Behälter.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Behälter mit am Behälterkörper angelenktem und auf diesem aufdrückbarem Deckel.
Behälter dieser Art gibt es schon. Sie haben meist einen Deckel aus Kunststoff. Bei diesen bekannten Behältern verläuft auch in Offenlage des Deckels der mit dem Rand des Behälterkorpers zusammenarbeitende Deckelrand längs einer ebenen Linie. Deckel aus Knnststoff haben versehiedene Nachteile. Sie sind bruchempfindlich, erfordern teure Presswerkzeuge und sind daher im Preis verhältnismässig hoch. Diese Nachteile behebt ein metallener Deckel, beispielsweise ein solcher aus Eisenblech.
Verläuft aber bei solchen metallenen, also elastiselien Deekeln, der mit dem Rand des Behälterkörpers in Schliesslage zu sammenarbeitende Deckelrand in Offenlage längs einer ebenen Linie, so wölbt sich der Deckelrand in der Sehliesslage infolge der Elastizität und seiner Einspannung an der Anlenk-und der Schliessstelle, so dass er nicht mehr auf seinem ganzen Umfange satt am Rand des Behälterkörpers anliegt.
Der Behälter gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem Rand des Behälterkörpers in Schliesslage zusam menarbeitende Rand des aus elastisehem Ma- terial bestehenden Deckels in Offenlage längs einer solchen unebenen Linie verläuft, dass er nach elastischer Formänderung unter der Wirkung des Schliessdruckes sich in Schliesslage auf seinem ganzen Umfang satt an den längs einer ebenen Linie verlaufenden Rand des Behälterkörpers anlegt.
Beiliegende Zeichnung zeigt ausser einem Behälter ohne die erfindungsgemä#en Merk- male eine Ausführungsform gemäss der Erfiii- dung. Darin ist
Fig. 1 ein Vertikalsehnitt eines Behälters mit einem Deckel aus elastischem Material ohne das erfindungsgemässe Merkmal in nicht geschlossener Lage, in einer um 90 gegen- über der Anlenk-nnd Sehliessvorrichtung ge drehten Horizontalrichtung gesehen.
Fig. 2 zeigt den Deckel dieses Behälters in einer zur Fig. 1 um 90 gedrehten Richtung.
Fig. 3 ist eine der Fig. l entsprechende Ansicht des gleichen Behalters mit dem Deckel in Schliesslage und
Fig. 4 eine der Fig. 2 entsprechende Ansieht mit dem Deckel in Sehliesslage.
Fig. 5 ist ein der Fig. 1 entsprechender Vertikalschnitt, aber nunmehr einer Ausfüh- rungsform der Erfindung, welche weiter noch durch die Fig. 6, 7 und 8 veransehaulieht ist, die den Fig. 2, 3 bzw. 4 entsprechen.
Der Deckel 1 der Fig. 1 bis 4 aus Metall (z. B. Eisenblech), also aus elastischem Material, ist mittels der Anlenkvorrichtung 2 am Behälterkörper 3 angelenkt. Er kann also in der Zeichenebene auf-und zugeklappt werden.
Der Deckel 1 besitzt einen Schliesshaken 4, der mit einem Schliessbügel 5 des Behälters auf bekannte Weise zum Anpressen des Deckels 1 an den Rand 6 des-Behälterkörpers zusammenarbeitet. Fig. 3 zeigt, wie in Schliesslage des Deckels I der Bügel 5 im Haken 4 eingehängt ist und den Deckel nach unten zieht. Dieser Deckel 1 nun weist das erfindungsgemässe Merkmal nicht auf, denn sein Rand 7, der auf den Rand 6 des Körpers 3 mittels der Schliessvorrichtung 4, 5 angepresst werden soll, verläuft, wie die Fig. l und 2 veranschaulichen, in Offenlage des Deckels längs einer ebenen Linie.
Wird nun der Deckel 1 durch die Schliessvorrichtung 4, 5 an den Behälterkorper 3 angepresst, so biegt sich der Rand 7 zwischen der Anlenk- vorrichtung 2 und der Schliessvorrichtung 4, 5, und zwar zu beiden Seiten dieser Vorrichtun- gen so, dass er sich, wie Fig. 3 zeigt, nach oben wölbt. Das rührt davon her, dass der Deckel l elastisch ist und an der Stelle der Anlenk- und SehlieRvorriehtlmgen eingespannt ist.
Seine Elastizität biegt also den Rand 7 nach oben um, wie dies eine von unten auf einen an seinen beiden Enden eingespannten Balken wirkende Kraft tut. Die Randpartie der Fig. 4, welche den Deckel in Richtung auf die Sehliessvorriehtung 4, 5 hin darstellt, wird durch die Schliesskraft der Vorrichtung 4, 5 nach unten durchgebogen. Die diametral dazu liegende Randpartie wird von der Anlenkvorrichtung ebenfalls nach unten gebogen. In Schliesslage hat also der Rand 7 zwei diametral einander gegenüberliegende Teile, die nach oben, und zwei einander diametral gegenüberliegende Teile, die nach unten durehgebogen sind. Der Rand 7 verläuft also in Sehliesslage längs einer unebenen Linie und kann sich infolgedessen nicht iiber seinen ganzen Umfang auf dem längs einer ebenen Linie verlaufenden Rand 6 des Behälterkorpers 3 satt anlegen.
Der Deckel hält also nicht über seinen ganzen Umfang dicht.
Dieser Nachteil wird dureh einen Deekel gemäss Fig. 5 bis 8 behoben. Auch in diesen Figuren ist der elastische Deckel.1', der zum Beispiel aus Eisen-oder anderem Metallblech bestehen kann, wiederum mittels einer Anlenkvorrichtung 2 am Behälterkörper 3 angelenkt. Auch hier besteht die Schliessvorrioh- tung aus einem Haken 4'des Deckels und einem Bügel 5 des Behälterkörpers 3. Nun ist aber der Rand 7'des Deekels 1'in der
Offenlage des letzteren zwischen den Vorrieli- tungen 2 und 4', 5 auf zwei zueinander diametralen Seiten nach unten gebogen. Die Durchbiegung des Randes 7'ist in der Zeieh- nung stark übertrieben dargestellt.
Sie ist in Wirklichkeit wesentlich kleiner. GemäR der
Fig. 6 hat aber der Deckel in seiner Offenlage ausserdem zwischen den nach unten gewölbten Krümmungen der Fig. 5 auch noch nach oben gekrümmte Wölbungen (in Fig. 6 liegen sie hintereinander), deren Kulminationspunkt mindestens angenähert im Bereiche der Anlenkvorriehtung 2 bzw. der
Schliessvorrichtung 4', 5 liegt.
Auch die in Fig. 6 gezeigte Wölbung ist gegenüber der Wirklichkeit stark übertrieben.
Wie insbesondere Fig. 5 zeigt, besteht der Haken 4'mit dem Deckel F aus einem Stück und bildet einen im Bereiche des Kulminationspunktes der einen der Krümmungen ge mä# Fig. 6 seitlich über den Deekelrand hervorstehenden Lappen, der umgebogen und auf den Boden 8'der Nut 9' umgelegt und dort verlotet oder verschweisst ist.
Die Nut 9' dient zur Aufnahme von Dichtungsmaterial, z. B. eines Gummiringes. Im Bereiche des Kulminationspunktes der ändern Krümmung gemma3 Fig. 6 hat der Deckel einen über den Deckelrand seitlich hervorstehenden Lappen 10', der ebenfalls mit dem Deekel l'aus einem Stüek besteht und zur Formung einer Öse 11' umgebogen ist. Der Lappen bildet somit einen Seharnierlappen als Teil der Anlenkvorrieh- tung 2.
Wird nun der in Fig. 5 und 6 dargestellte Deckel 1' in die Schliesslage gemä. Fig. 7 und 8 gebracht, in welcher der Bügel 5 den Lappen 4'nach unten zieht, so werden die in Fig. 5 und 6 dargestellten Wölbungen durch den Schliessdruck entgegen der Wirkung der Elastizität des Deekelmaterials in ihrer Form verändert, bis sich der Rand 7' über den ganzen Umfang des längs einer ebenen Linie laufenden Randes 6 des Behäl- 1 terkörpers 3 satt an diesen anlegt. Man hat somit Gewähr für einen dieliten Abschluss.
Klappt man den Bügel 5 hoeh, das heisst hebt man den Sehliessdruck der Vorrichtung 4', 5 auf, so nimmt der Rand 7'infolge der Elastizität des Deckelmaterials wiederum die Form der Fig. 5 und 6 an.
Anstatt den Behälterkorper und damit den Deckel im Grundriss rund zu maehen, kann man ihm auch eckigen Querschnitt geben. Der Behälterkorper 3 selbst braucht nicht aus elastischem Material zu bestehen, sondern kann z. B. auch aus Kunststoff, Holz und derglei- ehen hergestellt sein.