CH275140A - Verfahren zur Aufhellung von Papier, Leder, Holz, Seife usw. sowie von Wäsche- und Kleidungsstücken. - Google Patents

Verfahren zur Aufhellung von Papier, Leder, Holz, Seife usw. sowie von Wäsche- und Kleidungsstücken.

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CH275140A
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Bayer Farbenfabriken
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Bayer Ag
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H21/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its function, form or properties; Paper-impregnating or coating material, characterised by its function, form or properties
    • D21H21/14Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its function, form or properties; Paper-impregnating or coating material, characterised by its function, form or properties characterised by function or properties in or on the paper
    • D21H21/30Luminescent or fluorescent substances, e.g. for optical bleaching

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Description


  Verfahren zur Aufhellung von Papier, Leder, Holz, Seife usw. sowie von     Wäsche-          und        Kleidungsstücken.       Es ist     bekannt,    dass man organische Stoffe  von     vorwiegend    weissem oder weisslichem       Aussehen    aufhellen kann, wenn man sie mit       Verbindungen    behandelt, deren     Lösungen     eine blaugrüne bis blauviolette Fluoreszenz  zeigen bzw. auf den damit behandelten Stof  fen hervorrufen.

   Derartige Verbindungen, die  besonders für die Behandlung von Mate  rialien wie Papier und Textilwaren     Interesse     besitzen, bezeichnet man im allgemeinen als       Weisstöner    oder als optische Bleichmittel.  Man hat hier schon mehrere zum Teil     ehe-          misch    sehr voneinander verschiedene Verbin  dungen     vorgeschlagen,        .die    teils in ihrem  optischen Verhalten teils in ihren     sonstigen     Eigenschaften Unterschiede aufweisen.  



  Es wurde nun gefunden, dass die     siilfon-          sauren    Salze solcher     subatantiver    Verbindun  gen besonders geeignete     optische    Bleichmittel  sind, die mindestens einen 1, 2,     3-Triazolring     im Molekül enthalten.

   Es sind dies Verbin  dungen, die sich von Aminen wie     Dehydro-          thiotoluidinsulfosäure,        Benzidin-.    oder     Di-          aminostilbendisulfosäure    ableiten;     als    Bei  spiele seien genannt     4,4'-Bis[5'-si        lfonaphtho-          1',2'    :

       4,5-triazolyl-    (2) ]     -stilben-2,2'-disulfon-          säure,    2-(4'-     [5'-sulfonaphtho-1',2':4,5-triazo-          lyl-(2)    ]     -phenyl)    - 6     -methylbenzthiazol        -sulfon-          säure.    Dabei zeichnen     ,sich    Verbindungen, die  sieh vom     Stilben    ableiten, durch besondere  Ausgiebigkeit     aus.    Solche Verbindungen kön  nen in üblicher Weise erhalten werden, in  dem man die Amine     diazotiert    bzw.

   tetrazo-         tiert,    mit in     Nachbarstellung    zur     Amino-          gruppe    kuppelnden Aminen - z. B.     2-Amino-          naphthalin    oder seinen     Sulfosäuren,    Ab  kömmlingen des     Iminopyrazols,        Estern    oder       Aryliden    der     ss-Aminocrotonsäure    - kuppelt  und die so     erhaltenen@        o-Aminoazoverbindun-          gen    in die entsprechenden     Triazole    um  wandelt.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  nun ein Verfahren zur Aufhellung von Pa  pier, Leder, Holz, Seife usw., sowie von  Wäsche- und     Kleidungsstücken,    gekennzeich  net durch die Verwendung von     sulfonsauren          Salzen    solcher     substantiver        Verbindungen,     die mindestens einen 1, 2,     3-Triazolring    im  Molekül enthalten.  



  Die im erfindungsgemässen Verfahren zu  verwendenden optischen     Bleiehmittel    zeigen  eine schwach     grünliche    bis violette Fluores  zenz und besitzen hohe     Substantivität.    Ihre       Anwendung        erfolgt    in üblicher Weise.

   Infolge  ihrer     substantiven        Eigenschaften    können sie  zur     Behandlung    zugeschnittener     Textilwaren          aus    Baumwolle oder regenerierter     Cellulose     in     einfachster    Weise im Spülbad auf .die  Faser aufgebracht werden.

       Meistens        wird     man sie im Wasch- oder     Appreturprozess    auf  solche Textilwaren     aufbringen,    wobei man  die Möglichkeit hat, sie schon vorher den in  den Handel kommenden Waschmitteln wie  Seife, Seifenersatzmitteln,     Waschpulvern     und     App.returmitteln,    wie Stärke,     zuzusetzen.,

       Für die Herstellung von in ihrer Weisse ver-           besserten    Ätzen auf gefärbten zugeschnitte  nen Textilwaren kann man die Verbindun  gen entweder bereits dem Farbstoff     zLuni-          schen    oder sie dem Färbebad zugeben oder  schliesslich sie der     Ätzpaste    zusetzen. Aber  auch auf bereits gefärbten zugeschnittenen  Textilwaren kann sich die Behandlung gün  stig auswirken, da     hierdurch    in vielen     Fällen     ein klarerer und lebhafterer Farbton erzielt  wird.

   In der Papierindustrie erfolgt die An  wendung im Tauchverfahren bei fertigen Pa  pieren oder durch     Zusatz    zum Papierbrei bei  der     Herstellung.    Es kommt dabei nicht nur  für gewöhnliche Papiere, sondern auch für  Spezialpapiere, wie photographische Papiere  in Frage. Da die optischen Bleichmittel die  Eigenschaft     besitzen,        ultraviolettes    Licht zu  absorbieren, eignen sich damit behandelte  Papiere oder     sonstige    Verpackungsmateria  lien zum Schützen lichtempfindlicher Stoffe  wie     Lebensmittel    und dergleichen. Auch an  dern zu bleichenden organischen Materialien,  wie z. B.

   Kunststoffen, hellen Ledern, Stroh  für Hüte, Hölzern, Seifen usw., kann man  die vorgeschlagenen     Bleichmittel.    je nach  Zweckmässigkeit oder sonstigen     Gründen    im  Endzustand oder in irgendeinem Stadium  ihrer Herstellung einverleiben. In allen der  artigen     Fällen    wird der Weissgehalt erheb  lich     verbessert.     



  Gegenüber den     bereits        vorgeschlagenen     optischen     Bleichmitteln    weisen die hier zur  Verwendung kommenden Verbindungen den       Vorzug    höchster     Substantivität    bei bester  Wasch-,     Sodakoch-    und Chlorechtheit und  guter Lichtechtheit     auf.    Dabei kommt den       grünlich    fluoreszierenden Vertretern dieser       Verbindungsgruppe        eine    besondere Bedeu  tung zu, da es mit ,deren Hilfe nicht nur  möglich ist,

       rötliche    Tönungen der zu blei  chenden Ware     zu    einem neutralen Weiss zu       kompensieren,    sondern auch zusammen mit       Aufhellungsmitteln,    -die ein etwas rötliches  Weiss ergeben, eine ausgiebige neutrale Weiss  wirkung mit guten     Echtheitseigenschaften    zu  erzielen. Man hat es damit durch Abstim  mung     des    Mischungsverhältnisses und des  Tones der zu schönenden Ware aufeinander    in der Hand, jeweils den gewünschten  Weisseffekt zu erreichen.

      <I>Beispiel 1:</I>       Zugeschnittene        kunstseidene    Ware wird  mit einer Flotte, die 0,05 bis 0,06     g          4,4'-Bis-.        [5'-sulfonaphtho    =1',2' :4,5     atriazolyI@          (2)]-stilben-2,2'-disLilfonsäure    im Liter ent  hält, 15 Minuten bei 40  behandelt, gespült  und getrocknet. Die erhaltene Ware besitzt  einen höheren Weissgehalt     als    ohne Nach  behandlung.  



  Die verwendete Verbindung wird durch       Tetrazotieren    von     4,4'-Diaminostilben-2,2'-di-          sulfonsäure,    Kuppeln mit 2     Mol        2-Amino-          naphthalin-5-sLZlfonsäure        Lind    Kochen des  erhaltenen Farbstoffes mit     ammoniakalischer          KupfersulfatlösLing    erhalten.

   Die gleiche Ver  bindung kann erhalten werden, wenn man  den     Disazofarbstoff    aus     tetrazotierter        4,4'-Di-          aminostilben@2,2'.disulfonsäure    und 2     Mol          1-Aminonaphthalin-5-sLilfonsänre    mit     ammo-          niakalischer        KLipfersulfatlösung    oxydiert.

      <I>Beispiel 2:</I>  Mit einer Waschflotte, die Soda, ein  Waschmittel und pro Liter 0,5 bis 0,7 g  2 -     (4'-a    [<B>U</B>     -sulfonaphtho    -1',2' : 4,5     -triazolyl-          (2)        ]-phenyl)-6-methylbenzthiazol,sulfonsäure     enthält, wird eine normale Weisswäsche durch  geführt. Die so erhaltene     Wäsche    zeigt. ein  reineres Weiss als ohne Zusatz des     Aufhel-          lungsmittels.     



  Die genannte Verbindung wird durch       Diazotieren    von     Dehydrothiotoluidinsulfon-          säure,    Kuppeln mit     2,Aminonaphthalin-5-sul-          fonsäure    und Kochen .des erhaltenen Farb  stoffes mit einer alkalischen     Chromatlösung     erhalten.    <I>Beispiel 3:</I>  Gelblich weisses Papier wird mit einer Lö  sung behandelt, .die 0,05 bis 0,06 g der im Bei  spiel 1 genannten Verbindung im Liter ent  hält.

   Nach dem Spülen und Trocknen zeigt  das Papier einen deutlichen     Atühellungs-          effekt.         Der gleiche Effekt     kann    durch Zusatz     vorl          0,1-1%        der        gleichen        Verbindung        zum        übli-          chen    Papierbrei erzielt werden.  



  <I>Beispiel 4:</I>  Mit. einer Spülflotte, die 0,018 g     4,4'-Bis-          [5'-sulfonaphtho        1',2':4,5-triazolyl--(2)]-stil-          ben-2,2'-disulfonsäure    und 0,038 g des aus  1     Mol        4,4'-Diaminostilben-2,2'-disulfonsäure     und 2     Mol        Phenylisocyanat    erhaltenen Harn  stoffes enthält, wird ein     Wäschestück    aus  schwach gelblichem Nessel bei 400 behandelt.  Nach dem Spülen und Trocknen zeigt die  Ware einen rein weissen neutralen optischen  Bleicheffekt, der auch nach der Kochwäsche  und der üblichen Haushaltbleiche bestehen  bleibt.  



  <I>Beispiel 5:</I>  Für eine normale Weisswäsche verwendet  man ein Waschmittel, das pro kg neben den  üblichen Wasch- und Reinigungsmitteln und  sonstigen Zusätzen noch 2 bis 3 g einer Mi  schung aus     4,4'-Bis-[5'-sulfonaphtho-1',2':4,5-          triazolyl-    (2) ]     -stilben-2,2'-@disulfonsäure    (18  Teile) und .dem Harnstoff erhalten aus 2     Mol          Phenylisocyanat    und 1     Mol        4,4'-Diamino-          stilben-2;2',disulfonsäure    (38 Teile) enthält.  Nach dem. Spülen und Trocknen zeigt die  Wäsche einen neutralen optischen Bleich  effekt.

      <I>Beispiel 6:</I>  Ein baumwollenes Taschentuch wird in  der üblichen Weise mit     411/o    des     Farbstoffes     Nr. 670 Schultz'     Farbstofftabellen    7.     Auflage     gefärbt. Man ätzt die erhaltene Färbung  mit einer neutralen     Rongalit-Ätzpaste,    die  0,1 bis 0,2 0/0 oder im Beispiel 1 .genannten Ver  bindung enthält. Die Ätze erscheint weisser  als ohne Zusatz des beschriebenen     Weiss-          töners.     



  Einen ähnlichen weissen     Ätzeffekt    erreicht  man, wenn man bei der Färbung mit  dem gleichen Farbstoff der     Färbflotte          0,05-0,01%        der        im        Beispiel    1     genannten          Verbindung    zusetzt und dann eine neutrale       Rongalit-Ätze    durchführt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Aufhellung von Papier, Leder, Holz, Seife usw., sowie von Wäsche- und Kleidungsstücken, gekennzeichnet durch die Verwendung von sulfonsauren Salzen sol cher substantiver Verbindungen, die minde stens einen 1,2,3-Triazolring im Molekül ent halten. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig Waschmittel zur Anwendung gelangen.
CH275140D 1948-10-16 1948-10-16 Verfahren zur Aufhellung von Papier, Leder, Holz, Seife usw. sowie von Wäsche- und Kleidungsstücken. CH275140A (de)

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