CH273887A - Kombinierte Metall- und Beton-Tragkonstruktion. - Google Patents
Kombinierte Metall- und Beton-Tragkonstruktion.Info
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Description
Kombinierte Metall- und Beton-Tragkonstruktion. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine kombinierte Mietall- und Beton-Tragkon- struktion mit metallenen Tragbalken und einer Betonplatte, welche Konstruktion sieh erfindungsgemäss dadurch auszeichnet, dass die Tragbalken mit Unterzügen versehen sind, die je durch ein metallenes Zugorgan gebildet sind, das in seinem Mittelteil unter den Steg des Tragbalkens quer durchsetzenden Bolzen hindurchgeführt und an seinen über den obern Flansch des Tragbalkens hinausragen den Enden verankert ist.
In der Zeichnung sind Ausführungsbei spiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigen: Fig.1 und 1a einen Längsaufriss und eine Stirnansieht einer ersten Ausführungsform, Fig. 2 und 2a einen Aufriss und eine Stirn ansicht einer zweiten Ausführungsform der Tragkonstruktion, Fig.3 und 3a einen Längs- und Quer schnitt einer dritten Ausführungsform der Tragkonstruktion, Fig.4 eine Stirnansicht eines Balken paares zum Abstützen der Betonschicht,
Fig.4a einen Längsschnitt eines vierten Ausführungsbeispiels der Tragkonstruktion, Fig.5 einen Querschnitt eines fünften Ausführungsbeispiels der -Tragkonstruktion, Fig. 5a einen Schnitt. nach der Linie A-_1 in Fig. 5 und ' - Fig. 6 und 6a in grösserem Massstab eine Stirnansicht und einen Teilaiüriss- des Aus führungsbeispiels nach Fig.4.
Die Tragkonstruktion nach Fig. 1 und 1a weist einen gewalzten Tragbalken 1 aus Stähl oder anderem Mietall auf. Dieser Balken 1 ist an den Enden, bei S, abgestützt.. Mit S',@ S" sind Zwisehenstutzen bezeichnet., - welche beim Bau der Konstruktion Verwendung fin den, dann aber entfernt werden. Vertikalplat ten 6a sind über den. Zwischenstutzen zwi schen den beiden Flanschen des Balkens ein gelegt und dienen als Stützen für Querbolzen 6.
Unter den Querbolzen 6 verlaufen als Un terzüge dienende, stark gespannte Zugdrähte 7 aus Metall von hoher Streckgrenze, -welche im Mittelteil in Abstand von der Betonplatte unter dieser hindurchverlaufen, den obern- Flansch des Trägers 1 in (nicht gezeichneten) Schlitzen durchsetzen -und an ihren Enden mittels Muttern 17 an am Träger befestigten- Winkeleisen 8 verankert sind. Diese Müttern können auch benutzt werden zum Spannen der Drähte 7 vor -dem Betonieren, wobei die Drähte so weit gespannt werden, bis sie den. Balken verkrümmen und dadurch von. den Stützen S' abheben.
Reicht diese Vorspan- nung gerade aus, um das Gewicht der Beton platte 2 aufzunehmen, so wird der aufgegos= sene Beton den Balken 1 Wieder- in dessen ursprüngliche Lage zurückbringen, ohne, nachdem die Spreizen 8' entfernt worden sind; ein Durchbiegen des Balkens herbeizuführen.- tine zusätzliche Belastung des Balkens wird den Drahtzug 7 weiter spannen; diese Spannung im Draht zerfällt in eine Horizon- talkomponenie 9 und in eine Vertikalkom ponente 10, die über die Querbolzen 6 auf den Träger 1 wirkt.
Während die Kräfte 9 ein ander entgegenwirken, sucht die Komponente 10 den Balken 1 nach oben zu biegen.
Die Drähte 7 müssen auf ihrer ganzen Länge ungehindert gleiten können. Soll der ganze Stahlbalken 1 im Beton eingebettet wer den, so sind die Querbolzen 6 zu verschalen und die Drähte zu ummanteln, damit sie nicht am Beton haften.
Das Spannen der Drähte vor dem Ver giessen des Betons kann auch bei Höchstbela stung vorgenommen und so weit getrieben werden, dass die Zugspannung die Durchbie- gung des Trägers wieder aufhebt. In diesem Fall wird sieh der Träger bei Entlastung um einen Betrag nach oben ausbiegen, der gleich ist der Ausbiegung nach unten bei Höchst belastung. So erhält das Bauelement eine Wölbung, welche ganz oder teilweise durch die Belastung ausgeglichen wird.
Selbstverständlich kann bei Ausbleiben einer Ausbiegung kein Schub zwischen der Betonplatte und dem Stahlbalken auftreten, folglich darf bei einer wie beschrieben be wehrten Tragkonstruktion die Adhäsion zwi schen dem Träger und der Betonschicht ge ringer sein als bei einer Tragkonstruktion ohne Bewehrung. Anderseits ist zu beachten, dass die anfängliche Wölbung nicht über eine bestimmte Grenze hinaus getrieben werden darf.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 2, 2a trägt der Stahlbalken 1 statt einer Beton platte von gleichmässiger Dicke eine kasse- tierte Betonschicht 11. Die Drähte 7 sind an den an der Betonschicht anliegenden Platten 8a verankert.
Fig.3 und 3a zeigen eine Ausführungs form mit in ihrer Längsrichtung hinterein- anderliegenden Trägern 1 und bei welcher sich die Betonschicht durchgehend über meh rere Stützweiten erstreckt. Die Verbindungs stelle der anstossenden Balken 1 liegt über einer Mütze S, welche aus einem quer ver legten Balken besteht. Über dem Balken S sind Abstützglieder 12 auf den obern Flan schen der Träger 1 befestigt, die als Lagerung für die seitlich der Flanschen verlaufenden Drähte 7 dienen. Die Drahtenden zweier an stossender Träger werden unter sich durch ein Spannschloss 13 verbunden.
Soll der Bau teil nicht vorgespannt werden, so sind die Drähte 7 zu ummanteln. Ein Drucksteg ist zwischen den Flanschenden anstossender Trä ger 1 vorgesehen, z. B. in Form eines die Trägerenden umgehenden Betonblockes 14, sofern die Flanschen zur Übertragung des Druckes nicht stark genug oder nicht ange messen miteinander verbunden sind.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4, 6 und 6a bezeichnet 1 die Trägerbalken mit I-förmigem Profil, 2 den Betonbelag, 6a zwi schen den Flanschen des Trägers angeordnete Seitenplatten mit dieselben und den Steg des Trägerbalkens durchdringenden Querbolzen 6. Die Drähte 7 durchsetzen den obern Flansch des Trägerbalkens in (nicht darge stellten) Schlitzen und sind an ihren Enden 16 mittels Muttern 17 an Winkeleisen 15, die an den Trägern befestigt sind, abgestützt.
Mit 18 ist ein parallel zum Träger 1 ver laufendes Rohr bezeichnet, das durch zwei Supporte 19a gehalten ist, diese in je einem Schlitz 19 durchsetzt und mit seinen beiden Enden an den Platten 23 abgestützt ist.
In der Mitte der Trägerbalken 1 sind die Winkeleisen 15 je mit einem Schlitz 15a ver sehen, welcher durch die herausnehmbare Platte 23 abgedeckt ist, um das Rohr 18 durch Wegnahme der Platte und nach Erstar ren des Betons aus diesem herausziehen zu können.
Das Rohr 18 ist dazu bestimmt, vor dem Erstarren des Betons die horizontale Druck komponente der Deckenlast aufzunehmen.
Das Rohr 18 soll ummantelt sein, um des sen Wegnahme zu gestatten, nachdem der umgebende Beton erstarrt ist.
Nach Wegnahme des Rohres 18 können die Platten 23 wieder eingesetzt werden, um an der Übertragung der Spannung der Drähte 7 auf die Betonschicht 2 mitzuwirken.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4a bezeichnet wieder 1 den auf zwei Stützen S ruhenden Trägerbalken mit der auf dessen obern Flansch aufgegossenen Betonschicht 2. 7 ist einer der als Unterzug dienenden, unter den Querbolzen 6 hindurch verlaufenden Drähte, dessen Enden in Winkeleisen 8 ver ankert sind. Die im Beton liegenden Teile der Zugorgane sind mit einer Umhüllung ver sehen, in welcher sie ungehindert gleiten kön- xien.
Am untern Flansch des Trägers 1 sind Winkeleisen 20a befestigt, in denen die einen Enden zweier in der Mitte durch ein Spann schloss 21 zusammengehaltener Zugstangen verankert sind. Diese Spannvorrichtung wirkt einer Durchbiegung des Balkenträgers 1 ent gegen.
Die Vorspannung wird mittels des Spann schlosses 21 eingestellt.
Bei dem Beispiel nach Fig. 5 und 5a be zeichnet 24 eine Reihe v orgegossener --Blöcke, die auf dem Träger 1 zwischen Sei tenplatten 25 angeordnet sind, welch letztere zugleich zur Abstützung der Enden der Quer bolzen 6 dienen. Die Blöcke 24 sind mit Nu ten 22 versehen, zwecks besserer Haftung am Beton, der nachträglich aufgeschüttet wird. Dieser Beton kann, wie in Fig. 5 dargestellt, eine unterseitig gewölbte Schicht 11 bilden. Ein wirksamer Verband ergibt sieh, wenn die Blöcke 24 vor dem Giessen der Schicht 11 gründlich benetzt werden.
Die Betönblockreihe ist stirnseitig an am Trägerbalken befestigten Winkeleisen 8 ab gestützt und dazu bestimmt, nach dem Ver giessen des Betons die horizontale Druckkom ponente der Deckenlast aufzunehmen.
An Stelle vorgegossener Blöcke 24 könnte auch ein horizontaler Stab aus Holz, z. B. Sperrholz, Asbest, Backsteinen, Hohlziegeln und dergleichen verwendet werden. Werden vorgegossene Betonblöcke verwendet, so kann dieser Beton eine Festigkeit von 570 bis 715 kg/cm2 aufweisen. Für Erhöhung der Adhäsion zwischen der Betonschicht und dem Träger ist der obere Flansch des Trägers mit einer rauhen Ober fläche versehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Kombinierte Metall- und Beton-Tragkon- struktion mit metallenen Tragbalken und einer Betonplatte, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragbalken mit Unterzügen versehen sind, die je durch ein metallenes Zugorgan gebildet sind, das in seinem Mittelteil unter den Steg des Tragbalkens quer durchsetzen den Bolzen hindurchgeführt und an seinen über den obern Flansch des Tragbalkens hin ausragenden Enden verankert ist. UNTERAINTSPRÜ CHE 1. Kombinierte Metall- und Beton-Trag- konstruktion nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugorgane mittels Schraubenmuttern (17) an Winkeleisen (8) abgestützt sind. 2.Kombinierte Metall- und Beton-Trag- konstruktion nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Betonplatte (11) auf der Unterseite gewölbt ist. 3. Kombinierte Metall- und Beton-Trag- konstruktion nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallträger (1)<B>1-</B> förmigen Querschnitt aufweisen und dass eine Anzahl von den vertikalen Steg des Trägers horizontal durchsetzenden Querbolzen (6) in zwischen den Flanschen des Trägers (1) an geordneten Platten (6a) gehalten sind. 4.Kombinierte Metall- und Beton-Trag- konstruktion nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Flansch des Trägers (1) zur Verbesserung der mechani schen Haftung der Betonschicht am Träger eine rauhe Oberfläche besitzt. 5. Kombinierte Metall- und Beton-Trag- konstruktion nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Widerlager, an denen die Enden der Zugorgane (7) abgestützt sind, durch Winkeleisen (8) gebildet sind. 6.Kombinierte Metall- und Beton-Trag- konstruktion nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die im Beton liegenden Teile der Zugorgane (7) mit einer Umhüllung versehen sind, in welcher sie ungehindert gleiten können. 7. Kombinierte Metall- und Beton-Trag- konstruktion nach.Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere in der Längs richtung aneinanderstossende, die Betonplatte (2) tragende Balken (1) vorgesehen sind, wobei jede Verbindungsstelle durch einen Querbalken (S) gestützt ist, und die Enden der Träger (1) an der Verbindungsstelle in einen Betonblock (14) eingegossen sind, und wobei die Enden der Zugorgane (7) über der Verbindungsstelle in die Betonplatte einge bettet und durch ein Spannschloss zusammen gehalten sind. B.Kombinierte ATetall- und Beton-Trag- konstruktion nach Patentanspruch, gekenn- zeichnet durch Spannorgane (20), die an aus einanderliegenden Stellen (20a) auf der Un terseite des Trägers (1) in Abstand von diesem angeordnet sind und dem Träger eine nach oben gerichtete, der Last der Be tonplatte entgegengeriehtete Durchbiegung erteilen. 9.Kombinierte Metall- und Beton-Trab konstruktion nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Deckenkonstruk tion ist und dass auf dem Träger (1) eine Reihe vorgegossener Betonblöcke (24) an geordnet ist, welche stirnseitig am Winkel eisen (8) abgestützt und dazu bestimmt ist, nach dem Vergiessen der Betonsehieht die ho rizontale Druelikomponente der Deckenlast aufzunehmen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US273887XA | 1946-02-20 | 1946-02-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH273887A true CH273887A (de) | 1951-03-15 |
Family
ID=21837443
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH273887D CH273887A (de) | 1946-02-20 | 1947-02-19 | Kombinierte Metall- und Beton-Tragkonstruktion. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH273887A (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4456405A (en) * | 1982-12-13 | 1984-06-26 | Alex Galis | Mine roof truss assembly and associated method |
| FR2593536A1 (fr) * | 1986-01-27 | 1987-07-31 | Bouygues Sa | Structures en beton arme et en acier, notamment pour realiser des poutres et, en particulier, des poutres a usage de pannes. |
| EP0242238A1 (de) * | 1986-01-27 | 1987-10-21 | Bouygues | Stahl- und bewehrte Betonkonstruktionen, insbesondere zur Trägerherstellung, insbesondere als Dachbalken benutzbarer Träger oder Träger mit grosser Spannweite |
| FR2600358A2 (fr) * | 1986-06-23 | 1987-12-24 | Bouygues Sa | Poutres en beton arme et en acier de grande portee |
-
1947
- 1947-02-19 CH CH273887D patent/CH273887A/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4456405A (en) * | 1982-12-13 | 1984-06-26 | Alex Galis | Mine roof truss assembly and associated method |
| FR2593536A1 (fr) * | 1986-01-27 | 1987-07-31 | Bouygues Sa | Structures en beton arme et en acier, notamment pour realiser des poutres et, en particulier, des poutres a usage de pannes. |
| EP0242238A1 (de) * | 1986-01-27 | 1987-10-21 | Bouygues | Stahl- und bewehrte Betonkonstruktionen, insbesondere zur Trägerherstellung, insbesondere als Dachbalken benutzbarer Träger oder Träger mit grosser Spannweite |
| FR2600358A2 (fr) * | 1986-06-23 | 1987-12-24 | Bouygues Sa | Poutres en beton arme et en acier de grande portee |
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