Vorschubeinrichtung <B>für</B> gelocbte <B>Schallfilme mit einer vom Film</B> <B>kontinuierlich angetriebenen,</B> ungezahnten <B>Rolle.</B> Die Erfindung bezieht sich auf eine Vor sehubeinriehtung für gelochte Schallfilme mit einer vom Film kontinuierlich angetriebenen, ungezahnten Rolle, iin nachstehenden Schall rolle genannt, über die der Film längs der am Umfang der Schallrolle angebrachten Be lichtungsstelle, einer in der Filmbewegungs richtung vor der Schallrolle angeordneten Führungsrolle,
einer oder mehreren in der erwähnten Richtung hinter der Schallrolle liegenden Führungsrollen und einer gezahn- ten Antriebsrolle geführt ist, mittels welcher der Film kontinuierlich v orbewegt wird.
Von solchen Vorsehubeinrichtungen wird nicht nur gefordert, dass die Filmbewegung längs der Belichtungsstelle .möglichst kontinuierlich und störungsfrei vor sieh geht, sondern auch, dass der Film derart geführt wird, dass er während des Transportes immer über einen hinreichend grossen Umfan,-steil unbeweglich und ohne Schlupf an der Oberfläche der fiehallrolle anliegt. Eine Lösung dieser Auf gabe wurde auf verschiedener Weise ange strebt, aber keine der bekannten Vorrichtun gen ergab ein ganz befriedigendes Resultat.
Bei einer solchen bekannten Vorricbtun wurde versucht, (las vorerwähnte Ziel da durch zu erreichen, (lass der Film an der vor der Schallrolle angeordneten Führungsrolle mit Hilfe einer Bremsvorrichtung abgebremst. wird. Die auf den Film ausgeübte Brems kraft ist derart, dass in dem zwischen der Schallrolle und der Triebrolle liegenden Filmteil eine Zugkraft von etwa 500 g herrscht, wodurch der Film straff über die verschiedenen Rollen gespannt wird.
Bei einer solchen Vorrichtung wird infolge der grossen Filmspannung zwar erreicht, dass der Film während des Transportes genau am Umfang der Schallrolle anliegt, wodurch eine zur Filmbewegungsrichtung senkrechte Bewegung des Films, das sogenannte Atmen des Films, verhütet wird;
aber die hohe Filmspannung gibt gerade Anlass dazu, dass infolge des Zu- sammen-,virkens der Zähne der Triebrolle finit den Filmlöchern unvermeidlich auftretende Stösse von dem straff gespannten Film auf den über die Schallrolle gekrümmten Teil übertragen werden, so dass nur eine der vor erwähnten Bedingungen erfüllt wird.
Um an der Abtaststelle den von den Stössen des Fims auf die Schallrolle ausgeübten Einfluiä zu verringern, ist meistens eine der hinter der Schallrolle angebrachten Führungsrollen nachgiebig angeordnet. Die Stösse des Film können dann infolge der federnden Bewegung dieser Führungsrolle Herabgemindert werden.
Da jedoch zur Aufrechterhaltung des Gleich ;ewiehts der nachgiebig angeordneten Füh rungsrolle infolge der hohen Filmspannung eine verhältnismässig schwere Bauart der er wähnten federnden Rolle erforderlich ist, müssen grössere 'Massen- und Reibungskräfte überwunden werden, um die zum Beheben der Stösse erforderliche Bewegung der Füh rungsrolle zu erreichen, wodurch mit. der an gegebenen Bauart das beabsichtigte Ergebnis nicht erzielt werden kann.
Bei einer weiteren bekannten Vorrichtun- der erwähnten Art. wurde versucht, eine Lösung der Schwierigkeiten darin zu finden, dass die Filmspannung herabgesetzt wird. Zu diesem Zweck ist die Bremsvorrichtung an der vor der Schallrolle angeordneten Füh rungsrolle entfernt und letztere Rolle ist mit einer Feder versehen, welche die Rolle gegen den Umfang der Schallrolle drückt, so dass an dieser Stelle ein guter Kontakt zwischen der Schallrolle und dein Film gewährleistet ist.
Im Gegensatz zu der bekannten Vorrich tung der zuerstgenannten Art muss der Film gerade möglichst leicht laufen können und die Druckrolle ist, ebenso wie die Schallrolle, mit. Kugellagern versehen, wodurch die Zug kraft. in clem zwischen der Schallrolle und der Triebrolle liegenden Filmteil wesentlich geringer als bei der bekannten Vorrichtung der zuerst genannten Art sein kann und etwa 40 g beträgt. Um zu vermeiden, dass infolge der niedrigen Filmspannung zwischen dem Film und der Schallrolle ein Schlupf auf tritt, wird dafür gesorgt, dass eine genügende Reibung zwischen dem Film und der Schall rolle besteht.
Zu diesem Zweck wird einer seits die Berührungsfläche zwischen der Schallrolle und dem Film möglichst gross ge wählt; zu diesem Zweck wird die in der Be wegungsrichtung des Films hinter der Schall rolle vorhandene nachgiebige Führungsrolle derart an der von der Sehallrolle abgekehr ten Seite des Films angeordnet, dass die Stelle, an der der Film die Schallrolle ver- lässt, in der Nähe der Stelle liegt, wo der Film auf die Schallrolle aufläuft, wobei an derseits die Druckrolle den erforderlichen Kontaktdruck liefert.
Da die Schallrolle zum Konstanthalten der Bewegung meist. mit einem Schwungrad gekuppelt wird, wird an fangs zum Anlassen dieses Rades die Zug kraft in dem hinter der Schallrolle liegenden Filmteil grösser als der vorerwähnte Wert sein, der sich nur auf die Betriebslage be- zieht.
Durch die Anwendung dieser Mal- nahme kann das Auftreten von Stössen im Film auf ein Mindestmass herabgesetzt wer den, da. die geringe Filmspannung schlaffe Buchten im Filin erzeugt, so dass Stösse im Film nicht auf die Seliallrolle übertragen, sondern von den schlaffen Bueliten des Films ausgesiebt werden; denn es brauchen keine nennenswerten Massen- und Reibungskräfte überwunden zu werden.
Wie nachstehend er läutert, wird der Film jedoch in dein über die Schallrolle gekrümmten Filmteil eine Neigung zum Atmen aufweisen, so dass auch auf .diese Weise die Bedingungen für eine einwandfreie Filmführung nicht. erfüllt werden können. Bei der zuletztgenannten Vorrichtung ist das Atmen des Films in dem über die Schallrolle gekrümmten Filmteil auf zwei Ursachen zurückzuführen. Erstens wird sich ein Film, wenn er ohne weiteres mit einer geringen Spannung über eine Rolle ge krümmt wird, infolge seiner elastischen Eigenschaften in dein über die Rolle auf laufenden und ablaufenden Teil von dem Rollenumfang abbiegen.
Da der Film jedoch in der erwähnten Vorrichtung bei dem auf die Rolle auflaufenden Teil von der Druck rolle gegen die Schallrolle gedrückt wird und die nachgiebige Führungsrolle derart ange ordnet ist, dass der Film über einen möglichst grossen Teil des Umfanges, z. B. mehr als die Hälfte der Schallrolle, in Berührung ist, wird der Film infolge seiner elastischen Eigenschaften gerade in der Mitte des über die Schallrolle gekrümmten Filmteils die Neigung haben, sieh vom Rollenumfang abzu lieben.
Die Neigung des Films, sieh von der Rollenoberfläelie senkrecht abzuheben, wird noch durch etwa noch in) Film vorhandene Schwingungen verstärkt, die infolge der be schriebenen federnden Anordnung der Füh rungsrolle im ablaufenden Filmteil unmittel bar hinter der Schallrolle, in der Längsrich tung des Films, .das heisst in der Ta.ngential- richtung der Schallrolle, wirksam sind.
Dies hat zur Folge, dass bei Wiedergabegeräten das Abtastliehtbündel und bei Aufnahme geräten das Aufzeichnungsbündel, das sich meistens annähernd in der Mitte des die Schallrolle berührenden Filmteils befindet, nicht genau auf den Film fokussiert. ist: hier durch entstehen Verzerrungen des wieder zugebenden bzw. aufzuzeichnenden Schalls.
Uni die Nachteile dieser bekannten Vor richtungen zu beheben, wird bei der Vor sehubeinrichtung nach der Erfindung vor der Schallrolle keine Filmbi emsvorrielrtung vor gesehen und der zwischen der Schallrolle und der Triebrolle liegende Filmteil ausschliess lich voll einer oder mehreren getrennten Führungsrollen mit fest angeordneten Wellen, die an derselben Seite des Films wie die Schallrolle liegen, in der Weise geführt, dass dieser Filmteil voll der Schallrolle aus ge sehen eine konkav gekrümmte Form hat.
In folge des Fehlens einer Bremsvorrichtung kann die Filmspannung, ebenso wie bei den bekannten Vorrichtungen .der zuletztgrenann- teir Art, niedrig gehalten werden, ,so dass durch das Eingreifen der Zähne der Trieb rolle in die Filmlöcher entstandene Stösse in dem zwischen Schallrolle und Triebrolle liegenden gekrümmten Filmteil ausgesiebt. werden.
Infolge der besonderen Anordnung der hinter der Schallrolle liegenden Piihrun os- rollen kann erreicht werden, dass der Film nicht mehr die Neigung hat, sieh im mittleren Teil der Schleife, die der Filin beim Krüm men über die Schallrolle bildet, von der Rollenoherfläelie abzuheben, da Stösse im Filni in dem unmittelbar hinter der Schall rolle liegenden Filmteil zur Filmoberfläche senkrechte Schwingungen hervorrufen kön- iren. Indem so das Auftreten von Schwingun gen für Film an einer Stelle erleichtert wird, wo dies keine Störungen verursacht,
das heisst ausschliesslich in dein unmittelbar hinter der Schallrolle liegenden Filmt;@il, wird vermie den, dass solebe Schwingungen sieh in dein über die Schallrolle gekrümmten Filmteil fortpflanzen.
Die Anordnung der Führungsrollen bei der Vorrichtung nach der Erfindung hat weiter zur Folge, dass die elastische Eigen schaft des Films, die bei der zuletztgenann- ten bekannten Vorrichtung nachteilig ist, sich bei der erfindungsgemäss ausgebildeten Vor richtung \gerade vorteilhaft auswirkt, da sich der Film in dem zwischen der Schallrolle und der nächstfolgenden Führungsrolle lie genden Teil leicht.
ausbiegen kann und somit dazu beitragen wird, dass der über die Schall rolle gekrümmte Filmteil während des Trans portes über die ganze Länge mit deren Ober fläche in Berührung bleibt..
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird für folgenden an FIand der Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine bekannte Vorselitirr- einriehtung mit. einer vor der Schallrolle lie- -enden Brerusvorrichtung, wie sie bei be kannten Geräten zum Abtasten einer auf dem Film angebrachten Schallspur verwendet wird.
Fig. 2 zei,)-t eine bekannte Einrichtung ohne Breinsv orriehtung, bei der mit dem Um- fan-(v der Sehall.rolle .eine Druckrolle zusam menwirkt.
Fig. 3 stellt ein Ausführungsbeispiel der ,#sgemäPen Einrichtung ähnlich der- er#findung jenigen nach Fig. 2 dar.
Entsprechende Teile sind in den Figuren der Einfachheit halber mit gleichen Bezugs ziffern bezeichnet. Bei allen drei Einrich tungen wird ein gelochter Schallfilm 1 mit gleichmässiger Geschwindigkeit von einer ge- za.hnten Triebrolle 2 vorbewegt. Bevor der Film 1 die Triebrolle 2 erreicht, wird er über eine ungezahnte Schallrolle 3 geführt, an deren Umfang eine Beliehttmgsoptik 4 ange ordnet ist.
Im Innern der hohl ausgebildeten Schallrolle, die a usschliesslieh vom Film an getrieben wird und zu diesem Zweck auf Ku gellagern läuft, ist eine Photozelle 5 ange ordnet, welche die Intensitätsänderungen des von der Sehallaufzeiehnung modulierten Lichtbündels in elektrische Stromänderungen umwandelt. Bei der Vorrichtung nach Fig. 1 liegt. in der Bewegungsrichtung des Films vor der Schallrolle 3 eine Führungsrolle 6, die reit einer Bremsvorrichtung 'I versehen ist.
Zwischen der Schallrolle und der Triebrolle 2 sind noch Führungsrollen 8 und 9 vor- gesehen, von denen letztere federnd gelagert. ist. Um einen guten Kontakt zwischen Schallrolle und Film zu gewährleisten, ist die Bremskraft. auf den Film derart eingestellt, dass die Filmspannung etwa 500 g beträgt..
Infolgedessen ist. der Filmteil zwischen der Schallrolle und der Triebrolle straff ge spannt, wodurch infolge des Eingreifens der Verzahnung der Triebrolle in die Filmlöcher entstandene Stösse des Films .auf den über die Schallrolle gekrümmten Filmteil über tragen werden, was die Güte .des aufgezeich neten oder wiedergegebenen Schalls beein- trächtigt. Wie bereits erläutert, kann die Wirkung der nachgiebigen. Führungsrolle 9 infolge , der Grösse der Filmspannung nur gering sein mit Rüclisicbt auf die verhält nismässig schwere Ausführung, die für die nachgiebige Halterung erforderlich ist.
Bei der Anordnung nach Fig. 2 ist. in der Bewegungsrichtung des Films vor der Ab taststelle an der Schallrolle 3 eine unter Fe derdruck stehende Druckrolle 10 angeordnet, die den Film gegen die Schallrolle drückt. Der Film wird hier nicht abgebremst; die auftretenden Reibungskräfte werden vielmehr möglichst gering gehalten;
zu diesem Zweck laufen die Druckrolle 10 und die Schallrolle 3 in Kugellagern. Um den Film mit einem möglichst grossen Teil des Umfangs der Schallrolle in Berührung zu bringen Lind einen Schlupf des Films zu vermeiden, wird der Film über eine federnd angeordnete Führungsrolle 9 geführt, die in der Nähe der Schallrolle und an der von dieser abge wandten Seite de Films zwischen der Schall rolle und der Triebrolle 2 angeordnet ist. Gegebenenfalls wird der Film noch über eine feste Führungsrolle 8 geführt, um zu ver meiden, dass der Film mit einer zu geringen Anzahl von Zahnen der Triebrolle im Ein griff steht.
Die im Film auftretenden Stösse werden infolge der Federbewegung .der Füh rungsrolle 9 weitgehend aufgefangen, da nur besonders geringe Massen- und ZVellen- reibungskrä.fte auftreten. Es ist jedoch unv er meidlieh, dass in dem unmittelbar hinter der Schallrolle liegenden Filmteil noch Schwin- gongen in der Längsrichtung des Films auf treten, die durch den Pfeil 11 angedeutet sind.
Diese Schwingungen tragen dazu bei, den Film von der Oberfläche der Schallrolle abzuheben, zumal der Film in dem Teil zwi schen der Stelle, an der der Film auf die Schallrolle aufläuft, und der Stelle, an clei- er sie wieder verlässt, die Neigung hat, sieh infolge seiner elastischen Eigenseliaften von der Rollenoberfläche abzubiegen, wie es vor stehend bereits für den Fall, dass die Filni- spannung niedrig ist, erläutert wurde.
In folgedessen wird sich der Film an der Stelle der Abtastvorriehtung senkrecht zur Rollen oberfläche auf- und abbewegen (in der Figur durch eine gestrichelte Linie angedeutet). In folgedessen ist eine richtige Fokussierung der Abtastvorrichtung unmöglich, und bei der Wiedergabe des Schalls macht sieh eine ge wisse Verzerrung der Töne, besonders bei höheren Frequenzen, störend bemerkbar.
Bei der in Fi-. 3 dargestellten, ein Aus führungsbeispiel der Erfindung bildenden Vorsehubeinriehtung ist dieser Nachteil da durch vermieden, dass zwei feste Führungs rollen 8 an derselben Seite des Films wie die Schallrolle in der Weise zwischen der Trieb rolle 2 und der Schallrolle 3 angeordnet sind, dass der Film in diesem Teil, von der Schall rolle aus gesehen, eine konkav gekrümmte Form hat. Etwa im Film noch auftretende Stösse werden sodann in dem unmittelbar hinter der Seh.al.lrolle liegenden Filmteil Schwingungen hervorrufen können, die senk recht zur Vorschubriehtiing des Films auf treten, wie es mit den Pfeilen 12 angedeutet ist.
Die Anordnung der Führun-srollen 8 trägt dazu bei, dass sieh der Film in dein Bereich zwischen der Schallrolle und den Führungsrollen 8 ausbiegt, wodurch der Film in dem über die Schallrolle geki-iinnn- ten Teil gerade an der Rollenoberfläche an liegen bleibt.
Zwar ist der Winkel, über den der Film über die Schallrolle gekrümmt wird, in Fig. 3 kleiner als in Fi--g. 2, und es wäre somit in Fig. 3 eine geringere Kontaktober- fläche zwischen Film und Rolle zu erwarten, aber die elastischen Eigenschaften des Films gewährleisten in diesem Falle einen dauern den Kontakt des Films über die ganze Ober fläelie der Rolle zwischen den Punkten, an denen der Film auf die Rolle aufläuft bzw. die Rolle wieder verlässt.
Dadurch wird einerseits die Reibungsfläche im Vergleich zu der bekannten Vorrichtung rieht oder nahezu nicht verkleinert., da hei der be kannten Vorrichtung der Filin ja in der Mitte des gekrümmten Filmteils keinen -uten Kontakt mit der Rollenoberfläche hat, und anderseits wird der grosse Vorteil erzielt, dass der Film an der Stelle der Abtastvorrieh- tung fest auf der Schallrolle anliegt.
Es ist einleuchtend, dass diese Verhältnisse durch die Wahl der Krümmung des gebogenen Pilmteils geregelt. erden können.