Abstimmbares elektrisebes Sieb. Die Erfindung betrifft .ein abstimmbares elektrisches Sieb mit mindestens einem Wel lenleiter, .dessen elektrische Länge durch Ab stimmittel einstellbar ist. Unter Wellenleiter wird hierbei jede Anordnung verstanden, welche eine seitlich begrenzte Fortpflanzungs bahn elektromagnetischer Wellen darstellt, also z. B. eine Freileitung, eine konzentrische Leitung oder ein einfacher Rohrleiter.
Die üblichen elektrischen Siebe, wie sie z. B. im Hochfrequenzteil und im Zwischen frequenzteil .der Uberlagerungsempfänger ver wendet werden, übertragen alle Schwingun gen mit innerhalb eines gewissen Frequenz bandes gelegener Frequenz und unterdrücken diejenigen Schwingungen, deren Frequenz ausserhalb dieses Frequenzbandes liegt. Der Durehlassbereich derartiger Siebe kann je nach Wunsch eng oder weit gewählt werden. Die gewünschte Durchlasscharakteristik von.
Sieben mit fester Abstimmung, wie sie bei spielsweise im Zwischenfrequenzteil von Über la.gerungsempfängern zur Verwendung kom men, kann einfach durch geeignete Bemes sung und Einstellung der Bestandteile des Siebes erreicht werden, bei einstellbaren Sieben ist es jedoch ziemlich schwierig, zu er reichen, .dass ,der gewünschte Durchlassbereich innerhalb des ganzen Frequenzbereiches des Siebes erhalten bleibt.
Diese Schwierigkeiten werden noch grösser, wenn es sieh um aus ab gestimmten Wellenleitern bestehende hoch frequente Siebe für Schwingungen mit 3 MHz übersteigenden Frequenzen handelt, da deren Abstimmelemente von verteilten Kapazitäten und Induktivitäten gebildet sind, welche im Gegensatz ziz den aus Kondensatoren und Spulen bestehenden Abstimmelementen der für Schwingungen niedrigerer Frequenz be stimmten Siebkreise nicht so ausgebildet wer den können, dass ihre Werte sich bei jeder Änderung der Abstimmung nach willkürlich vorgeschriebenen Gesetzen ändern.
Der Zweck der Erfindung besteht darin, ein Sieb der eingangs erwähnten Art so aus zubilden, dass es bei Abstimmung auf eine beliebige Frequenz seines Frequenzbereiches annähernd konstanten Durchlassbereich hat.
Das erfindungsgemässe Sieb zeichnet sich aus durch zumindest einen an den Wellen leiter gekoppelten Widerstand, dessen An schlusspunkt so gewählt ist, dass der Wellen leiter bei Abstimmung auf die Mittelfrequenz des Abatimmbereiches den grössten Durch- la.ssbereich hat.
An Hand der nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele wird gezeigt, dass auf diese Weise der gewünschte Zweck erreicht werden kann.
Inder Zeichnung stellt Fig. 1 schematisch eine ein Ausführungsbeispiel,des erfindungs- gemässen Siebes enthaltende Übertragungs anordnung für elektromagnetische Wellen dar. Fig. 1a ist das Ersatzschaltbild eines Teils des Siebes gemäss Fig. 1. Fig. 1b ist das Ersatzschaltbild des ganzen Siebes gemäss Fig. 1, und ,die Fig. 2 bis 5 stellen weitere Ausführungsformen des erfindungsgemässen Siebes dar.
Das aus der Antenne 10 und dem schei benförmigen Gegengewicht 11 bestehende An tennensystem der Anordnung gemäss Fig. 1 ist mittels der konzentrischen Leitung 12 mit dem Sieb 13 verbinden, an welches über eine konzentrische Leitung 14 ein Empfänger oder Sender 15 angeschlossen ist.
Das Sieb 13 enthält zwei abstimmbare Wellenleiter 16, 17, welche als konzentrische Leitungen mit den Innenleitern 19 und 21 -Lind den Aussenleitern 18 und 20 ausgebildet sind. Jeder dieser Wellenleiter ist an seinem obern Ende 22 offen und hat hier seine Stelle grössten Widerstandes.
Die elektrische Länge jedes der beiden Wellenleiter ist einem Vier tel der der niedrigsten Frequenz des Fre quenzbereiches des Siebes entsprechenden Wellenlänge oder einem ungeradzahligen Vielfachen davon gleich und kann zwecks Ab stimmung des Siebes durch Abstimmittel ge ändert werden, welche eine Stelle kleinsten Widerstandes der Wellenleiter bestimmen. Das Abstimmittel des Wellenleiters 16 be steht aus einem leitenden Kolben 23, der so wohl mit dem Innenleiter 19 als auch mit.
dem Aussenleiter 18 in Berührung steht, so dass er den Wellenleiter kurzschliesst und sein elektromagnetisches Feld abschliesst. Der Wellenleiter 17 enthält einen ebensolchen Kolben 24.
Die Kolben 23 und 24 sind in der Längsrichtung der Wellenleiter beweglich und sind daher dazu geeignet, die elektrische Länge der Wellenleiter auf ein Viertel der einer innerhalb des Abstimmbereiches des Siebes gelegenen, beliebigen Frequenz ent sprechenden Wellenlänge oder auf ein unge- radzahliges Vielfaches davon zu beschränken. Die beiden Kolben sind mittels eines aus lei tendem oder isolierendem Stoff bestehenden Bügels 25 miteinander verbunden, damit die Abstimmung der Wellenleiter gleichzeitig er folgt.
In den Wellenleiter 16 ragt ein mit dein Innenleiter der Leitung 12 verbundenes Kopplungsglied 26 hinein, welches mit dem Innenleiter 19 kapazitiv gekoppelt ist, wie dies der gestrichelt gezeichnete Kondensator andeutet. In den Wellenleiter 17 ragt ein ebensolches, mit. dem Innenleiter der Leitung 14 gekoppeltes Kopplungsglied 27 hinein. Diese Kopplungsglieder koppeln die Wider stände der Leitungen 12 bzw. 14 an die Wel lenleiter 16 bzw. 17 an und sind in einem solchen Abstand a von der durch das offene Ende 22 der Wellenleiter bestimmten Stelle des grössten Widerstandes ,der Wellenleiter angeordnet, dass jeder Wellenleiter bei Ab stimmung auf die Mittelfrequenz seines Ab stimmbereiches den grössten Durchlassbereieh hat.
Wie näher erläutert werden wird, bleibt die Grösse des Durchlassbereiches jedes Wel lenleiters bei der Abstimmung auf alle andern Frequenzen des Abstimmbereiches nahezu un veränderlich. Bei einem Sieb aus nur einem Wellenleiter wäre somit. der gewünschte Zweck erreicht. Da das vorliegende Sieb aber zwei Wellenbereiche aufweist, muss zu diesem Zweck ausserdem noch eine geeignete Kopp lung gewählt werden.
Die beiden Wellenleiter 16 und 17 sind mittels einer konzentrischen Leitung 30 und mit dem Innenleiter dieser Leitung verbun dene, in die Wellenleiter hineinragende und mit den Innenleitern ,der Wellenleiter kapa- zitiv gekoppelte Kopplungsglieder 28, 29 auch miteinander gekoppelt. Diese Leitung 30 soll dabei so kurz wie möglich sein.
Der Abstand b der Kopplungsglieder 28, 29 von der durch das offene Ende 22 der Wellenleiter be stimmten Stelle des grössten Widerstandes der Wellenleiter ist so bemessen, dass der Durchlassbereich .des Siebes dann am grössten wird, wenn das Sieb auf die Mittelfrequenz seines Abstimmbereiches abgestimmt ist.
In diesem Fall \bleibt die Grösse des Durehlass- bereiches des Siebes bei der Abstimmung auf alle andern Frequenzen des Abstimmberei- ches annähernd konstant. Änderungen des D.urchlassbereiches von etwa. 15 bis 20 % werden dabei noch als vernachlässigbar be trachtet, da. die Änderungen bei andern Sieben viel grösser sind.
Zwecks Abschirmung der Wellenleiter sind ihre Aussenleiter um eine Strecke d über den Innenleiter hinaus verlängert und mit. einer leitenden Platte 31 abgeschlossen.
Die Wirkungsweise des Siebes gemäss Fig. 1 wird an Hand der Fig. 1a erläutert, welche ein Ersatzschaltbild des Wellenleiters 1.6 darstellt. Hierbei ist angenommen, dass das Antennensystem 10, 11 an die konzentrische Leitung 12 angepasst ist, so dass an den Wel lenleiter nur ein Widerstand R.l angeschlos sen ist, dessen Grösse dem Wellenwiderstand der Leitung 12 gleicht. Die kapazitive Kopp lung zwischen dem Kopplungselement 26 und dem Innenleiter 19 des Wellenleiters stellt. der Kondensator C" dar.
Zwecks Vereinfa- ehung-der Beschreibung sei angenommen, dass das Kopplungselement die eine Belegung eines Kondensators C., darstellt, dessen andere Belegung mit dem Punkt x des Wellenleiters 16 verbunden ist, wie ,dies die Fig. 1 zeigt.
Ferner sei angenommen, dass der kapazitive Widerstand des Kondensators C." wesentlich 'rösser ist. als der Wert des Widerstandes R" bzw. des Wellenwiderstandes der Leitung 12.
Die zum Widerstand R parallel gesehaltete Resonanzkapazität des Wellenleiters ist durch den Kondensator Ci dargestellt, dessen Grösse sich aus folgender, an sich bekannter Glei- chung ergibt
EMI0003.0031
in welcher (o die Kreisfrequenz \? z f des Wellenleiters 16 bei Resonanz, K der Wellenwiderstand des Wellenleiters und a der Abstand in Zentimetern zwischen dem Punkt.
x und dem offenen Ende 22 des Wellenleiters ist, während c die Lichtgeschwindigkeit. in Zentimetern je Sekunde bedeutet.
Ferner gilt .die Beziehung:
EMI0003.0042
in der Q den Qualitätsfaktor bedeutet. Die zrim dämpfenden Resonanzwiderstand R parallel-geschalltete,'Resonanzinduktivität. des Wellenleiters ist durch die Spule Li darge stellt, deren Induktivität die zur IIerbeifüb- rung der Resonanz des Kreises Ci, Li erfor derliche Grösse hat.
Die Bandbreite dieses Resonanzkreises, das heisst der Durehlassbe- reich des Wellenleiters 16, richtet sich nach dem. Dämpfungswiderstand R. Bei Anpassung des Parallelkreises an die äussere Impedanz R," Ca (wobei der Kreis nicht mehr genau in Resonanz ist) besteht Logende Beziehung
EMI0003.0062
Der Qualitätsfaktor Q eines Resonanz kreises ist gleich zmal dem Verhältnis der im Kreis gespeicherten zu der im Kreis pro Halbperiode verzehrten Energie.
Es gilt: Q # CUC1R (3) Die Bandbreite eines Resonanzkreises wird gewöhnlich als Abstand jener zu beiden Seiten der Resonanzfrequenz gelegenen Kreisfrequenzen ausgedrückt, bei welchen die Empfindliehkeit des Kreises um drei Dezibel geringer ist als bei Resonanz.
Für diese Bandbreite Aa) ergibt sich das Verhält nis Q zu:
EMI0003.0071
Aus den Gleichungen (3) und (1) ist es augenscheinlich, dass die Bandbreite folgen den Wert hat
EMI0003.0072
Wenn man in die Gleichung (5) den durch die -Gleichung (2) gegebenen Wert von R einsetzt, erhält man
EMI0003.0073
Durch Einsetzung des durch- die Gleichung (1) gegebenen Wertes von C1 in die Glei- chung (6) ergibt sich
EMI0004.0004
Wenn man diese Gleichung nach der Kreis frequenz differenziert und das Differential Null gleichsetzt, erhält man folgende die grösste Bandbreite bestimmende Gleichung:
EMI0004.0007
Die Gleichung (8) ist dann befriedigt, wenn:
EMI0004.0009
Demnach ergibt sich die grösste Bandbreite, wenn der Abstand a zwischen dein Punkt x und dem offenen Ende 22 des Wellenleiters folgenden Wert hat:
EMI0004.0013
wo 2 -die der Resonanzfrequenz des Wellen leiters entsprechende Wellenlänge ist.
Der Wellenleiter ist dabei auf die Mittel frequenz f", des Abstimmbandes des Wellen leiters abgestimmt. Bei dem sich aus dieser Abstimmung ergebenden Wert a bleibt die Bandbreite des Wellenleiters im ganzen Ab- stimmbereieh des Wellenleiters annähernd konstant.
Es kann nämlich leicht nachgerech net werden, dass wenn die Abstimmfrequenz f um 20 % von f", abweicht, die Breite des Durchlassbereiches sich um weniger als 20 0/0 ändert, was im Vergleich zu andern Sieben sehr günstig ist.
Während der die grösste Bandbreite be stimmende Wert von a gemäss Gleichung (10) von der Resonanzfrequenz des Wellenleiters abhängt, ergibt sich der tatsächliche Wert der grössten Bandbreite bei .dieser Frequenz aus der Gleichung (7) und ist daher von der Kopplungskapazität Ca, dem Wellenwider- stand Ra, der Leitung 12 und dem Wellen widerstand K des Wellenleiters 16 abhängig.
Die gewünschte grösste Bandbreite kann also durch entsprechende Wahl der Grösse des Kopplungsgliedes 26 oder des Abstandes des Kopplungsgliedes vom Innenleiter 19 oder durch entsprechende Wahl beider Faktoren erreicht werden.
Natürlich wird der Abstand a im Wellen leiter 17 und die grösste Bandbreite dieses Wellenleiters in derselben Weise im Verhält nis zur Wellenlänge und zur Wirkkompo nente der Impedanz desjenigen Kreises der Vorrichtung 15 gewählt, an welchen der Wel lenleiter 17 angeschlossen ist..
In dem in Fig. 1b gezeigten Ersatzschalt <B>bild</B> der miteinander gekoppelten Wellenleiter 16 und 17 stellen Li und Ci die Induktivität und die Kapazität des dem Wellenleiter 16 gleichwertigen Parallelresona.nzkreises dar, während L2 und C2 die Induktivität und Ka pazität. des dem Wellenleiter 17 gleichwerti gen Parallelresonanzkreises darstellen.
Co er gibt sich aus,der Serieschalttnmg der in Fig. 1 gestrichelt angedeuteten Kopplungskapazitä ten zwischen den Kopplungsgliedern 28, 29 und dem Punkt y der Innenleiter 19 und 21 der beiden Wellenleiter. Es wird angenom tuen, dass die Wellenleiter einander gleich sind und gleichzeitig auf dieselbe Frequenz abgestimmt werden.
Dabei ist also Ci = C2 und Li = L2. Ferner wird angenommen, dass die Kopplungskapazität C" nur einen Bruch teil jeder der Kapazitäten Ci und C2 beträgt..
Der Kopphtngskoeffizient k zwischen den beiden Wellenleitern ergibt sich angenähert aus der Gleichung:
EMI0004.0084
in welcher C = Ci <I>=</I> C2 ist und den durch die Gleichung (1) angegebenen Wert hat, wo bei aber jetzt an Stelle des Abstandes a der Abstand b zwischen dem Punkt <B>y</B> und dem offenen Ende 22 der Wellenleiter zu setzen ist.
Die Bandbreite von solche gekoppelte Kreise enthaltenden Sieben wird gewöhnlich durch die Bandbreite zwischen den beiden T-Iöekern der Durchlasscharakteristik des Siebes ausgedrückt.
Wenn diese Bandbreite -lau genannt wird, ergibt sich der Kopp lungskoeffizient zu:
EMI0005.0004
Aus den C1leichungen (11) und (12) und der abgeänderten Gleichung (1) geht hervor, dass die Bandbreite der gekoppelten Wellen leiter 16 und 17 folgenden Wert hat:
EMI0005.0009
Wenn man die Gleichung (13) nach der Kreisfrequenz differenziert und das Diffe rential Null gleichsetzt, ergibt sieh die grösste Tja.ndbreite zu-
EMI0005.0011
Die Clleiehung (14) ist befriedigt, wenn
EMI0005.0013
Demnach ergibt sieh die grösste Bandbreite, wenn der Abstand h zwischen dem Punkt y und dein offenen Ende 22 der Wellenleiter folgenden Wert hat:
EMI0005.0018
Wenn der Wert der Wellenlänge 7. in dieser Gleiehung der Mittelfrequenz des Fre quenzbandes des Siebes entspricht, bleibt bei dein sieh aus der Gleichung ergebenden Wert von b die Bandbreite .des Siebes im ,amen Frequenzbereich des Siebes annä- Bernd konstant.
Die grösste Bandbreite des Siebes ergibt sieh aus der Gleichung (13) und kann durch entsprechende Wahl der Grösse cler Kopplungsglieder 28 und 29 oder des Ab standes dieser Kopplungsglieder von den r Innenleitern 19 und 21 oder durch entspre- chende Wahl beider Faktoren beeinflusst werden.
Fig. 2 zeigt. eine andere Ausführungsform des erfindungsgemässen Siebes, wobei aber nur einer von zwei Wellenleitern dargestellt ist, die wie im Falle von Fig. 1 zusammen wirken.
Die elektrische Länge des hier darge stellten Wellenleiters 16' ist zwecks Abstim mung des Wellenleiters mittels eines im hohl ausgebildeten Innenleiter 19' axial verschieb baren leitenden Abstimmungsorgans 33 ver änderlich, dessen Durchmesser nahezu so gross ist. wie derjenige !des hohlen Innen leiters 19' .und in elektrischer Hinsicht. eine Fortsetzung desselben darstellt.
Der zum Sieb gehörige andere, nicht dargestellte Wellenleiter ist ebenso ausgebildet, und der die Abstimmorgane der beiden Wellen leiter miteinander verbindende Bügel 25' be steht hier aus Isolierstoff. Bei dieser Ausfüh- rungsfor in ist der )ATellenleiter sowohl an seinem regelbaren Ende 34 als auch an seinem festen Ende 22 offen. Ein derartiger Wellenleiter wirkt bekanntlich als Wider standstransformator, indem er den grossen Widerstand an seinem offenen Ende 34 in einen kleinen Widerstand an der von seinem offenen Ende um eine Viertelwellenlänge ent fernten Stelle Z transformiert.
Es ist augen- seheinlich, dass der Bereich Z sich bei Ver schiebung des Abstimmorgans 33 ebenfalls in der Achsrichttuig .des Wellenleiters ver schiebt, so dass also der hier gegebene kleine Widerstand in derselben Weise wirkt wie der kurzschliessende Kolben 23 der Anordr nung .gemäss Fig. 1.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Siebes, welche sich von dem Sieb gemäss Fig. 1 darin unterscheidet, dass .die beiden Wellenleiter 16" und 17" induktiv miteinander gekoppelt sind. Die In nenleiter 19" und 21" sind dabei bis zu den das obere Ende der Aussenleiter 18" und 20" abschliessenden leitenden Scheiben 31 verlän gert und die Abstimmung der Wellenleiter erfolgt. durch Einstellung .der elektrischen Länge desselben mittels der Abstimmkolben 23 und 24 auf eine Halbwelle oder ein Viel- fachen davon.
Die konzentrischen Leitungen 12 und 14- enden in je einer im Innern der Wellenleiter 16" und 17" in .einem Abstand e vom kurzgeschlossenen festen Ende der Wel lenleiter angeordneten Kopplungsschleife 36 bzw. 37 und die Leitung 30 endet ebenfalls in je einer im Innern der Wellenleiter in einem Abstand f vom Ende 22" der Wellen leiter angeordneten Kopphingssehleife 38 bzw. 39.
Die Anordnung gemäss Fig. 3 ist in elek trischer Hinsicht das Umgekehrte der An ordnung gemäss Fig. 1 und infolgedessen ist die Wirkiw:gsweise beider Anordnungen die selbe. Dies folgt aus der Tatsache, dass das Verhalten eines elektrischen Netzwerkes ent weder durch die sich unter der Einwirlning von zugeführten Spannungen ergebenden Strömen oder durch die sich unter der Ein wirkung von zugeführten Strömen ergeben den Spannlungen ausgedrückt wird.
Demge mäss stehen zwei elektrische Netzwerke im umgekehrten Verhältnis zueinander, wenn die Ströme und Magnetfelder des einen Netzwer kes durch gleichwertige Spannungen und elektrische Felder an entsprechenden Punk ten des andern Netzwerkes ersetzt werden können, die Induktivitäten und Kapazitäten des einen Netzwerkes an den entsprechenden Punkten des andern Netzwerkes miteinander vertauscht sind,
die Widerstände des einen Netzwerkes im andern Netzwerk durch ent- sprechende Leitfähigkeiten ersetzt sind und die Reihen- und Parallelschaltungen sowie die offenen Kreise und die kurzgeschlossenen Kreise in den beiden Netzwerken miteinander vertauscht sind.
Aus den Fig. 1 und 3 ist nun ersichtlich, dass die gegenseitigen kapazitiven Kopphin- gen .der elektrischen Felder in der Anord nung gemäss Fig. 1 in der Anordnung gemäss Fig. 3 durch gegenseitige induktive Kopp lungen der entsprechenden magnetischen Felder ersetzt sind. Die an ihrem Ende 22 offenen und einen hohen Widerstand auf weisenden Wellenleiter 16
und 17 sind durch an ihrem entsprechenden Ende 22" kurzge- schlossene und einen geringen Widerstand aufweisende Wellenleiter 16" und 17" ersetzt, so dass sich an diesem Ende der Wellenleiter statt der bei der Anordnung gemäss Fig. 1 auftretenden höchsten Spannungen bei der Anordnung .gemäss Fig,. 3 ,die grössten Ströme ergeben.
Die Wellenleiter 16 und 17 sind durch die Kolben 23 und 24 kurzgeschlossen und haben daher im Abstand von einer Vier- telwellenlänge von ihrem offenen Ende 22 ihre Stelle kleinsten Widerstandes. Die Wel lenleiter 16" und 17" sind zwar ebenfalls durch die Kolben 23 und 24 kurzgesehlossen, haben aber in einem Abstand von einer Vier telwellenlänge von ihrem kurzgeschlossenen obern Ende 22" eine Stelle grössten Wider standes, wie bei Besprechung von Fig. 2 er läutert wurde.
Infolge der hierdurch erwie senen Tatsache, dass die Anordnung gemäss Fig. 3 eine völlige Umkehrung der Anord nung gemäss Fig. 1 darstellt, sind die Ab stände a und e bzw. b und<I>f</I> der beiden An ordnungen einander gleich, so da.ss die Ab stände e und f in der oben für die Abstände cc und b angegebenen Weise bestimmt werden können.
Die in Fig. 4 schematisch dargestellte An ordnung ist im wesentlichen gleieh einer. Hälfte von derjenigen gemäss Fi.g. 3, mit dem Unterschied, dass ihre Einstellung nicht durch Kolben, sondern durch axiale Verschiebung eines Leiters 46 erfolgt, dessen unterer Teil 46' als Innenleiter in bezug auf den hohlen Zwischenleiter 47 wirkt.. Der Zwischenleiter 47 hat die doppelte Aufgabe, gleichzeitig als Innenleiter für den Aussenleiter 42 und als Aussenleiter für den Innenleiter 46' zu dienen.
Der hier verwendete Wellenleiter 41 besteht somit aus zwei Teilen 48, 47 und 47, 46'. Der Aussenleiter 42 ist an seinen Enden durch die Scheiben 43 und 44 abgeschlossen. Die Scheibe 44 hat eine zentrische Öffnung 45, welche von federnden Kontaktfingern begrenzt ist., die mit dem axial beweglichen Leiter 46 in Be rührung stehen, welcher in den mit der Scheibe 43 verbundenen Zwischenleiter 47 hineinragt. Zur Ankopplung des Wellen leiters dienen zwei in ihn hineinragende Schleifen 48 und 49. Der Wellenleiter ist also eigentlich an seinem einen Ende kurzge schlossen und an seinem andern Ende offen und hat eine elektrische Länge, welche einer ungeraden Anzahl n von Viertelwellenlängen gleich ist, wie in der Zeichnung angedeutet.
Der in Fig. 5 dargestellte Wellenleiter 51 besteht aus einem Aussenleiter 52 und einem Innenleiter 53, dessen elektrische Länge zwecks Abstimmung der Anordnung durch ein in ihm axial verschiebbares, leitendes Ein stellorgan 54 geändert werden kann, welches einen nahezu gleich grossen Durchmesser be sitzt wie der hohle Innenleiter 53 und in elek trischer Hinsicht eine Fortsetzung desselben darstellt. Der mit diesem Einstellorgan ver bundene Einstellbügel 25' ist aus Isolierstoff hergestellt. Zur Ankopplung des Wellenlei ters dienen Schleifen 56 und 57.
Die elektri- sche Länge .des Wellenleiters ist, ebenso wie im vorigen Fall, einer ungeraden Anzahl von Viertelwellenlängen gleich, wie in der Zeich nung angedeutet. Der Abstand e der Kopp- lungssehleifen vom kurzgeschlossenen Ende des Wellenleiters wird nach den in Verbin dung mit Fig. 3 dargestellten Grundsätzen