Elektrische Kraftanlage für den Antrieb eines Fahrzeuges. Die Erfindung bezieht siele auf eine elek trische Kraftanlage für den Antrieb eines Fahrzeuges. Dieselbe weist eine Stromquelle für einen Gleiehstrommotor mit Neben schlussfeldwicklung, eine den Motorantrieb übertragende Kupplung, welche beim Anlas sen des Fahrzeuges gleiten kann, und einen Anlass-Steuerschalter, welcher Feldstärke- Reguliermittel einschliesst.
Nebensehlussmotoren haben den Vorteil, dass3 ihre Geschwindigkeit leielht über einen grossen Bereich durch Steuerung der Feld- wieklung verändert werden kann und dass3 sie eine obere Geschwincdigkeitsbegrenzung haben, welche bei Unterbelastung rieht über sehritten wird. Wenn ausserdem ein Neben- sehlussmotor von einer Speielherbatterie ge speist wird, ist es nmöglielh, den Motor als Dy namo für das Wiederaufladen der Batterie zu benutzen. Wenn z. B. ein Nebenschluss motor als Zugmotor eines Fahrzeuges benutzt wird, kann der Motor als Bremse verwendet werden, wenn das Fahrzeug angehalten wird oder abwärts fährt, und es kann dabei die Batterie, die sonst zum Speisen des Motors dient, wieder aufgeladen werden.
Die Anlage gemässil der Erfindung zeich net sieh dadurch aus, dass der Anlass-Steuer schalter derart ausgebildet ist, dass er beim Anlassen sieh zuerst in eine Lage bewegt, in welcher der Motor an die Stromquelle bei maximaler Feldstärke angeschlossen ist, zwei tens bewirkt, dass3 die Kupplung eingerückt wird und den Antrieb überträgt und drittens, dass nach Einrückung der Kupplung die Feldstärke - Reguliermittel betätigt werden können.
Mehrere Ausführuntsbeispiele des Erfin dungsgegenstandes sind auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt, in welcher Fig. 1 das Schaltungsschema einer verein fachten Ausführungsform, Fig. 2 das Sehaltungsschema einer Aus- führungsform mit zusätzlichen Mitteln zur Aufladung einer Akkumulatorbatterie, und Fig. 3 das Schaltungsschema einer weite ren Ausführungsform mit relaisbetätigten Umkehrschaltern zeigt.
Das in Fig. 1 gezeigte Schaltungsschenma weist einen Fahrzeug-Antriebsmotor 11 auf, der durch zwei Batterien 12, 13 betrieben wird, welche in Reihe miteinander und mit einer Sicherung 14 zwischen ihnen mit dem Motor über eine negative Leitung 15 und eine positive Leitung 16 verbunden sind. Der Steuerapparat. liegst. in der positiven Leitung zwischen der Batterie und dein Motor.
Ein Hauptschütz A ist für das Schliessen des Motorankerkreises vorgesehen, welches Schütz eine IIauptbetätigun tgsspule 17 und Kontakte 18, 19 aufweist, welche geschlossen werden, wenn die Betätigungsspule 17 erregt wird. Die Betätigungsspule 17 ist mit dem negativen Pol der Batterie über eine Leitung 20 und denn positiven Pol über einen dureli einen Taster betätigten Sehalter 21 und Lei- tung 22 verbunden. Somit kann das Haupt schütz nicht geschlossen werden, es sei denn, der tasterbetätigte Schalter 21 sei geschlos sen.
Sogar wenn der tasterbetätigte Schalter 21 geschlossen ist, wird der Motorkreis durch das Schütz nicht unmittelbar geschlossen, weil ein zweites Paar Schaltkontakte 23 in Reihe mit dem Schalter 21 angeordnet ist, welche Kontakte 23 mittels einer Brücke ver bunden werden können, die mit einem Arm 24 eines Geschwindigkeites Steuerschalters verbunden ist. Die erste Wirkung des Ge- schwindigkeits-Steuerschalters bei seiner Be wegung besteht darin, die Kontakte 23 zu schliessen und den Motor anzulassen. Das Hauptschütz A besitzt auch eine Reihen wicklung 25, welche bestrebt ist, die Kon takte 18, 19 geschlossen zu halten, wenn der Motor 11 einen starken Strom aufnimmt.
Der <I>Zweck</I> der Wicklung 25 ist der, zu verhin dern, dass die Schützkontakte 18, 19 geöffnet werden, ausgenommen dann, wenn der Motor unterbelastet ist, und somit zu verhindern, dass diese Kontakte unzulässigerweise abge trennt werden.
Der Motor 11 besitzt eine Nebenschluss feldwicklung 26, welche über einen Um kehrschalter 27 einerseits mit einer negativen, zur Batterie führenden Leitung 28 und anderseits mit einer positiven Leitung 29 verbunden ist, welche an einen Regulierwider stand 30 angeschlossen ist. Der Geschwindig keitssteuerarm 24 arbeitet über den Regu lierwiderstand 30 und dient dazu, zu bestim men, wieviel Widerstand sich in Reihe mit der Nebenschlussfeldwicklung 26 befindet. Der Arm 24 ist an die positive Leitung durch eine Leitung 31 angeschlossen.
An einer Anzapfung des Widerstandes 30 befindet sich eine Verbindung 32 zu einem Kontakt 33 eines elektromagnetisch betätig ten Schalters B, der eine Betätigungswick lung 34 in Reihe mit demn Anker des Motors 11 besitzt. Die Wirkung der Wicklung 34 be steht darin, den Kontakt 33 gegen einen Kon takt 35 zu drücken, der mit der positiven Leitung verbunden ist, die zum Motor führt. Wenn daher der Schalter B betätigt wird, wird der Teil des Steuerwiderstandes 30, welcher zwischen der Leitung 32 und der Stelle auf dem Widerstand liegt, an welche der Arm 24 gebracht wurde, kurzgeschlossen. Dadurch wird der Strom in der Neben schlussfeldwicklung 26 erhöht und der Strom, der durch den Motoranker 11 aufgenommen wird, verringert.
Dies wird, bei passender Be messung der Reihenwicklung 34, bewirken, dass die Kontakte 33, 35 unterbrochen wer den und dass der Nebensehlussstrom durch die Feldwicklung 26 wieder herabgesetzt wird. Folglich wird sich der Motorstrom wieder erhöhen und die Kontakte 33, 35 wer den wieder betätigt.. Dieses abwechselnde Schliessen und Öffnen der Kontakte 33, 35 ist bestrebt, den Motorstrom auf einem Wert schwankend zu halten, welcher zwischen den Einschah-. und Abfallströmen des elektro magnetisch betätigten Sehalters liegt.
Der Motor 11 besitzt ein Paar Schleif ringe 36, 37, welche an eine Wicklung 38 einer elektromagnetisch betätigten Kupplun\- angeschlossen sind, die auf der Motorwelle zwischen dem Motor und seiner Belastung an geordnet ist. Die Schleifringe 36, 37 nehmen Strom von zwei Leitungen 39, 40 auf, von welchen eine an den gleichen Punkt des Widerstandes 30 angeschlossen ist, wie die Leitung 32, an welche der Kontakt. 33 ange schlossen ist, während .die andere Leitung an einen Punkt 41 am Ende des Widerstandes 30 angeschlossen ist.
Es ist. zu bemerken, dass sich der Punkt 41 etwas ausserhalb des Punk tes 42 befindet, an welchen die Leitung 29 der Nebenschlussfeldwieklung angeschlossen ist. Als Folge hiervon ergibt sich, dass wenn der Geschwindigkeits-.Steuerregulierarm 24 zuerst in Berührung mit dem Widerstand 30 gebracht wird, schon ein kleiner Betrag des Widerstandes 30 zwischen dem Punkt 41 und dem Punkt 42 eingeschaltet. ist, in welchen ein entsprechender Spannungsabfall entsteht: wobei der Punkt 41 relativ zum Punkt 42 positiv ist. Es folgt, dass die an die Kupp lungswicklung 38 angeschlossene Leitung 39 relativ zu der Leitung 40 positiv sein wird.
Wenn beim Anlassen des Motors der Arm 24 gegen den Punkt 42 auf dem Widerstand be wegt wird, wird er das Potential der Leitung 40 erhöhen, während das Potential der Lei tung 39 gesenkt wird. Folglich wird der Kupplungsstrom herabgesetzt und wenn der Arm 24 näher gegen die Leitung 32 zu bewegt wird, wird die Leitung 40 positiver relativ zur Leitung 39 und der Strom in der Kupp lungswicklung 38 wird umgekehrt. Die Kupp lung ist so angeordnet, dass sie mit diesem Umkehrstrom schliesst.
Der ursprüngliche, auf die Kupplung bei positiver Leitung 39 relativ zur Leitung 40 aufgedrückte Strom wird als schwacher Entmagnetisierungsstrom benutzt und dient dazu, zu gewährleisten, dass die Kupplung sicher offen, d. h. entkup- pelt ist, wenn der Motor zuerst angelassen wird.
Das Motorfeld ist gesättigt, wenn sich der Arm 24 an denn Punkt 41 befindet und dies ist der beste Zustand für das Anlassen. Der Motor läuft ohne Last an und wenn sein Feld voll erregt ist, wird er mit minimaler Ge schwindigkeit laufen. Wenn der Arm 24 sieh längs des Widerstandes 30 gegen die Leitung 32 bewegt, wird die Kupplung mit zuneh mender Kraft geschlossen und der Motor auf Belastung gebracht. Somit läuft der Motor unbelastet an, wird jedoch allmählich durch die Kupplung belastet, welche eine gesteuerte Schlüpfung gestattet. Wenn der Arm 24 nun weiter an der Leitung 32 vorbei längs des Widerstandes 30 bewegt wird, beginnt er ge nügend Widerstand in Reihe mit der Neben- sehlusswieklung 26 zu bringen, um die Ge schwindigkeit des Motors zu erhöhen.
Wenn der Motor 11 über die Kupplung 38 mit einer Zuglast verbunden wird, werden die höheren Geschwindigkeitsbereiche nur bei Belastun gen auf gerader Strecke oder leichter Stei gung erreicht und unter solchen Bedingungen wird der Sehalter B nicht in Betrieb gesetzt. Sollte jedoch Glas Fahrzeug, auf welchem die Steuerung installiert ist, eine erhöhte Stei gung haben, welche die Belastung des Motors über den Stand erhöht, bei dem der Schalter R einschaltet, ist die Wirkung die, dass der Sehalter B wie beschrieben, zeitweilig oder sogar dauernd geschlossen wird und dass die Motorgeschwindigkeit herabgesetzt wird, wälireiil sein Drehmoment (gleich wie bei einem reihengewickelten Motor) erhöht wird.
Das heisst, der Fahrzeugfahrer kann nicht, obschon eine Nebeiischlussfeldwieklungssteue- rung vorhanden ist, durch Einstellen der Steuerung auf eine zu hohe Geschwindig keit den Motor überlasten.
Wenn das Fahrzeug eine Steigung hinab fährt, wird der Motor, da er im Nebenschluss gewickelt ist, als Nutzbremse arbeiten und die Batterie aufladen, was die maximale Fahrzeuggeschwindigkeit begrenzt.
Der Umkehrschalter 27 befindet sich in Reihe mit einer Wicklung 45. Der Zweck der Wicklung 45 besteht darin, eine mechanische Verriegelungsvorrichtung für den Umkehr schalter zu betätigen, so dass er nicht umge schaltet werden kann, wenn die Feldwick- lung 26 erregt ist. Die mechanische Anord nung einer solchen Verriegelungsvorrichtung ist an sieh bekannt und braucht hier nicht weiter beschrieben zu werden. Der Motor 11 ist mit. Wendepolwieklungen 46 versehen, um die Kommutation zu unterstützen, besitzt jedoch sonst. keine Reihenwicklung.
Fig. 2 zeigt eine Schaltung, welche im wesentlichen die gleiche wie Fig. 1 ist, mit der Ausnahme, da.ss zusätzliche Vorkehrungen getroffen sind, durch welche, wenn der Mo tor 11 passend angetrieben wird, er für das Laden der Batterien verwendet werden kann. Die meisten Teile der Fig. 2 sind die glei- ehen wie die in Fig. 1 gezeigten und sind in der Zeichnung mit, gleichen Zahlen bezeich net.
Es genügt daher, die Beschreibung,- auf die Teile der Figur zu besehrä.nken. welche sieh von Fi. 7. unterscheiden.
Wenn der Motor 11 als Nutzbremse oder als Generator für das Laden der Batterie benutzt wird, ist es unerwünscht, da.ss der elektromagnetische betätigte Schalter B be tätigt wird, und dieser Schalter ist daher in Fig. ? so gezeigt, dass er mit einer 7usätz- liehen Magnetwicklung 47 auf dem gleichen Kern wie die Wicklung 34 versehen ist, w el- ehe daut dient, den Schalter l: zu polari- sieren.
Die Wicklung 47 ist durch eine Lei tung 48 mit der positiven Leitung des Mo torkreises und durch eine Leitung 49 mit der negativen Leitung 15 verbunden, so dass so lange als das Schütz A die Kontakte 18, 19 geschlossen hält, die Wicklung 47 erregt ist. Diese Erregung ist an sich nicht genügend, um die Kontakte 33, 35 zu schliessen; wenn jedoch der Motor 11 Strom von der Batterie entnimmt, wird die Wicklung 34 durch die Wicklung 47 unterstützt, um die Kontakte zu betätigen. Wenn anderseits der Motor die Batterie auflädt, wird der Strom in der Wicklung 34 umgekehrt, und es wird ihm durch die Wicklung des Stromes in der Wicklung 47 entgegengewirkt, so dass die Kontakte 33, 35 mit irgendeinem normalen Strom, der während des Aufladens vom Mo tor 11 geliefert wird, nicht betätigt werden.
Ein Aufladestrom-Steuerrelais c ist vor gesehen, welches eine Nebenschlusswicklung 50, die wie die Wicklung 47 im Betrieb dauernd erregt ist, eine Reihenwicklung 51 in Reihe mit den Wicklungen 25 und 34 und normalerweise geschlossene Kontakte 52, 53 aufweist, welche geöffnet werden, wenn der Ladestrom zur Batterie einen vorbestimmten Wert übersteigt. Die Kontakte 52, 53 dienen, wenn sie geschlossen sind, dazu, den Wider stand 30 mittels Leitungen 54, 55 kurzzu schliessen; wenn sie jedoch offen sind, brin gen sie den Widerstand 30 in Reihe mit der Nebenschlussfeldwicklung 26 des Motors 11, wodurch dessen Stromstärke und die Grösse des Ladestromes herabgesetzt wird.
Im Be trieb vibrieren diese Kontakte so, wie die Kontakte 33, 35 vibrieren, jedoch nur, wenn der Strom in der Laderichtung fliesst, wo gegen die Kontakte 33, 35 nur vibrieren, wenn der Strom in der Entladerichtung fliesst. Die Kontakte 52, 53 können durch die Überbrückung eines Paares von Kontakten 56 mittels eines Brückenstückes 57 kurzge schlossen werden.
Das Brückenstück 57 ist auf einer Steuerstange 58 angeordnet, welche auch ein Brückenstück 59 für die Verbindung von Kontakten 60 trägt, die in der Leitung 40 liegen, welche zu der Kupplungswicklung 38 verläuft. Ferner trägt die Steuerstange 58 ein Brückenstück 61, um Kontakte 62 in einer Leitung 63 zu schliessen, welche den Tasterschalter 21 und den Schalter 23 kurz schliessen kann, der normalerweise die Haupt schützwicklung 17 betätigt. Wenn die Steuer stange 58 nach rechts bewegt ist, wie es in der Zeichnung gezeigt ist, sind die Kontakte 62 offen, die Kontakte 52, 53 kurzgeschlos sen und der Kupplungskreis 40 ist geschlos sen. Dies ist die Lage für normales Laufen des Motors 11, der seinen Strom von der Batterie aus bezieht.
Wenn die Steuerstange 58 nach links bewegt wird, sind die Kontakte 56 und 60 geöffnet und die Kontakte 62 ge schlossen. Dies bringt die Kontakte 52, 53 in Betrieb, verhindert die Einschaltung der Kupplung 38 und bewirkt, dass die Kontakte 18, 19 unabhängig von der Lage des Taster schalters 21 oder des Geschwindigkeitsreglers 24, welcher an die Kontakte 23 angeschlossen ist, geschlossen bleiben. Dies ist die Lage der Teile für die Benutzung des Motors 11 als Dynamo zum Laden der Batterie.
Ein Einphasen-Käfigankermotor 64 ist. auf dem Fahrzeug vorgesehen, der Verbin dungen 65,166 zu einem Stecker besitzt, der, wenn es gewünscht wird, mittels einer bieg samen Leitung mit. einer Hauptspeiseleitung verbunden werden kann. Zwei L berbrük- kungsteile 67, 68 sind auf der Steuerstan=ge 58 vorgesehen und wenn. diese nach links in die Batterieaufladestellung gezogen werden, schliessen sie die Kontakte 69 bzw. 70, wel che den Motor 64 in den Kreis einschalten.
Da der Kupplungskreis 38 bei 60 unterbro chen ist, wird der Motor 11 von den Fahr zeugrädern abgetrennt und wird durch den Motor 64. als Dynamo angetrieben, um die Batterie aufzuladen. An dem Einphasen- Käfigankermotor 64 ist keine Anlasswicklung erforderlich, da er durch den Gleichstrom motor 11 angelassen wird, sobald die Kon takte 18, 19 sich schliessen, wobei der Motor 11 für diesen Zweck Strom aus der Batterie entnimmt.
Statt die Leitung 39 des Kupplungs kreises mit einem Ende des Widerstandes 30 zu verbinden, wie in dem inm Zusammenhany mit Fig. 1 beschriebenen Beispiel, ist diese Leitung über einen veränderlichen Wider stand 71 und Leitung 72 zur negativen Lei tung 15 geführt. Die Leitung 40 geht wie vorher zu einem Zwischenpunkt des Wider standes 30 und der Umkehrschalter 27, statt dass er durch die Leitung an den Punkt 42 in Fig. 1 angeschlossen ist, ist an den End punkt 73 angeschlossen. Die Kupplungswiek- lung 38 ist bei 74 an Erde gelegt, und es ist eine zweite Kupplungswicklung 75 zwischen dem Schleifring 37 und denm Rahmen des Fahrzeuges angeschlossen.
Die zweite Wicklung 75 der Kupplung wirkt als Entmagnetisierungswickltung; sie ist notwendig, da- der Feldstrom des Motors 11, wenn er als Generator arbeitet, veränderlich ist, und ein Abzweigen der Entmagnetisie- rungsspannung von demn Ende des Wider standes 30, wie in Fig. 1, unpraktisch sein würde. Die Wicklung 75 ist in solchem Sinne gewickelt, dass sie der Hauptkupp lungswicklung 38 entgegenwirkt und der Wert des Stromes an sieh wird durch den veränderlichen Widerstand 71 reguliert, so dass er genügt, die Kupplung zu entmnagne- tisieren, wenn die Wicklung 38 ausser Be trieb gesetzt wird.
Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungs form, welche die in Fig. 2 gezeigten Teile umfasst, bei welchen der U mkehrschalter dureh Relaisspulen 80, 81 betätigt wird. Insoweit als die in Fig. 3 gezeigten Teile die Bleiehen wie die in Fig. 2 gezeigten sind und gleich arbeiten, sind sie in Fig. 3 mit den Bleiehen Bezugszahlen versehen und eine wei tere Beschreibung dieser Teile ist nicht not wendig. Es ist jedoch zu beachten, dass die Kontakte 18, 19 des Hauptsehützes mit demn einen Pol der Batterie und die Reihenspule 25 mit demn entgegengesetzten Pol verbun den sind, statt dass diese beiden Teile in einer Leitung von gleieher Polarität einge schaltet sind. Dieser Unterschied ist unwe- sentlich vom Standpunkt der Wirkungs weise aus.
Zum Einschalten der Relaisspulen 80, 81 ist ein Doppelwählerschalter 82 vorgesehen, welcher durch eine Leitung 83 und die Kon takte 21 und 23 mit der Batterieleitung 16 verbunden ist. Der Wählerschalter 82 legt daher Batteriespannung auf die eine oder andere der zwei Leitungen 84, 85, von wel- ehen eine für Betätigung des Motors in einer Richtung und die andere für die umgekehrte Richtung gewählt wird. Wenn zuerst der Kreis betrachtet wird, der an die Leitung 84 angeschlossen ist, so ist ersiehtlich, dass die ser zu Kontakten 86 führt, welche durch die Relaiswicklung 80 gesteuert werden, dann zu einem Kontakt 87, der durch die Relaiswick lung 8l gesteuert wird.
Alle diese Kontakte sind normalerweise geschlossen und daher wird die Betätigung des Wählerschalters 82, um die Leitung 84 stromführend zu machen, die Relaiswicklung 80 erregen. Die Wirkung ist die, den beweglichen Kontakt bei 86 in Berührung mit dem Kontakt 89 zu bringen, welcher Strom von der Batterie über die Kontakte 18, 19 erhält, vorausgesetzt, das Schütz < 1 sei geschlossen. Der Kontakt 89 ist so angeordnet, da.ss er geschlossen wird, be vor der Kontakt 86 unterbrochen wird, und die Relaiswicklung 80 wird sich daher selbst halten. Um einen momentanen Kurzsehluss der Kontakte 18, 19 zu verhindern, ist ein Widerstand 90 im Stromkreis vorhanden.
Die Erre-tui;y der Relaiswicklung 80 bringt auch einen beweglichen Kontakt 91 in Berührung mit einem Kontakt 92 und ver bindet dadurch die Nebensehlusswieklung 26 mittels einer Leitung 93 mit der Leitung 16. Das andere Ende der Nebensehlusswieklung ist mittels Leitung 94 und Kontakten 95 mit dem Widerstand 30 und dann mit dem an dern Pol der Batterie verbunden.
Sollte die Bedienungsperson nun den Wä.hlersehalter 82 so drehen, dass er auf der Leitung 85 statt. der Leitung 8.1 steht, be steht die Wirkung darin, den Batteriestrom über Leitung 85 mit den Kontakten 96 zu verbinden, welche durch die Relaiswicklung 81 gesteuert werden, die Relaiswicklung 81 wird jedoch nicht erregt, weil ihr Kreis an den Kontakten 97 infolge des Umstandes unterbrochen ist, dass die Relaiswicklung 80 bereits erregt ist.
Der Motor fährt daher fort, in der gleichen Richtung zu laufen, und sogar, wenn die Bedienungsperson den Steuerkreis an den Kontakten 23 unter bricht, wird das Relais 80 nicht abfallen, bis die gegenelektromotorische Kraft des Mo tors 11 unter die Haltespannung des Relais 80 gefallen ist. Der Kreis über den Kontakt 97 wird vervollständigt, wenn das Relais 80 abfällt, so dass, wenn der Motor wieder ange lassen wird, die Spule 81 erregt wird, die Kontakte 96, 99 über einen Widerstand 100 in gleicher Weise wie die Kontakte 86, 89 über den Widerstand 90 betätigt werden, und ein Kreis zu der Nebenschlusswicklung von der Leitung 16 über Leitungen 101, 102 zum Kontakt 103 und dann über Kontakt 95 und Leitung 94 zu der Nebenschlusswicklung 26 hergestellt wird.
Das andere Ende der Wicklung 26 ist über Leitung 93 und Kon takt 91, welcher nun unten geschlossen ist, an den Widerstand 30 angeschlossen. Somit wird der Strom durch die Nebenschlusswick lung in der entgegengesetzten Richtung flie ssen, als er vorher geflossen war. Die Relais sind auch so angeordnet, dass sie Kontakte 104, 105 betätigen, welche parallel zuein ander, jedoch über Leitungen 106, 107 in Reihe mit der Betätigungsspule 17 des Hauptschützes A geschaltet sind. Welche der Relaiswicklungen 80 oder 81 auch immer er regt ist, wird die Betätigungsspule 17 durch das Schliessen irgendeines der Kontakte 104 oder 105 erregt. Diese Arbeitsfolge gewähr leistet, dass Strom nicht auf den Motoranker aufgedrückt werden kann, bis der Feldkreis vervollständigt worden ist.
Die Betätigungs spule ist jedoch abgeschaltet, wenn der Mo tor angehalten wird, so dass kein Energiever lust auftritt.
In Reihe mit den Spulen 47, 50 der Sehalter 34 und 51 ist ein Widerstand 108 vorgesehen. Der Zweck dieses Widerstandes besteht darin, dass ein Draht für den Wider- stand benutzt werden kann, welcher durch Änderungen der Temperatur nicht wesent lich beeinflusst werden kann und daher zu gewährleisten, dass die Wicklungen der Spu len 47, 50 bei den gleichen Stromwerten ar beiten, nachdem der Apparat für einige Zeit in Gebrauch ist und erwärmt ist, wie sie es tun, wenn er kalt ist.
Die Vorteile der Verwendung einer magnetischen Kupplung auf die in den Schemas gezeigte Weise bei einem Traktions- antrieb sind 1. Durch Entkupplung des Motors von den Rädern kann der Motor als Batterie- Aufladegenerator benutzt werden.
2. Durch Entkupplung des Motors von den Rädern. kann der Motor als Hilfsantrieb benutzt werden.
3. Es wird gewährleistet, dass auf den Motor keine mechanische Belastung ausgeübt wird, wenn sich der Hauptschütz öffnet, so dass keine Lichtbogenbildung infolge starker Belastungsströme möglich ist.
4. Es wird ein sanftes Anlassen ohne Stufen gewährleistet.
5. Es ist eine zuverlässige L berbelastungs- Schlüpf einstellung vorgesehen.