ige Löslmg)    in 2000 em3 Wasser und Abkühlen auf 15  C, wurde die Lösung B, bestehend aus 90 g   Caleiumehlorid    USP und 25 g Magnesiumehloridkristallen, gelöst in 2000   em3    Wasser und auf   10"C abgekühlt,    zugegeben, wonach ein feiner,   weisser, wolkiger    Nieder  selilag    kolloidaler Teilchen   von wasserunlösli-    chen Caleium-und   Magnesiumsilikaten    und   -hydroxyden    und Caleiumsulfat gebildet wird.



  Die Reaktionsmisehung wurde wie im Beispiel 1 über Nacht absitzen gelassen und die Dispersion der ausgefällten, wasserunlöslichen Erdalkalisalze durch Dekantieren, Filtrieren und   Weiterkonzentrierung    unter hydrauli  sehem    Druck wie im Beispiel   1    praktisch von den Elektrolyten befreit.



   5000 g der so erhaltenen kolloidal disper   gierbaren, wasserunlösliehen Erdalkalisalze    werden bei niedriger Geschwindigkeit in einem Mischer, wie er im Beispiel 1 beschrieben wurde, so lange gut vermischt und zerkleinert, bis eine zähe, dicke Paste entstanden ist, zu der 75 g Zitronensäure USP gegeben werden, worauf so lange   weitergemiseht    wird, bis die Zitronensäure in Lösung gegangen ist, wonach man 150 g   Leberextraktkonzentrat      (1    : 20), 100 g   Hefekonzentrat,    315 g Reiskleiekonzentrat, 0, 6 g   Thiaminchlorhydrat,    0, 3   g Riboflavin und    0, 5 g Nikotinsäureamid zusetztd und das Ganze etwa 40 Minuten vermischt.

   Dann werden nach und nach 30   em3 kon-    zentrierte   Ammoniumhydroxydiosung      (28 /o    NH3) unter fortgesetztem Vermischen zugegeben. Der PH ist 4, 9. Die entstehende kolloidale   Suspension lässt sich leicht    in   Flasehen      abfüllen und    erstarrt darin nach wenigen Minuten zu einer braunen, steifen, festen Paste, die leieht wieder in die   flüssige, giessbare    Form übergeführt werden kann.



   In diesem speziellen Beispiel war es nicht erforderlich, ein spezielles   Kohlehydrat    gesondert zuzusetzen, da letzteres in den   Reiskleie-    und   Hefekonzentraten als Maltose    und Glukose   zngegen    ist, so dass diese Kohlehydrate die doppelte Funktion als Lösungsmittel und Träger für das natürliche Vitamin sowie als die   Thixotropizität begünstigendes Agens    erfüllen.



   Dieses Beispiel beschreibt ein thixotropes   Mineral-Vitamingel,    in welchem die Vitamine   (ilieder des Vitamin-B-Komplexes    sind. Da es oft   wünschenswert    ist, ein Produkt zu haben, das nicht nnr die reinen Faktoren des Vita  min-B-Komplexes,    sondern auch noch andere,   noch nicht identifizierte und isolierte    Faktoren   enthalt, werden    in diesem Beispiel die   konzen-      trierten,    nieht fraktionierten Extraite von    friselher Leber, Hefe und Reispolierabfällen,    welche diese nicht identifizierten Faktoren   enthalten,    mit   den Mineralsalzen zusätzlich zu    den reinen kristallinen Faktoren kombiniert.



   Ein weiteres Beispiel, welches zeigt, was für unüblich hohe Mengen an therapeutisch wirksamen Substanze den   thioxotropen    Celen    gemäss der Erfindung einverleibt werden kön- nen. ist das folgende.



   Beispiel 5 :       Zui    einer Mischung von   35 g feingepulver-    tem Phtalylsulfathiazol in 30 cn3 Wasser weden 10 Kornsirug (ein Kohfydat) du  efügt und    man erhält eine dicke Paste. Zu dieser Paste gibt man eine   lIischung    von   0,    5 g Zitronensäure und 0, 6 g Natriumzitrat und mischt gut durch, wobei praktisch keine Ver änderung der Konsistenz eintritt. Dann werden 45 g der kolloidal dispergierbaren, wasserunlöslichen,   kohlensauren und    phosphorsauren Salze des Calciums und   Vlagnesiums, herge-    stellt wie im Beispiel. 1, zugesetzt, die unge  fähr 28 /o Gesamtfeststoffe enthalten,    und die Mischung   vollständig vermischt.

   Ihr pg    ist 5,   25.    Die   Mischung    ist flüssig und leieht   giess-    bar. Wenn man sie einige Minuten stehen lässt, geht sie in eine zähe, steife Paste über, die durch Sehütteln oder Rühren infolge ihrer thixotropen Eigensc wieder in den flüs  sigen Zustand übergeht.    Sie enthält 31, 8% Phthalysulfathiao, kann der Gehalt an dieser Substanz noeh erhöht oder herabgesetzt werden, je naeh den gewünschten Spezifikationen.



   Die Beispiele 3 und 4 beziehen sich auf die Verwendung gewisser individueller Vitamine und Beispiel 5 auf ein spezielles Snlfonamidderivat, doch kann man jedes gewünsehte geeignete einzelne Vitamin oder Kombinationen soleher oder jedes einzelne Sulfonamid oder Kombinationen derselben oder irgendwelche   verträgliehe    therapeutisehe   Zusatzmit-    tel durch   gleiehe    Einverleibung in irgendein    thixotropes, gemäss der Erfindung hergestell-    tes Gel, verwenden. In gleicher Weise kann man irgendein verträgliches gewünsehtes Medikament in   die Mischungen einführen.    Die Beispiele 3, 4 und 5 zeigen die Einverleibung therapeutisch wirksamer Zusätze in gewissen spezifischen Stufen des   Herstellungsverfah-    rens der Mischungen, z.

   B. als zusätzliche Lö  sungskomponente    oder Dispersoid in einer der Lösungen A und B.



   In diesen Fällen werden die so zugefügten therapeutischen Stoffe von den nachträglich ausgefällten kolloid dispergierten   Erdalkali-    salzen adsorbiert. Die thixotropen   Gelkomposi-    tionen gemäss der Erfindung gestatten nicht nur die Verabreichung ihrer individuellen Bestandteile in hoher, bisher nieht bekannter Konzentration, sondern es wird aueh eine bemerkenswerte Stabilität der zugesetzten Vitaminbestandteile erreicht. 



   Die verschiedenen Beispiele beschreiben die Verwendung gewisser besonderer wasserunlöslicher Erdalkalisalze, spezieller Zitrate und Kohlehydrate. In den jeweiligen Stufen der Herstellung der entsprechenden thixotropen Mischungen können irgendwelche dieser versehiedenen Bestandteile durch andere Beispiele dieser Bestandteile ersetzt werden.



   Der flüssige oder   giessbare    Zustand der thixotropen Gele gemäss der Erfindung kann als Solzustand bezeichnet werden, während der steife Zustand der Gelzustand ist. Der Grad der   Thixotropizität    oder des thixotropen Verhaltens der nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Mischungen kann auf ein Minimum reduziert werden, das heisst auf einen Punkt, wo der Unterschied zwischen Sol-und Gelzustand nur sehr klein ist, oder aber auf ein Minimum, bei welchem die   Dif-    ferenz zwischen den beiden Zuständen sehr ausgeprägt ist, indem man die Konzentration der ausgefällten, leicht dispergierbaren,

   was   serunlöslichen Erdalkalisalze passend wählt    oder indem man   die Wasserstoffionenkonzen-    tration des thixotropen Systems durch passende Einstellung der   Zitratkonzentration    oder der Konzentration des alkalischen   Reak-    tionsmittels oder durch die Menge des mit dem Zitrat umzusetzenden alkalischen   Reaktions-    mittels einstellt bzw. durch passende Wahl der Menge des Kohlehydrates oder   1-lexis,    die zur Erhöhung des thixotropen Verhaltens zugesetzt werden. Dementsprechend ist es mög  lich,    den   sehliessliehen    Gehalt und Grad der thixotropen Aktivität jedes hergestellten   Prä-    parates so einzustellen, dass es ausgewählten, besonderen Bedingungen entspricht.

   Dazu genügen nur einfache Vorversuehe, die anzeigen, ob die gewählten Mengen der verschiedenen Agenzien für die gewünschte Spezifizierung genügen.



   Die unter Anwendung der   erfindungs-    gemässen Kompositionen erhältlichen therapeutisehen Präparate können je nach den besonderen Anforderungen sowohl oral als auch parenteral oder sogar extern   verabreieht    werden. Wenn die thixotropen Mischungen im
Solzustand sind, passieren sie leicht eine feine Injektionsnadel, so dass sie nach Abfüllen in Ampullen in Handel gebracht werden können, in denen sie den festen oder Gelzustand annehmen, aus denen sie nach Schütteln durch Aufsaugen in eine Injektionsspritze   entnom-    men werden können.   



   Die erfindungsgemässen thixotropen Mi-      schungen    können ausserdem in der Gelform vorsichtig im Vakuum getrocknet werden, vorzugsweise bei niedrigen Temperaturen von zum Beispiel 30 bis   40"C. Aus    dem trockenen Zustand kann die thixotrope Mischung durch Zusatz der   erforderlichen Vassermenge,    die grösser oder geringer sein kann als der verdampfte Anteil, wieder hergestellt werden.



  Man kann die trockene Mischung aber auch zu Tabletten oder Pillen verformen und in dieser Form verwenden.



   Trotz des ungewöhnlich hohen Gehaltes der thixotropen Mischungen an mineralischen Elementen sind sie auffallend frei von unan  genehmer      Griessigkeit,    sondern sind   tatsäeh-      lich    glatt und gleichmässig und von   rahmarti-    ger Konsistenz. Dies ist eine Folge ihrer Flerstellungsweise, durch die die   wasserunlösli-      chen    Erdalkalisalze in einer ziemlich glatten physikalischen Form und mit sehr kleiner   Teilehengrösse    ausgefällt werden. Letztere ist so klein, dass sie weniger als ein Mikron bis zu wenigen Mikron beträgt.

   In jedem Falle zeigen die erfindungsgemäss hergestellten therapeutischen Kompositionen eine   befriedi-      gende Stabilität,    enthalten ihre Bestandteile in aussergewöhnlich hohen Konzentrationen und gestatten bei oraler Verabreichung eine erhöhte Absorption der Ingredienzien des Medikamentes durch den Verdauungskanal.



   Einige der thixotropen Gele gemäss der Erfindung sind in verdünnter Salz-und Sal  petersäure,    in Milchsäure,   50 /oiger Phosphor-    säure löslich, weniger löslich in   75"/oiger    Phos  phorsäure,    ferner in Zitronensäurelösung beim Erwärmen.

   Wenn man konzentrierte Alkali  hydroxydlösung    im   isbersehuss solehen    Zitro  nensäurelösungen    des thixotropen Gels   zu-    setzt, entsteht ein weisser, voluminöser Nie  dersehlag.    Die thixotropen Gele sind in   orga-      nisehen    Lösungsmitteln, wie Alkohol,   Aeeton,     Äther, Benzol, Chloroform,   Tetrachlorkohlen-    stoff usw. unlöslich.   



   Die erfindungsgemä#en thiotropen $Gde    sind stabil und zeigen keine Veränderung durch Sonnenlicht und Dunkelheit und zeigen keine folgenwidrige Effekte bei Temperatur änderungen über den Gefrierpunkt und un  terhalb    des Siedepunktes. So wird zum Beispiel bei   Zimmertemperaturen    und Temperaturen über dem Gefrierpunkt in der Regel keine   Synärese    (Trennung klarer überstehender Flüssigkeit beim Stehenlassen) beobaehtet, und bei Zimmertemperatur etwa auftretende   Synärese    ist in der Regel so gering, dal3 sie vernachlässigt werden kann.   Synärese    tritt in geringem Grade beim Erhitzen, z.

   B. auf Temperaturen von zum Beispiel 37 bis   50  C    auf, doch wird die klare Flüssigkeit über dem Gel im allgemeinen   30/o    des ursprünglichen   Totalvolumens    des Gels nicht übersteigen. Die thixotropen Gele gemäss der   Erfindung kön-    nen kurze Zeit unterhalb dem Gefrierpunkt gehalten werden, doch wird die   Thixotropizi-    tät oft irreversibel zerstört, wenn man sie einige Tage oder länger der Gefriertemperatur aussetzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I : Verfahren zur Herstellung eines thixotro pen Gelsystems, das mindestens ein suspen sionsdispersibles, wasserunlösliches Erdalkalisalz enthält, dadurch gekennzeichnet, dass man das Erdalkalisalz durch inniges Vermisehen zweier wässeriger Lösungen, von denen die eine mindestens eine ionisierbare Substanz gelöst enthält, deren Kation ein Alkalimetallion und deren Anion ein Radikal ist, das mit einem Erdalkalimetallion eine wasserunlösliehe Verbindung bildet, und die andere mindestens ein wasserlösliehes Salz eines Erdalkalimetalles enthält, dessen Anion ein wasserlösliehes Alkalimetallsalz bildet, ausfällt,
    das ausgefällte Erdalkalisalz von mindestens einem Teil der Flüssigkeit befreit und ihm eine genügende Menge eines Zitrates einer alkalischen Base, die mit Zitronensäure saure Zitrate bilden kann, die in bis zu 5 /o Zitronensäure enthaltendem Wasser löslich wsind. einverleibt, um dem System die thixotropen I : igenscliaften zn verleihem.
    UNTERANSPBÜCHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Zitrat der al kalischen Base Ammoniumzitrat ist.
    '). Verfahren nach Patentansprueh I, dadurch gekennzeichnet, dass das Zitrat der alkalischen Base das Zitrat eines Ammoniak- derivates ist.
    3. Verfahren nach Patentansprueh I, dadurch gekennzeichnet, dass das Zitrat der alkalischen Base ein. Alkalizitrat ist.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man dem thixotropen (-tels-stem eine kleinere Menge eines wasserlöslichen Kohlehydrates einverleibt, um den p-Bereieh der Thixotropie zu erweitern.
    5. Verfahren nach Patentansprueh I, dadurch gekennzeiehnet, dass man dem thixotropen (Telsystem eine kleinere lange eines mehr wertigen, wasserlösliehen, aliphatisehen Alkohols einverleibt, um den p-Bereieh der Thixo- tropie zu erweitern.
    6. Verfahren naeh Patentansprueh I und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der mehrwertigealiphatische Alkohol so viel Oxygruppen wie Kohlenstoffatome in der aliphatisehen Kette aufweist.
    7. Verfahren naeh Patentanspruch I und Unteransprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass man als aliphatisehen Alkohol einen Hexit vemvendet.
    8. Verfahren nach Patentansprueh I, dadurch gekennzeichnet, dass man im thixotropen Gelsystem mindestens eine zusätzliche Substanz innig verteilt.
    9. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprueh 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Substanz ein Arzneimit- tel ist.
    10. Verfahren nach Patentansprueh I und Unteransprüehen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Arzneimittel ein Vitamin ist.
    11. Verfahren naeh Patentansprueh I und Unteransprüchen 8 und 9. dadurch gekenn zeichnet, dass das Arzneimittel ein Sulfanil- amid ist.
    12. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Arzneimittel ein Sulfon- amidderivat ist.
    13. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüehen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Arzneimittel ein Sulfanil amidderivat ist.
    14. Verfahren nach Patentansprueh I, dadurch gekennzeichnet, dass man der Mischung das wasserlösliche Zitrat der alkalischen Base bei einem pH-Wert zwischen 5, 0 und 6, 5 ein verleibt.
    15. Verfahren nach Patentansprueh I und Unteransprüchen 4 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass man die den PH-Bereich der Thixotropie erweiternde Substanz bei einem pi-Wert zwischen 4, 0 und 11 zusetzt.
    16. Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unteransprüchen 5 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass man die den pH-Bereieh der Thixotropie erweiternde Substanz bei einem pH-Wert zwischen 4, 0 und 11 zusetzt.
    PATENTANSPRUCH II : Thixotropes Gelsystem, hergestellt nach pH-Wert zwischen 4, 0 und 11 zusetzt.
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