CH273382A - Backofen mit mittelbarer Wärmeübertragung. - Google Patents
Backofen mit mittelbarer Wärmeübertragung.Info
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Description
Baelkofen mit mittelbarer Wärmeübertragung. In Backöfen mit mittelbarer Wärmeüber- tragung, sogenannten Heisswasseröfen, wird die Wärme eines mit festem Brennstoff ge heizten Feuerherdes dem Backraum mittels sogenannter Perkinsrohren übertragen, das heisst ganz geschlossener, schwach geneigter Stahlrohre, die mit ihrem untern Teil in. den Feuerherd, mit dem obern,
längeren Teil in den Backraum hineinragen und teilweise mit Wasser gefüllt sind. Das Wasser im untern. Teil wird durch die Hitze der Rauchgase teil weise in Dampf umgewandelt, der sich im höherliegenden Teil durch Wärmeabgabe an den Backratun wieder zu Wasser verdichtet und zurückfliesst.
Der Dampfdruck in solchen Rohren kann einige 100 Atm. betragen, so dass die betref fenden Backöfen immer der Explosionsgefahr ausgesetzt sind.
Man hat denn auch schon oft versucht, das Wasser in den geschlossenen Stahlrohren durch andere '-Mittel zu ersetzen, die bei den in Betracht kommenden Tempera turen niedrigere Drücke entwickeln. Gemäss einem bekannten Verfahren werden die Rohre mit einer Legiertmg von 50 bis 75 % Kalium und 50 bis <RTI
ID="0001.0045"> 25 % Natrium gefüllt, aber diese Füllung ist für Backöfen ungeeignet, weil die für die Wärmeübertragung erforderliche Ag- gregatzustandsänderung unterhalb des hohen Siedepunktes (etwa 700 C) der Legierung nicht eintreten kann.
Auch die schon vorgeschlagene Füllung der Rohre mit einer organischen Flüssigkeit hat sich in der Praxis infolge der Zersetzungs möglichkeit von organischen Verbindungen und des Umstandes, dass die thermischen Eigenschaften dieser Verbindungen gegenüber denjenigen des Wassers weit zurückstehen nicht bewährt,
so dass .der ohnehin niedrige thermische Wirkungsgrad eines mit Perkins- rohren ausgerüsteten Ofens .dann zu sehr sinkt.
Es wäre nun denkbar, dass man bei Ver wendung von Quecksilber als wärmeübertra gendem klittel einen Backofen entwickeln könnte, aber in der Praxis hat man bis jetzt davon Abstand genommen, wahrscheinlich mit Rücksicht auf die hohen Kosten von Queck silber und die Giftigkeit seiner Dämpfe.
Bei der in Backöfen üblichen Temperatur von etwa 250 bis 300 C hat Quecksilber nämlich einen erheblichen Dampfdn -ick, so dass ein hermetisch geschlossener Kreislaufweg un- umgänglich wäre.
Die Erfindung zeichnet. sich gegenüber dem Bekannten nun dadurch aus, dass wenig stens ein Backraum vorhanden ist, der durch einen durch Leitungen gebildeten Wärmeaus tauscher beheizt wird, welche Leitungen mit einem mit einer Heizvorrichtung versehenen Behälter in Verbindung stehen,
welcher ein bei der Backtemperatur flüssiges und prak tisch dampfspannungsloses Mittel enthält..
Die Zeichnung veranschaulicht eine bei spielsweise Ausführungsform eines Backofens nach der Erfindung. Fig.1 zeigt einen mit elektrischen Heiz elementen versehenen Ofen im senkrechten Längsschnitt, Fig.2 den Querschnitt dieses Ofens und Fig. 3 Aden Längsschnitt eines Ofens nach Fig.1,
für die Beheizung mit gasförmigem Brennstoff.
Unten im Ofen 1 befindet sich ein Behälter 2, der das Wärmeübertragungsmittel enthält. Das wärmeübertragende Mittel kann z. B. aus einem an sich bekannten eutektischen Gemisch von Kaliumnitrat (53 %), Natriumnitrat (7 %) und Natriumnitrit (40 %) bestehen. Oberhalb dieses Behälters sind übereinander vier Backräume 3,
4, 5, 6 vorgesehen, welche durch die Flüssigkeit beheizt werden, die durch Reihen zueinander paralleler Rohre 8, 9, 10, 11 und 12 sowie durch Verteiler und Sammelrohre 13, 14 und .den Behälter 2 um läuft.
Zum Erzeugen und Unterhalten dieses Umlaufes ist im Behälter 2 eine Pumpe 15 vorgesehen, die als Schrauben- oder Schleuder pumpe ausgebildet sein kann. Die Ptunpen- welle 16 ragt über -den Spiegel des Wärme- übertragungsmittels hinaus und wird durch ein nicht dargestelltes Getriebe und einen Elektromotor 17 betätigt.
Im noch kalten Ofen ist das Wärmeüber- traglingsmittel fest. Nach Einschalten der elektrischen Heizelemente 7 schmilzt das Mit tel im Behälter 2, wonach seine Temperatur allmählich steigt, so dass nach einiger Zeit auch das in den Rohren 8 vorhandene Mittel zu schmelzen anfängt.
Sobald sich in .den letzte ren eine offene Verbindung gebildet hat, kann das schon verflüssigte Mittel unter der Wir- kung der Pumpe 15 umlaufen und -dadurch die Schmelzung des noch festen Teils des .Mittels in diesen Rohren beschlelmigen. Das gleiche findet der Reihe nach in den Rohren 9, 10, 11 und 12 statt, bis die ganze Menge des Salzgemisches flüssig geworden ist,
wo nach die Flüssigkeit auf die zum Backen er forderliche Temperatur erhitzt werden kann.
Im Ofen nach Fig. 3 ist im hintern Teil ein Rost 18 vorgesehen, auf dem fester Brenn stoff verheizt werden kann, und dessen Feuer raum 19 mit Rauchrohren 20 in. Verbindung steht, welche sieh durch den Behälter 2 er strecken und in einen Rauchkasten 21 mün den. Letzterer ist durch eine Reihe von Roh ren 22 grösseren Querschnittes mit einem Rauchabführungskanal 23 verbunden.
Die Sohle des untern Backraumes wird hier also nicht durch .die Flüssigkeit, sondern durch die Rauchgase erhitzt, während die übrigen Back- räume wie in den Fig.1 und 2 durch die Rohre 8 bis 12 beheizt werden.
Dadurch, dass das zur Wärmeübertragung benutzte Salzgemisch bei der Backtemperatur keine nennenswerte Dampfspannung aufweist, kann man für den Umlauf dieses Mittels un bedenklich einen undichten oder teilweise offe nen Kreislaufweg vorsehen und dadurch die Explosionsgefahr restlos ausschalten. Ausser dem braucht man dann die etwa benutzte Zir- kulationspumpe nicht abzudichten. Derartige Salzgemische hat man schon<B>mir</B> Wärmeüber tragung für sonstige Zwecke vorgeschlagen, z.
B. zur Kraekung von Öl, zur Härtung von Stahl und zur Erzeugung von Hochdruck dampf. Für Backöfen aber hat man an diese Anwendung noch nicht gedacht, obwohl sie eben auf -diesem Gebiete besonders grosse Vor teile hat, abgesehen von den obengenannten; diesbezüglich ist auf das Nachfolgende hin- gewiesen.
Der Behälter kann unbedenklich sowohl mit festem wie auch mit flüssigem Brennstoff oder mit Gas oder durch elektrische Wider standselemente beheizt werden. Auch der Übergäng von dein einen auf das andere Heiz- verfahren bietet keine besönderen Schwierig keiten. Der Wärmenutzeffekt ist - wie Ver suche gezeigt haben - bei Anwendung der Erfindung höher .als der bekannter Backöfen, gleichgültig, welche Wärmequelle benutzt wird.
In diesem Zusammenhang wird erwähnt, dass in einem mit Kohlen beheizten Ofen nach der Erfindung zum Verbacken von 50 kg Mehl höchstens 3 bis 4 kg Brennstoff verheizt zu werden braucht, während man in keinem der bekannten Backöfen mit weniger als 8 kg aus kommt. Backöfen der beschriebenen Art kön nen sehr einfach, daher mit verhältnismässig niedrigen Kosten ausgeführt werden.
Mit einem einzigen Behälter, das heisst mit einem einzigen Feuerherd, können zwei oder mehr Öfen mit je einer grösseren Anzahl Backräu- men auf die erforderliche Temperatur ge bracht und auf dieser gehalten werden, wobei der Feuerherd gewünschtenfalls ausserhalb das Ofengebäude verlegt werden kann.. In dem mit dem Salzgemisch gefüllten Behälter kann man eine grosse Wärmemenge bei hoher Temperatur aufspeichern, um diese je nach Bedarf mit normaler Backtemperatur an die Backräume abzugeben.
Für diese Aufspeiche- rung kann man billige Nachtstromenergie be nutzen. Die Wärmezufuhr lässt sich bequem regeln und die Reaktionsgeschwindigkeit ist sehr gross. Mit Hilfe von Thermostaten lässt sieh der ganze Backvorgang selbttätig steuern, das heisst, man kann die Temperatur in jedem Backraum genau auf den dort gewünschten Wert einstellen und dadurch hochwertige Pro dukte erzeugen.
Schliesslich wird infolge der hohen spezifischen Wärme der für den be absichtigten Zweck geeigneten Salzgemische so viel Wärme in den Backräumen selbst auf gespeichert, dass bei der Ladung und der Ent leerung dieser Räume die darin herrschenden Temperaturen nur verhältnismässig wenig sin ken, wodurch die Backzeit verkürzt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Backofen mit mittelbarer Wärmeübertra gung, dadurch gekennzeichnet, dass wenig stens ein Backraum vorhanden ist, der durch einen durch Leitungen gebildeten Wärmeaus tauscher beheizt wird, welche Leitungen mit einem mit einer Heizvorrichtung versehenen Behälter in Verbindung stehen, welcher ein bei der Backtemperatur flüssiges und prak tisch dampfspannungsloses Mittel enthält.UNTERANSPRUCH: Backofen nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine Einrichtung zur Beschleu- nigung des Umlaufes des WärmeÜbertragungs- mittels durch die Leitungen.
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| DE1089341B (de) * | 1957-04-06 | 1960-09-22 | Cornelis Klaas Woudenberg | Abwaermeverwertungsanlage fuer OEfen, insbesondere Backoefen mit Abhitzekessel |
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