CH273524A - Verfahren zur Herstellung einer elektrischen Entladungsröhre mit scheibenförmiger Kathode und gemäss diesem Verfahren hergestellte Röhre. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer elektrischen Entladungsröhre mit scheibenförmiger Kathode und gemäss diesem Verfahren hergestellte Röhre.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung einer elektrischen Entladungsröhre mit scheibenförmiger Kathode und gemäss diesem Verfahren hergestellte Röhre. 1)ie vorliegende Erfindung bezieht. sieh auf ein Verfahren zur Herstellung einer elek trischem Entladungsröhre mit einer seheiben- förniigen Kathode, insbesondere zur Anord nung der Kathode im riehtigen Abstand von der nächstfolgenden Elektrode und auf eine naeli diesem Verfahren hergestellte Entla dungsröhre.
Eine Schwierigkeit beim Anordnen der Kathode im richtigen Abstand, zumal wenn dieser .lhstand besonders klein sein inuss, ist bei scheibenförmigen Elektroden die, dass diese Einstellung häufig- erst durchführbar ist, riaelideni die Elektroden in die Röhre ein geschmolzen worden sind.
Die richtige Ein stelhing ist also vom Einsehmelzen der Ka thode abhlingig und wird von den Forni- veräiideningen der Einschnielzstelle während der Artskühlulig beeinflusst. Es wurde daher bereit>, vor#_eKehlaen,
bei einer Diode die Elek- t-roden -beint Einsehmelzen. fest zusammenzu- drüc2keti und während des Betriebes dureh Erwäi-nnnig bestimmter Teile der Elektroden die Ausdehnung dieser Teile zum Entfernen der wirksamen Elektrodenfläehen voneinan der zu benutzen.
Es besteht dabei aber in erster Linie der Nacliteil, da-ss der gegenseitige Elektroden abstand ganz von den Betriebsbedingungen abhängig ist und dieses Mittel nur bei<B>Sy-</B> stemen verwendbar ist, bei denen die Elek troden besonders widerstandsfähig ausgebil- det sind.
Eine solche widerstandsfähige Aus bildung ist jedoch meist nicht: möglich, und besonders bei Röhren mit gitterförmigen Elektroden ist das genannte Verfahren prak tisch unanwendbar, da bereits ein geringer Druek nachgiebige Formveränderungen des Gitters hervorrufen würde, so da.ss bei der Auseinanderbewegung der Elektroden diese m irückfedern würden. Ausserdem liegt die Gefahr vor, da.ss Emissionsstoff auf die nächstfolgeii.de Elektrode gelangt, wobei alle damit. verbundenen Nachteile auftreten.
Die erwähnten Nachteile werden nun in hohem Masse behoben bei -dein erfindungs- gemä.ssen Verfahren zur Herstellung einer elektrischen Entladungsröhre, die ein Elek- trodensystem enthält, das mit einer seheiben- förmigen Kathode versehen ist, deren der nächstfolgenden Elektrode zugewendete Ober fläche mit. Emissionsstoff überzogen ist.
Bei dieseln Verfahren werden die Elektroden, ausser der Kathode, zunächst in den Kolben eingesehmolzen und die Kathode in einem ein gesehinolzenen Röhrellen versehiebbar angeord net, und zwar nachdem die übrigen. Elektro den in die Röhre eingeschmolzen worden sind.
Hierauf wird die Kathode gegen die nächst folgetrde Elektrode bewegt, bis ein über die Oberfläehe der Kathode geführter, blanker Leiter gerade elektrisehen Kontakt mit dieser Elektrode herstellt, worauf die Kathode wie der von der erwähnten Elektrode entfernt wird, bis der erwünschte Abstand erreicht ist, worauf die Kathode in dem Röhrchen auf eine solche Weise festgelötet wird, dass keine Verschiebung :derselben gegenüber dem Röhrchen stattfindet..
Die gemäss diesem Verfahren hergestellte Entladungsröhre ist nach der Erfindung da durch gekennzeichnet, .dass sie eine Kathode besitzt, deren über der Oberfläche angebrach ter blanker Leiter einen Durchmesser auf weist, der grösser ist als die Stärke ?der Emis sionsschicht über der Oberfläche, aber kleiner als der Abstand der Oberfläche von der nächstfolgenden Elektrode.
Das erfindungsgemässe Verfahren wird an. Hand eines Ausführungsbeispiels einer Röhre nach der Erfindung nachstehend an Hand der beiliegenden Zeichnung beispielsweise näher erläutert. In dieser Zeichnung zeigt Fig.1 die Kathode und die Anode einer Diode und Fig. 2 den Augenblick der Berührung dieser Elektroden.
In Fig.1 bezeichnet 1 die eigentliche Ka thode, die vorteilhaft die im Schweizer Pa tent Nr.266764 beschriebene Ausführungs form haben kann und .die gegenüber einer Elektrode 2, im vorliegenden Fall der Anode der Diode, in einem Abstand von z. B. 50 ji oder weniger angeordnet werden soll. Die Kathode 1 ist an einem Zylinder 3 befestigt und hat eine mit Emissionsstoff überzogene Oberfläche 4. Die Emissionsschicht hat eine Stärke von z.
B. 20 y. An der Oberfläche der Kathode ist ein blanker Leiter 5 mit einem Durchmesser von 30 ,-c befestigt, der also um 10,u. über die Emissionsschicht vor springt. Nach Aufbringen der Emissions schicht kann diese obere Seite des blanken Leiters gegebenenfalls durch Abschaben von Emissionsstoff befreit werden. Es sei nun vorausgesetzt, dass alle Elektroden, ausser der Kathode, im Röhrenkolben eingeschmolzen seien.
Die Kathode 1 wird nun durch ein im Röhrenkolben eingeschmolzenesP,öhrchen (ver gleiche Patent Nr.266764) zunächst an die Anode 2 geschoben (Fig.2), bis der blanke Reiter 5 gerade mit der Anode in Berührung kommt., was dadurch festgestellt werden kann. dass ein elektrischer Kontakt. entsteht., so dass ein Stromkreis über das 14lessgerät 6 und die Batterie 7 geschlossen wird.
Darauf wird die Kathode mittels einer nicht dargestellten Mikrometerschraubenv orrichtungi zuxn,Beispiel. um 40,u zurückgeschoben, so dass sich ein Abstand zwischen Emissionsschicht und Anode von 50 ,u ergibt.. Es kann die auf die Kathode folgende Elektrode statt einer Anode auch ein aus feinen Drähten beste liendes Gitter sein.
Da. der Augenblick der Berührung des blanken Leiters mit- dieser Elektrode durch den Stromdurchgang infolge des Kontaktes zwischen dem Leiter und der Elektrode erkennbar ist, kann dieser Augen blick festgestellt. werden, ohne dass ein Druck auf die erwähnte Elektrode ausgeübt zu wer den braucht. Schwierigkeiten infolge nach giebiger Formveränderungen der Elektroden sind also nicht zu erwarten.
Da der Zylinder 3 z. B. nach dem in der Patentschrift Nr.266764 beschriebenen Ver fahren in dieser Lage in dem in den Röhren kolben eingeschmolzenen Röhrchen festgelötet wird, ist man sicher, da.ss der eingestellte Abstand sich nicht mehr ändert. Bei noch kleineren Abständen wird die Ausdehnung der Kathode und Anode infolge der Wärme berücksichtigt werden müssen.
Es ist auch möglich, anders gestaltete scheibenförmige Kathoden zu verwenden, z. B. solche mit sphärischen Emissionsflächen, wo bei dann die nächstfolgenden Elektroden ent sprechend hohl sein müssen, wenn ein gleich mässiger Abstand derselben von den Ka thodenflächen erwünscht ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung einer elek trischen Entladungsröhre mit einem Elektro- densystem, das mit einer scheibenförmigen Kathode versehen ist, deren der nächstfolgen den Elektrode zugewendete Oberfläche mit.Emissionsstoff überzogen ist, bei welchem Verfahren die Elektroden, ausser der Ka thode, zunächst in den Kolben eingeschmolzen werden und die Kathode in einer einge- achmolzenen Röhrchen verschiebbar angeord net wird, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiebbar angeordnete Kathode, nachdem die übrigen Elektroden in die Röhre einge schmolzen worden sind, gegen die nächstfol gende Elektrode bewegt wird, bis ein über die Oberfläche der Kathode geführter blan ker Leiter gerade elektrischen Kontakt mit dieser Elektrode herstellt, worauf die Ka thode wieder von der erwähnten Elektrode entfernt wird, bis der erwünschte Abstand erreicht ist, worauf die Kathode in dem Röhrchen auf eine solche Weise festgelötet wird,dass keine Verschiebung derselben ge genüber dem Röhrchen stattfindet. II. Elektrische Entladungsröhre, herge stellt nach dem Verfahren nach Patentan spruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Kathode besitzt, deren über der Ober fläche angebrachter blanker Leiter einen Durchmesser aufweist, der grösser ist als die Stärke der Emissionsschicht über der Ober fläche, aber kleiner als der Abstand dieser Oberfläche von der nächstfolgenden Elek trode.
Applications Claiming Priority (1)
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